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  1. Inaktiver User

    Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Hallöchen,

    ich hab seit ich ein kleines Mädchen bin, nie was anderes gewollt, als einen Hund zu haben. Der Traum wurde mir mit 12 auch erfüllt. 13 Jahre konnte ich zusammen mit unserer Hündin verbringen, bis dann der Abschied kam. Ich wohnte noch bei meinen Eltern, von daher waren wir genügend Personen, die abwechselnd immer zu Hause waren bzw. uns mit dem Hund beschäftigen konnten.

    Seit sie weg ist, weiß ich nicht wohin mit meiner Liebe, der Wunsch sie mit einem Hund zu teilen ist nach wie vor nicht zu bändigen, kurzum es ist und bleibt mein größter Wunsch, ohne Hund kann ich einfach nicht glücklich sein...

    Jetzt ist das Problem, dass ich voll berufstätig bin und im Oktober erstmal umziehe. Ich werde dann mit einer Freundin zusammen wohnen, die einen Kater hat (der übrigends Hunde sehr gern hat).

    Einen Hund 8 Stunden oder länger allein zu lassen, dann auch noch mit dem Kater (man weiß ja nie) kommt nicht in Frage und ist auch den beiden bzw. vor allem dem Hund nicht zumutbar. Ins Büro darf ich keine Tiere mitnehmen, das steht leider schon fest.

    Mein Vater würde sich sehr freuen, wenn er auch wieder mit Hunden zu tun haben könnte, leider hat meine Mutter aber kein Interesse mehr an Hunden, möchte keinen mehr und möchte auch nicht, dass zeitweilig ein Hund im Haus ist (obwohl die beiden für z.B. eine Pflegestelle mehr als geeignet wären, beide sind in Rente und haben Haus mit Garten *seufz* wie schade)...

    Einen Hundekindergarten gibt es bei uns auch nicht...

    Wie kann ich mir nur den Wunsch erfüllen? Es ist als müsste ich einen großen Teil meiner Lebensziele abstreichen, nur weil ich berufsbedingt keine Zeit habe...

    Ich weiß, meine Vernunft sagt auch, dass das nicht unter einen Hut zu bringen ist, aber trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf, irgendeinen Weg zu finden, um mein Leben wieder mit einer Fellnase teilen zu können...

    Habt Ihr irgendwelche Ideen / wie macht Ihr das so? Ich sehe es tagtäglich, voll berufstätige Menschen, die Hunde haben... wie geht das ohne dem Hund zu schaden? Allein lassen ist kein Kompromiss, auch wenn er sich still verhalten würde, es würde doch eine Qual sein... Das will ich auf keinen Fall!

    LG
    Scira

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    AW: Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Hallo Scira,

    nun bin ich selber völlig hundeunerfahren, aber ich hatte mal eine Arbeitskollegin in Deiner Situation.

    Sie hat sich aus Rücksicht auf den Hund auch keinen angeschafft - aber sie hat sich als regelmässige Gassigängerin im Tierheim angedient und hat dort über mehrere Jahre (!) ein und denselben Hund Gassi geführt. Sie verbrachte jede freie Minute mit ihm - nur konnte sie ihn halt nicht aufnehmen, da er eben 8 - 10 Stunden am Tag alleine gewesen wäre.

    Ich weiß nicht, warum dieser Hund nicht vermittelt werden konnte - aber sie hat ihn geliebt und er sie.

    Vielleicht wäre das ein Ansatzpunkt?

    Viele Grüße, Optimistin68

  3. Inaktiver User

    AW: Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Hallo Optimistin,

    Danke für den Tip, das habe ich auch schon versucht, leider hat das Tierheim unter der Woche nur geöffnet, wenn ich auf der Arbeit bin, am Samstag hat es für 2 Stunden auf, da habe ich auch schon mehrere Male verschiedene Hunde ausgeführt, jedoch sehne ich mich eben nach einer Bindung zwischen dem Hund und mir, und ich denke nicht, dass diese sich aufbauen kann, wenn ich einmal die Woche für 1 oder 2 Stunden mit ihm Zeit verbringen kann, vor allem weil bei uns im Tierheim die Hunde willkürlich und wechselnd zum Gassigehen ausgegeben werden.

    Ich hab diese Möglichkeit schon versucht, aber sie ist nicht das richtige für mich... Leider... Ich möchte mein Leben mit ihm Teilen und ihn vollkommen darin integrieren und íhn nicht immer wieder in den Käfig sperren und ihn dann dort allein zurücklassen... Das ist einfach nicht das richtige auf Dauer :(

    LG
    Scira

  4. Inaktiver User

    AW: Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich hab diese Möglichkeit schon versucht, aber sie ist nicht das richtige für mich... Leider... Ich möchte mein Leben mit ihm Teilen und ihn vollkommen darin integrieren und íhn nicht immer wieder in den Käfig sperren und ihn dann dort allein zurücklassen... Das ist einfach nicht das richtige auf Dauer :(
    Wenn du Hunde wirklich so liebst, dann schaffst du dir in deiner jetzigen Situation keinen an.
    Ich weiß, das klingt hart, aber so ist es. Und selbst, wenn du den Hund täglich zu einer Pflegestelle bringen könntest ... wozu hättest du einen Hund, wenn er ohnehin nicht bei dir sein könnte?
    Ich habe auch über 10 Jahre warten müssen, bis mein Job es mir erlaubte, Hunde zu halten - ich kann sie halt mit ins Büro nehmen, wo sie auch viel Spaß mit anderen Hunden haben, die dort sind.
    Also: such dir eine Joblösung, die es möglich macht.

  5. Inaktiver User

    AW: Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Kennst du wirklich so viele voll Berufstätige mit Hund???

    Also ich hab eine Kollegin, die ist "nur" teilzeitbeschäftigt, kommt aber auch nicht immer pünktlich raus.

    Sie hatte bis vor kurzem ein ganzes Netzwerk an Betreuungspersonen eingespannt, um den Hund zu versorgen. Seit kurzem hat sie eine Art "Tagesmutter" (ist ein Mann, aber wurscht) , der den Hund betreut.

    Wir haben schon immer über sie geschmunzelt, wenn sie mittags nervös auf die Uhr geguckt hat... Unsere Kinder sind größer geworden und können auch schon mal alleine bleiben, aber der Hund nicht.

    Meine Nachbarin ist Ärztin, ihr Mann auch (teilen sich eine Praxis). Sie fahren immer abwechselnd nach Hause, um mit dem Hund Gassi zu gehen. Die ersten 6 Monate hat sie sich übrigens von der Praxis völlig freistellen lassen, um die Fellnase zu versorgen. Sie meinte, das war absolut nötig.

    Ein anderer Nachbar ist auch Arzt, hat seine Praxis ganz in der Nähe und kommt mittags immer angesprintet, um den Hund rauszulassen. In der übrigen Zeit kümmert sich die große Tochter um den Hund.

    Ich schildere dir das, weil ich quasi von Hunden umzingelt bin, aber keine Familie kenne, in der beide Partner voll berufstätig sind bzw. keine voll Berufstätiger den Hund "allein erzieht"

    Du wirst bestimmt noch einiges an feedback bekommen. Aber du solltest dir das gut überlegen.

    Ach ja, eine Freundin ist selbständige Rechtsanwältin. Der Hund ist mit in der Kanzlei und wird von den Gehilfinnen Gassi geführt...

  6. Inaktiver User

    AW: Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Sieht dann wirklich leider so aus, als wäre es nicht zu verantworten, dass ich mir einen Hund anschaffe... Klar ist es mir leider auch :(

    Dann müsste ich wohl meinen Job wechseln, aber direkt von Anfang an zu fragen, ob ich meinen Hund mit zur Arbeit nehmen könnte (der ja noch garnicht bei mir ist, bzw. den ich selbst noch nicht kenne), das ist auch wieder schwierig..

    Hab sogar schonmal dran gedacht, mich evtl. selbständig zu machen eben in dieser Schiene, ich kenne viele Leute, die berufstätig sind und in Not kommen, damit die Fellnase gut versorgt ist... Warum sollte ich nicht einen "Hundekindergarten" eröffnen? Obwohl das ein ganz schön großer Schritt ist, aber glücklich könnte ich damit werden^^

    Mir geht es nur darum, dass ich nicht warten mag, bis ich in 41 Jahren in Rente gehen kann und dann endlich mein bißchen Restleben mit einer Fellnase teilen kann...

    Deshalb bin ich auf der Suche nach DER Lösung *seufz* Ich werd mir natürlich keinen Hund anschaffen, ehe ich diese Lösung gefunden habe, aber irgendwie ist das bei mir zur Priorität geworden...

    LG
    Scira

  7. Inaktiver User

    AW: Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Au weh, ich versteh dich gut. Das ist für mich ein Grund, nie mehr Vollzeit zu arbeiten, weil ein Leben ohne Hund wirklich ein großer Verlust wäre...

    Was hier noch nicht angesprochen wurde: vielleicht gibt es ja ältere Hundehalter, mit denen eine Art dog-sharing möglich wäre? Die vielleicht froh wären, wenn am WE regelmäßig jemand größere Spaziergänge macht, die sie nicht mehr schaffen?? Oder ein Selbständiger, der gern am WE mal wegfährt und froh wär, du würdest den Hund nehmen???

  8. User Info Menu

    AW: Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Meine Kollegin arbeitet von 8.00 - 14.00 Uhr. Vor gut 3 Jahren hat sie sich zusammen mit ihrer Familie (Mann, eine damals 14jährige Tochter) eine Neufundländerin angeschafft, kurz danach dann die zweite, beide als Welpen.

    Tagsüber sind die beiden Hunde im recht großen Garten, sobald meine Kollegin nach Hause kommt, wird Gassi gegangen. Die beiden Hündinnen kennen es von klein auf, dass sie morgens im Garten sind, bis Mittags / Nachmittags jmd entweder von der Schule oder aus dem Büro nach Hause kommt.

    Der Garten verfügt über einen großen (immer offen stehenden) Zwinger mit einer geräumigen, gemütlichen Hundehütte, so dass die Hündinnen immer einen geschützten Zufluchtsort haben.

    Es klappt wohl auch recht gut. Ab Nachmittags halt werden die Hunde ins Familienleben mit integriert, eine schläft dann im Haus, eine im Garten oder beide im Haus, ganz nach Wunsch der Hunde.

    Der große, sichere Garten ist natürlich ein enormer Pluspunkt - und eben dass die Hunde zu zweit sind.

    Der Ehemann meiner Kollegin ist oft die ganze Woche unterwegs, die pubertierende Tochter ist jetzt natürlich auch nicht immer sofort nach der Schule bzw. jetzt Ausbildung ab Mittags daheim ... aber ich würde beschwören, dass es den Hunden dort sehr sehr gut geht, auch wenn sie einen großen Teil des Tages über allein (zu Zweit) sind.

  9. User Info Menu

    AW: Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Scira, ich würde mich an deiner Stelle nach einem anderen Job umsuchen, ohne den jetzigen zu kündigen, und beim Interviewgespräch es als Bedingung nennen dass du den Hund mitbringen kanst. Über kurz oder lang wirst du vielleicht was finden.

    Wenn nicht, ja, mach dich selbstständig! Das ist doch eine tolle Idee mit dem Hundekindergarten!

    Viel Glück!
    .
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    If in hole
    Stop digging
    (Indian saying)


    "Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
    Eckart von Hirschhausen

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  10. Inaktiver User

    AW: Voll berufstätig und Hund... wie geht das bloß?

    Biete in Inseraten, an Anschlagbrettern in Quartierläden etc. deine Hilfe als "Hundeausführerin" an. Wenn du Glück hast, meldet sich jemand, der nicht nur sporadisch jemanden sucht, sondern der dir seinen Hund jeden Tag für einen langen Spaziergang anvertraut. Ein anderer Berufstätiger etwa. Oder eine ältere, gehbehinderte Person, die nicht mehr so lange Spaziergänge unternehmen kann.

    Und glaube bloss nicht, dass deine berufliche Situation in den nächsten 41 Jahren sich nicht mehr ändern wird. Was hindert dich daran, dir eine Teilzeitstelle zu suchen? Oder den Arbeitgeber zu wechseln, einen "hundefreundlicheren" Job anzunehmen? Du bist in einer privilegierten Situation: du hast Arbeit, also keinen Zeitdruck, und kannst in aller Ruhe nach etwas suchen, was deinen Lebensvorstellungen besser entspricht. Kann sein, dass du ein oder zwei Jahre warten musst. Aber bestimmt nicht 41 Jahre.

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