Ich gebe dir murmel in allen Punkten recht, fürchte nur dass du dir hier umsonst den Mund fusselig redest, bzw die Finger wund tippst.
Meine Mutter liebt Katzen über alles. Sie ist 72 und lebt alleine. Als sie neulich mal ansprach dass sie sich manchmal einsam fühlt, fragte ich sie ob sie nicht wieder eine Katze haben will. Ihre Antwort war verneinend weil a) sie könnte vor der Katze sterben, und b) wenn die Katze zuerst stürbe könnte sie das nicht nochmal durchmachen (hat sie mehrere male in ihrem Leben miterlebt). Sie spendet stattdessen dem örtichen TH.
Total verständlich für mich.
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Ergebnis 31 bis 40 von 106
Thema: Zu alt für einen Hund?
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24.02.2008, 14:33
AW: Zu alt für einen Hund?
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If in hole
Stop digging
(Indian saying)
"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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24.02.2008, 16:10
AW: Zu alt für einen Hund?
Tja, das macht den Unterschied zwischen Leuten, die wirklich aktiv im Tierschutz sind und sich in der Materie etwas auskennen und Leuten, die "mal gehört haben" oder einmal durch ein Tierheim gegangen sind.
Zitat von Noodie
Für mich auch. Leider sind nicht alle Menschen so verantwortungsbewusst (Leute, die die weitere Versorgung für den Fall des Falles sichern ausgenommen!!!).Meine Mutter liebt Katzen über alles. Sie ist 72 und lebt alleine. Als sie neulich mal ansprach dass sie sich manchmal einsam fühlt, fragte ich sie ob sie nicht wieder eine Katze haben will. Ihre Antwort war verneinend weil a) sie könnte vor der Katze sterben, und b) wenn die Katze zuerst stürbe könnte sie das nicht nochmal durchmachen (hat sie mehrere male in ihrem Leben miterlebt). Sie spendet stattdessen dem örtichen TH.
Total verständlich für mich.
Dennoch: Wüsste ich, dass ich bald sterben muss, wäre eine meiner größen Sorgen dabei, dass ich meine Tiere zurücklasse. Selbst wenn für die gesorgt wäre (was ja durch meinen Partner gewährleistet wäre), die Hunde haben eine sehr enge Bindung an mich, das täte mir sehr leid... Ich könnte nicht beruhigt gehen...Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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24.02.2008, 17:23
AW: Zu alt für einen Hund?
Ich habe schon öfter Hunde von ganz normalen Leuten im Urlaub gehütet. Die Tiere waren dann entsprechend bei mir, ich hab nicht festgestellt, dass diese nach der Rückgabe traumatisiert gewesen wären, im Gegenteil, sie waren auch immer wieder gerne bei mir.
Und ich war immer der Meinung, dass gerade Tierheime einmal früher gegründet worden sind, weil die Oma vielleicht entschlafen ist und Hundchen nun vorübergehend untergebracht werden mußte.
Heute ist es doch leider so, dass ausgerechnet nicht die Omis ihre Tiere dort abgeben, sondern die frischen knackigen jungen Leute, für die ein Tier plötzlich schick ist und 3 Wochen später nur noch äußerst lästig zu sein scheint und nicht mehr in den Kram paßt. Dann muß plötzlich eine ganz akut aufgetretene Allergie auf Tierhaare herhalten....
Ich denke mal, diese Situation ist wesentlich öfter vorzufinden als die plötzlich pflegebedürfte Oma mit Hund.
Ich stelle das Bedürfnis eines Menschen an erste Stelle, ein Tier haben zu wollen. Nicht umsonst gibt es inzwischen schon in vielen Tierheimen Hunde, die Bewohner leben richtig auf, wenn Streichelstunde ist. Diese Menschen haben nachweislich einen niedrigeren Blutdruck, das Streicheln ist wie ein Lebenelixier. Sie brauchen weniger Medikamente.
Und wenn ein bereits alter Hund nach dem Ableben seines Frauchens tatsächlich ins Tierheim käme und dies dort nicht schaffen würde - dann hat dieses Tier ein langes geliebtes Leben erfahren und die ewigen Jagdgründe aus Heimweh wären in meinen Augen dann auch o.k.
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24.02.2008, 17:37
AW: Zu alt für einen Hund?
Wie soll er auch? Sein Herrchen/Frauchen ist ja auch nicht gestorben. Meinst du im Ernst das rafft ein Hund nicht?
Zitat von crocus53
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"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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24.02.2008, 17:42
AW: Zu alt für einen Hund?
Da geht es einem Hund sicherlich nicht anders als einem Menschen...Wie soll er auch? Sein Herrchen/Frauchen ist ja auch nicht gestorben. Meinst du im Ernst das rafft ein Hund nicht?
...entweder, man ist mit der Zeit drüber hinweg, oder eben nicht....
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24.02.2008, 17:49
AW: Zu alt für einen Hund?
Zitat von murmeltier
ok, die argumente zählen für mich schon.
bei den meisten anderen kommen wir hier nie auf einen gleichen nenner.
fio.I slipped into the embrace of my wraparound shades.
T.C.Boyle
Don`t trust a perfect person and don´t trust a song that´s flawless.
21Pilots
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24.02.2008, 18:56
AW: Zu alt für einen Hund?
Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte, er ist natürlich nicht traumatisiert wenn er bei dir war weil ja niemand gestorben ist. Sowas merkt ein Hund doch.
Zitat von crocus53
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"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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24.02.2008, 18:59Inaktiver User
AW: Zu alt für einen Hund?
Tja - diese Konsequenz muss man wohl nun daraus ziehen. Ein Hund scheint doch im Tierheim besser aufgehoben zu sein...Da ist er nicht ständigem Wechsel ausgesetzt und hat seine Reglmäßigkeit.
Zitat von Inaktiver User
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24.02.2008, 19:04
AW: Zu alt für einen Hund?
Wenn einem nichts sinnvolles mehr einfällt, wird man polemisch?
Zitat von Inaktiver User
Zynismus als letzte Waffe?
Nunja, wer es braucht...
Ich finde das Thema nicht zum Scherzen.
Ich habe auf diesen - völlig unsinnigen - Einwurf von Miketa bereits geantwortet.
Davon abgesehen kann Miketa mich eh nicht leide und oft taucht sie nach Monaten mal wieder auf, um mir ans Bein zu pinkeln. Ich würde das was sie schreibt also nicht soooo ernst nehmen - hauptsache, es geht gegen mich.
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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24.02.2008, 19:04
AW: Zu alt für einen Hund?
Ich finde es immer etwas schade, dass bei derlei Diskussionen fast jedes Mal die "Du stellst das Wohl von Menschen wohl über das der Tiere"-Keule ausgepackt wird. *seufz*
Was mich persönlich betrifft: Nein, ich tue das nicht. Wie ich kürzlich schon in einem anderen Strang schrieb, mache ich dieses Abstufungsspiel (erst kommt der Mensch, dann lange nix und dann erst die Tiere) nicht mit, soll heißen, ich stufe überhaupt nicht ab. Ein Lebewesen ist ein Lebewesen, Punkt.
In diesem konkreten Fall heißt das für mich: Wenn nicht gewährleistet ist, dass jemand aus der Familie ebenfalls eine Bindung zu dem Tier aufbauen und das Tier nach Todes- oder Krankheitsfall der alten Dame übernehmen kann, dann würde ich ihr kein Tier vermitteln. Das ist für die alte Dame sicher leichter zu verkraften, als es für das Tier zu verkraften wäre, wieder ins Heim zu müssen.
Murmeltier (von der ich weiß, dass sie sich mit Tierheimen wirklich auskennt) hat ja schon beschrieben, wie traumatisierend es auf ein Tier wirken kann, nach einigen schönen Jahren wieder ins TH zu müssen.
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")


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