Ich war ja lange Zeit mit meinen Tieren in einer Tierklinik. Dort war ich auch ganz zufrieden ... allerdings hatten meine Tiere in dieser Zeit auch nie was.
Jetzt werden die Miezen aber alt und einige Probleme tauchen auf. Mit den Kaninchen bin ich auf Anraten der TH-Kaninchengruppe zu einer Tierärztin gegangen und inzwischen auch mit den Katzen dort.
Beim vorherigen TA wurde bei einer Katze ein Atherom festgestellt... ich hakte nach, wollte wissen, weshalb das denn ein Atherom sei und kein Tumor.... naja ..ich wurde belächelt und mit sich wiederholenden "Erklärungen" abgespeist.
Auch wurde mir gesagt, es sei normal, dass das Dingens wächst. Fertig. Heute war ich bei meiner neuen TÄ, weil das Atherom ziemlich groß geworden ist in den letzten 3(!) Wochen. Tja, die TÄ sagte mir, dass Atherome bei Katzen so selten seien, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es ein Tumor ist und der MUSS raus.
Und es wäre besser gewesen, wenn das Teil entfernt worden wäre, als es noch klein war.
Wo ich ja nun schon mal dort war, habe ich auch gleich noch andere Diagnosen abgefragt. So wurde zB ein Bluttest beim vorherigen TA gemacht, das ergab, dass die Katze Fiv-positiv ist. Ich zweifelte das an, da die dort diesen Elisa-Test gemacht hatten und fragte, ob man denn nicht zur Sicherheit noch den Test mit zentrifugiertem Blut machen solle.... ich wurde wieder nur belächelt. Dabei hatte ich Recht!!!
Und geimpft haben die dort dann trotz Fiv-positiv-Ergebnis - soll man ja auch nicht... und auch das hatte ich explizit gefragt!
Ich kann doch nicht jedesmal erst nachhause fahren und mir TA-Wissen anlesen.
Naja egal, jetzt habe ich ja endlich eine gute und auskunftsfreudige TÄ gefunden. Aber aufgeregt habe ich mich heute trotzdem - die Katze hätte ich doch dann schon vor nem halben Jahr operieren lassen können und hätte mich nicht so abfällig behandeln lassen müssen.
Heike
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25.10.2007, 11:33
Fehldiagnose über Fehldiagnose...
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25.10.2007, 12:22
AW: Fehldiagnose über Fehldiagnose...
Die Suche nach einem guten Tierarzt ist wie die Gralssuche.
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25.10.2007, 12:58
AW: Fehldiagnose über Fehldiagnose...
Zitat von Poison.
... ja; und auch nach einem guten Zahnarzt, einem guten Frauenarzt, einem guten Hals-Nasen-Ohren-Arzt und einem guten Hausarzt.
meine Hautärztin ist sehr gut, hat aber etwas merkwürdige Ansichten.
meine verstorbene Mieze hatte eine starke und akute Blasenentzündung. die Ärztin wollte dies mit Bachblüten kurieren.
wir haben dann bei einem anderen Arzt mit Antibiotika behandeln lassen.
ich könnte noch viel mehr erzählen, z.B. eine Fehldiagnose, die bei unserem Puschel zum Tod geführt haben
auf jeden Fall ist es ratsam, sich selbst über Krankheiten gut zu informieren und dem Arzt mit Vorsicht zu begegnen.
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25.10.2007, 14:47
AW: Fehldiagnose über Fehldiagnose...
Das kann ich nur bestätigen. Eine meiner Meinung nach völlig unfähige Tierärztin hatte bei meiner Katze statt akuter Nierenprobleme eine Halsentzündung diagnostiziert und die mit Antibiotika behandelt. Als nach 3 Tagen keine Besserung eintrat, sind wir wieder hin, sie hat die Katze nur flüchtig angeguckt und weiter Antibiotika gegeben.
Zitat von trambahn100
Am Wochenende sind wir dann zum Notarzt, der völlig perplex war, dass nicht einmal Fieber gemessen wurde geschweige denn ein Bluttest. Tja, und da war es dann schon zu spät....
Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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25.10.2007, 15:41
AW: Fehldiagnose über Fehldiagnose...
Aber ja nicht zeigen dass man auch etwas Wissen hat!
Zitat von trambahn100
Was hab ich mir hier schon Feinde gemacht. "Ich bin hier der Arzt!" hat mir mal einer ins Gesicht geknallt.
Der hat es dann auch geschafft eine schlimm vereiterte GM Entzündung bei meiner Katze mit Darmverstopfung zu verwechseln. Eine Woche später -> Not-op. (sie hat überlebt)
Ein anderer hat meinen Kater über ein Jahr lang mit Ivermectin Spritzen gegen Räude behandelt - 1. soll Ivermectin bei Katzen nicht gespritzt werden (das hab ich aber erst später rausgefunden) und 2. hatte er eine Flohallergie, keine Räude, und die haben wir mit monatlichem Frontline in den Griff bekommen.
Eine TÄ hat meinen anderen Kater vor 2 Jahren mit Diabetis diagnostiziert - nachdem ein (ein!) Bluttest einen hohen Zuckerspiegel zeigte, der natürlich nur vom Stress des Blut abnehmens kam. Er hatte kein Diabetis, aber sie kam sofort nach diesem einen Bluttest mit Insulin an - zum Glück hab ich mich erstmal schlau gemacht bevor ich ihm das gespritzt habe!
Der TA den ich jetzt habe, habe ich nicht weil ich überzeugt davon bin dass er gut ist, sondern weil er so demütig ist zugeben zu können, wenn er was nicht weiss. Er sitzt mit mir und wir diskutieren die Krankheit, die Symtpome etc, und er nimmt sich die Zeit durchzulesen was ich im Internet dazu gefunden habe. Er hat mich sogar schon mal gebeten nachzuschauen was die richtige Dosierung ist. Und er hat sich mal 100mal entschuldigt als er meinem Kater was gespritzt hatte was der nicht vertrug. Sowas hab ich noch nicht erlebt.
Ist er der Gral? Nee, glaub ich nicht, aber "the best of a bad lot!"
Sonnenjuwel, alles Gute deiner Katze! Wann ist die op? Und hat sie gute Chancen? Ich drück die Daumen!!.
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If in hole
Stop digging
(Indian saying)
"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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25.10.2007, 16:10
AW: Fehldiagnose über Fehldiagnose...
Bei der Suche nach einem Hausarzt hatte ich Glück... der perfekte Arzt, bei dem inzwischen nahezu mein kompletter Freundeskreis ist. Zahnarzt war auch einfach, da der Bruder eines Ex-Freundes Zahnarzt ist... da kann ich mich darauf verlassen, dass der mir nicht irgendeinen Mist aufschwatzen will.
Und mit der neuen TÄ bin ich auch sehr zufrieden! Der OP-Termin ist in zwei Wochen - allerdings muss ich da noch mit dem eigentlichen Besitzer der Katze reden, da Nelke ja meinem Mitbewohner gehört. Da Nelke ja ansonsten fit ist , die TÄ offensichtlich ein gutes Händchen für Narkosen hat (jedenfalls waren die Tiere, die sie für mich bereits operiert hat, nach den OPs erstaunlich schnell wieder auf den Beinen) und der Tumor gottseidank in der Haut sitzt (und hoffentlich noch nicht weiter nach innen gewandert ist), gehe ich davon aus, dass die Chancen gut sind.
Aber ich finde es heftig, dass hier auch soviele von euch derartige Erfahrungen gemacht haben.
Heike
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12.11.2007, 09:09
AW: Fehldiagnose über Fehldiagnose...
So.... ich will nur mal kurz berichten, was mit dem Nelke-Mäuschen und ihrer OP war.
Sie hat die OP gut überstanden und das "Ding" war KEIN Atherom sondern ein Tumor, der auch schon kleinere Tumoren in nächster Nähe gebildet hatte. Jetzt ist alles raus! Der Bluttest war richtig gut! Nicht nur für ne ältere Katze, sondern richtig tolle Werte!!!
Heike


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