aloha,
hier haben ja anscheinend mehrere leutchen hund UND katze (oder mehrere dergleichen). bei mir leben schon seit fast 3 jahren zwei katzen, habe sie als babys bekommen, sie sind lieb und verschmust. vor 1,5 wochen ist ein hund hinzu gekommen, er kannte katzen schon, hat sie nicht gejagt (sonst hätte ich ihn nicht genommen). da ich meine kitties eigentlich sehr selbstbewusst eingeschätzt hätte, habe ich dem zusammenleben positiv entgegen gesehen.
als der kleine (ca. 1 jahr, mischling aus wasauchimmer) ankam, fauchte die eine, blieb aber mutig stehen, verzog sich dann, als wir ihn ablenkten. hinter der anderen ist er erstmal durch die halbe wohnung. nun haben die beiden sich die meiste zeit auf dem kratzbaum verschanzt, knurren und fauchen darunter, wenn der hund ihnen zu nahe kommt. der reagiert meist mit gebell, lässt sich manchmal ablenken, aber nicht immer. wenn er abends neben dem sofa schläft, bleibt er liegen, wenn eine der beiden sich von ihrem hochsitz hinunter traut; ich habe dabei allerdings auch meist meine hand locker auf seiner schulter.
heute ist er aber komplett ausgerastet, als die beiden hinter dem schreibtisch auf der fensterbank lagen, hat gebellt und versucht, auf den schreibtisch zu springen, was ihm trotz seiner kurzen beine auch fast gelungen wäre. eine der katzen ist panisch weg, die andere blieb liegen und der hund war wirklich kaum zu beruhigen. habe ihn dann ausgesperrt und erstmal die sauerei (tee...) beseitigt. jetzt liegt er neben mir und pennt (habe ihn die ganze zeit ignoriert), die katz schläft auf der fensterbank. ich würde aber vieles darauf wetten, dass er, sollte ich den raum länger verlassen, wieder versucht zu ihr zu gelangen. leider kann ich kaum einschätzen, ob er sie ggfls. beißen würde. zu anderen hunden wie zu menschen ist er megafreundlich, auch bei den katzen versucht er`s manchmal mit schwanzwedeln und spielaufforderung. aber zu anderen zeitpunkten bellt er sich die seele aus dem leib. ich weiß dann kaum, wie ich reagieren soll, habe ihn meist weggenommen oder den schnauzengriff angewendet, das hilft aber alles nur kurzzeitig.
wie habt ihr katzen und hunde aneinander gewöhnt? bisher wirken die katzen, so lange er ihnen nicht zu nahe kommt, noch recht zufrieden, obwohl sie es bestimmt vermissen, bei mir zu schlafen, weil der hund jetzt neben dem bett liegt. ich habe aber angst, dass sie entweder total verängstigt werden oder beginnen, ihren unmut durch unsauberkeit oder zerstörungswut kundzutun.
über ratschläge wäre ich wirklich dankbar!
liebe grüße, a.
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Thema: hund und katzen
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06.02.2008, 17:17
hund und katzen
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07.02.2008, 17:21Inaktiver User
AW: hund und katzen
hallo liebe Apfelschnecke, also mein Partner und ich leben mit zwei Katzen und einem Border Terrier zusammen -und das geht, jawoll -obwohl, am Anfang war es schon schwierig. Ich habe neben dem Hund auch die Katzen erzogen, sie kennen inzwischen nein und raus. Ich denke, Katzen und Hunde brauchen Zeit, weil sie ja auch unterschiedliche Sprachen sprechen (Schwanzwedeln bedeutet ja bei Hund und Katze was ganz anderes).
Und wichtig: Sie haben sich bei uns als Welpen kennen gelernt.
Aber mit der Zeit ging es.
Unsere Katze läuft inzwischen unter unserm Nachbarshund durch, und unser Hund spielt mit unserem Kater.
Dir alles Gute und wenn du Fragen hast,
gerne mehr
liebe Grüße
Annette
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07.02.2008, 18:06
AW: hund und katzen
wir haben vor jahren einen älteren, gebrauchten hund der an katzen gewöhnt war, zu unseren zwei noch älteren katern aufgenommen. der hund ist sehr folgsam, wenn ich ihm also befohlen habe, sich hinzulegen und zu bleiben, tat und tut er das auch.
inzwischen hat es sich zu einer friedlichen koestistenz entwickelt. unser einer kater will mit dem hund gar nix zu tun haben, hat ihm auch gleich zu anfang mal was auf die nase gegeben, so dass der hund von sich aus abstand zu ihm hält.
mit dem anderen kommt es zwischendrin zu schmuseattacken und gegenseitigem nasestubsen und putzen, sie lagen sogar schon mal zusammen auf der hundedecke.
bellen tut der hund nur, wenn er der meinung ist, die katzen machen blödsinn im haus, wie zanken oder möbelkratzen. dann baut er sich vor ihnen auf und guckt drohend und scheucht sie auch schon mal aus dem zimmer. es war auch nicht ganz so einfach, dem wuff klarzumachen, dass kratzen am kratzbaum ok und gewollt ist.
er würde unseren katzen nie etwas tun, da hab ich absolutes vertrauen, sie sind auch oft allein im haus.
dein kleiner ist sicher noch in der flegelphase, du mußt ihm immer und immer wieder unmißverständlich klarmachen, dass die katzen zum haushalt gehören und er keinen höheren rang einnimmt als sie. macht ihr hundeschule? gehorsamkeits- und unterordnungsübungen sollten ihm in fleisch und blut übergehen, wenn ihr allein nicht damit klarkommt, sucht euch hilfe, hundeschule oder ein einzeltrainer kann euch da sicher weiterhelfen.
ich wünsche euch viel erfolg und viel spass mit dem zoo
elfieDer Utopist sieht das Paradies,
der Realist das Paradies plus Schlange.
Friedrich Hebbel
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07.02.2008, 21:05
AW: hund und katzen
das ist ja süß, einspluszehn, dass dein hund die katzen zu wohlverhalten anhält!
meine katzen verhalten sich ja ohnehin sehr löblich. heute hat die ansonsten ängstlichere den hund aber mal wirklich drohend angefaucht, als er meinte, an ihr futter klettern zu wollen. da hatte er dann auch respekt. ansonsten warten wir auf einen freien platz in der hundeschule und trainieren die grundbefehle natürlich schon, wenn er sich aber von der katz provoziert fühlt, dann gehen die in ein ohr rein und ins andere wieder raus...
ich hoffe, das bessert sich noch, danke für eure antworten!
:)))
LG, a.
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18.02.2008, 17:53
AW: hund und katzen
Hallo Apfelschnecke,
bei mir wohnen an zwei verschiedenen Orten einmal zwei Katzen, untertags mein Hund und der Hund des Kollegen meines Mannes,
zweiter Ort, eine Katze und mein Hund.
Also, es "viechert".
Büro (2 Hunde, 2 Katzen-Situation): Rüde war schon da, als zwei Katzenwelpen einzogen. Der Hund war bereits recht gut erzogen, anfänglich haben wir Hund und Katz getrennt, da der Rüdenbesitzer zu dem Zeitpunkt noch auf dem Trip war, dass sein Hund Katzen jagen darf. Als die Miezens ca. 4 Monate alt waren, haben wir unter Aufsicht den Rüden dazu gelassen, mit Leine und einem deutlichen "Nein" wenn er wenig spielerisch auf die Katzen zuging, für Ignorieren seinerseits gabs Lob (Leckerchen).
Mit der Zeit hat sich die ganze Situation dann sehr entspannt, die Katzen haben sich anfangs hauptsächlich in höheren Regionen bewegt und mit der Zeit verlor der Rüde an Interesse. Inzwischen hat Luzie, meine kleine Kampfkatze aller wunderbar im Griff, und wenn sie leichte Rolligkeit zeigt, was trotz Kastration vorkommt, ist der Rüde völlig aus dem Häußchen, die Katze scheint wunderbar zu duften. Er wirft sich dann in Rüdenmanier in Schale und wirbt um die Mietz dass es nur so raucht.....
Dann kam mein Hund als Welpe hinzu. Sie war sehr ungestüm und wollte anfangs so gar nicht von denn Katzen lassen. eine der beiden hat zur großen Hundefreude auch immer gleich die Flucht ergriffen, mein Hund hinterher, was die Pfoten so hergaben.
Die ganze Situation erschien uns eine zeitlang wenig erfolgreich zu verlaufen, ich kauft aus anderen Gründen dann ein Sprühhalsband, damit hab ich beim Hund das "Nein" verstärkt und hab sie auf die Weise von den Katzen abbringen können.
Inzwischen sind zwei Jahre vergangen und Hund und erwähnte Kampfkatze lagen sogar schon mal gemeinsam im Hundekorb.
Und nun zu der Katze zu Hause, sie kam als ca. 4jährige zu mir, der Hund war zu dieser Zeit breits da. Die Katze also keine Hunde gewohnt und mein Hund durchaus noch mit einer gewissen Jagdlust ausgestattet.
Inzwischen waren wir schon etwas cooler geworden, immm wenn mein Hund in Richtung Katze gedroht hat (anstarren, Schwanz hoch bis fast auf den Rücken, gespannt wie eine Feder), hab ich mich einfach weggedreht und das Theater ignoriert.
Meine hundeunerfahrene Mietz hat dann doch recht schnell gelernt, wie sie sich dem Hund gegenüber am besten verhällt. Sie sind keine dicken Freunde aber man toleriert sich.
Ein gutes Mittel wäre vielleicht die Hausleine. D.h., dein Hund trägt im Haus ein Geschirr mit einer kurzen Schleppleine, immer wenn er sich den Katzen gegenüber nicht so benimmt wie du es gerne hättest, wird er mit einem kurzen Leinenruck (deshalb das Geschirr) und einem "nein" korrigiert (es reicht auch "eheh" zu sagen, man verfällt damit nicht so leicht in einen möglicherweise aggressiven oder zu lauten Tonfall, damit hatte ich große Probleme und mein Hund verstand mich gänzlich falsch). Sofort in dem Moment, wo der Hund die Katzen ignoriert bzw. anfangs auch nur wegschaut wird er gelobt (Leckerchen?).
Ich selbst mußte um viele Stufen ruhiger und gelassener werden, mein Hund hat 1000 Antennen, sobald von mir Streß ausging, war sie gegenüber den Katzen "auf 180".
Es gibt immer wieder mal Situationen die "nicht ganz astrein" sind, wenn ich merke es wird mir zu stressig, dann geh ich einfach weg, um nicht selbst zum Auslöser für eine Katzenhatz zu werden.
Resümee: Jede Menge Ruhe und Geduld!
Liebe Grüße und viel Freude an dem 12-beinigen Gespann!
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22.04.2008, 12:41
AW: hund und katzen
hallo,
ich melde mich dann nochmal zu wort, inzwischen sind ja fast 3 monate vergangen und es gab zeiten, da war das zusammenleben relativ entspannt, es kommt aber immer wieder dazu, dass der hund meint, er müsse zu den katzen auf den kratzbaum. das haben wir nun verhindert, indem wir die "lücke" weitgehend zugebaut haben (ohnehin würde er es nicht bis nach oben schaffen, aber die katzen sind natürlich verängstigt). die beiden sitzen meist auf einem kratzbaum, wenn er im wohnzimmer ist, wenn sie auf dem anderen sind, macht er aus irgendeinem grund riesentheater. manchmal kann man ihn beruhigen und ablenken, aber eine der katzen ist auch eine recht "kampfkatze" (solange sie oben sitzt ;)), sie knurrt und faucht, was das zeug hält.
gestern sind die beiden im türrahmen zusammengestoßen, das sah nahezu witzig aus, sie waren dann beide auch ziemlich verduzt.
ansonsten lobe ich beide, wenn sie ruhig zueinander sind.
was mich aber sehr stutzig macht: wenn ich nicht da bin, schläft hundi auf meinem bett, die katzen gehen dann auch in die anderen zimmer. er merkt es entweder nicht, oder es ist ihm egal. wenn ich aber wieder komme und er bemerkt, dass die beiden nicht auf ihrem platz sitzen, läuft er meist aufgeregt ins arbeitszimmer, bellt und will zu ihnen auf die fensterbank (da sitzen sie meistens). ich bin mir auch sicher (würde ich merken), dass er während meiner abwesenheit nicht versucht, auf den kratzbaum zu springen.
ausserdem will ich natürlich, dass die beiden sich auch in anwesenheit des hundes frei auf dem boden bewegen. manchmal kommt eine runter, wenn er auf dem sofa schläft und sie merkt, dass wir ihn im notfall festhalten. aber das kann ja so kein dauerzustand sein. ich möchte die katzen natürlich auch nicht zwingen, sich dem hund zu nähern, wenn sie angst haben.
vielleicht habt ihr noch tipps, wie ich die drei etwas entspannen kann?
vielen dank und liebe grüße!
a.
ach ja: hundetraining machen wir, das klappt schon ganz gut. wie gesagt, er lässt sich auch (falls er sich nicht wirklich schon in rage gebellt hat und die katze daraufhin auch schön knurrt und faucht) von deren nähe abkommandieren.
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22.04.2008, 12:47Inaktiver User
AW: hund und katzen
Hallo,
in den allermeisten Fällen klappt es am besten wenn "Mensch" sich völlig rauhält.
Dein Hund merkt doch genau, wie angespannt du bist und reagiert entsprechend.
Wir haben vor einigen Jahren 2 Katzen und 1 Hund zusammengelegt *g* klar gabs am Anfang Theater. Die Katze ignoriert beide und geht meist raus. Kater und Hund sind ein Herz und eine Seele - aber sie raufen auch manchmal. Alles nicht so schlimm. Wenn Hund und Kater sich sehen wird auch "geknutscht" oder abgeschlabbert *g*
Dharma
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22.04.2008, 13:05Inaktiver User
AW: hund und katzen
Sorry Apfelschnecke: Du hast so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann !!
Zitat von apfelschnecke
Mal einige kleine Punkte:
1. Die Katzen sollten vor Einbringen des Hundes an das Gebell gewöhnt werden (vom Band) .... Klar sind die verstört, wenn da auf einmal ein Hund laut in ihrem Revier bellt.
2. Der Hund sollte erst mal in ein Zimmer gesperrt werden + die Tiere dann nach und nach aneinander gewöhnt werden.
Du hast zugelassen, daß er sofort das ganze Revier übernimmt + Deine Katzen auch noch jagt.
Und sogar aus dem Bett hat er sie vertrieben !!
Ich wundere mich wirklich schwer, daß Deine Katzen Dir nicht die Wohnung vollkoten und urinieren !!!
3. Deine Katzen haben kaum Rückzugsraum .... Den könnte man z.B. einfach durch eine Babygittertür schaffen, durch die die Katzen sich in Raum x zurückziehen können, der Hund aber nicht kann.
4. Du als "Leitwolf" befaßt Dich mehr mit dem Hund, läßt ihm sein Verhalten durchgehen.
Der Hund sieht sich bestätigt darin, die Katzen zu vertreiben.
Die Katzen sehen, daß Du ihnen Deine Liebe und Aufmerksamkeit entzogen hast und mit ihrem Feind paktierst.
etc pp
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22.04.2008, 13:30
AW: hund und katzen
@lorelei:
nein, da muss ich dir wiedersprechen: die katzen kannten den nachbarshund, natürlich auch gebell.
dass er hinter ihnen herjagt, konnte ich leider in der tat nicht immer verhindern, tue dies aber, so gut es geht.
ich beschäftige mich auch mit den katzen, während der hund nicht im raum ist, der raum ist zeitweise abgesperrt. natürlich sieht der hund auch, wie ich die katzen streichle, wenn er mit im raum ist. hätten sie eingekotet, uriniert etc., hätte ich den hund schweren herzens wieder abgegeben.
es geht eben darum, dass ich mir wünsche, dass sie sich vertragen oder zumindest ignorieren :(
@dharma:
ich finde, völlig raushalten kann ich mich da nicht, wenn der hund versucht, auf den baum zu springen, das ist nicht ok.
meine katzen sind halt leider nicht so selbtbewusst wie andere, die ihm wahrscheinlich schon längst einen übergebraten hätten (wie meine nachbarskatzen es taten).
ich bin mir auch sicher (die meinung wurde vonseiten der hundetrainerin bestätigt), dass der hund die katzen nicht verletzen will, er hat aber spaß am hinterherjagen, und das versuchen wir so weit als möglich zu unterbinden. manchmal hat man eher den eindruck, dass der kleine köti etwas neidisch ist, wenn die beiden miteinander eingekuschelt liegen und sich gegenseitig putzen;)
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22.04.2008, 15:36Inaktiver User
AW: hund und katzen
Aus Sicht der Katzen gesprochen: Vielleicht sollten sie es tun ?
Zitat von apfelschnecke
So, wie Du es schilderst, haben Deine Katzen praktisch null Lebensqualität mehr, seit der Hund da ist .... Können sich in der Wohnung nur bewegen, wenn er schläft, müssen sich ansonsten auf dem Kratzbaum aufhalten, können nicht mehr ins Bett ....
und das auch nach 3 Monaten noch.
Ganz ehrlich: Ich denke, Du solltest den Hund wieder abgeben. Die Situation jetzt ist für die Katzen eine Zumutung.
Wir haben ja auch gerade eine prognostisch etwas komplizierte Zusammenführung gemacht (15 Jahre alte Katze + 2 achtmonatige Jung-Spund-Katzen) .... Aber so süß sie auch sind: Hätten sie die alte Katze traktiert und/oder hätte diese so verstört reagiert, wie Deine Katzen das tun, wären sie ratzfatz wieder im Tierheim gelandet.
Zum Glück ging alles gut.
Ein nettes Buch, daß uns geholfen hat ist "Katzenpsychologie" von Pam Sowieso .... Da ist auch ein Kapitel "Hund kommt zu Katze" - aber vermutlich ist es jetzt ein bißschen spät bei Euch, um die Tips umzusetzen.
Auf jeden Fall mußt Du dem Hund ganz klar die Regeln diktieren.
Und ich würde auf jeden Fall auch die Katzen nachts ins Bett lassen und den Hund aussperren - nicht umgekehrt.Geändert von Inaktiver User (22.04.2008 um 15:45 Uhr)


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