Dass ein Hundesitter mittags mit dem Hund spazieren geht, ist eine Lösung als Ausnahme, aber nicht für jeden Tag.
Ein Hund kann, will und darf nicht mit einer Gassiunterbrechung 12 Stunden alleine bleiben.
Das ist für ihn viel schlimmer, als ein ganz neues zuhause, bei dem er immer "dabei" ist.
Wenn ihr jemand finden würdet, der den Hund tagsüber nimmt, er dort integriert ist, abends und am Wochenende zu euch kommt, wäre das aus meiner Sicht die beste Lösung.
Du schreibst, er ist ein ganz lieber, vielleicht finden sich ältere Leute, deren Hund gestorben ist und die nicht ganz ohne Hund sein wollen, sich aber auch keinen neuen mehr anschaffen wollen.
Vielleicht magst Du diese Variante mal mit Deinem Freund besprechen, eine dementsprechend formulierte Anzeige aufgeben und mal schauen, wer sich meldet.
Ich würde auch alles versuchen, meine Hunde zu behalten, dennoch würde das Wohl der Hunde immer im Vordergrund stehen.
Bekannte von mir haben vor 3 Monaten einen Hund "aus Zeitmangel abzugeben" übernommen.
Dieser Hund lebt jetzt mit in dieser Familie, die Frau arbeitet 1 mal die Woche 5 Stunden, sonst ist immer jemand da, außerdem sind da 2 Kinder, der Hund hat viel neue Hundefreunde und -freundinnen gefunden, bekommt täglich schöne Spaziergänge, wird seinen Anlagen gemäß gefördert und wirkt entspannt und glücklich.
Es war das Beste, was ihm passieren konnte, obwohl seine Vorbesitzer gut zu ihm waren und ihn sicher auch irgendwie geliebt haben.
Ich finde, dass unsere Hunde bei uns ein schönes Leben haben, aber ich kenne soviel Hunde, die ein ebenso schönes Leben haben, anders, jedoch nicht schlechter.
Man darf nicht denken, man sei die allein seligmachende Adresse für einen Hund.
Wenn man alle Möglichkeiten durchgespielt hat und der Hund letztendlich auf der Strecke bleibt, nur "weil es schon irgendwie geht" und man dann als Gutmensch dasteht, weil man den Hund ja nicht abgibt, sollte man schon überlegen, ob es sich um Tierliebe oder Egoismus handelt.
viele Grüße
Merya
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Ergebnis 11 bis 17 von 17
Thema: Tierliebe geht vor?
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27.03.2008, 08:32
AW: Tierliebe geht vor?
Man könnte ohne Hund leben,
nur lohnen würde es sich nicht.
Heinz Rühmann
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27.03.2008, 09:04Inaktiver User
AW: Tierliebe geht vor?
Mal ein ganz anderer Ansatz: vielleicht könntest du ja zu deinem Freund ziehen?
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27.03.2008, 09:32Inaktiver User
AW: Tierliebe geht vor?
Ich finde so einen Hundekindergarten eine ganz gute Idee; eine beruflich sehr eingespannte Bekannte von mir macht das mit ihrem Hund auch so.
Eine andere Lösung: Den Hund bei der Mutter lassen, aber dort einen Hundesitter organisieren, der mit dem Hund Gassi geht ?
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27.03.2008, 11:37
AW: Tierliebe geht vor?
Ich wollte auch sagen, dass es doch in vielen Orten sowas wie Hundekindergärten gibt, wo Hunde den ganzen Tag im Rudel und unter Aufsicht untergebracht sind.
Auch gibt es Hundesitter, die den Hund abholen und den ganzen Tag mit ihnen raus gehen oder sie mit zu sich nehmen.
Kostet halt Geld...
Sollte es das bei euch alles nicht geben, hielte ich das Suchen einer neuen Familie für besser als das tägliche Alleinlassen von mehr als 8 Stunden. Betonung liegt auf "neue Familie" und nicht in TH geben, dann lieber so lange alleine sein.
Ich persönlich würde im Übrigen auch nie irgendwo hinziehen, wo ich meine Hunde nicht mitnehmen kann. Ich würde meines Lebens nicht mehr froh...Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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27.03.2008, 12:25
AW: Tierliebe geht vor?
Ich auch nicht.
Zitat von murmeltier
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27.03.2008, 14:08Inaktiver User
AW: Tierliebe geht vor?
sehe ich auch so, wegegeben ist die schlechteste alternative. schließlich hat man für das tier eine verantwortung übernommen.
es gibt viele alternativen: einige sind schon genannt. noch zusätzlich: vielleicht findet ihr bei euch in der nähe rentner/innen, die sich aus altersgründen kein tier mehr anschaffen wollen aber dennoch noch rüstig genug sind mit dem hund gassi zu gehen udn den tag zu verbringen. man kann ihn dann morgens dorthinbringen und abends abholen. vielen würde das auch etwas an lebensqualität geben. oder schülerinnen, die keine tiere halten dürfen aber so sich für ein paar euros was dazuverdienen können.
dazu kann man zettel im supermarkt aushängen.
außerdem lernt man unglaublich viele menschen kennen, wenn man einen hund hat. ich habe dadurch eien gute freundin gewonne, die auch berufstätig ist udn wir unterstützen uns gegenseitig. sie arbeitet schicht, wenn sie früh dienst hat, nehme ich ihren hund, wenn ich zu kunden muss nimmt sie meinen. das passt immer irgendwie und vielleicht lernt ihr auch jemanden kennen, der vielleicht am WE jemanden für seinen hund braucht und so kann man sich gegenseitig unterstützen.
es gibt immer mittel und wege, wenn man will. man muss nur etwas kreativ sein und hilfe von anderen annehmen wollen.
und ich habe dein posting auch nicht so verstanden, dass dein mann den hund abgeben will. das kommt eher von dir. insofern kann ich mich auch nur meinen vorrschreiberinnnen anschließen: ich würde meines lebens nicht mehr froh, wenn ich meinen hund weggeben müsste. und kein mann der welt könnte das von mir verlangen.
(auch george clooney nicht
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27.03.2008, 15:50
AW: Tierliebe geht vor?
Also, der Hund ist z.Zt. bei der Mutter aber die ist gehbehindert.
Wäre es eine Möglichkeit vor Ort bei der Mutter eine Gassigehorganisation hin zu bekommen. ?


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