Da mein Freund und ich noch nicht ganz entschlossen sind, ob wir wohl ausreichend Zeit für einen eigenen Hund hätten, dachten wir, es sei eine gute Idee, uns als Gassigeher im örtlichen Tierheim anzubieten.
Leider wurden wir schon am Telefon abgewiesen: das sei aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich und würde innerhalb des Vereins (?) erledigt.
Wird das öfter so gehandhabt? Ich dachte, Gassigeher wären eher gesucht??
Ansonsten gibt es noch einen Tiersitterservice, genannt "Pfötchenservice", spontan wirkt die Webseite etwas kommerziell.
Jetzt bin ich etwas verunsichert, ob ich mich da überhaupt melden soll.
Meine Hundeerfahrung ist auch begrenzt. Ich war schon immer (seit ich laufen kann) an Hunden interessiert und hätte als Kind schon sooo gerne einen eigenen gehabt.
Ansonsten belästige ich in der Stadt jeden Hund, der aussieht als ob er sich das gefallen lassen würde und habe schon gelegentlich den Hund (spanischer Wasserhund) meiner Freundin gesittet, der bis auf seine Trennungs-/Verlassensängste (Tierheimhund) relativ einfach und sehr freundlich ist. Für einen "schwierigen" Hund wäre ich sicher nicht qualifiziert...
Habt Ihr vielleicht noch Ideen, wie ich an einen "Teilzeithund" kommen könnte?
lg lenita
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Ergebnis 1 bis 7 von 7
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28.03.2008, 23:59
Gassigeher im Tierheim nicht erwünscht?
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29.03.2008, 03:59
AW: Gassigeher im Tierheim nicht erwünscht?
Das wird hier in den Tierheimen der Umgebung extrem unterschiedlich gehandhabt.
Damit die entsprechenden Tierheime keine Probleme bekommen, sage ich nicht dabei, um welche es jeweils genau geht.-
Ich selbst war in 3 Tierheimen bisher Gassigängerin. In einem war das alles gar ganz unkompliziert. War man 16 bekam man einen Hund. War man 18 bekam man auch nen Listenhund (was eigentlich nicht erlaubt ist, weil wir die erste Zeit als wir das machten z.b. noch gar keinen Sachkundenachweis hatten und die Hunde auch keinen Maulkorb trugen). Auch konnten wir einen TH-Hund nehmen und unsere eigene dabei mitlaufen lassen - dann gab man usn extra einen verträglichen Hund mit. Ableinen ist natürlich immer verboten.
In einem anderen Tierheim darf man ab 18 Gassi gehen, Listenhund nur, wenn man die entsprechenden Papiere (Sachkundenachweis) vorweisen kann. Geht aber auch.
strikte anweisung - keinen Kontakt zu anderen Hunden.
Im dritten sitzen nahezu ausschließlich Listenhunde - also nur volljährige Gassgänger mit Sachkunde udn immer mit maulkorb.
In 2 anderen Tierheimen hatte ich auch mal wegen Gassi gehen gefragt. In einem wurde es auch abgelehnt - aus versicherungstechnischen Gründen. Wenn dsa was passiert, zahlt keiner. Es wäre jedoch problemlos möglich gewesen, wenn ich dem Verein beigetreten wäre. Kostenpunkt 35 Euro jährlich, für Paare 55 Euro zusammen jährlich. Dann geht das auch mit der Versicherung - wenn du das wirklich möchtest mit dem Gassi gehen und den Verein eh gerne unterstützen möchtest, frage doch mal, ob du Gassi gehen könntest, wenn du Mitglied wirst
Der letzte Verein bei dem ich angefragt habe, legt sehr großen Wert auf individuelle Bindungen zwischen Hund und Führer. Da hat jeder Hund 1-2 ganz feste Bezugspersonen, die möglichst täglich zum Gassi gehen und auch zum Training kommen. Wenn nicht, gibt es einfach Rudelausläufe, wo sie in umzäuntem geläde toben können.
Externe Gassigänger werden nicht gewünscht, weil das auch den Erziehungsfortschritt untergraben könnte. Gibt es auch, ist aber selten. Da hätte ich das machen können, wenn ich mich halt bereit erklärt hätte, einen hund dauerhaft zu übernehmen und mindesten 3 mal wöchentlich zu kommen udn mit dem Hund zu arbeiten und dann auch in Prüfungen (Wesenstest - weil Listenhund) zu führen.
Wenn du nicht Mitglied in dem Verein werden möchtest oder die das trotzdem nicht möchten, einfach mal in einem anderen TH fragen? Weiß nicht wo du wohnst, aber hier gibt es soooo viele
P.S. die Sache mit dem sachkundenachweis für listenhund gilt nicht in jedem Bundesland, aber hier in NRW leider schon.
Wer sich vorstellen kann, auch einen Listenhund auszuführen, dem würde ich das sehr ans Herz legen, denn diese brauen es einfach mit Abstand am nötigsten! Gerade wenn die TH sich daran halten, dass diese Hunde nur mit Gassigängern mit Sachkunde rausgehen, kann man sich vorstellen, dass diese rar gesäht sind. Ich weiß von TH, wo Listenhund nur 2 mal die Woche raus kommen
Das ist so schrecklich, zumal es dort auch keine ausläufe gibt.
Hier in NRW kostet der Sachkundenachweis für Liste 1 Hunde 25 Euro - damit darf man dann jeden Hund führen. Muss beim Amtsveterinär abgelegt werden, nähere infos plus seiten zum üben gerne auf Anfrage per PN.Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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29.03.2008, 09:04
AW: Gassigeher im Tierheim nicht erwünscht?
Schau doch mal auf der nicht-kommerziellen Seite www.gassi-gassi.de nach. Da kann man recht gezielt eingeben was man sucht.
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01.04.2008, 18:56
AW: Gassigeher im Tierheim nicht erwünscht?
wenn du das wirklich möchtest mit dem Gassi gehen und den Verein eh gerne unterstützen möchtest, frage doch mal, ob du Gassi gehen könntest, wenn du Mitglied wirst
Stimmt, auf diese (evtl.) Möglichkeit bin ich während des Gespräches gar nicht gekommen, der Typ am Telefon war so kurz angebunden und abweisend...
Ein anderes Tierheim gibt es hier meines Wissens nicht, da ich kein Auto habe, kommt das Umland nicht in Frage.
Werde es jetzt wohl erstmal mit einem Angebot bei der angegebenen Website versuchen.
Danke Euch jedenfalls für die Auskünfte.
lg lenita
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01.04.2008, 21:35
AW: Gassigeher im Tierheim nicht erwünscht?
Ist mir auch schon passiert, dass ich etwas ärgerlich dachte, "Wie ist diese TH-Mitarbeiterin am Telephon denn drauf?" Es stellte sich später heraus, dass sie gerade ein paar "Extrem-Sorgenkinder" im TH hatte und einfach etwas fertig mit den Nerven war - vor Sorge.
Zitat von lenita
Vielleicht war die Situation bei Deinem Telephonat ja ähnlich. *nur mal anmerk*
Nimm doch einfach noch einmal Kontakt auf, vielleicht am besten einfach während der Öffnungszeiten mal hingehen und einen ruhigen Moment abwarten.
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
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02.04.2008, 08:44Inaktiver User
AW: Gassigeher im Tierheim nicht erwünscht?
Ich hatte mich mal anläßlich der Kastration meines Hundes (die etwas vergünstigt im Tierheim durchgeführt wurde) schon im Vorfeld angemeldet, während der Wartezeit mit Hunden spazieren gehen oder spielen zu wollen.
Bevor ich die Zeit sinnlos verfahre, dachte ich, wär ne gute Idee.
Ich mußte tatsächlich bis zur stellvertretenden Leiterin vordringen, alle anderen haben mir definitiv nein gesagt, eben aus Haftungsfragen.
Ich hab mich durchgesetzt (da kam natürlich mein persönliches Vorsprechen, mit meinen robusten 1,78 und dreckiger Reitkleidung der Sache zugute) und durfte dann einen Hund in einem abgezäunten, großen Bereich des Tierschutzhauses ausführen und mit ihm spielen.
Der Hund war anfangs sehr lieb, wurde durch das Spielen allerdings heftig und etwas unberechenbar, ich konnte das unterbinden und wieder auf eine harmlose Schiene zurückführen (ein 08/15-Dackelbesitzer wäre ausgetickt!).
Geendet hat es, daß ich dreckig, zerkratzt und verschwitzt, mit zerrissenem T-Shirt, mit einem völlig ausgepowerten Hund zur Rezeption zurückkam, und die Leute total in Sorge waren, nun auch noch mein T-Shirt zahlen zu müssen.
Hat ein bißchen gedauert, bis ich erklärt habe, daß das alles kein Problem sei, nicht mein erstes zerrissenes T-Shirt und der Hund aus meiner Schuld ein wenig zu heftig geworden wäre, weil ich sein Temperament anfänglich etwas unterschätzt hätte. Daß aber alles perfekt gelaufen sei, und ich mich freue, daß der Kerl mal was zu tun hatte. Und ihnen den Tip gegeben, dem zukünftigen Besitzer aufzuklären, den Hund erst per Laufen auszupowern und dann zu spielen, damit die erste überschäumende Reaktion nicht kommt.
Hab mich sehr zusammenreißen müssen, den nicht auch gleich mitzunehmen ....
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03.04.2008, 13:54
AW: Gassigeher im Tierheim nicht erwünscht?
Man darf nicht vergessen, dass viele Hunde eine unschöne Vergangenheit haben. Gerade ab einer bestimmten Größe sollte man da schon etwas Erfahrung mitbringen und Reaktionen des Hundes (möglichst im Vorfeld) deuten können.
Kann man das von jemand, der sich mit dem Gedanken befasst, sich einen Hund zuzulegen erwarten? Fraglich.
In unserer Stadt sind Gassigeher gern gesehen, allerdings müssen sie in der Hundeschule, welche eng mit dem Tierheim zusammen arbeitet, eine "Basisstunde" absolvieren.
Als unsere Tochter zum Studieren in eine andere Stadt zog, fehlten ihr natürlich unsere Hunde sehr. (Deshalb kommt sie auch so oft, nicht wegen uns....)
Kaum eingelebt, ging sie dort ins Tierheim und stellte sich als Gassigeher zur Verfügung. Nach einer Befragung nach ihren Erfahrungen und Kenntnissen konnte sie sich aus etlichen Hunden einen auswählen.
Es wird wohl unterschiedlich gehandhabt, der Knackpunkt ist jedoch die Haftungsfrage.
MeryaMan könnte ohne Hund leben,
nur lohnen würde es sich nicht.
Heinz Rühmann


) an Hunden interessiert und hätte als Kind schon sooo gerne einen eigenen gehabt.
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