Liebe Tierfreunde, leider passieren ja jedes Jahr wieder Unfälle mit Weihnachtsschmuck und Resten vom Weihnachtsessen.
Diesen Artikel habe ich heute im KölnerStadtAnzeiger gefunden. Ich finde ihn interessant, denn er beschreibt anschaulich die Symptome, an den man erkennen kann, ob unsere Tiere etwas unverträgliches gefressen haben. Vielleicht ist er ja auch für euch eine Hilfe im Falle eines Falles.
Ein frohes und unfallfreies Weihnachtsfest wünsche ich allen Tierfreunden hier![]()
Meterweise Lametta in der Katze
Pulheim-Freimersdorf - Die Weihnachtszeit hat es für Tierarzt Dr. Carlo Pingen in sich. „Die Tage sind stressig, da viele Leute auf den letzten Drücker kommen. Hinzu kommen etliche Notfälle vor und während der Feiertage“, sagt er.
Vieles hat der Freimersdorfer in all den Jahren erlebt. Ganz salopp spricht er von Weihnachtsklassikern: Ganz oben auf der Liste stehen Krippenfiguren, die vor allem Hunde gerne in ihrem Innern verschwinden lassen. Das ein oder andere Schäfchen habe er schon operativ entfernen müssen.
Lebensgefahr
Die Hauptakteure Maria, Josef und das Jesuskind seien in all den Jahren nicht dabei gewesen. Das Phänomen „verschluckter Fremdkörper“ „kommt bei Hunden jeder Größe vor, gerne aber bei jungen Hunden, weil die noch viel spielen und viel verschlucken“, so Pingen. Die Folgen sind nicht ohne. Bisweilen ist sogar das Leben des geliebten Vierbeiners bedroht. „Es kommt zu Darmverschlüssen. In solchen Fällen müssen wir operieren“, sagt der Fachmann. Auch Katzen sind in der Weihnachtszeit nicht vor einem Verschluss des Darmes gefeit. Da gerade lange, feine, fadenähnliche, bewegliche Gebilde den Spieltrieb der Samtpfoten wecken, wird ihnen der Christbaumschmuck Lametta häufig zum Verhängnis. Das Problem hier: „Der Darmverschluss entwickelt sich langsam, die Tiere sind anfänglich nicht schwer krank, sie haben Stuhlgang, fressen aber schlecht.“ Da die Tiere die Metallfäden komplett verschluckten, wickele sich der Darm ziehharmonikaartig auf den Fremdkörper auf.
Deko verschlungen
Gut erinnert sich Pingen an eine samtpfotige Patientin, die peu à peu den Tannenbaum um die Deko erleichtert hatte. Gerade mal zwei Tage habe die Tanne ihren Schmuck behalten. Dann hätten die Besitzer gemerkt, dass das Lametta nach und nach verschwunden sei. Die Katze habe in einer Ecke gekauert und sich erbrochen, eine Operation sei letztlich unvermeidlich gewesen. „Wir haben acht Meter Lametta in der Katze gefunden“, sagt Pingen.
Gerade in der Weihnachtszeit bleibt Hunden häufig die Luft weg. Da es heutzutage in vielen Haushalten Usus ist, den geliebten Vierbeiner mit einem - oftmals viel zu großen - Spielzeug zu beglücken. „Gerade kleine Terrier verschlucken es gierig, die Folge ist, es bleibt in der Speiseröhre stecken.“ Auch die Knochenreste vom Festschmaus, die Hundebesitzer ihren Vierbeinern gerne als Leckerli gönnen, verursachen den Tieren mal nur Verstopfung, meist aber arge Malaise. „Lammknochen sind ein Problem. Sie sind kantig und haben Fortsätze. Die bohren sich in die Speiseröhre, die allmählich zuschwillt, so dass es zu Atemnot kommt.“ Der Hund landet unweigerlich auf dem OP-Tisch. Doch auch Röhrenknochen, wie sie für Rinder typisch sind, haben es in sich. „Die stülpen sich die Hunde gerne über den Unterkiefer oder über die Zunge.“ Eine OP ist nicht gleich angesagt, dafür aber der Abstecher zum Tierarzt.
Eine wachsames Auge sollten vor allem Hundebesitzer haben, wenn der Vierbeiner sich nach Lebensmitteln umschaut. So wie kürzlich ein Hund, der sich über die Zwiebelvorräte (roh) hergemacht hatte. „Egal, ob gekocht, roh oder getrocknet, 100 Gramm Zwiebeln sind für einen 20 Kilogramm schweren Hund schon sehr giftig, können möglicherweise sogar tödlich sein“, warnt Pingen. Auch Blockschokolade mit ihrem hohen Kakaoanteil ist für Hunde tabu. „160 Gramm sind für einen 20 Kilogramm schweren Hund gefährlich, 400 Gramm sind tödlich“. Der Wirkstoff Theobromin sei „extrem giftig“. Je nach Menge ist auch der stibitzte Hefeteig, egal ob süß oder salzig, für den Vierbeiner tödlich. „Sie verschlingen meist den ganzen Teig, blähen auf, und es bildet sich Ethanol. Die Hunde kriegen eine Alkoholvergiftung, die tödlich enden kann.“ Und die hübsch anzusehenden Weihnachtssterne sind für Katzen nicht ohne, die unter Erbrechen und Durchfall leiden, wenn sie die Blätter fressen.
Nicht lange zögern
Kommt es, Umsicht hin, Umsicht her, doch mal vor, dass das Haustier Verbotenes erwischt, dann gilt: „Zittert das Tier, hat es Erbrechen, Durchfall, einen geblähten Bauch, trinkt es plötzlich viel oder reagiert - wie bei Vergiftungen üblich - ängstlich, nervös und hat Herzrasen, dann sollte man das dem Tierarzt melden.“ Falls Katzen- oder Hundebesitzer es mitbekommen, wenn das Tier einen Gegenstand verschluckt oder Verbotenes frisst, „dann sollten Sie schnell handeln, zum Tierarzt gehen und sofort sagen, was vorgefallen ist“. In solchen Fällen sei es wichtig, das Tier mit Medikamenten zu behandeln, so dass es sich erbricht. Nur so lasse sich verhindern, dass sich Gift im Körper ausbreite. „Kommt ein Fremdkörper nicht durch Erbrechen raus, dann ist eine Operation am Magen immer noch einfacher als am Darm“, so Pingen.
Antworten
Ergebnis 1 bis 9 von 9
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22.12.2007, 09:20Inaktiver User
Weihnachts"fallen" für unsere Tiere
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22.12.2007, 16:21Inaktiver User
AW: Weihnachts"fallen" für unsere Tiere
Delenn, danke, dass Du diesen Artikel hereingestellt hast!

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24.12.2007, 10:30Inaktiver User
AW: Weihnachts"fallen" für unsere Tiere
Gern geschehen.
Zitat von Inaktiver User
Es wäre nur schön, wenn sich der eine oder andere Tierhalter auch danach richten würde.
Ich wünsche dir und deinen Tieren ein wunderschönes Wehnachtsfest
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24.12.2007, 12:13
AW: Weihnachts"fallen" für unsere Tiere
Ich möchte noch ergänzen, dass die Tannenzweige der üblichen Weihnachtsbäume für Kaninchen und Nager ungeeignet sind, da samt und sonders hochgradig gespritzt. Normalerweise kann man Tannenzweige reichen, aber nicht gespritzte Zweige.
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24.12.2007, 12:31Inaktiver User
AW: Weihnachts"fallen" für unsere Tiere
Delenn,
darf ich mir dein Eingangsposting mal klauen ? :-) Dann brauch ich es nicht nochmal tippen....
Ich würde das ganz gerne in ein anderes Hundeforum einstellen.....
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24.12.2007, 12:42Inaktiver User
AW: Weihnachts"fallen" für unsere Tiere
Sehr gerne
Zitat von Inaktiver User
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24.12.2007, 12:54Inaktiver User
AW: Weihnachts"fallen" für unsere Tiere
Donke
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24.12.2007, 14:26
AW: Weihnachts"fallen" für unsere Tiere
Stressfreie Festtage für Tiere
Gerlingen, 23.12.2007: Angesichts zahlreicher verschluckter Lamettafäden, heruntergerissener Girlanden oder verbrannter Pfoten, unter denen tierische Mitbewohner während der Weihnachtszeit und zu Silvester immer wieder leiden, bietet die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. Tipps an, damit Tiere vor den Fallen einer festlich geschmückten Wohnung und vor den Silvesterknallern geschützt werden.
„Viele Tiere reagieren allein durch das Aufstellen eines Tannenbaumes verunsichert und beginnen mit einem Erkundungszug rund um den Weihnachtsbaum und die festlich geschmückte Wohnung. Dabei macht manches Tier spannende aber auch schmerzhafte Entdeckungen“, so Andrea Müller von PETA-Deutschland e.V.
So können verschluckte Bänder und Girlanden den Verdauungstrakt der Tiere blockieren oder sogar Darmwände durchbrechen. Niemals sollten verschluckte Schnüre aus dem Maul des Tieres herausgezogen werden da dadurch die inneren Organe/Eingeweide durchschnitten werden können. Ein Tierarztbesuch ist in diesem Fall unvermeidlich.
Vorsicht auch bei Stechpalm- und Mistelzweigen oder Weihnachtssternen. Diese verursachen Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall. Solche Pflanzen gehören unbedingt außer Reichweite des Tieres.
Tiere nicht mit brennenden Kerzen – auch nur für wenige Sekunden – alleine zu lassen sollte für jeden Tierhalter selbstverständlich sein.
Gefahr gehe auch von verschluckten Stahlhaken, die i.d.R. für die Befestigung von Baumkugeln benutzt werden, aus. Sie können sich im Hals des Tieres festsetzen. Überhaupt sollte kein zerbrechlicher Baumschmuck verwendet werden.
Unter dem Begriff K. (E200-E283) werden alle Zusatzstoffe zusammengefaßt, die Mikroorganismen in oder auf Lebensmitteln abtöten oder in der Vermehrung hemmen.Konservierungsstoffe und Tannennadeln im Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser des Baumständers können Tieren ebenso gefährlich werden wie Stromkabel.
Um das Silvester-Feuerwerk so wenig beängstigend wie möglich für Tiere zu gestalten, sollten sie beizeiten ins Haus gebracht, alle Türen und Fenster sind Teile der umschließenden Außenhaut eines Gebäudes und damit Grenzflächen zwischen innen und außen. Fenster geschlossen und die Vorhänge oder Rollos zugezogen werden. Eine beruhigende Geräusch- und Lichtquelle verhindert, dass der Feuerwerkslärm mit seinen grellen Lichtern nach innen dringt.
Autor: PETA Deutschland e.V.
Quelle
Frohe Feiertage fuer alle - Eure Mausi
++
DIE KALTE SCHNAUZE EINES HUNDES IST ERFREULICH WARM
GEGEN DIE KALTSCHNAEUZIGKEIT MANCHER MITMENSCHEN!
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24.12.2007, 17:07Inaktiver User
AW: Weihnachts"fallen" für unsere Tiere
Ja, ich hoffe auch, dass ein solcher Artikel einige Tierhalter erreicht. Ich selbst habe seit ueber 20 Jahren Hunde und Katzen - bei mir ist noch kein Tier an den Weihnachtstagen beim Tierarzt gelandet. Ich meine ja immer, solche Sachen wie im Artikel beschrieben, sollte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen, aber dem ist wohl nicht so.
Zitat von Inaktiver User
Dir, Delenn, und allen anderen Zwei- und Vierpfoetern wuensche ich ein wunderschoenes Weihnachtsfest


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