Ich bin wirklich zum Teil sehr entsetzt über das was ich hier lese...
Ich kann es nur damit entschuldigen, dass diejenigen, die diese z.T, wirklich haarsträubenden Postings verfassen, absolut keine Ahnung von Hunden haben (das kommt oft genug auch bei Leuten vor, die einen halten).
Ich rege mich gerade dermaßen auf, dass ich mich jetzt lieber verkrümel, ehe ich ausfallend werde...![]()
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Ergebnis 21 bis 30 von 106
Thema: Zu alt für einen Hund?
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24.02.2008, 00:05
AW: Zu alt für einen Hund?
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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24.02.2008, 08:04Inaktiver User
AW: Zu alt für einen Hund?
Na Murmeltier, ist doch schön, wenn wenigstens einer Ahnung hat, nicht wahr?!
Meiner bescheidenen Meinung nach passen "alte" Leute und Dackel besser zusammen als Pitbulls und Babys....
Und jetzt kannste mich schlachten.
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24.02.2008, 08:53Inaktiver User
AW: Zu alt für einen Hund?
Weshalb bist Du entsetzt, Murmeltier?
Zitat von murmeltier
Sehe ich es richtig, dass für Dich das Wohlergehen eines Tieres eventuell über dem eines älteren Menschen steht? Korrigiere mich bitte, wenn es nicht so sein sollte, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es für manche Leute wichtiger ist zu wissen, dass ein Tier keinen Schaden erleidet (obwohl es in diesem Fall absolut nicht so wäre), als dass einem älteren Menschen der sogenannte "Lebensabend" verschönt wird.
Und das finde ich dann doch etwas bedenklich, obwohl ich ein absoluter Hundefreund bin und seit meiner Kindheit mit Hunden lebe...
Grüße
rolu
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24.02.2008, 08:53
AW: Zu alt für einen Hund?
ich hätte gar nicht gedacht, dass das so ein aufregerthema ist
wie man das hinkriegt alte leutchen und hunde, da ist doch so viel spielraum über den man nur spekulieren kann. wer wann tot umfällt oder kinder hat die sich kümmern, davon weiss ein tierheim doch nichts.
aber über mir hat jemand die frage gestellt, ob es nicht besser sei einen hund für einige jahre vermittelt zu wissen als dass er durchgängig im tierheim ist. ich wäre schon eher für die vermittlung. du nicht auch, murmel?
lg, fio.I slipped into the embrace of my wraparound shades.
T.C.Boyle
Don`t trust a perfect person and don´t trust a song that´s flawless.
21Pilots
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24.02.2008, 09:54Inaktiver User
AW: Zu alt für einen Hund?
Danke, fio!
Zitat von fiorina
LG
rolu
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24.02.2008, 13:35
AW: Zu alt für einen Hund?
Nein, denn genau das ist der Satz, der ziemlich drastisch unterstreicht, dass derjenige, der ihn ausspricht wenig Ahnung davon hat wie - zum einen - ein Hund tickt und - zum anderen - Tierschutz funktioniert und die Realität in den Tierheimen aussieht.
Zitat von fiorina
Für einen Hund ist das hin- und her (aus einem Zuhause mit Bindung an den Halter zurück in den Zwinger) ganz erheblich schlimmer als der Daueraufenthalt im Zwinger, mit dem er sich irgendwann vielleicht arrangiert. Jedes wieder verlorene Zuhause hinterlässt neue narben beim Hund. Habt ihr mal im Tierheim gearbeitet? Wieviele Tierheimhunde kennt ihr? Habt ihr mal erlebt, was es mit einem Hund macht, wenn er sein Zuhause verliert? Habt ihr mal Hunde gesehen, die zum dritten, zum vierten mal zurück kommen? Die sind oft so schwer traumatisiert, die sind kaum noch vermittelbar. Das hat mit Vermenschlichung nichts zu tun. Hunde sind Rudeltiere. Der Erhelt ihres Rudelt steht für sie an ERSTER Stelle, dafür sterben viele Hunde!
Müssen Hunde so eine Trennung mehrfach im Leben verpacken und kommen dann auch noch in einen Zwinger und nicht gleich in eine Ersatzfamilie (ich sagte ja, wenn die Übernahme durch die Familie gesichert ist, würde ich auch eine Ausnahme machen) verstümmeln diese Hunde sich selbst, sie fressen nicht mehr, sie fressen sich selbst an, speicheln die Zwinger voll, entwickeln schwerwiegende Verhaltensstörungen usw. Und das passiert eben oft nachdem ein Hund eine "Zwischenepisode" in einem Zuhause hatte, das er wieder verlor. Auch die Seele von Hunden ist nicht unbegrenzt belastbar.
Aber jemand wie texas, der derartig abwertend über Tierheime und Tierschutz redet und nur egoistische Ziele im Sinn hat, versteht sowas natürlich nicht, hat sowas auch noch nie selbst gesehen.
Ganz davon abgesehen Leute, reden wir hier von einem 8-jährigen DACKEL. 8 Jahre ist für einen Dackel kein Alter, der lebt mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens nochmal so lange. Wenn wir hier über einen 12-jährigen Rottweiler oder einen kranken 14-jährigen Dackel reden würden, könnte ich eure Argumentation ja noch nachvollziehen, denn diese Hunde haben wirklich wenig Vermittlungschancen und da besteht dann tatsächlich die Gefahr, dass sie durchgehend im TH säßen.
Aber ein 8-jähriger Dackel - wenn er nicht chronisch krank, unrein oder bissig ist - hat in aller Regel überhaupt kein Problem ein Zuhause zu finden. Solche Hunde sitzen ein paar Wochen oder Monate und sind dann vermittelt und das bedeutet, wenn so ein Hund dann in ein Zuhause gegeben wird, was er nach sagen wir mal 5 Jahren wieder verliert, wird ihm DAMIT die Chance auf ein Zuhause genommen, in dem er alt werden und sterben kann, denn das hätte er höchstwahrscheinlich später gefunden.
Mir ist in 5 Tierheimen, zu denen ich seit Jahren in Kontakt stehe, kein kleiner Hund bekannt, der auch nur ein Jahr gesessen hätte, außer er hat massive Verhaltensprobleme (beißt, kann nicht alleine bleiben) oder ist so krank, dass er teure Medikamente und Spezialfutter braucht. Und selbst diese finden 10 mal einfacher ein Zuhause als junge, gesunde Rottweiler, Schäferhunde, Dobermänner, von Pitbulls und Co. will ich gar nicht anfangen.
Kommt der Hund dann aber nach 5 Jahren wieder, ist er 13 und DANN wird es für ihn sehr schwierig noch ein Zuhause zu finden und er muss dann seinen Lebensabend wahrscheinlich im Zwinger verbringen. Und das soll einen Tausch wert sein? Nicht wirklich, oder?
Die Frage war, ob mir das Wohlergehen des Tieres wichtiger ist als der glückliche Lebensabend der alten Dame. In diesem Kontext: Ja natürlich!!! Die Frage war doch hier nicht: "Rette einem das Leben , dem Dackel oder der Oma" - du dramatisierst aber ganz schön...
Du musst doch den Standpunkt betrachten: Du hast gefragt, ob man die Entscheidung des TH nachvollziehen kann und ich (als jemand, der viel mit Tierheimen zu tun hat) sage: Ja, ich hätte genau so entschieden! Das Tierheim ist dazu da, ausschließlich im Interesse des Tieres zu entscheiden! würden sie das nicht tun und denken "Och Gott, der alten Dame zu liebe kann der Hund schonmal zurück stecken" wären sie im falschen Beruf! Fragst du eine Gerontologin wird sie wahrscheinlich anders antworten, das ist ihr Job. Der Job der Tierheimmitarbeiter (mit denen ich mich indentifiziere) ist das Wohl des Tieres, für das sie Verantwortung tragen, und nicht das Wohl des Menschen, der eins möchte.
Weiter oben kam ebenfalls die Frage, ob ich alten Menschen gänzlich verwehren möchte, Tiere zu halten (wegen der Passage mit dem balidgen Verlust und ob das sinnvoll wäre). Die Antwort ist: Nicht nicht generell. Aber ich bin dafür, den alten Menschen (und bei 80 reden wir von sehr alt) dann eben nur Tiere bekommen sollten, wenn:
a) die weitere gute Versorgung des Tieres bis an dessen natürliches Lebensende auch über den Tod und bei Krankheit des alten Menschen gesichert ist (möglichst bei Menschen, die das Tier kennen)
ODER
b) die alte Person sich als stark genug ansieht, den weiteren Verlust eines Tieres zu verkraften.
Wird beides verneint, bin ich gegen die Tierhaltung von alten Menschen, weil Tiere Lebewesen mit eigenen Rechten sind, die nicht zur Bespaßung von Menschen da sind! Mit welchen Recht möchte man denn ein Tier leiden lassen, damit ein Mensch einen schönen Lebensabend hat? Diese Einstellung, dass das tier Mittel zum Zweck ist, kann ich eben nicht teilen.
Ich sehe es umgekehrt, dass ein Halter eine Verantwortung für das Wohlergehen seines Tieres übernimmt und wenn er dies nicht sichern kann, soll er keins halten! Und das ganz unabhängig von der Altersfrage - sowas erlebt man ja auch in andeten Kontexten, in denen Tiere z.B. unter unwürdigen Bedingungen leben müssen "weil die Kinder doch gern eins hätten und es doch für Kinder auch gut ist, mit Tieren aufzuwachsen". Und darum müssen dann Kaninchen einzeln in Käfigen leben, Goldhamster in Miniknästen vegetieren, Vögel alleine in Käfigen verkümmern und Leute wie du, roku, würden vielleicht fragen: "Siehst du das Wohl des Tieres etwa höher, als das Wohl der Kinder?" und in diesem Fall ganz klar ja weil man mit dieser unfairen Art der Fragestellung wie mit einem Totschlagargument sonst jede Sauerei rechtfertigen könnte.
Daher ganz klar: Bei der Anschaffung eines Tieren übernimmt man Verantwortung für das Tier. Und das ist der zentrale Punkt, nicht die Bedürfnisse der Menschen dahinter. Ich selbst habe schon zweinmal - unter Tränen - Tiere von mir abgegeben an eine bessere Stelle (die Umstände hatten sich verändert), weil es egoistisch gewesen wäre, sie zu behalten und ich im Sinne der Tiere zu entscheiden habe.
Darüberhinaus ist die Frage, ob es für die alte Dame denn unbedingt ein Hund sein muss, der sich eben stark an sie binden wird und dessen Versorgung eben auch relativ viel Zeit und Geld erfordert, fall sie von anderen weitergetragen werden muss.
Meine Oma z.B. hat in einer großen Voliere 2 Wellensittiche. Wenn sie eines Tages stirbt, ist es für Hinterbliebe einfacher diese Voliere zu übernehmen und die Kerlchen täglich fliegen zu lassen, als einen Hund zu übernehmen (was ja mietrechtlich auch nicht überall möglich ist) und da die Wellensittiche sich gegenseitig haben, werden sie unter dem Verlust meiner Oma nicht sonderlich leiden.
Ich habe einmal eine Kartze übernommen, sie im Alter von 20 Jahren "verwaiste", weil ihre 80-jährige Besitzerin starb, bei der sie von klein auf war. Diese Katze war so fertzig, die musste zum Weiterleben überredet werden. 3 Tage Zwangsernährung nachdem sie fast bis aufs Skelett abgemagert war als sie zu mir kam, Ausfallen des fast ganzen Fells vor Stress. Als ich entschied, wenn sie am nächsten Tag nicht fräße, würde ich sie einschläfern lassen, weil das so kein Zustand sei, stabilisierte sie sich und begann zu fressen. Langsam hat sie sich hier eingelebt und hatte noch ca. 2 1/2 Jahre, aber der Verlust ihres Frauchens war die Hölle für sie, obwohl sie nicht ins TH musste. Muss man sowas einem Tier denn zumuten?
Es gibt auch andere Möglichkeiten, dass die alte Dame in Kontakt mit Tieren kommt. Sie könnte Gassigängerin im TH werden, z.B., sie könnte für den Tierschutz als Pflegestelle fungieren (das würde ich als TH z.B. befürworten!) usw.
Ich weiß, wie positiv sich Tiere auf das Wohlbefinden von Menschen auswirken, das ist ein Schwerpunkt meiner Interessen und meine Hunde fungieren als eine Art Therapiehunde, weil ich mit ihnen Altenheime etc. besuche und die alten Leute in ihrer Anwesenheit aufblühen. Auch ein Einsatz bei verhaltensauffälligen Kindern ist in Planung. Für diese positiven Effekte müssen den Menschen die Tiere nicht selbst gehören!
Du, warum soll ich dich denn schlachten?
Zitat von Inaktiver User
Jeder blamiert sich selbst so gut er kann und mit diesem Satz hast du das doch gerade vortrefflich getan
Und zwar auf jede nur erdenkliche Weise...
Zum einen beweist es, dass du nur zu gerne ein Urteil über Dinge abgibst, von denen du nicht den Hauch einer Ahnung hast (ist ja nicht das erste mal).
Und zum anderen zeigt es, deine offenbar mangelhaft ausgeprägte Diskussionsfähigkeit ohne persönliche Tiefschläge und Seitenhiebe auszuteilen.
Damit hast dich doch eben als enstzunehmenden Diskussionspartner selbst disqualifiziert, da ist Schlachten überflüssig.
Falls du aber etwas für deine Bildung tun möchtest, um das nächste mal wenn du dich ins Thema einschalten möchtest, ein wenig besser informiert zu sein, empfehle ich ganz ganz dringend die Lektüre dieses Flyers
Sollte es dir zu mühsam sein, es runterzuladen (geht aber ganz schnell und ist auf einer offiziellen TH-Seite, also auch definitiv virenfrei), ist alternativ vielleicht auch der Besuch dieser Seite hilfreich.
P.S. Meine Hunde, mit denen ich Altenheime, Pflegstationen und Kindergruppen besuche sind zwar keine Pitbulls, aber Staffordshire-Bullterrier-Mischlinge und damit wohl für dich gleichwertig. Komisch, bisher haben sie allen nur geholfen und z.B. sogar bei 2 Patienten eine ernsthafte Kynophobie kuriert.Geändert von murmeltier (24.02.2008 um 13:51 Uhr)
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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24.02.2008, 13:54Inaktiver User
AW: Zu alt für einen Hund?
[italic]ob es nicht besser sei einen hund für einige jahre vermittelt zu wissen als dass er durchgängig im tierheim ist. ich wäre schon eher für die vermittlung.[/italic]
Bei vielen - und nicht nur!! - älteren Leuten ist nicht geregelt was mit ihrem Tier geschieht wenn sie es nicht mehr versorgen können. Die logische Konsequenz aus den ablehnenden Ausführungen wäre: man dürfte überhaupt niemandem mehr einen Hund aus dem TH geben, denn auch z.B. Murmeltier hat das ewige Leben nebst Gesundheit nicht gepachtet...
Anmerkung:
Ich wünsche Allen ein langes glückliches Leben bei bester Gesundheit ... auch den armen Tieren die unter der Willkür einiger überzogener pseudo Tierschützer zu leiden haben.
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24.02.2008, 14:05Inaktiver User
AW: Zu alt für einen Hund?
Hab Deinen ganzen Summs nur überflogen -weil ich jetzt mit meinem Hund rausgehe, Du verstehst...- und bin nur bei meinem Namen hängengeblieben...
Interessant, was Du über Dir unbekannte Leute weisst...
Zitat von murmeltier
Den zarten Hauch von Ironie hast Du wohl überlesen, woll....
Zitat von murmeltier
und worauf sich ...nicht das erste Mal... bezieht, würde mich jetzt mal wirklich interessieren! Hab mal die letzten 10 Seiten Deiner letzten Beiträge überflogen, kann mich nicht dran erinnern, dass wir schon mal aneinander geraten wären...
Zitat von murmeltier
Aber, trotzdem: Schön, dass wenigstens Du Dich auskennst!
Ach, und die Fotos Deiner Homepage habe ich jetzt nicht sooo detailliert betrachtet. Für mein Empfinden sind die mir -ich will's mal vorsichtig formulieren- ein wenig verherrlichend.
Hütehunde sollen Herden hüten, Jagdhunde sind für die Jagd geeignet... warum werden die von Dir favorisierten Rassen als Kampfhunde bezeichnet...?
Hm. Ich werde jetzt gemeinsam mit meinem Hund drüber nachdenken. Falls es mein IQ zulässt, komme ich vielleicht noch drauf.
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24.02.2008, 14:06
AW: Zu alt für einen Hund?
Niemand hat das ewige Leben gepachtet, aber es ist doch um ein vielfaches unwahrscheinlicher, dass bei einer 26-jährigen plötzlicher Tod oder Pflegebedürftigkeit eintritt, als bei einer 80-jährigen. Das möchtest du doch jetzt nicht wirklich vergleichen, oder? Davon abgesehen, lebe ich nicht alleine und im tatsächlich Falle meines Ablebens wäre da ja auch noch mein Partner. Außerdem meine Familie, mit der ich im selben Haus wohne.
Und ich würde in extrem unsichere Verhältnisse auch jüngeren Leuten kein TH-Tier vermitteln.
So wurde ich z.B. - als ich mich um einen Hund bewarb - völlig zurecht gefragt, was denn aus dem Hund würde, wenn mein Studium mal zuende sei. Weil als ich mich für Shiwa (damals 6) interessierte, war klar, dass ich keine 8 Jahre mehr studieren würde. Und ich fand diese Frage völlig gerechtfertigt und hätte absolut verstanden, wenn man mir den Hund nicht gegeben hätte, wenn ich diese nicht hätte plausibel beantworten können. Mit der Konstellation Familie im Haus (darunter auch jüngerer Bruder, der noch 3 Jahre länger studiert als ich), Partner mit Schichtdienst und der Perspektive, nach dem Studium ohnehin erstmal nur Teilzeit zu arbeiten, ging das dann aber klar.
Ich finde die Ansprüche, die manche Tierheime stellen z.T. schon überzogen (manche wollen ja tatsächlich Kontoauszüge, Lohnabrechnungen o.ä. sehen
, fordern generell dass für einen Hund Privateigentun mit Garten vorliegt etc.) Sowas ärgert mich dann auch.
Aber die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier seine natürlich Lebenszeit bei den Interessenten verbringen darf, möglichst hoch ansetzen zu können, finde ich eine sinnvolle Bedingung.
Und ein extrem hohes Alter der Interessenten ist EINER von vielen Punkten, der dagegen spricht. Dass es da auch andere - auch bei jüngeren Menschen - gibt, da gebe ich dir völlig recht.Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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24.02.2008, 14:32
AW: Zu alt für einen Hund?
Vorweg: Ich habe dir nicht Dummheit, sondern Unwissen unterstellt. Das ist ein Unterschied. Ich halte mich für ziemlich intelligent, und trotzdem wirst du tausende Themen finden, von denen ich absolut keine Ahnung habe (so im Bereich Physik, Informatik, Technik etc. dürften das z.B. extrem viele sein).
Zitat von Inaktiver User
Du kannst also ein sehr intelligenter Mensch sein - und von Hunden trotzde wenig Ahnung haben.
Ich hoffe, du liest wenigstens dieses Posting ganz, ich schreibe es nur für dich.
Dieses schon grobe Unwissen, zeigt auch dieser Satz von dir:
"Hütehunde sollen Herden hüten, Jagdhunde sind für die Jagd geeignet... warum werden die von Dir favorisierten Rassen als Kampfhunde bezeichnet...?"
Sie werden ja gar nicht als Kampfhunde bezeichnet!!!
Genau das ist doch der Punkt. "Kampfhunde" ist eine ausschließlich von der Yellowpress (BILD, RTL etc.) und Co erfundere Bezeichnung für diese Rassen, die wirst du an keiner offiziellen und seriösen Stelle finden! "Kampfhund" ist eine so objektive Bezeichnung für einen Stafford wie "Fußhupe" für einen Rehpinscher.
Wenn du dir mal die Rassenklassifikation auf Ausstellungen und damit der FCI anschaust, findest du die Katergorien "Jagdhunde", "Hütehunde" etc, aber du findet keine Kategorie "Kampfhunde"! Die Rassen, die du darunter fasst, liegen fast alle in der kategorie "Terrier" gleichwertig neben Jack Russel Terrier, Westhighland Terrier etc. Sie sind ja auch z.T. kaum größer.
Andere - z.T. ebenfalls als Kampfhunde vbezeichnete Rassen - findest du bei Molossern.
"Kampfhund" ist keien Rassebezeichnung! "Kampfhund" bezeichnet die AUSBILDUNG, wenn du so willst den JOB eines Hundes, gleich welcher Rasse er angehört. Ich kenne über 500 Pitbulls, Staff und Co. darunter sind 3, die tatsächlich von ihren asozialen Besitzern zu Kampfhunden abgerichtet wurden
und inzwischen im TH sitzen und therapiert werden. Inzwischen vertragen sie sich wieder gut mit Artgenossen und können ein normales Leben führen. Da sie zum Glück nicht mehr kämpfen müssen, trifft auch auf diese die Bezeichnung nicht mehr zu.
Ich kenne demgegenüber auch Hunde anderer Rassen, die eine solche "Ausbildung" durchlaufen haben. Viele Rassen, die urspünglich als Kampfhunde sehr beliebt und erfolgreich waren - als da wären englische Bulldoggen, Boston Terrier, Königspudel(!) - erfreuen sich heute großer Beliebtheit, gerade auch in höheren Kreisen, Komisch denen trägt das Kampfhundimage keiner nach...
Die ursprüngliche Aufgabe der heutigen sogenannten Kampfhunde war immer Familien- und Farmhund. Oberstes Zuchtziel war immer Menschenfreundlichkeit und im Besonderen Kinderfreundlichkeit, weswegen sie in vielen Ländern bis heute auch "Nanny Dogs" genannt werden und oft als Therapiehunde eingesetzt werden.
Dann kamen ein paar Asoziale und setzen diese armen Kreaturen in einer - gemessen an ihrer Bestehungszeit - recht kurzen Periode zu Kampfzwecken gegeneinander ein.
Was dabei aber gerne vergessen bzw. oft auch bewusst anders dargestellt wird, ist Folgendes:
Selbst in den echten "Kampfhundlinien" war die OBERSTE erwünschte Eigenschaft eine bedingungslose Loyalität zu Menschen und eine extreme "Beißhemmung" dem Menschen gegenüber (ja, ich weiß, die wird erlernt, man könnte es auch eine genetisch hohe Reizschwelle nennen).
Das ist auch ganz logisch: Welchen Hund könnte man mit so drastischen Mitteln misshandeln und zum Kampf abrichten (Hungern lassen, schlagen etc.) ohne dass er sich wehrt?
Welchen Hund könnte man halbtot und zerfetzt aus dem Ring holen, wieder zusammenflicken und in den nächsten Kampf schicken? Nur einen extrem Menschenfreundlichen Hund. So pervers das klingt, aber gerade die "Kampfhunde" haben die Menschenfreundlichkeit sprichwörtlich im Blut. Der Ringrichter und der Besitzer mussten jederzeit in den Kampf eingreifen und die Hunde anfassen können, egal wie zugerichtet sie waren. Mit welchen Hundn ist sowas möglich?
Ein Kampfhund, der jemals einen Menschen biss war und ist bis heute (illegal finden diese Kämpfe ja leider noch immer statt) SOFORT zum Tode verurteilt. An Ort und Stelle wird er getötet und kann seine Gene daher nicht weitergeben. Über Generationen wurden daher nur die Hunde weitergegeben, die sich bedingungslos und in allen erdenklichen Situationen friedlich dem Menschen gegenüber verhielten.
Die Aggressivität sollte immer ausschließlich auf andere Hunde beziehen, das hat mit der Aggressivität gegenüber Menschen rein gar nichts zu tun. Nachdem Verbot der Hundekämpfe, wurde die Zucht dahingehend verändert, dass die guten Eigenschaften des Familienhundes und der Menschenfreundlichkeit weitergepflegt, während die Artgenossenaggressivität seit vielen Jahrzehnten weggezüchtet wird.
So entstand auch eine neue Rasse - der American Staffordshire terrier, von Beginn seiner Zuchtgeschichte an ein reiner Familien- udn Showhund, niemals zu Kampfzwecken gezüchtet!
Und dann hält man einigen Rassen - anderen kurioserweise nicht - diese Vergangenheit als Kampfhunde vor. Warum? Die Aggressivität bezog sich ausschließlich auf Artgenossen/andere Tiere,. Aber Jagdhunde sind zum Teil auch zum Töten von Tieren gezüchtet, die meisten Terrier sind zum schnellen Töten von Ratten gezüchtet. Da schließt auch niemand auf eine gefährlichkeit für den Menschen, bei den sogenannten Kampfhunden aber schon? Ist es ein Unterschoied, ob man in einem Hund den Rattentöter oder den Hundekämpfer züchtet? Hat nicht beides keinen Einfluss auf die Aggression Menschen gegenüber?
Die Kampfhunde haben aber durch die immer gezüchtete Menschenfreundlichkeit einen erheblichen Vorteil manch anderen Rassen gegenüber. In meinen Augen gibt es keinen besseren Familienhund als Staff, Staff-Bull und Co. Gerade mit Kindern käme für mich kaum eine andere Rasse in Frage. Und das sehen viele Menschen ja ebenso, wie man z.B. in GB und Irland sieht, wo diese Hunde (insbesondere die kleinen Staff-Bulls) weiter verbreitet sind, als hier Schäferhunde und zwar ausschließlich als "Nanny dogs".Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!


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