dass wir Menschen für die Katzen eine Art Kinderkumpel bedeuten, die noch ein bisschen doof sind. Daher bringen Katzen oft Mäuse mit, da die Menschen ja noch zu dumm sind, um sich selber welche zu fangen![]()
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Ich sehe auch keinen Grund, Spinnen, Wespen und Fliegen zu töten. Einfangen und nach draussen befördern geht auch. Bloss, wie gesagt, Mücken nachts im Schlafzimmer ...
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Antworten
Ergebnis 51 bis 59 von 59
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15.08.2007, 15:57Inaktiver User
AW: Der philosophische Strang zum Thema Tierliebe
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15.08.2007, 16:18
AW: Der philosophische Strang zum Thema Tierliebe
Ok, verstehe. Das weiß ich natürlich auch nicht. Und um ehrlich zu sein, genieße ich es geradezu, mir da keine allzu großen Gedanken zu machen. Das unterscheidet uns vielleicht.
Zitat von Inaktiver User
Es ist natürlich anders als bei menschlichen Beziehungen. Tiere mögen mich bestimmt nicht wegen meinem Humor, weil man mit mir gut über Literatur diskutieren kann oder weil wir ähnliche Musik hören. Aber auf einer bestimmten Ebene haben wohl alle höher entwickelten Lebewesen (das Würmer Sympathie und Antipahie empfinden schließe ich mal aus
) bestimmte Grundgefühle. Und Neugier auf andere Lebewesen. Bei Tieren habe ich den Eindruck, dass vieles erstmal über die Neugier läuft. Und wenn man sie dann gut behandelt und ihr Vertrauen gewinnt, kann Zuneigung entstehen. So lautet jedenfalls meine Theorie dazu.
Cati
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15.08.2007, 16:21
AW: Der philosophische Strang zum Thema Tierliebe
Dem Dalai Lama verbietet seine Religion sogar das Töten solcher nervigen Mücken,
Zitat von Inaktiver User
was ihn, wie er sagte, oft ganz schön kirre macht
.
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15.08.2007, 20:12Inaktiver User
AW: Der philosophische Strang zum Thema Tierliebe
Ich denke, jedes soziale, höher entwickeltes Wesen hat diesen "Wunsch" nach Bindung, Sicherheit, Zuneigung. Ich denke, kein soziales Wesen ist "gerne" allein - außer Ausnahmen, die es natürlich gibt. "Meine" Stute z.B. war eher eine Einzelgängerin, suchte nie Kontakt zu anderen Pferden, stand immer "isoliert" auf der Koppel, ich habe für dieses Verhalten keine Erklärung gefunden. Sie fühlte sich jetzt aber auch nicht "unwohl" in der Nähe anderer Pferde. Sie war halt so.
Zitat von Inaktiver User
Es gibt Menschen mit Sozialphobie, die auch lieber alleine sind.
Bei meinem Kater bin ich überzeugt, dass er alleine krepieren würde, selbst wenn er genug zu fressen hat, während andere Katzen wieder sehr viel unabhängiger und selbständiger sind. Er sucht auch jeden Tag die Bestätigung für die vorhandene Bindung, zeigt Zuneigung und Sympathie, während ihm andere Menschen schlicht "unsympathisch" sind.
Vielleicht kann man das einfach als Fakt akzeptieren, ohne nach einer Begründung zu suchen.Und warum. Und ich stelle fest, dass mein Vorstellungsvermögen versagt und ich mich dabei ertappe, meine eigenen Vorstellungen auf das Tier zu spiegeln. Und ich komme zum Schluss: ich weiss es schlicht nicht. Es ist aber spannend, darüber zu rätseln (für mich spannend, für andere vielleicht nicht, das kann schon sein).
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15.08.2007, 20:20Inaktiver User
AW: Der philosophische Strang zum Thema Tierliebe
Ich würde mal sagen, der Mensch als soziales, höher entwickeltes Wesen fühlt sich eher von sozialen, höher entwickelten Wesen angezogen. Kuschelfaktor - ja, ohne Zweifel ist das auch ein Aspekt.
Zitat von Inaktiver User
Dann denke ich, spielt die Erziehung und das Aufwachsen eine sehr große Rolle. Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, da wurden die Hühner in der Küche in einer Kiste auf der Waschmaschine gesund gepflegt und die Enten durften im Winter in der Badewanne plantschen.
Ich habe so erfahren dürfen, zu welcher Form der Bindung und Zuneigung Hühner und Enten fähig sind.
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15.08.2007, 20:27Inaktiver User
AW: Der philosophische Strang zum Thema Tierliebe
Ja, sehe ich auch so.
Zitat von Inaktiver User
Jetzt im Hoch- bzw. Spätsommer sehe ich oft Spinnen, die in meinem Carport oder vor dem Küchenfenster wahre Kunstwerke spinnen. Ich schaue dann oft zu, wirkliche Meisterwerke..
Dennoch, ein gewisses Unbehagen bleibt...
Und das mit dem Kuschelfaktor stimmt natürlich auch!
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16.08.2007, 01:36
AW: Der philosophische Strang zum Thema Tierliebe
Meine Tierliebe ist sicher auch selektiv und hierarchisch.
Insekten und Reptilien "liebe" ich nicht wirklich, wobei ich Schmetterlinge/Libellen sicher besser finde als Zecken und Eidechsen schöner als Schlangen
.
Natürlich bin ich auch dagegen, daß solche Tiere gequält werden, aber in bestimmten Fällen (Spinnen, Schlangen) sollen sie sich bitte möglichst weit entfernt von mir aufhalten.
Z.T. hat das vielleicht etwas mit Verwandtschaftsgrad zu tun (Säugetiere sind einem schon mal näher als Insekten), z.T. mit kulturellem Wissen und Prägungen/Bewertungen (Ratten und Mäuse sind "Schädlinge") und auch mit ihrer Domestikation (welche Tiere sind Haus-/Begleittiere).
Außerdem hat "Liebe" sicher auch einen pragmatischen/egoistischen Aspekt. Hunde und Katzen zeigen eben ihre Zuneigung doch deutlich, die schnurrende Katze auf dem Schoß fühlt sich wohl bei mir, etc.
Also der Kuschel- und Gefährtenfaktor spielt für mich schon auch eine Rolle, viele Tiere finde ich interessant/faszinierend (Rotwild, Delfine, Greifvögel), von "Liebe" würde ich für mich aber vor allem bei "Hund und Katz" sprechen...
lg lenitaGeändert von lenita (16.08.2007 um 03:40 Uhr)
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16.08.2007, 06:29Inaktiver User
AW: Der philosophische Strang zum Thema Tierliebe
Dieser Strang hier hat mich bewogen, nun doch endlich das Buch
"Liebst du mich auch?"
Die Gefühlswelt bei Hund und Mensch
von Patricia B. Mc Connell
zu lesen.
P.B.Mc Connell hat das Buch "Am anderen Ende der Leine" geschrieben, das ja inzwischen eine Art Standardwerk geworden ist.
Hier wird von einer geschulten, humorvollen Frau das Spektrum abgearbeitet, interessant geschrieben, es zeigt einem auch ein bisschen sich selber auf, dazu in Passagen witzig, aber niemals seicht. Nicht zu akademisch, aber sehr menschlich. Und auch von Männern lesbar, da esoterisches Frauengefühl, das ich in anderen Büchern zum Thema schon gelesen habe, völlig fehlt.
Sehr zu empfehlen!!!
Liebe Grüsse
Elke
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20.08.2007, 14:08Inaktiver User
AW: Der philosophische Strang zum Thema Tierliebe
Tierliebe - ist das die Liebe zu oder von den Tieren?
Zu den Tieren: Ich behaupte, dass Menschen, die Tieren gegenüber nicht mal Respekt zollen, keine guten Menschen sind. Ihnen fehlt entscheidende Empathie. Wenn sie dann den Tieren auch noch Gefühle oder sogar Schmerzempfinden aberkennen, hilft nur noch das Nudelholz.
Ich meine, nur weil wir "Menschen" heißen und ein großes Gehirn haben, unterscheiden wir uns doch nicht wirklich von Tieren?! Ist doch alles nur Zufall und Anpassung! Wer also etwas Achtung vor der Natur hat, wird Tiere weder ausbeuten noch quälen. Jetzt ist es aber so, dass auch wir Tierfreunde das täglich tun, wenn auch nur indirekt, indem wir Produkte kaufen, für die Tiere gelitten haben (Tierversuche, Kosmetik, Medikamente) oder Lebensraum zerstört wurde. Ich liebe Tiere, habe selbst zwei Hunde aus dem Tierheim. Aber ziehe es auch nicht konsequent durch. Die Bio-Kosmetik ist verdammt teuer!!! Und das Bio-Fleisch nicht überall verfügbar. Und Teak-Holz ist schön....
Aber lieber ein bißchen als gar nichts. Irgendwo muss man anfangen.
- Aber: ich töte Zecken!!
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Von den Tieren: Ich kann beobachten, dass unsere Hunde Herrchen und Frauchen toll finden. Aber Frauchen (also ich
) verteilt eben doch öfter Futter, und geht immer raus... die Anhänglichkeit ist proportional höher.
Ich glaube, dass Tiere extrem anpassungsfähig sind und uns Menschen insofern voraus, dass sie dies artenübergreifend tun. Ob das Liebe ist oder nicht...es ist in jedem Fall ehrlich, loyal und äußerst gut tuend. Und JA, wir verwöhnen unsere Tiere und vermenschlichen sie auch.
Aber wir alle kommen gut damit klar (Anpassung!) und ihre Ruhe haben sie auch, wenn sie sie möchten. Insofern: who cares? Es geht allen gut. Und wer behauptet, Tiere könnten nicht lieben, keine Sozialkontakte pflegen, keine Trauer empfinden .... der gehört wirklich in die Ecke gestellt und sollte mal länger nachdenken.
So, habe halb fertig.
Gruß, minimul


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