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  1. Avatar von weissnein
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    verwirrt Tierliebe geht vor?

    Mein Freund, 52 J., und ich 49 J., kennen uns seit einem Jahr. Wir wohnen 300 km entfernt vonanander, verbringen aber fast jedes WE. miteinander. Seit dem Tot seiner Frau vor 6 Jahren lebt mein Freund im Haus seiner Mutter, so dass der Hund während der Arbeitszeit versorgt ist. Nun möchte mein Freund zu mir ziehen mit seinem Hund. Er arbeitet freiberuflich als Fahrer ich bin bis zu 12 Std. täglich unterwegs. Beim besten Willen weiß ich nicht wie das funktionieren soll. Zur Arbeit kann er den Hund nicht mitnehmen und ich auch nicht. Er meint, "das wird sich schon finden". Der Hund ist 6 Jahre, absolut lieb und verträglich. Bei der Mutter kann der Hund nicht bleiben, da sie inzwischen stark gebehindert ist. Meiner Ansicht nach wäre es besser, ihm ein neues Zuhause zu suchen wo seine Menschen Zeit für ihn haben. Liege ich da so falsch?


  2. Registriert seit
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    AW: Tierliebe geht vor?

    Hallo weissnein,

    ich finde nicht, daß dein Vorschlag "besser" für den Hund wäre. Nach 6 Jahren Familienbindung kann man ihn doch nicht einfach weitergeben. Vielleicht wäre das was anderes bei einer Katze, die sich ja eher an das Haus bindet, aber ein Hund ist doch ganz klar menschenbezogen.

    Vielleicht habt ihr ja noch nicht alle Möglichkeiten geprüft ?
    Ich kenne z.B. jemanden, der die Mittagspause zu Hause bzw. mit Gassigehen verbringt, damit der Hund nicht den ganzen Tag allein ist. Oder man findet jemanden in der Nachbarschaft, der dies übernimmt ( evtl. gegen Entgelt ) ?

    Gruß deju

  3. Avatar von swenja
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    AW: Tierliebe geht vor?

    Hallo weissnein,

    ich verschiebe dich ins Tierforum

    LG
    Swenja

  4. Avatar von Asphaltblume
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    AW: Tierliebe geht vor?

    Das mit den hausbezogenen Katzen ist Unfug, das gilt für Bauernhofkatzen vielleicht, die wenig Kontakt zu "ihren" Menschen haben, aber nicht für Haustiger, die mit im Haus wohnen. Die hängen dann genauso an ihrer Familie wie Hunde.

    Zu deinem Problem, weissnein: Eure Lebensumstände sprechen gegen ein Haustier. Den Hund kann man nicht den ganzen Tag allein lassen, und zwar nicht nur, weil er auch mal Gassigehen muss.
    Da er normalerweise den ganzen Tag mit der Mutter deines Freundes verbringt, ist sie vermutlich auch seine wichtigste Bezugsperson, die er vermissen wird, wenn er zu dir kommt. Und wenn er dann ganz allein ist den ganzen Tag, wird er sicherlich drunter leiden.
    Falls ihr keine Lösung findet, wie deju sie vorschlägt, denke ich schon, dass es für den Hund besser wäre, in eine neue Familie zu kommen, zu Menschen, die wirklich Zeit für ihn haben.
    Dass er sich nicht von seinem Hund trennen will, kann ich allerdings sehr gut verstehen.

    Aber noch was: Wenn dein Freund meint, das "würde sich schon finden", spekuliert er doch nicht darauf, dass du beruflich zurücksteckst, um Zeit für den Hund zu haben? Wie war das denn mit seiner verstorbenen Frau? Oder hat er sich den Hund erst nach ihrem Tod zugelegt?
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

  5. Inaktiver User

    AW: Tierliebe geht vor?

    Du schreibst "Er arbeitet freiberuflich als Fahrer"
    Wie sieht diese freiberufliche Arbeit denn aus? Wie lange ist er unterwegs?

    Im übrigen würde ich alles dafür tun, meine Tiere zu behalten, notfalls auch gar nicht erst umziehen.

  6. Avatar von Noodie
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    AW: Tierliebe geht vor?

    Wenn ihr das wirklich durchziehen wollt solltet ihr es gut überlegen wie es laufen kann, so dass alle zu ihrem Recht kommen. Ich denke das ginge nur wenn ihr einen Hundesitter habt, wie deju schon schrieb, der mindestens die Hälfte der Zeit eurer Abwesenheit mit dem Hund verbringt, also zB 4 Stunden am Tag wenn dein Freund 8 Stunden weg ist. Wenn der Hund bevor der Sitter kommt und nachdem der Sitter weg geht je 2 Stunden alleine ist, sollte es wohl gehen. Es sei denn es stellt sich heraus dass er panisch wird wenn er allein ist und die Nachbarschaft zusammen jault. Ist er denn überhaupt schon daran gewöhnt ab und zu mal ein paar Stunden allein zu sein?

    Auch würde ich es so einrichten dass dein Freund nach dem Umzug nicht sofort arbeiten muss sondern ein oder zwei Wochen zu Hause ist mit dem Hund, bis er sich etwas eingewöhnt hat.

    Sehr hilfreich wäre es einen zweiten Hund dazu zu nehmen. Sag nicht gleich "Nein, auf gar keinen Fall", der Gedanke ist wirklich eine Überlegung wert. Hunde sind Rudeltiere und sind nie gerne alleine. Wenn ihr ihn alleine lassen müsst weil es halt nicht anders geht, würde ein zweiter Hund dem Hund deines Freundes viel von der Angst und dem Frust nehmen, die jeder Hund verspürt der alleine irgendwo eingesperrt ist.

    Ein zweiter Hund erfordert dann aber natürlich auch einige Wochen Eingewöhnungszeit, wo zumindest einer von euch ständig da sein sollte. Und einen Sitter ersetzt er nicht - wenn ihr beide voll arbeitet muss jemand vorbeikommen tagsüber, auch wenn zwei Hunde da sind.

    Und es ist natürlich auch eine finanzielle Frage ...

    Ich hoffe dass ihr eine gute Lösung findet, denn ein Tier abzugeben ist immer etwas sehr trauriges. Ich hoffe dass es bei euch nicht dazu kommt.

    Alles Gute!

    PS: hast du deinem Freund schon vorgeschlagen den Hund abzugeben? Wenn nicht, sei bitte vorsichtig - wenn mir jemand so etwas vorschlagen würde, würde ich reichlich angefasst reagieren.
    .
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    If in hole
    Stop digging
    (Indian saying)


    "Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
    Eckart von Hirschhausen

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

  7. Inaktiver User

    AW: Tierliebe geht vor?

    Aus Sicht des Hunde ist weggeben sicherlich das Schlimmste.....

    Und ich weiß, der Vergleich hinkt ein wenig, aber ich bringe ihn trotzdem: ein Hund ist ein Familienmitglied! Und man kann auch Kinder oder die kranke Oma nicht einfach weggeben, weil sie plötzlich nicht mehr in die Lebensumstände passen. Ich finde das immer blöd sowas

    Was mir auffällt: seine Frau ist vor 6 Jahren gestorben und der Hund ist 6 Jahre alt.....Sollte er als Trauerhilfe dienen und wird jetzt nicht mehr benötigt?

    Wenn es irgendwie möglich ist, würde ich alles dafür tun, dass ihr den Kleinen (oder Großen ) nicht aus der Familie reißt.....nehmt euch abends und am WE viel Zeit für ihn und schaut unter der Woche nach anderen Möglichkeiten....Oftmals gibt es auch Familien, die sich einen "Teilzeithund" wünschen, wenn er so lieb und verträglich ist, wäre das doch eine Möglichkeit?

    LG Zitronensonne

  8. Avatar von weissnein
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    9

    AW: Tierliebe geht vor?

    Zitat Zitat von deju
    Hallo weissnein,

    ich finde nicht, daß dein Vorschlag "besser" für den Hund wäre. Nach 6 Jahren Familienbindung kann man ihn doch nicht einfach weitergeben. Vielleicht wäre das was anderes bei einer Katze, die sich ja eher an das Haus bindet, aber ein Hund ist doch ganz klar menschenbezogen.

    Vielleicht habt ihr ja noch nicht alle Möglichkeiten geprüft ?
    Ich kenne z.B. jemanden, der die Mittagspause zu Hause bzw. mit Gassigehen verbringt, damit der Hund nicht den ganzen Tag allein ist. Oder man findet jemanden in der Nachbarschaft, der dies übernimmt ( evtl. gegen Entgelt ) ?

    Gruß deju
    Liebe deju,
    sicherlich hast Du recht damit, dass noch nicht alle Möglichkeiten geprüft sind, mein Beitrag war ein Versuch neutrale Rat- und Vorschläge zu erhalten. Dies ist gelungen, alle Antworten werde ich in Ruhe überdenken und bedanke mich ganz herzlich. weissnein

  9. Avatar von weissnein
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    AW: Tierliebe geht vor?

    Liebe Asphaltblume, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. ich habe hiermit einen Versuch gestartet neue Perspektiven zu bekommen, dies ist gelungen. Ich werde jede Antwort sorgfältig überdenken, ja, auch ich habe den Verdacht, dass letztendlich von mir verlangt wird, "Probleme" "in den Griff zu bekommen". Heikel an dieser Sache ist, der Hund war das letzte Geburtstagsgeschenk an seine verstorbenen Frau. Weissnein

  10. Avatar von Phoebe
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    19.08.2005
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    516

    AW: Tierliebe geht vor?

    Der Hund von Freunden ist tagsüber in einer Pension untergebracht. Dort hat er Anschluss zu anderen Hunden, wird gepflegt und muss nicht alleine sein. Er freut sich, wenn er in die Pension kommt und genauso wenn sein Frauchen ihn wieder abholt. Wäre sowas vielleicht eine Option?

    Die Idee mit dem Teilzeithund finde ich auch gar nicht schlecht.

    LG Phoebe
    Das Leben ist buuunt!

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