Weia- ich habe mich in einen alten Hund verliebt.
Steht heute in der Zeitung. Morgen schauen wir uns ihn im Tierheim an.
"passt gut zu einer ruhigen Hündin" (das haben wir zu bieten)
Aber dann verändert sich unser Leben wieder, neue Verantwortung, mehr Kosten für Futter und evtl. Tierarzt, es ist eh schon knapp bei uns.
Ich suche grad nach vielen Gründen, es nicht zu tun.
Andererseits?
Er hat so schöne Augen.
Und braucht ein liebes Zuhause, hat keine guten Erfahrungen gemacht bisher, ist aber dennoch (lt. Auskunft) ein ganz verträglicher, lieber Hund.
Was tun, sprach Zeus.
Frage an die User mit Zweithund:
Wie seid ihr an ihn gekommen - und warum?
Wie sehr hat es euer Leben verändert?
usw.
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Thema: Zweithund?
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03.02.2008, 17:21Inaktiver User
Zweithund?
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03.02.2008, 18:39
AW: Zweithund?
Liebe Lavendelmond. Ich würde auch gerne Antworten auf Deine Fragen hören.
Wir haben seit etwas mehr als sechs Monaten einen Hund, der schon 7 ist. Meine Tochter hat Meerschweinchen, ich den Hund, und der Kleine möchte auch unbedingt ein "eigenes" Tier. Bis jetzt ist noch Nello bei uns - ein im August 20jähriger Kater. Wenn er - was ja nicht unwahrscheinlich in seinem Alter (trotzdem schlimm
) ist - das Zeitliche segnet, steht eine "Neusanschaffung" ins Haus.
An sich sollte es eine neue Katze sein, aber mittlerweile tendiere ich auch zu einem Zweithund. Ich stelle es mir einfacher vor.... rausgehen, spazierengehen muss ich sowieso. Und wäre es nicht schöner für einen Hund, einen Partner zu haben?
Bei den Kosten sehe ich eigentlich nur die Kosten für Tierarztbehandlungen. Die hab ich für Hund und Katze überschaubar gemacht durch eine Tierkrankenversicherung.Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.
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03.02.2008, 19:18Inaktiver User
AW: Zweithund?
Also ... wir haben drei ...
Und was soll ich sagen: ist wie mit Kindern - man möchte nicht mehr ohne
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03.02.2008, 19:26Inaktiver User
AW: Zweithund?
Bevor Ihr Euch entscheidet: Setzt Euch BITTE mit dem Thema Rudelbildung auseinander. Es geht nicht nur darum, dass ein Pfotenmonster mehr im Haus ist. Es geht darum, dass sich dadurch die Dynamik innerhalb der Familie ändert, es geht um Aussenkontakte zu anderen Hunden, die sich verändern können.
Bedenkt, dass ein Hund aus dem TH oder ein Nothund häufig eine Geschichte haben, die Ihr nicht kennt, und die wie ein Überraschungsei sein kann.
Rechnet in die Kosten etwaig notwendige Trainerstunden und HuSchu ein.
Es geht um viele Kleinigkeiten, die beachtet werden wollen. Z.B. so simple wie: Was, wenn es Zeiten gibt, in denen nur ein Mensch da ist, der mit allen Hunden raus geht? Hat man dann sein Rudel im Griff?
Wer mal 100 oder mehr Kilo bewegte Muskelkraft an den Leinen hatte, weiss, wovon ich schreibe.
Grüssle
Seawasp
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03.02.2008, 20:13
AW: Zweithund?
Liebe Lavendel,
was Seawasp schreibt, ist nicht von der Hand zu weisen. Das Rudel wird sich verändern...
Wir haben ja 4 Hundis und Tochter noch einen (nur mal zu Besuch da). Bei uns ist das gewachsen, weil die älteste die Mama von den anderen Hundis ist (außer von der Dicken unserer Tochter). Und alle kamen bei uns auf die Welt, da ging das alles gleich in die Richtung, in die es gehen sollte (auch wenn 4 Hunde im Haushalt zu viel sind). Zum Glück haben wir massig Platz und die 4 können rein und raus, wie es ihnen behagt.
Allerdings: wer mal 2 Hunde beim Spielen zugesehen hat, die zusammen gehören bzw. zusammengekuschelt im Körbchen sieht... da geht das Herz auf
Alles Liebe
Woody
Normale Menschen machen mir Angst!!! 
**Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**
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03.02.2008, 20:17Inaktiver User
AW: Zweithund?
Wir haben auch zwei Hunde.
Es brachte jeder seinen in die Beziehung ein und am Anfang war es echt hart. 2 Rüden, die erst mal klären mußten wer der Chef ist.
Es ist natürlich schon anstrengender 2 im Auge zu behalten als einen. Jeder hat so seine Macken, die man berücksichten muß.
Oder sie schauen sich schlechte Angewohheiten voneinander ab.
Andererseits ist es für die Hunde schöner, vorrausgesetzt natürlich sie vertragen sich und ihre Stellung im Rudel ist eindeutig.
Auch wenn sie allein zu Hause bleiben müssen, könnte es von Vorteil sein, weil sie halt nie ganz allein sind.
Geh doch mit beiden Hunden ein paarmal spazieren und schau wie sie im Verband auf z.B. Artgenossen reagieren.
Ich finde es eine gute Idee.
"Paßt zu einer ruhigen Hündin" könnte allerdings auch heißen, daß er sich mit Rüden nicht verträgt und dann könnte es sehr anstrengend werden.
Alles Gute
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03.02.2008, 21:21
AW: Zweithund?
Hallo Lavendelmond,
lass es doch einfach auf Dich zukommen.
Wenn Du ihn siehst und dann auch später probieren kannst, wie er mit Deiner Hündin klar kommt, wird sicher das Herz entscheiden.
Ich selbst bin ein Ein-Hund-Mensch, was aber auch daran liegt, dass mir mein Hund genug abverlangt, dass ich mich auf einen zweiten nicht voll konzentrieren könnte.
Gerade mit einem Hund mit unbekannter Vorgeschichte kann es Überraschungen geben, die eine Herausforderung sind.
Falls es morgen gut klappt, könntest Du ihn dann eventuell ein paar Mal mit nach Hause nehmen, um zu sehen, wie er in Euren Alltag "passt"?Liebe Grüße,
samsona
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03.02.2008, 22:15
AW: Zweithund?
Hallo Lavendelmond,
früher hatten wir auch immer 2 Hunde, einen Rüden und ne Hündin und vor ca. 6 Monaten habe ich zu meiner 5-jährigen Aussiehündin für 2 Wochen 2 Aussie-Nothunde in Pflege genommen.
Keiner wollte die beiden alten Hunde und für die 2 Wochen, bis ein grosser Ausiezüchter nen neuen Zwinger gebaut hatte, suchten sie halt nen Platz.
2 Rüden, die ihr Leben lang in ner Wohnung gelebt haben, ne, die in nen Zwinger stecken habe ich nicht übers Herz gebracht.
Mein Freund nahm den einen probeweise und ich habe den älteren behalten.
Klar, nen älteren Hund erzieht man nicht mehr so schnell um, dass er bei mir nix vom Tisch bekommt und nicht ins Bett und aufs Sofa darf hat er auch nicht recht verstanden.
Aber ich würde es immer wieder machen.
Die beiden waren Haut und Knochen, als ich sie bekam, hatten einiges hinter sich, hatten keine Muskeln und nach 100 m laufen keine Puste mehr.
Wenn wir heute spazieren gehen und die Brandy und Rusty über die Wiesen rennen glaubt mir keiner, dass Rusty schon 10 Jahre alt ist.
Tja zu der Rangordnung im Rudel kann ich nicht viel sagen, da meine Hündin sehr dominant ist und ich ihr erstmal beibringen musste, dass sie Rusty nicht wegbeisst und ihn akzeptiert.
Aber Du hast ja eine ruhige Hündin.
Wenn Du da Probleme bekommen solltest, melde Dich, ich gebe Dir gerne Tips, wie Du das im Rudel regelst.
Gut, zwei Hunde, die evtl. an der Leine zerren, können zum Problem werden.
In der Stadt, wo ich vorher wohnte, war es schwieriger mit zwei Hunden spazieren zu gehen als jetzt in dem kleinen Dorf, wo ich jetzt wohne.
Die Hauptfrage, die sich mir immer nur stellte: Habe ich jemanden, der sich um sie kümmert, wenn ich mal nicht kann.
Seit meinem Umzug habe ich einen Rentner, der mittags immer mit ihnen spazieren geht und der sie auch sonst nehmen kann.
Probier es einfach aus, wie beide Hunde sich miteinander vertragen und es kann sein, dass Deine Hündin, auch wenn sie sonst ruhig und verträglich ist, bei nem neuen Hund in der Wohnung giftig wird. Aber das lässt sich alles regeln.
Brandy brauchte zwei Tage bis sie die beiden Rüden akzeptierte.
Liebe Grüße
Andrea
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04.02.2008, 12:23Inaktiver User
AW: Zweithund?
"Paßt zu einer ruhigen Hündin" könnte allerdings auch heißen, daß er sich mit Rüden nicht verträgt und dann könnte es sehr anstrengend werden.
Ja, das hat man uns schon gesagt, dass er sich mit Rüden nicht gut versteht, nicht alle, aber manche.
Aber er soll eine Engelsgeduld mit Hündinnen haben.
Und er hätte viel Unglück gehabt, aber sei dennoch sehr lieb, anschmiegsam und freundlich und soll nun endlich ein liebes Zuhause bekommen auf seine alten Tage.
Gott, als ich das Foto gesehen habe, war es um mich geschehen!
Allerdings sind noch mehr Interessenten da.
Leider fährt mein Mann morgen wieder auf Montage, und zu Fuß ist es zu weit zum Tierheim. Aber vielleicht kann der Hund ja Bus fahren (meine Hündin (10 J.) hat das nie gelernt).
tja, das mit der Rudelbildung habe ich auch überdacht ...
mein Sohn wird u.U. auch bald für einige Monate weg sein, mein Mann nur alle 14 Tage zuhause - d.h. dass ich wohl den Rudelführer geben muss ?
Wir wohnen am Rande einer Kleinstadt und ich kann auch übers Feld gehen und wir haben einen Kleingarten, wo beide dann Rambazamba machen können.
Da er sich nicht gut mit Rüden verträgt, kann ich ihn wohl kaum frei laufen lassen !
Heute nachmittag fahren wir ja hin zu einem ersten Kennenlernen.
Ich berichte euch, wie es gelaufen ist. Unser Cora nehmen wir mit.
Übrigens: Conrad und Cora - das klingt doch wunderbar passend!
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04.02.2008, 12:30Inaktiver User
AW: Zweithund?
Lavendelmond,
Du kannst davon ausgehen, dass sich das "kritische" Verhalten anderen Rüden gegenüber eher verstärkt, wenn "Conrad" seine eigene Hündin hat. Das bedeutet, dass Kontakte zu anderen Hunden durchaus problematisch werden können. Auch Coras Verhalten kann sich wandeln.
Viele Hundemenschen empfehlen eher gleichgeschlechtliche Rudel, da diese meist in Hinblick auf Aussenkontakte weniger problematisch sind, aber ich kenne auch einige, bei denen die Konstellation Rüde/Hündin gut funktioniert.
Es bedeutet aber in jedem Fall, dass Du sehr aufmerksam sein und bereit und in der Lage sein musst, ggf. zu intervenieren.
Ich gehe immer mal wieder mit meinem Rüden und einer Hündin raus, und ich muss dann wirklich sorgsam schauen, wem wir begegnen. Mein Rüde ist in Hinblick auf Kontakte zu anderen Rüden sehr aufmerksam, wenn die "seiner" Lieblingshündin zu nahe kommen, und die Hündin kann sehr zickig auf andere Hundemädels reagieren.
Grüssle
Seawasp


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