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    Wucherung an Gebärmutter

    Hallo ihr Lieben,

    heute brauche ich mal eure Erfahrungen, Daumendrücken oder was auch immer.

    Unsere Susi, Cockerspaniel, im Sommer gerade vier Jahre alt geworden, hatte letzte Woche keinen richtigen Appetit und auch ihr abendliches Lekkerli, auf das sie sonst ganz heiss ist (so ein Dentastick) kostete sie nur ein müdes Lächeln und wurde von ihr, wenn überhaupt, nur so quasi uns zuliebe angebissen.

    Nun ja, sonst war sie noch recht munter, und da sie ohnehin nicht gerade die Dünnste ist, dachten wir, ein paar Tage weniger Fressen werden ihr schon nicht schaden.

    Dienstag war sie tagsüber mit meinem Mann zu Freunden unterwegs und er berichtete, dass sie nicht ins Auto und aus dem Auto herausspringen wollte, und obwohl sie dort auf ihre Hundefreunde getroffen ist, eigentlich recht ruhig war. Nun ja, mein Mann ist nicht der beste Beobachter, erst recht nicht wenn er bei Freunden ist, die er nur selten sieht und deshalb noch weniger Augen für den Hund hat.

    Ich habe abends mit ihr noch eine Runde ums Haus gedreht, danach ist sie ins Schlafzimmer unters Bett verschwunden, wo sie immer schläft - nicht ungewöhnlich. Mal kommt sie wieder raus, mal nicht, diesmal eben nicht.

    Am Mittwoch musste ich dann erstmals feststellen, dass sich ihr Verhalten stark verändert hatte. Sie wollte fast gar nicht unterm Bett hervorkommen. Wenn wir sie zu uns gerufen haben, kam sie an wie ein geprügelter Hund, unterwürfig, machte sich "klein", leckte die Hände, die sie streichelten ... ganz seltsam.
    Kein Liegen wie sonst bevorzugt (Hinterbeine lang nach hinten, Vorderbeine lang nach vorne, Bauch auf dem Boden), dafür unruhig, mitten im Laufen Halt machen und demonstativ auf den Po setzen, nach kurzem wieder aufspringen, paar Meter laufen, auf den Po setzen ...

    Ich habe natürlich den ganzen Körper vorsichtig abgetastet, nach dem Po geschaut, konnte aber nichts Unnormales feststellen.

    Donnerstagvormittag haben wir dann beim Tierarzt angerufen und für den frühen Nachmittag einen Termin erhalten.

    Ich schilderte ihm alle Beobachtungen und er hat sie gründlich untersucht. Sie hatte leichtes Fieber und beim festeren Abtasten des Bauchs stellte er fest, dass sie eine Stelle hat, an der ihr die Berührung Schmerzen bereitet.

    Die Ultraschalluntersuchung ergab kein klares Bild. An einer Stelle war zwar zuweilen was zu vermuten, aber das Bild ließ sich nicht fixieren. Seiner Meinung nach würde auch ein Röntgenbild vermutlich keine größere Klarheit bringen und er wollte ihr eine Sedierung nur dafür nicht zumuten, sondern am besten sei es, sie gleich zu operieren, damit er "vor Ort" dann nachsehen könne, um was es sich handle.

    Ich konnte dann noch bei ihr bleiben, bis ihr der Zugang für den Tropf gelegt wurde, sie vorsichtshalber eine Infusion mit Antibiotika bekam und anschliessend die Infusion zur Narkose.

    Als wir am Abend wieder nach ihr sehen durften, wurde sie gerade wieder wach, musste aber noch über Nacht zur Beobachtung dort bleiben.

    Bei der Operation stellte er fest, dass eines der "Hörnchen" der Gebärmutter stark angeschwollen war, wie ein kleines Ei statt länglich und dünn, und ein Teil des Darmes war damit verwachsen oder angewachsen (da alles in französisch, kann ich nur sinngemäss wiedergeben). Er habe den Darm zwar ganz vorsichtig abgeschält, aber es liess sich nicht vermeiden, verschiedene dünne Gefässe zu durchtrennen. Es könne also unter Umständen sein, dass er sie wieder operieren müsse und notfalls dieses Stückchen Darm entfernen müsse. Das sei nicht schlimm, aber man müsse erst einmal beobachten, ob es erforderlich sei oder nicht.

    Bei der Operation wurde die ganze Gebärmutter samt den nach der Kastration verbliebenen Eileitersträngen entfernt. Bis auf eben dieses "Hörnchen" sei aber alles normal und gesund gewesen.

    Wir sollten entscheiden, ob wir dieses "Hörnchen" an ein Labor schicken lassen zur Untersuchung, ob diese Geschwulst gut- oder bösartig ist. Klar, haben wir veranlasst, das Ergebnis wird allerdings erst ca. zur gleichen Zeit vorliegen, wenn ohnehin die Fäden gezogen werden müssen, also in 10 Tagen nach der Operation. Bis dahin erhält sie auch weiter Antibiotika.

    Freitag Mittag durften wir sie aus der Tierklinik nach Hause nehmen. Sie rührt ihr Fressen immer noch nicht an (lt. Tierarzt sollen wir ihr das Gleiche anbieten, wie sonst auch), und ich bin schon froh, dass sie zweimal zumindest ausgiebig Wasser getrunken hat. Die Tabletten kriegen wir nur geviertelt und gut versteckt in Wurst- oder Käsestückchen in sie rein, und man merkt ihr an, dass sie das vierte Stückchen nur uns zuliebe noch runterschluckt - ohne Gier und Lust, wie sie sonst auf solche Raritäten reagiert.

    Sie schläft sehr viel, manchmal ist sie zittrig, ist nicht mehr ganz so unterwürfig wie vor der Operation, aber immer noch ansatzweise, geht bei offenstehenden Türen nicht alleine in den Garten, folgt mir aber willig und freudig, wenn ich sie auffordere, mit mir Pippi machen zu gehen, also wenn ich sie begleite. Stuhlgang hatte sie allerdings noch keinen, auch kein Versuch, sich zu entleeren.

    Gestern abend haben wir eine Runde ums Grundstück geschafft, da lief sie auch freudig und schnüffelte überall rum (ist zwar nicht sooo viel Weg, aber immerhin 1700 qm Gelände). Heute vormittag klappte das auch, aber heute nachmittag hat sie sich nach wenigen Metern auf den Po gesetzt, mich angeschaut und wollte nicht mehr weiter. Ich konnte sie dann vielleicht 20 Meter weiter an mich ranlocken, aber dann setzte sie sich wieder und war nicht mehr zu bewegen weiter zu gehen, so dass ich sie ins Haus zurückgetragen habe. Heute abend gab es dann nur einen kleinen Austritt aufs Gras, einmal kurz an den Büschen schnüffeln, Pippi machen und wieder rein.

    Aber dafür leistete sie uns wenigstens zwei Stunden Gesellschaft im Wohnzimmer, bevor sie sich wieder unters Bett zurückzog.

    Ist solch ein Verhalten nach der Operation normal? Nach der Kastration damals, die ja auch eine große Bauchnarbe mit sich brachte, war sie nach einem Tag zumindest in ihrem Verhalten ganz unauffällig.

    Ist es besorgniserregend, dass es jetzt anders ist? Müsste sie, obwohl sie so gut wie nichts frisst, eigentlich wieder Stuhlgang haben?

    Hat jemand von euch bereits ähnliche Erfahrungen hinsichtlich Wucherungen gemacht?

    Was ich mir ergoogeln konnte, hat mir nicht wirklich weiter geholfen. Meist handelte es sich um ältere Hündinnen, die Gebärmutter war vereitert oder auch das Gesäuge betroffen - was bei unserer Susi alles nicht zutrifft, oder vom Tierarzt zumindest die Worte Entzündung oder Vereiterung nicht erwähnt wurden.

    Deshalb hoffe ich ja auch, dass diese Wucherung gutartig ist. Aber Sorgen mache ich mir natürlich schon, bis das Ergebnis da ist, und leide mit meinem Mädchen mit.

    Liebe Grüße

    ascalin
    Geändert von ascalin (16.09.2007 um 02:29 Uhr)
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    AW: Wucherung an Gebärmutter

    Huhu ascalin,

    Du schreibst, sie wäre bereits kastriert worden - normalerweise wird dabei die Gebärmutter komplett entfernt, wenn jetzt dort also eine Wucherung auftrat, wurde sie seinerzeit nur sterilisiert?

    Eine Sterilisation ist m. W. keine "große" OP, also kein Wunder, wenn sie danach gleich wieder fit war, eine Kastration ist ja doch eine Nummer größer, insofern auch kein Wunder, wenn sie jetzt durchhängt und etwas schwächelt.

    Alles Gute

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    AW: Wucherung an Gebärmutter

    Hallo Poison,

    ich weiß, dass gerade bei Sterilisation und Kastration die Begriffe oft etwas unklar sind. Wie mir der Tierarzt seinerzeit erklärte, verwenden sie heute die Begriffe "Sterilisation", wenn die Eileiter nur abgebunden oder verschweisst werden, die Ovarien selbst aber drinbleiben (= u. U. rückgängig zu machen). Werden die Eierstöcke aber operativ entfernt, sprechen sie von Kastration (= definitiv), selbst wenn Eileiter und Gebärmutter erhalten bleiben. Die Meinungen, ob man bei der Kastration auch gleich die Gebärmutter entfernen lassen soll oder nicht, gehen auseinander - ich habe mich damals auf Anraten des Tierarztes für die "kleine" Kastration entschlossen.

    Die Schnittnarbe ist jetzt im Verhältnis nicht größer und auch nicht kleiner als seinerzeit und sieht auch sehr gut aus. Sie hatte sich gestern den Verband abgemacht oder abgescheuert, und ich habe ihr eine neue Kompresse und so so ein großes "Klebeflies" drübergemacht, das nun noch dran ist.

    Der Tierarzt meinte zwar, wenn sie den Verband abmacht, solle ich vorbeikommen und sie bekäme dann diesen Halstrichter. Da die Narbe aber so gut aussieht, vollkommen trocken, habe ich lieber die Restbestände (steril) von einer Operationsnachbehandlung meines Mannes benutzt und die Ränder zusätzlich mit Heftpflaster (nennt man so diese Streifen?) fixiert.

    Den Halstrichter möchte ich ihr eigentlich nicht zumuten, weil sie dann nicht mehr auf "ihren" Ruheplatz unter dem Bett kriechen könnte. Diese gewohnte Rückzugsmöglichkeit würde ich ihr nur sehr ungerne nehmen.

    Heute morgen ist sie wieder sehr zittrig und fühlt sich irgendwie "kalt" an. Die Temperatur, gestern 38,85°, ist nun 37,65° - nach dem, was ich im Netz gefunden habe, beides noch im "grünen" Bereich.

    Gefressen hat sie aber auch heute morgen nur acht kleine Stückchen Fleischwurst, vier mit Tablettenstückchen und vier zum "Nachspülen". In Noodies Strang schrieb jemand von Yakult. Da ich das nicht zuhause habe, habe ich ihr Aktivia angeboten. Die Hälfte des Bechers hat sie, so hatte ich den Eindruck, mit Genuss gegessen, aber dann war Schluss.

    Von Kotabsetzen oder auch nur dem ansatzweisen Versuch noch keine Spur.

    Liebe Grüße

    ascalin
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