Was mich sehr wundert, BurningDaylight, ist die Tatsache, dass dein Hund alleine auf 20.000 qm Auslauf haben will? Du schreibst, er läuft über Tag mit dir mit, und du brauchst aber eine Absicherung, wenn du ans Telefon gehst, isst, etc.
Also, mein Hund ist da, wo ich bin, er entfernt sich nicht weit von mir, würde auch nie alleine spazierengehen. Er ist allerdings auch kein Jagdhund (na, vielleicht doch, es ist Dackel drin), und wenn er mal beim Spaziergang hinter einem Karnickel herwetzt und ich brülle, kommt er sofort zurück.
Ich halte es in jedem Fall für kritisch, einen Jagdhund auf 20.000 qm Grundstück allein vor sich hinjagen zu lassen und damit noch mehr auf dumme Gedanken zu bringen, was jagen angeht, aber ich bin kein Jäger...
Wenn ich einen Hund hätte, der Alleingänge unternimmt, während ich beschäftigt bin, würde ich ihn für diese Zeit anleinen oder ins Haus sperren oder, wie hier vorgeschlagen wurde, in eine Art "Laufstall" stecken, fertig. Ein Hund - und ganz besonders ein großer Hund- gehört unter Aufsicht, auch auf dem eigenen Grundstück, wenn es so weitläufig ist. Dein Hund könnte damit beschäftigt sein, das Nachbarskind aufzufressen (innerhalb der Zaungrenzen), während du auf dem Klo sitzt und davon nichts mitbekommst.
Du widersprichst dir meines Erachtens übrigens selbst: einerseits weißt du, dass sich der Hund im Eifer des Gefechts, wenn er hinter einem Karnickel oder einer Katze herwetzt, auch nicht von einem zu erwartenden Stromschlag davon abhalten ließe, das Grundstück zu verlassen, andererseits klingst du aber sehr entschlossen, das Grundstück so zu sichern.
Ich würd meinen Hund dieser schmerzhaften "Erziehungsmaßnahme" nicht aussetzen, aber das wird dich nicht interessieren. Ich schreibe es trotzdemIch habe meinen Hund unter Aufsicht, und das würde ich auch so handhaben, wenn ich ein 100.000 qm Grundstück hätte.
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Ergebnis 11 bis 20 von 34
Thema: Unsichtbarer Zaun für Hunde
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20.03.2008, 10:03Inaktiver User
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
Geändert von Inaktiver User (20.03.2008 um 10:16 Uhr)
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20.03.2008, 10:49Inaktiver User
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
Warum, Nugat, meinst Du, das würde mich nicht interessieren und Du schriebest es trotzdem?
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20.03.2008, 10:52
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
Selbst die niedrigste Einstellung an einem solche Zaun verursacht Schmerzen, sonst wäre ja kein Lerneffekt für den Hund möglich. Schmerzen werden von Lebewesen unterschiedlich empfunden. Was für den Einen noch erträglich ist bereitet einem Anderen grosse Probleme, die Schmerzempfindung ist also individuell unterschiedlich. Bei Nässe des Fells, Erregung des Hundes und auch bei Ablenkung kann sich der Schmerz noch verstärken. Hinzu kommt, das viele Untersuchungen ergeben haben, dass selbst leichte "harmlose" Stromstösse bei Tieren nicht unerhebliche Veränderungen im Gewebe der Muskulatur und im Gehirn verursachen können, angefangen von kleinen Blutungen bis zu schwerwiegenden Gewebestörungen.
Wenn der Hund, wie beschrieben, nicht wirklich dazu neigt, abzuhauen, so würde es meiner Meinung nach reichen, einen sogenannten "Geflügelzaun" um das Grundstück zu ziehen, ohne darauf Strom zu legen. Meine Hunde akzeptieren diesen Zaun, obwohl er sehr leicht mit seinen Fiberglasstäben umzurennen wäre, als Barriere. Sie sehen ein Hindernis und bleiben davor stehen.Geändert von Rana (20.03.2008 um 11:01 Uhr)
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20.03.2008, 11:03Inaktiver User
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
Dem, was Nugat schreibt, stimme ich zu und möchte ich noch eine Frage hinzufügen (Achtung: absichtlich polemisch!): würdest du auch erwägen, deinem Kind so eine Gerätschaft um den Hals zu legen? Elektorschocks, gleich welcher Stärke, haben bei der Erziehung/Beaufsichtigung von Hunden nichts zu suchen!
Geändert von Inaktiver User (20.03.2008 um 11:08 Uhr)
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20.03.2008, 11:13Inaktiver User
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
[QUOTE=Inaktiver User]
Ich glaube auch nicht, dass der Schlag ausreicht, einen jagdlich ambitionierten Hund davon abzuhalten, hinter einem Kaninchen herzurennen. Ebensowenig, wie ihn dann die dichte Brombeerhecke, aus der die Jagdhunde mit etwas Blut an der Nase wieder herauskommen, stört, wird ihn ein Brizzeln beeindrucken. Darum geht es aber gar nicht, denn um solche Einzelfälle muss ich mich immer selber kümmern.
Was mich interessiert, ist die Praxis mit solchen Geräten. Einarbeitungsaufwand/Gewöhnungszeit (ich lass den Hund nicht einfach laufen und unvorbereitet schlechte Erfahrungen machen, sondern der wird, wie in anderen Bereichen auch, mit Stimme oder anderen Signalen angearbeitet), Funktionssicherheit, Einfluss von Regen und Fellfeuchte, Ein/Aus-Schalter und all solche Dinge."
Besonders in diesem Post, BurningDaylight, kam es für mich so rüber, dass du vorwiegend an der technischen Umsetzung einer bereits fest geplanten Maßnahme interessiert bist und nicht daran, wie andere User diese "Erziehungsmaßnahme" bewerten oder ob sie ihren unbeaufsichtigten Hund Stromschlägen aussetzen würden oder der Umgebung einen großen, unbeaufsichtigten Hund auf dem Jagd-Trip.
Es haben außer mir bereits andere hier sinnvolle Alternativvorschläge gemacht, die für dich nicht in Frage gekommen sind.
Ich schreibe meine Meinung, weil ich sie schreiben will- ganz einfach.
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20.03.2008, 11:27Inaktiver User
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
Doch, genau das kann passieren. Nämlich dass dein Hund buchstäblich vom Blitz getroffen von Sinnen vor Angst und Erschrecken wegläuft und für Stunden unauffindbar ist. Du kannst Deinen Hund mit einem einzigen Stromstoss fürs Leben schädigen.
Zitat von Inaktiver User
Diese Selbsttest werden immer wieder gerne angeführt. Nicht das Handgelenk, sondern um deinen Hals musst du es legen und dann über Stunden tragen. Und wenn du vollkommen abgelenkt bist und überhaupt nicht mehr daran denkst, evtl. mit nasser Haut, dann muss ein Stromstoss kommen ... und dann reden wir weiter wie leicht und wenig spürbar er ist.Das halte ich für nicht realistisch, werde es aber natürlich selber am Handgelenk mal ausprobieren.
Dann mache es doch gleich richtig und arbeite mit deinem Hund dass du dich auf auch ohne Zwangsmittel ihn verlassen kannst und er weiß wie weit sein Revier geht.Darum geht es aber gar nicht, denn um solche Einzelfälle muss ich mich immer selber kümmern.
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20.03.2008, 11:30
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
Ich denke, hier geht es nicht um ein "Erziehungs-Halsband", sondern um einen elektrischen Weidezaun. Das Eine ist für mich genauso indiskutabel wie das Andere. Wer aber fest entschlossen ist, derartige Hilfsmittel zu benutzen, der wird sich wohl kaum von den hier Schreibenden davon abhalten lassen.würdest du auch erwägen, deinem Kind so eine Gerätschaft um den Hals zu legen?
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20.03.2008, 11:31Inaktiver User
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
Ja, das fürchte ich auch. Ist ja auch viel einfacher, als sich um eine anständige Erziehung zu kümmern.
Zitat von Rana
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20.03.2008, 12:02Inaktiver User
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
Thema Weidezaun (der aber nicht unsichtbar ist und das auch gar nicht sein soll!):
Durch die Tatsache, daß mein Hund mit in den Reitstall geht und die Pferdekoppeln nicht nur durch stabile Koppelstangen, sondern auch sicherheitshalber durch Elektrozäune gesichert sind, hat mein Hund - und alle anderen auch - schon mal unfreiwillig Erfahrung damit gemacht.
Die üblichen Viehzäune sind wohl nicht wirklich sehr schlimm, auch der Schock hielt sich in Grenzen - sie jaulten auf und rannten - aber nicht davon, sondern in Richtung Herrchen oder Frauchen.
Da diese Systeme durch einen ca. 2 cm breiten weißen Gurt, durch den der Strom verläuft, gut zu sehen sind, meiden die Hunde den Kontakt (wie die Pferde auch).
Insofern finde ich größere Panik unangebracht.
Was ich aber nicht so toll finde, ist die Tatsache, daß es als alleiniges Erziehungsmittel eingesetzt werden soll. Da wäre der Halter doch besser dran, einen "Garten" im Grundstück zu machen, doch der muß abgesichert werden.
Auch die Installation eines derartigen Weidezaunes "nur für einen Hund" stell ich mir schwierig vor. Sicher, ein Vermögen kostet es nicht, aber so easy ist es nun auch wieder nicht.
Vom Tierschutzaspekt würd ich jetzt nicht hysterisch aufheulen - von der praktischen Durchführbarkeit und Sinnhaftigkeit verspreche ich mir allerdings wenig.
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20.03.2008, 13:31Inaktiver User
AW: Unsichtbarer Zaun für Hunde
@Nugat
In meinem allerersten Posting habe ich, da hast Du völlig recht, mich nach praktischen Erfahrungen erkundigt. Mir wären auch tatsächlich praktische Erfahrungen lieber gewesen als die entsetzten Aufschreie, dass ein Stromschlag einen Hund bereits für sein Leben schädigt.
@all
Natürlich hat mein Hund schon mal unvermutet einen Schlag aus dem Weidezaungerät der Rinder bekommen. Er ist dann erschrocken zum Haus gelaufen, war aber durchaus zu beruhigen und ist weder wesensverändert noch ist seine Muskulatur verbrannt.
Die Gefahr des jagdlichen Durchbrennens auf dem Grundstück ist trotz seiner Größe nicht gegeben, da auf dem Hof viel zu viel Leben und Bewegung ist, als dass da tagsüber die Karnickel rennen würden. Es war lediglich meine Vermutung, dass im Jagdeifer ein solcher Zaun einen Hund nicht ernsthaft aufhalten würde. Ebensowenig, wie eine Rinderherde, die richtig in Fahrt ist, sich von einem Zaun aufhalten lässt, sei er nun mit oder ohne Strom.
An guter Erziehung mit Unterstützung einer Hundeschule mangelt es übrigens nicht, auch wenn mir hier gern schlampige Erziehung und mangelnde Beschäftigung mit dem Tier unterstellt wird. Irgendwann hätte ich den noch jungen Hund sicher auch ohne Zaun so weit, dass er hier bleibt. Aber möglicherweise wäre er bis dahin bereits überfahren.
Ein Geflügelzaun um das Grundstück ist nicht praktizierbar, das hatte ich oben bereits dargestellt.
Bleibt aus der Reihe der Vorschläge einzig, einen Kleinbereich abzuzäunen und den Hund dorthin zu bringen, wenn ich ihn nicht unter Aufsicht haben kann.
Oder eben die von mir nachgefragte Möglichkeit eines Elektrozaunes. Nochmal zur Erläuterung: etwa 1,5m vor dem GUT SICHTBAREN Zaun wird der Hund durch ein akustisches Signal gewarnt. Erst das nähere Herangehen wird mit zunehmend stärkerem Stromimpuls quittiert.
Erlaubt sind die Geräte grundsätzlich nicht, so viel habe ich mittlerweile herausbekommen, aber verurteilt wegen des Einsatzes oder Besitzes wurde ebenfalls niemand. Merkwürdige Rechts-Situation.


Ich habe meinen Hund unter Aufsicht, und das würde ich auch so handhaben, wenn ich ein 100.000 qm Grundstück hätte.
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