Hallo ihr lieben,
in letzter Zeit war ich in mehreren Tierheimen, da ich mit dem Gedanken spiele eine Katze aufzunehmen. Wo ich schon mal da war, habe ich mich natürlich auch gleich bei den Hunden und Kleintieren umgeschaut und mich mit der Tierheimmitarbeitern unterhalten. Ich habe mich sehr über die Vermittlungsansprüche der Tierheime gewundert. Ganz klar, dass sie ihre Tiere gut vermittelt wissen wollen und bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sein müssen, aber meiner Meinung nach wird da ganz schön übertrieben. Vorneweg, wir wohnen in einer verkehrsruhigen Gegend im Erdgeschoss und können die Katze rauslassen, ich arbeite haltags und habe ein kleines Kind. Hier einpaar Beispiele:1. Keine Katzen an Familien mit kleinen Kindern (mein Sohn ist 3 1/2 und geht super toll mit Tieren um), 2. Keine Katze, weil ich mich weigere eine Katzenklappe einzubauen (Meiner Meinung nach gewöhnen sich Katzen an feste Aus- und Einlasszeiten, und für zwischendurch wollte ich eine Art Katzenhütte mit Futter und Wasser auf den Balkon stellen, da ist sie vor der Witterung geschützt 3. Keine Katze, weil ich sie rauslassen möchte (hä??? Ich dachte, das wäre Katzengerecht?) 4. Keine Katze, weil ich nur eine möchte (Wenn sie raus kann, finde ich das in Ordnung). Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Da wird man ja fast genötigt eine zu kaufen, dabei wollte ich eigendlich etwas gutes tun.
Gruß jaja
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Ergebnis 1 bis 10 von 18
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18.09.2007, 09:06
Vermittlungspolitik von Tierheimen
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18.09.2007, 09:10Inaktiver User
AW: Vermittlungspolitik von Tierheimen
Hallo jaja,
ich habe diese Erfahrungen nicht gemacht. Mein Kater ist aus dem Tierheim - aber es war Liebe auf den ersten Blick und vielleicht hat die Tierpflegerin das gemerkt.
Damals war meine Fee gerade verschwunden und ich suchte auch im hiesigen Tierheim - nachdem Sam eingezogen war, kam sie aber zurück.
Fee ist Freigängerin ohne Katzentür! Sam bleibt lieber zuhause.
Falls sich das Tierheim weiter so dumm anstellt, es gibt genug private Anbieter - auch sehr günstig.
Viel Glück
Lilie
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18.09.2007, 12:38Inaktiver User
AW: Vermittlungspolitik von Tierheimen
Ja, wir haben auch solche Erfahrungen mit einem Tierheim gemacht (wie es in anderen aussieht, kann ich nicht beurteilen.)
Eine Freundin, die ihren kleinen Stall mit 4 Pferden mitten in einem Naturschutzgebiet hat, hat auch keine Katzen vom Tierheim bekommen. Der Stall ist das absolute Katzenparadies - kein Autoverkehr, Pferdestall, Scheune mit Heu und Stoh, beheitzte Sattelkammer mit Kuschelecke für die Katze, jeden Tag sind mindestens von Mittags bin spät Abends Menschen da - aber nein: Katzen werden nur in Wohnungen/Häuser vermittelt. Am liebsten superartgerecht nur als Wohnungskatzen!
Ähm, ja: Wo würden die Katzen wohl wohnen wollen?
Grüße,
Inara
P.S. sie hat dann 4 Wurfgeschwister von einem benachbarten Bauern geholt - die Leben noch immer verwöhnt in ihrem kleinen Paradies
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18.09.2007, 13:52
AW: Vermittlungspolitik von Tierheimen
Unser Tierheim stellt sich auch so an, da ist es schwieriger, eine Katze zu bekommen als eine preisgünstige Wohnung im Münchener Zentrum - und man muss fast mehr Auskünfte geben als wenn man einen Kredit beantragen will.
Schau doch mal in der Nachbarschaft, vielleicht hat da eine Katze Junge bekommen. Oder fragt bei nem Tierarzt nach, die kennen auch oft Leute, die Katzenbabys abgeben möchten.A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
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18.09.2007, 13:58Inaktiver User
AW: Vermittlungspolitik von Tierheimen
Obwohl ich selbst Nachkontrollen für den Tierschutz mache und das auch sinnvoll finde: manchmal treiben es die Tierschützer schon ein bisschen zu weit.
Die neuesten Trends sind ja, Hunde nur noch als Zweithund abzugeben und Katzen nur in Nichtraucherhaushalte.
Das find ich schon ziemlich überspannt!
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18.09.2007, 14:42Inaktiver User
AW: Vermittlungspolitik von Tierheimen
Manchmal könnte man meinen, sie wollen gar keine Tiere abgeben.
Ein Kollege meines Mannes hatte mal genau diesen bösen Gedanken, daß sie das wirklich nicht wollen, weil sie sich sonst ihrer Existenzgrundlage berauben würden. Das glaube ich natürlich nicht, weil es ja leider immer wieder Nachschub gibt
.
Eine andere Hundehalterin hatte mir erzählt, daß sie jetzt einen Hund aus Spanien hat, weil ihr das örtliche Tierheim keinen geben wollte, obwohl sie für tagsüber mehrere potentielle (falls mal einer ausfällt) Hundesitter benennen konnte.
Aber Hunde nur noch als Zweithunde? Es soll ja auch Leute geben, die schon Schwierigkeiten bekommen, "nur" einen Hund bei ihrem Vermieter durchzudrücken. Was wäre dann der nächste Schritt? Hunde nur noch an Eigenheimbesitzer mit großem Garten?
*kopfschüttel*
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18.09.2007, 14:49Inaktiver User
AW: Vermittlungspolitik von Tierheimen
Die Zweithundegeschichte kommt wohl daher, weil es neuerdings auch die Ansicht gibt, man könne einen Hund nur dann artgerecht halten, wenn er mit einem anderen Hund zusammenlebt.
Zitat von Inaktiver User
Mein Hundeverein mahnt auch immer, die Hunde besser geistig auszulasten und bietet Spielstunden an zu 25 euro/h. Bei aller Liebe, aber es ist halt immer noch ein Hund, und da ich mir bewußt keine "Arbeitsrasse" wie einen Border Collie ausgesucht habe, muss mein Hund leider verblöden!
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18.09.2007, 15:00Inaktiver User
AW: Vermittlungspolitik von Tierheimen
Komisch, ich hatte in diversen Hundebüchern gelesen, daß man seinem Hund soziale Kontakte ermöglichen sollte (was ich ja gerne machen würde, wenn nicht manche Leute mit Hund bei unserem Anblick das Weite suchen würden
Zitat von Inaktiver User
- dazu bellt meine auch noch gerne
). Auf den Seiten des Berliner Tierheims wird auch mal ganz gerne darauf verwiesen, daß der eine oder andere Hund eifersüchtig oder schwierig im Umgang mit anderen Hunden ist und am besten nur alleine gehalten werden sollte. Die haben ja dann ein Problem (Hund und Halter).
Ich habe letztens pädagogisch wertvolles Holzspielzeug für meinen Hund gekauft *angeb*Mein Hundeverein mahnt auch immer, die Hunde besser geistig auszulasten und bietet Spielstunden an zu 25 euro/h. Bei aller Liebe, aber es ist halt immer noch ein Hund, und da ich mir bewußt keine "Arbeitsrasse" wie einen Border Collie ausgesucht habe, muss mein Hund leider verblöden!

25 Euro die Stunde fürs Stöckchen holen und durch Tunnel laufen? Ich hab' definitiv was Falsches gelernt
. Ich lass' meine dann auch lieber verblöden und spare das Geld lieber für einen guten Tierarzt auf (den ich hoffentlich kaum brauchen werde).
Eigentlich ist sie ja schon verblödet, denn sie guckt mich immer nur müde und gelangweilt an, wenn ich so mit ihr Spielen will und nichts zu Fressen in der Hand halte
.
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18.09.2007, 16:43
AW: Vermittlungspolitik von Tierheimen
Ich habe früher selber Tiere vermittelt und halte die oben erwähnten Kriterien für überzogen. Aber es ist ja nicht so, dass man nur in Tierheimen Tiere bekommen kann. Die Zeitungen sind ja auch immer voll von Privatanzeigen.
Das Bespielen und Bespaßen von Hunden ist Zeitgeist pur. Allen, die ihre Hunde wie noch vor 20 Jahren einfach nur als Familienhunde halten, mit ihnen spazieren gehen und ab und zu Stöckchen werfen, wird ein schlechtes Gewissen eingeredet. Warum? Weil vom Bespaßen ein ganzer neuer Wirtschaftszweig lebt. Hundeschulen, Spielschulen, Autoren und Verlage, Trainer, Medien..... und die Geschäfte, die all das Zubehör verkaufen. Lasst Euch nicht verrückt machen! Lasst Eure Hunde an Eurem Familienleben teilhaben, gebt ihnen gesunde Ernährung und genug Auslauf und macht Euch kein schlechtes Gewissen.
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18.09.2007, 16:46Inaktiver User
AW: Vermittlungspolitik von Tierheimen
Wir haben zwei Katzen aus dem Tierheim und ein Adoptivkind aus einem Kinderheim.
Ein Adoptivkind aus einem Kinderheim zu holen, war "einfacher" als das mit den Katzen - ich muss sagen: in manchen Dingen laufe ich mit riesigen Fragezeichen in den Augen herum!
(Ich spreche mich übrigens für straffe Vermittlungskriterien bei Adoptionen aus - nur mal als Anhaltspunkt. Ich propagiere in keinster Weise die "schnelle, unbürokratische Adovermittlung...deswegen habe ich ja beim Tierheim so gestaunt, was da für Maßstäbe angelegt werden....)


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