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  1. Inaktiver User

    Frage Blasensteine beim Hund

    Hallo liebe BriComler,

    ich schreibe heute mal im Namen meiner Mutter (hat weder nen Rechner noch Ahnung von Internet&Co.): Sie hat einen Hund, bei welchem nun Blasensteine festgestellt wurden.

    Eine OP ist wohl (noch ?) nicht nötig; es gäbe da laut Aussage des Doc´s ein Futter, was diese Steine "auflöst".


    Im Netz finde ich nicht sonderlich viel, wenns um Blasensteine bei Hunden geht (für Katzen gibts da schon mehr Info´s) - hat jemand von euch Ahnung / Erfahrungen damit?

    Danke für jegliche Info´s + Behandlungshinweise, auch wenns unangenehme News sein sollten.

    Danke + lg
    Supawetta

  2. User Info Menu

    AW: Blasensteine beim Hund

    Ich hab das bei einem Freund mitverfolgt, dessen Rüde Blasensteine hatte. Da sie nicht konsequent das spezielle Futter gefüttert haben - der Hund mochte es nicht und sie haben ihm dann wieder anderes gefüttert - hat sich die Situation nach einiger Zeit dann so sehr verschlechtert dass er eines Tages total blockiert war und notoperiert werden musste. Sie haben eine ganze Hand voll Steine rausgeholt!

    Deine Mutter muss da also wirklich rigoros sein, sonst klappt das nicht. Und sie soll dann auch immer wieder nachprüfen, mit Urinanalysen und ggf. Ultraschall oder roentgen, ob die Steine weg sind. Sie soll auch immer ein Auge drauf haben ob und wieviel er pinkelt und wie der Urin aussieht. Man kann oft schon mit blossem Auge den Griess erkennen. (Griess muss aber nicht unbedingt da sein.)

    Wenn sie konsequent mit dem Futter ist und ein Auge aufs regelmässige urinieren hat, kann man das schon in den Griff kriegen. Wenn der Hund Schwierigkeiten beim urinieren hat (kommt gar nichts, oder troepfelt nur), ab zum Arzt.

    Was für einen Hund hat sie denn? Was ich gehoert habe ist es so, je kleiner das Tier umso eher die Gefahr einer Blockierung, da die Harnroehre auch entsprechend kleiner und daher enger ist und Steine sich leichter festsetzen koennen.

    Hilfreich ist wenn der Hund viel trinkt und von Trockenfutter auf Nassfutter umgestellt wird, dem man dann auch noch etwas Wasser zusetzen kann.

    Falls die Steine sich nicht aufloesen kann man sie auch mit Laser zerkleinern, damit sie natürlich abgehen. Muss also nicht immer eine op sein, wo Bauch und Blase aufgeschnitten werden.

    Alles Gute!
    Geändert von Noodie (01.02.2008 um 14:36 Uhr)
    .
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    Stop digging
    (Indian saying)


    "Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
    Eckart von Hirschhausen

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  3. Inaktiver User

    AW: Blasensteine beim Hund

    hallo noodie,

    danke für deine antwort!

    meine mutter hat nen yorkshire-terrier (geschmacksfrage ); also tatsächlich was kleines...

    was das futter angeht: das IST trockenfutter (wegen deines tipps mit dem nassfutter)... habe meine mutter aber schon "geraten", dass, wenn er es absolut nicht isst (isst bisher fast ausschließlich nassfutter), solle sie es aufweichen mit etwas wasser oder hühnerbrühe o.ä. ...

    weißt du zufällig, was genau diese blasensteine "auslöst"; zur bildung führt?

    lgS

  4. User Info Menu

    AW: Blasensteine beim Hund

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    weißt du zufällig, was genau diese blasensteine "auslöst"; zur bildung führt?
    Es kommt drauf an welche Steine es sind.

    Struvite kommen glaub ich am häufigsten vor. Struvite entstehen im alkalischen Harn. Der Harn ist zB bei Blasenentzündungen alkalisch. Gesunder Harn bei Fleischfressern ist sauer, worin sich Struvite auflösen.

    Erbliche Veranlagung, Blaseninfektionen, falsches Futter das einen zu hohen Gehalt an bestimmten Mineralstoffen hat, oder das den Urin nicht sauer genug hält, tragen zur Entstehung von Struviten bei.

    Zuwenig trinken und/oder zu selten Wasser lassen (kommt der Hund oft genug raus?), kann auch zur Enstehung beitragen.

    Es gibt auch Medikamente die den Harn ansäuern. Wenn der Hund Struvite hat und ein Urintest zeigt dass der Harn zu basisch ist (pH > 6,5 - 7,0), kann es helfen die zu geben.

    Aber es gibt auch andere Steine, Kalciumoxalatsteine, die in zu saurem Harn (pH < 6,5) entstehen.

    Man muss manchmal etwas rumprobieren bis man gefunden hat was hilft. Manche sagen, das Diätfutter hat geholfen, bei anderen hat es nicht viel gebracht. Manche haben Struvite durch Ansäuerung des Urins auflösen können, bei anderen funktioniert das wieder nicht. Meist muss man eine Therapie monatelang anwenden und immer wieder den Urin kontrollieren, bzw röntgen, bevor man weiss ob es was bringt. Man braucht also Geduld!

    Meine Katze hatte jahrelang immer wieder Blasenentzündungen und Griess im Urin ("Mini-Steinchen"). Sie hat immer zuwenig getrunken und ihr Urin war immer zu basisch. Diätfutter gibt es hier wo ich lebe nicht dafür. Der TA hat vorgeschagen sie 1. zum mehr trinken zu bewegen, was wir erreicht haben, indem wir viele verschiedenen Wasserschalen überall aufgestellt haben, und 2) ihren Urin mit Zitronensaft anzusäuern. Den haben wir ihr jeden Tag verabreicht, natürlich mit Wasser verdünnt und nur in kleinen Mengen. Ausserdem hat sie ein ayurvedisches Präparat bekommen, was das genau machte weiss ich nicht, aber all die Massnahmen zusammen haben dann schliesslich - nach mehr als 2 Jahren wiederkehrender Blasenentzündungen - geholfen, und sie ist nun beschwerdefrei und hat keinen Griess mehr im Urin.

    Viel Erfolg!
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  5. User Info Menu

    AW: Blasensteine beim Hund

    Hallo,

    mein Hund hatte Struvitsteine - Noodie hat den Unterschied ja schon erklärt.
    Mein TA hat mir damals von Fertigfutter abgeraten. Ich habe selbst entsprechend diätetisch gekocht und lediglich ein ansäuerndes Pulver über das Fressen gegeben. Nach kurzer Zeit war das Problem gelöst und er hat seitdem nie wieder Beschwerden in der Hinsicht gehabt.
    Frag mal bitte nach, welche Steine der Hund hat.
    Liebe Grüße,
    samsona

  6. Inaktiver User

    AW: Blasensteine beim Hund

    So; ich nochmal zu dem Thema, in der Hoffnung, nochwas von euch erfahren zu können:

    Der Tierarzt hat U/C-Futter angeordnet; also hat der Hund wohl Cystinsteine.

    Weiß dazu jemand was?

    Danke,
    lgS

  7. Inaktiver User

    AW: Blasensteine beim Hund

    Mein Hund, ein Schnauzer-Terrier-Mix hatte auch Blasensteine. Diese gingen, obwohl sie schon eine massive Blasenentzündung hatte, nach Antibiotikabehandlung und Medikamenten weg.

    Ich habe mich nie nach dem Auslöser erkundigt, aber sie bekommt jetzt Diätfutter - das ist übrigens, obwohl es teurer als Normalfutter ist, billiger, da es ergiebiger ist - , ausserdem bekommt sie täglich eine viertel Orange, die sie übrigens sehr gerne war.

    Sie bekam auch Homöopathisches, aber das muss persönlich abgestimmt werde, deshalb gebe ich hier nicht die Zusammensetzung an.

    Es gibt auch eine Internetseite, naturheilkunde-bei-tiere, in der viele Blasenkrankheiten, auch Blasensteine und Nierensteine sehr informativ erklärt werden.
    Hier ist eine sehr gute Info zum ganzen Themenkreis, auch mit Empfehlungen für Zusatzmedikamenten.
    ich zitiere:
    HINTERGRUNDINFORMATION BLASENGRIESS/ STEINE

    Blasengrieß und Blasensteine kommen regelmässig bei den Hunden , den Katzen und den Nagetieren vor. Symptome dafür sind: Blut im Urin, ständiger Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen, Inkontinenz, unnormale Farbe des Urins, Verhaltensveränderung sowie z.B.: Unruhe, Lustlosigkeit, sich zurück ziehen oder keine Lust aufs Essen. Es können auch Veränderungen beim Wasserlassen auftreten. Es ist möglich, das das Tier im Haus sein Geschäft erledigt, oder auf anderen ungewöhnlichen Plätzen.

    Was sind die häufigsten Sorten von Blasengrieß und Blasensteine
    Die am häufigsten vorkommende Form von Blasengrieß und Blasensteine ist die Form von Struvit. Weniger häufig vorkommende Formen sind: Calciumoxalat-Grieß/ Steine, Calciumphosphat-Grieß/ Steine, Harnsäure-Grieß/ Steine (Struvit-Urolithiasis), Kalzium-Grieß/ Steine (Kalziumoxalat, Kalziumphosphat), Magnesium-Ammonium-Phosphat-(Struvit-)Grieß/ Steine, Calciumcarbonat-Grieß/Steine und Zystin-Grieß/ Steine.
    Geändert von Inaktiver User (06.03.2008 um 19:02 Uhr)

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