Hallo zusammen,
ich habe vor 2 Jahren eine Katze nach einem Todesfall aufgenommen, um ihr das Tierheim zu ersparen. Die Hinterbliebenen konnten sie nicht nehmen, brachten sie mir und sagten mir damals, die Katze sei mindestens 20 Jahre alt. Das wüssten sie definitiv. Demnach wäre sie jetzt 22.
Wir haben das immer etwas angezweifelt, weil sie noch So enorm fit gewesen ist, z.B. auch noch ein absolut vollständiges Gebiss hat, ihre Krallen noch selbstständig abwetzt und volständig einziehen kann - alles Dinge, wo meine andere alte dame ("erst 18") schon lange Probleme mit hat.
Lediglich sehr dünn war sie von Anfang an und hat star gehaart, aber die Vorbesitzer bzw, die Angehörigen sagten mir, dies sei schon immer so gewesen und vermutlich wär auch mal ne Perser oder Waldkatze dran vorbei gegangen, daher die Fellpracht, die sie überall verteilt. Nunja, es ging ihr ja auch immer gut.
Seit ca. 2 Wochen merkt man zunehmend, dass die Kraft aus den Hinterbeinen etwas schwindet. Sie springt nicht mehr so hoch, wie anfangs, läuft etwas staksig. Seit einigen Tagen ist sie ganz offensichtlich blind und leidet darunter sehr. Sie ist völlih hilflos, desorientiert, schreit, ist natürlich unsauber geworden (findet das Klo alleine nicht, läuft unterwegs überall vor bzw. weicht nur im letzte Moment aus wenn die Tasthaare dran stoßen). Es ist ein Bild des Jammers und treibt mir die Tränen in die Augen
Wir werden Montag mit ihr zum Tierarzt fahren und ein großes Blutbild machen lassen und den Kopf röntgen lassen, um zu schauen, ob eine Verletzung, ein Tumor oder sonst etwas zu sehen ist. Die ganz plötzliche Erblindung macht mich völlig ratlos...
Habt ihr eine Idee, woher das kommen könnte? Einen Tipp, was ich besonders untersuchen lassen könnte?
Wenn man da nichts machen kann und sich keine Ursache findet, muss ich sie einschläfern lassen. Ich weiß, dass katzen sich eigentlich auch blind orientieren können, aber Tweety kann es ganz offenbar nicht. Vermutlich ist es für eine 22-jährige Katze, die zeitlebens sehen konnte, kaum möglich sich auf so plötzlich eintretende Blidnheit einzustellen, oder was meint ihr?
Ich meine, sie frisst gut (ich muss sie aber direkt vor den Napf setzen), die säuft, sie schnurrt, wenn ich sie kraule und ansonsten schläft sie viel und tief, so tief, dass ich manchmal denke, sie lebt schon gar nicht mehr und sie richtig wachschütteln muss. Soll ich sie einfach lassen, solange sie noch frisst? Aber wenn sie so durch die Wohnung irrt, gegen Türrahmen stößt, gegen die Hunde läuft und sich furchtbar erschreckt, wenn sie sie anstubsen oder an ihr schnuppern. Wenn sie dem Kater zu nahe kommt (die beiden hassen sich schon immer udn gehen sich sonst aus dem Weg) und er ihr plötzlich eine runterhaut. Ich kann das gar nicht mit ansehen
Was würdet ihr tun? Würdet ihr diese ganzen Untersuchungen überhaupt noch machen lassen oder sie gleich einschläfern? Ich weiß auch nicht, was das Richtige ist![]()
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 33
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05.08.2007, 02:20
Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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05.08.2007, 10:08
AW: Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
Hallo murmel! Das tut mir furchtbar leid! Das ist offensichtlich ganz furchtbar für sie und auch schwer für dich mit anzusehen
Da die Blindheit so plötzlich aufgetreten ist und du auch beobachtest dass die Hinterbeine schwächer geworden sind nehme ich an da steckt eine Krankheit dahinter und die Blindheit ist ein Symptom davon. Nieren? Diabetes? (Ich rate nur ...) Wann hast du denn zuletzt Blut untersuchen lassen?
Ich denke "eigentlich" sollte sie das KaKlo auch mit der Nase finden, und dass dem nicht so ist bedeutet vielleicht auch dass sie desorientiert ist?
Ich würde erstmal abwarten was der TA sagt. Blut abnehmen ist ja nicht so schlimm. Alles was eine Narkose erfordert ist wohl in ihrem Alter und ihrem Zustand nicht mehr angesagt.Würdet ihr diese ganzen Untersuchungen überhaupt noch machen lassen oder sie gleich einschläfern?
Vielleicht braucht das einfach Zeit. Sie ist ja erst seit 2 Tagen blind. Wenn die Diagnose also etwas nicht so gravierendes ist, würd ich ihr mal etwas Zeit lassen.Ich weiß, dass katzen sich eigentlich auch blind orientieren können, aber Tweety kann es ganz offenbar nicht. Vermutlich ist es für eine 22-jährige Katze, die zeitlebens sehen konnte, kaum möglich sich auf so plötzlich eintretende Blidnheit einzustellen, oder was meint ihr?
Wenn die Diagnose aber gravierender ist und die Krankheit nicht auf Besserung hoffen lässt scheint wohl Einschläfern das Beste zu sein.
Kannst du sie in der Zwischenzeit in einen Raum für sich alleine tun, damit sie sich entspannen kann? KaKlo, Futter, Wasser dabei, so dass sie zur Ruhe kommt? Das ist sicher im Moment besser für sie.
Die Arme! Tut mir sehr leid!
für euch!
NoodieGeändert von Noodie (05.08.2007 um 10:20 Uhr)
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If in hole
Stop digging
(Indian saying)
"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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05.08.2007, 10:57
AW: Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
Hallo!
Ich nehme an, im Rahmen des BBs wird auch der Schilddrüsenwert mitbestimmt werden. Sonst dringe bitte darauf! Alles, was du beschreibst, kann ( auch! ) auf eine Schilddrüsenüberfunktion hinweisen. Im Zuge dessen kommt es gelegentlich leider auch zu einer Netzhautablösung ...
Jedenfalls kann man eine Schilddrüsenüberfunktion mittels Tabletten recht gut behandeln. Oder man kann eine Radiojodtherapie durchführen lassen. Das haben wir bei unserer Katze machen lassen und sie ist wieder gut dabei!
Abwarten. Vielleicht trifft all dies ja für euch nicht zu. Aber behalte es doch bitte mal im Blick.
Und sag' Bescheid, wenn du weiteren Rat brauchst.
Alles Gute
Muna
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05.08.2007, 14:34Inaktiver User
AW: Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
ich kann dir nur sagen was ich bisher immer tat und wie ich NACH den untersuchungen und vorschlägen vom TA gehandelt habe....
überlaß die u's, die gemacht werden dem TA ! und hör dir dann an was ER meint. dann würde ich die katze beobachten und versuchen heraus zu finden ob sie sich damit rumquält oder viell. einfach nur n bissl zeit braucht, gerade weil sie gut futtert, was ich für ein gutes zeichen halte.
dann, und erst dann kann man sich überlegen ob man sie erlösen MUSS.
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05.08.2007, 14:52
AW: Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
Hallo Dunklemondine,
ich stimme dir zu - nur nicht, was die vom TA veranlassten Untersuchungen angeht.
Hätten wir uns da nicht viel zu lange auf unseren ( gar nicht mal so schlechten ) TA verlassen, hätte man die Schilddrüsenüberfunktion gewiss schon vor ein paar Jahren festgestellt. Erst als uns die Symptome immer klarer wurden und wir uns ein bißchen schlaugemacht hatten, haben wir auf Untersuchung der Schilddrüsenparameter gedrungen. Und siehe da....
Ich denke, es ist schon eine gute Idee, vorinformiert zum TA zu gehen. Die haben eine Riesenbandbreite von Tierarten vor sich, nicht immer Zeit ( = Geld ) für Fortbildungen und sind in letzter Instanz vor allem eins - Menschen.
Nix für ungut!
Muna
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06.08.2007, 02:32
AW: Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
Das sehe ich auch so. Sowohl zum Tierarzt als auch zum Menschenarzt geht man am besten vorinformiert, so ist auch meine Erfahrung.
Zitat von Muna
Liebe Murmeltier, es tut mir sehr leid, dass es Eurer Katze nicht gut geht. Alles Liebe für Euch!
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
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06.08.2007, 10:21
AW: Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
Hallo Murmeltier,
als ich Deine Geschichte eben las, wurde mir ja ganz anders ums Herz - du Arme und Dein armes Katzentier! Im Prinzip kann ich mich mit allem nur meinen Vorschreiberinnen anschliessen, bahnbrechend andere Tips habe ich auch nicht, aber ich will dir doch mein Mitgefühl aussprechen - da kommt wahrscheinlich keine ganz leichte Zeit auf Euch zu, wohl aber eine intensive, langfristig prägende.
Ansich wird oft gesagt, dass Katzen sich mit etwaigen Behinderungen gut abfinden, aber im Einzelfall ist das natürlich immer was anderes.
Ich würde Dir auch in jedem Fall eine umfassende Klärung mit dem TA anraten, einfach schon, um zu erfahren, was hinter all dem steckt - Aufklärung kann auch Beruhigung sein, weil man dann zumindest nicht mehr mutmaßen muss.
Aber Du musst eben auch der Tatsache ins Auge sehen, dass eine 22jährige Katze trotz allem eben kein junger Hüpfer mehr ist und Ihre Symptome vielleicht auch entsprechende Alterserscheinungen sind (und wenn Du schon sagst, dass sie so viel und tief schläft, so "weit weg" ist...). Ich denke aber auch, dass eine Katze, die noch frisst und trinkt, am Leben noch teilhaben will und solange sie keine Schmerzen leidet, ist noch nicht alles verloren. Aber jedes Leben ist letztlich endlich...
Das mag vielleicht brutal klingen, soll es aber gar nicht sein. Ich hab auch schon mal eine Katze einschläfern lassen müssen und das war mit Abstand das Traurigeste, was mir je im Leben passiert ist (und mein Kater hatte nicht mal ein hohes Alter erreicht, sondern zu einer Herz-Nieren-Insuffizienz kam plötzlich ein aggressiver Krebs) - ich hab's also einmal hinter mir, aber gewöhnen wird man sich an sowas nie und ich hoffe, dass der Tag, an dem ich so eine Entscheidung wieder fällen muss, noch gaaanz weit weg ist....
Ich weiss ja nun nicht, was der TA Dir heute eröffnet, aber ich würde versuchen (wie von Noodie auch schon angeregt), die Katze vielleicht zu separieren und ihr so ein sicheres und ruhiges Umfeld ohne Überraschungen schaffen und Dich viel mit ihr zu beschäftigen. Vielleicht wird auch die Zeit helfen, dass die Katze sich an ihre neuen Lebensumstände gewöhnt. In ein, zwei Tagen geht sowas natürlich sowieso nicht.
Liebe Grüße und viel Kraft und Stärke wünscht Euch
Christiane
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06.08.2007, 20:57
AW: Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
Ich danke euch für eure lieben Worte...
Also wir waren bei unserer Tierärztin.
Den Kopf röntgen wollte sie nicht, weil sie gesagt hat, eine Verletzung (Schädelbruch o.ä.) ist ausgeschlossen vom Tastbefund und auch von der Beobachtung der Katze her und einen Tumor würde man im Katzengehirn eh nicht auf dem Röntgenbild erkennen können (:confused:)
Blutbild habe ich machen lassen. Leberwerte, Nierenwerte und Blutzucker war sofort machbar, Schilddrüse wurde eingeschickt. Ergebnisse vermutlich Donnerstag/Freitag.
Tweetys Blutzucker ist - trotz extrem viel Stress - im absolzt normalen Bereich gewesen (111 - laut Tabelle bis 159 ok).
Leberwerte auch alle ganz normal.
Bei den Nierenwerten ein differenziertes Bild. Schlecht, aber nicht so schlecht, wie man es aufgrund des Alters erwarten würde sagte die TÄ. Nicht behandlungsbedürftig.
Wenn ich das richtig verstanden habe sind es 2 Nierenwerte (BUM/BUN und CREA?) und die Phosphorwerte/Phosphatwerte, die bei sehr schlechter Niere auch meistens schlecht sind.
Die Phosphat/Phosphor-Werte sind völlig in Ordnung, nicht mal im oberen Bereich.
Der CREA-Wert ist leicht erhöht. laut Tabelle dürfte er bis 2,4 und Tweety hat 2,5.
Der BUN/BUM-Wert ist deutlich zu hoch. Ich meine er dürfte 12-36 betragen und hat 63.
Die TÄ sagte, solange die anderen beiden Werte aber ok sind, wäre das kein Problem.
Sie hat Tweety dann Cortison gespritzt und ich soll ihr jetzt 2 Wochen lang jeden Tag eine viertel Tablette Prednisolon geben. Die TÄ hat zwar gesagt, Cortison ist nicht so gut für die Nieren, sie sagte aber bei den Werten sei das noch vertretbar und evtl. brächte es eine Verbesserung des sonstigen Befindens. Es sei im Alter halt immer eine Abwägung, da die Behandlung einer Sache häufig andere Probleme mit sich bringt.
Die Blindheit wurde einwandfrei festgestellt. Sehr große Pupillen, die absolut lichtstarr sind, außerdem sehen die Augen leer und trüb aus. Auch ist ziemlich eindeutig, dass Tweety versucht dies mit überhäufigen Ohrenbewegungen und Kopfdrehungen (Tasthaare) auszugleichen, was ihr aber eben nicht wirklich gelingt wodurch sie sehr verwirrt ist. Die TÄ meinte aber, man soll ihr noch eine Weile Zeit geben, sich an die Situation zu gewöhnen und sich anzupassen.
Laut der TA war es eine ganz plötzliche Erblindung durch eine Netzhautablösung. Vermutlich bedingt durch zu hohen Blutdruck, das sei nicht so selten bei älteren Katzen. Blutungen im Augenhintergrund konnten nicht gesehen werden.
Tja, so werden wir es machen. Tweety ist soweit heute sehr agil gewesen, hat sich z.B. ganz energisch gewehrt als sie in die Box sollte udn auch drain gekämpft wie eine Löwin. Sie frisst und trinkt gut und hat inzwischen einen neuen Lieblingsplatz gefunden, der anders als die vorherigen Plätze nur ganz leicht erhöht vom Boden aus ist. Ich hoffe, sie passt sich noch etwas besser an.
Ich habe am Wochenende die Vorbesitzer bzw. deren Enkel informiert und sie waren sehr froh dass ich das weitere Vorgehen mit ihnen abstimme und übernehmen netterweise die Tierarztrechnung von heute. Wir sind uns einig, dass wir das Tier keinesfalls leiden lassen werden, sollte sie sich nicht in die Situatiin einfügen können oder die Tabletten keine Besserung bringen.
Soweit das. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Hallo Christiane, ich musste auch bereits 2 Katzen einschläfern lassen. Ja, es war beides mal schrecklich.
Das war meine kleine Turtle, deren Leidensweg ich damals sehr ausführlich hier im Forum geschildert habe. Sie kam im Alter von 7 Jahren zu mir, ich habe sie als extrem scheue und chronisch kranke Katze aus dem Tierheim geholt. Innerhalb weniger Wochen eroberte ich ihr Vertrauen und sie wurde die anhänglichste Katze, die ich jemals kennen gelernt habe. Sie folgte mir auf Schritt und Tritt, kam sofort ins Bett wenn ich mich hinlegte, begrüßte mich beim nachhause kommen - sie war vom Wesen her, nachdem sie einmal Vertrauen gefasst hatte, mehr Hund als Katze. Leider kam zum chronischen Schnupfen dann noch die Diagnose FIP hinzu und so blieben uns nur etwas über 5 schöne Monate. Am 25.8.2004 - genau an meinem geburtstag - musste ich sie erlösen. Sie fehlt bis heute :niedergeschlagen:
Das andere mal war es die Katze meiner Kinderheit, meine Nanny. Ich habe sie damals ausgesucht aus dem Wurf und ihr den Namen gegeben.
Sie kam zu uns, da war ich sieben. Im Alter von knapp 17 Jahren musste ich sie gehen lassen, weil es einfach nicht mehr ging. Es kam zu viel zusammen. Das war am 5.11.2005. Ihre Wurfschwester lebt bis heute bei uns und ins inzwischen knapp 18 1/2. Aber auch da ist es eine Frage der Zeit :niedergeschlagen. Sie war heute mit beim Tierarzt und hat schwere Arthrose. Sie bekommt jetzt Metacam und außerdem Kortisonspritzen, weil sie auch sehr abbaut.
Ich befürchte, dass beide alten Damen das nächste Jahre nicht erleben werden
Und meine eine der beiden Ratten ist auch sehr krank und verliert ihr ganzes Fell. Auch sie brauchte heute Spritzen und Antibiotika. Der Kleine ist auch schon 2 1/2 - für eine Ratte schon ein hohes Alter.
Traurige Grüße aus dem Tierlazarett.
NatalieUnd falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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06.08.2007, 22:02
AW: Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
@murmeltier
Zitat von murmeltier
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
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07.08.2007, 09:45
AW: Meine alte Katzendame ist plötzlich blind...
Hallo Murmeltier im Tierlazarett,
das sind ja umfassende Nachrichten! Jetzt bist Du wirklich informiert (besser wäre es natürlich, wenn man selber gleich TA wäre...) und weisst jetzt eher, was Euch erwartet. Ich fand, Deine Mitteilung klang jetzt schon nicht mehr ganz so panisch. Tweetys Entwicklung klingt ja auch (im Rahmen der Gegebenheiten) schon ein wenig positiver. Vielleicht wird sie noch eine weitere gute, wenn auch wahrscheinlich absehbare Zeit bei Euch haben - und schön zu lesen, dass Du sowohl privat als auch hier im Forum Unterstützung erfährst!
Danke für Deine Geschichten von Turtle und Nanny. Dass der Schmerz bis heute anhält, verstehe ich! Ich kann auch heute - trotz meiner lustigen und sehr lebendigen Katze Tientje - noch aus dem Stand um Bolle weinen, er fehlt mir an allen Ecken und Enden. Er war so unglaublich lieb und freundlich, anhänglich und treu, er war wie ein Teil von mir und einer der besten Freunde, die ich je hatte. Wir haben ihn im Oktober 2000 gehen lassen müssen und es kommt mir noch immer vor, als sei es erst gestern geschehen. Aber die Erfahrung hat dennoch gezeigt (damals hab ich das ja nicht glauben wollen!), dass - so banal das auch klingt - auf Regen wieder Sonne folgt, wir können längst auch mit einem Lächeln Bolles gedenken und die Zeit mit Tientje genauso intensiv geniessen - und wir können auch wieder brüllend über Dinge lachen.
Kopf hoch!
Christiane
P.S.: Ich weiss gar nicht, ob ich das hier jetzt sagen darf, aber ein lakonischer Kommentar einer Freundin aus China, wo Menschen ja oft ein etwas distanzierteres Verhältnis zu ihren tierischen Mitlebewesen pflegen, war nach Bolles Tod: "Buy a new cat and start a new life!" Das fand ich damals komplett empörend - nicht nur wegen des "buy" (man kauft schliesslich keine Haustiere!), sondern auch, weil ich es so mitleidslos fand -, aber im Nachhinein zitieren wir zuhause diesen Spruch sehr häufig, weil er uns zum Lachen bringt, denn mit Tientje ist eine neue Katze in unser Leben getreten und hat den traurigen Schleier vertrieben, das Leben "neu" gemacht - und so ähnlich muss es meine chinesische Bekannte wohl auch gemeint haben, es kam nur etwas ungelenk rüber. So hat sie also recht behalten.


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