Genau!
Ja, Katze war Freigängerin (und ist es noch... ja, wir lassen sie wieder raus - wär ja sonst auch gemein). Der neue Kater - wissen wir nicht; er kam als Fundtier ins Tierheim. Dort saß er knapp fünf Monate lang. Er wurde zweimal vermittelt, kam aber jedesmal nach wenigen Tagen wieder zurück. Also, wir verstehen das nicht - der Kater ist echt klasse, der bleibt auf jeden Fall bei uns!
Wir glauben aber schon, dass er Freigang kennt, denn einmal ist er uns durch die Haustür entwischt - und er hat sich draußen ziemlich sicher bewegt... Glücklicherweise haben wir ihn schnell wieder einfangen können.
Wir wollen ihn noch im Haus behalten, bis er sich richtig eingewöhnt hat und außerdem wird er übernächste Woche erst gechipt. Dann darf er aber auch raus.
Wir sind nach wie vor der Meinung, dass Katzen nach draußen gehören. Wenn man sieht, welchen Spaß sie draußen haben... Und nein, auch wir möchten nicht mehr ohne unsere Racker sein :-)
LG, Optimistin68
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29.10.2007, 18:59
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
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29.10.2007, 19:06
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
Liebe Optimistin, das kann ich auch absolut verstehen.

Ich denke, wir lieben alle unsere Katzen sehr und es muss halt jeder für sich und vor Ort entscheiden, was das beste ist.
Eine ganz perfekte Welt gibt es leider auch für Katzen nicht.
Drink in your summer, gather your corn
M. Jagger
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29.10.2007, 21:03
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
Liebes Hummelchen,
einen gesicherten Freigang gibt es einfach nicht für unsere Samtpfoten. Gleich wie groß Dachterrasse, Garten oder Hof sind,wenn sie eingezäunt, vernetzt oder sonst wie gesichert sind ,ist es einfach kein Freigang mehr.
Ich bezweifle nicht, daß es Katzen gibt, die damit zufrieden sind oder sich damit abfinden.Gleich wie schön wir es Ihnen dort machen, irgendwo stoßen sie an eine Grenze.
Ich schließe mich Ragna's und Ila's Ausführungen an und denke auch, eigentlich wollen wir *uns* doch schützen, weil die Angst vor dem Verlust so riesig ist.
Mir ging es mit Kater Babak auch so, Du kannst Dich sicher noch erinnern, wie ich vor hatte, aus ihm eine reine Wohnungskatze zu machen. Er hat mir gezeigt wo es lang geht. Nach einer gewissen Zeit war er totunglücklich. Ich habe nach wie vor Angst, wenn Babak oder die anderen drei nicht zur gewohnten Zeit erscheinen,da fluche und schimpfe ich und sehne mich nach reinen Wohnungskatzen. Wenn sie dann aber nach einem ausgedehnten Reviergang wieder nach Hause kommen, denke ich mir, lieber ein kurzes katzengerechtes Leben, anstatt ihnen die Freiheit zu nehmen .
Bitte, ich akzeptiere, wenn Andere das anders sehen, ich habs versucht und es ist mir nicht gelungen.
LG
Semi,
die immer noch unruhig schläft, wenn einer ihrer Viererbande mal wieder auswärts übernachtet
P.S.
Meine KatzeMary wurde hier, in einer ganz wenig befahrenen, breiten Straße überfahren, davor wohnten wir 13 Jahre an einer Hauptsstrasse, keiner Katze ist dort etwas passiert.Time is just memory
Mixed with desire
Tom Waits
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29.10.2007, 21:12
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
Liebe Semi, der süße Babak, gut, dass er immer nach Hause kam!

Im Moment stehe ich einfach noch unter Schock, ich stand ja quasi direkt neben dem Kater, als es passierte. Im Moment kriege ich noch Herzrasen, wenn ich draußen nachts die Raser höre. Ich weiß nicht, wie ich nächste Woche darüber denke. Ich muss einfach auch den Kleinen beobachten. Im Moment jammert er nicht so sehr vor der Balkontür herum. Ein Gedankenmodell ist, die Seite zur Straße hin irgendwie besser abzusichern. Aber wie gesagt: zur Zeit spiele ich alles gedanklich durch.
(Ich fand unsere Straße übrigens bisher deshalb auch nicht zu gefährlich, weil sie so befahren ist.)Geändert von Hummelchen (31.10.2007 um 19:47 Uhr)
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M. Jagger
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29.10.2007, 21:36
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
HUmmelchen,
ich versteh Dich doch .
Es tut mir auch unendlich Leid. Nach Marys Tod habe ich auch versucht meine Katzen nicht mehr raus zulassen.
Das Wetter ist im Moment ja günstig um Django in der Wohnung zu lassen, ich hätte durchaus auch Verständnis wenn Du ihn an die Wohnung gewöhnen wolltest. Ich bin nur nicht überzeugt, daß er damit glücklich wäre.
Übrigens Monsieur Babak kommt durchaus nicht immer nach Hause, frag lieber nicht, wie es mir dann geht.Time is just memory
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Tom Waits
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30.10.2007, 07:25Inaktiver User
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
Hummelchen,
die absolut sichere Lösung gibt es nicht.
Ein Fellkind das raus will, ist erfinderisch :-).
Während unserem Einzug hier, alle Fenster und Türen offen,
kommt ein grosser schwarzer Kater die Treppe herunter, stolziert an mir vorbei und verlässt das Haus durch die Terrassentüre :-O.
Moritz, der Nachbarkater, hatte nach einer tierärztl. Behandlung Hausarrest, wurde im Dachzimmer unter Verschluss gehalten, kletterte aus dem einen kleinen Spalt geöffneten Dachfenster, durch unser weit geöffnetes kam er in unser Haus, Treppe runter und weg war er.
Egal wie gut du absicherst, wenn dein Kater mit aller Macht raus will, findet er einen Weg.
Als Kind hatte ich immer einige Katzen, wenige wurden überfahren - wir wohnten zwischen 2 Hauptstrassen mit riesigem Garten - weit mehr fielen dem katzenhassenden Nachbarn zum Opfer.
Ich bin einige tausend Kilometer im Monat mit dem Auto unterwegs in Städten, über Land von Dorf zu Dorf an und ich stelle immer wieder fest, daß offensichtlich die meisten Katzen
auf den Landstraßen überfahren werden.
Wir wohnen hier sehr verkehrsberuhigt, die Zufahrtsstraße liegt ca. 100 m von unserem Haus entfernt. Es gibt zu den Häusern
nur schmale Zufahrten, gerade breit genug für ein Auto, Schritttempo, Zufahrt nur zum Be- und Entladen gestattet.
Trotzdem beschleicht mich schon jetzt ein wenig Angst, wenn ich dran denke, daß meine beiden Kleinen in einigen Wochen raus dürfen. Wer garantiert mir, daß sie keine grösseren Ausflüge machen, ein Mäuschen oder ein Blatt jagen und unachtsam unter
ein extrem langsam fahrendes Auto rennen.
Ach Hummelchen *drück* genauso wenig wie unsere Kinder, können wir unsere Fellkinder vor allem Unglück bewahren, auch wenn dies unserer grösster Wunsch ist.
Du wirst die richtige Entscheidung treffen.
Im Übrigen hatten wir über viele Jahre eine absolut glückliche
reine Hauskatze, unser Möpschen *lächel*. Sie ging maximal 3 m vor die Terrassentür um Vögel und Eichhörnchen zu beobachten
oder im Schatten unserer Gartenliegen zu dösen.
Unsere Zweitmieze hatte uns nach 7 Jahren verlassen, um ihr Leben auf dem benachbarten Demeterhof im Kuhstall zu verbringen. mehrmalige Rückholversuche scheiterten.
* Jeder (Katzen)Jeck ist anders*
Alles Liebe für euch
Muffi
die glücklich ist, ihre beiden Fellterroristen im Moment friedlich schlafend auf der Bügelwäsche zu sehen und nichtahnend was für Überraschungen das gemeinsame Leben noch bereithält.Geändert von Inaktiver User (30.10.2007 um 09:03 Uhr)
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30.10.2007, 08:43
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
@Muffi
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Tom Waits
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30.10.2007, 09:33Inaktiver User
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
Jede Katze ist anders, und aus einem Freigänger eine reine Wohnungskatze zu machen, ist sicherlich nicht ganz einfach. Bei manchem Freigänger erweist es sich als ganz unmöglich.
Anders bei Katzen, die von Geburt an gar keinen Freilauf kennen.
Sicher lieben Katzen das freie Herumziehen, das dösen unter Büschen, im hohen Gras, die Jagd, so wie es ihrer Natur entspricht.
Aber entspricht unsere Natur noch den Bedürfnissen und der Natur unserer Katzen? Ihre Natur kennt keine Technik, die in ihrer Geschwindigkeit und ihrer Wirkungsweise nicht einzuschätzen ist, sie kennt keine Gifte, keine Nachbarn die Katzen hassen und sie kennt keine Jäger. Um nur einiges zu nennen.
Das dösen in der Sonne unter Büschen, der Geruch von Blumen, die Jagd (eben auf kleinere Tiere als Mäuse) kann einer Katze auch genauso gut auf einem gesicherten Aussensitz geboten werden.
Sicher, eine Wohnungskatze ist schon um einiges aufwändiger in der Haltung als eine Freilaufkatze. Da man sich nicht gross kümmern, holt sie sich doch alle Abwechslung die sie -wie wir meinen- braucht, draussen.
Die Wohnungskatze fordert uns da schon mehr. Sie benötigt sehr viel mehr Aufmerksamkeit, sehr viel mehr Freiraum in der Wohnung, sehr viel mehr Beschäftigung durch ihre Menschen. Auch die Einrichtung mit Kletter- und Kratzmöglichkeiten etc. muss auf die Wohnungskatze ausgerichtet werden. Eine Freilaufkatze hat meist von alledem nichts in der Wohnung.
Ist man bereit, diesen Aufwand zu treiben, diese Zugeständnisse zu machen, lebt auch eine Wohnungskatze glücklich in enger Gemeinschaft mit ihrem Menschen.
Lebt sie aber in der Wohnung nur als pelzige Deko, wird sie sicherlich unglücklich werden. Das zeigen viele Beispiele.
Freilauf ist keine Garantie für eine glückliche Katze und Wohnungshaltung ist nicht gleichbedeutend mit Unglück. Es kommt immer darauf an, was der Halter bereit ist, in das Zusammenleben zu investieren.
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30.10.2007, 09:56
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
So ist es!
Zitat von Inaktiver User
Delenn, ich widerspreche dir ungern, aber da muss ich es - aus eigener Erfahrung (s. weiter oben)
Zitat von Inaktiver User
Was aber Hummel auch nicht weiter hilft
Aber glaub mir: wir haben unseren alles nur Denkbare an Zuwendung und Zerstreuung geboten - zusätzlich zum eingezäunten kleinen Garten mit Bäumen
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30.10.2007, 11:05Inaktiver User
AW: Katzen: Gesicherter Freigang - verschiedene Systeme
Dann tus nicht, niemand zwingst dich
Zitat von Ila
Aber du hast schon recht. Gerade das ist es ja, was wir meistens -nicht immer- so an unseren Katzen lieben, dass sie sich so schlecht in eine Schablone pressen lassen.
Und ein allgemein gültige Lösung für Hummelchen weiss ich leider auch nicht.


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