Auch wenn Du Dich ärgerst, die Dame hat Recht. Du bist nicht die erste "Tierschützerin", die ein Tier wieder abgibt, weil es unbequem wird und irgendwann reicht es auch dem geduldigsten Menschen.Zitat von Inaktiver User
Leute, die nicht tierlieb sind, setzen Tiere aus, ja.
Aus Verantwortungslosigkeit und Egoismus. Die Gründe liegen bei dem, der aussetzt, nicht bei dem, der verantwortungsloses Handeln nicht billigen mag.
Man kann sich sicher drüber streiten. Aber "tierlieb" und "Tiere ins Heim geben" (weil sie lästig werden) paßt für mich nicht zusammen. Die Anzahl der Haustiere, die das Glück haben, nicht abgeschoben zu werden, ist nebensächlich.
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03.07.2007, 23:40Inaktiver User
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
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03.07.2007, 23:54
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
Hallo,
ich finde die Reaktion der "Tante" (?!???) - also der Dame - im TH auch durchaus nachvollziehbar. Nur hätte ich die Kaninchen an ihrer Stelle wahrscheinlich mit Murren trotzdem angenommen.
Oder eben gleich von Seiten des Tierheims aus die Vermittlung angeboten, mit der Option, daß die Tiere solange beim Besitzer bleiben können.
Ich finde es auch ziemlich unverantwortlich, die Tiere aus Zeitgründen abzugeben, weil sich die Kinder (eigentlich erwartungsgemäss) nicht mehr ausreichend kümmern wollen.
Trotzdem ist die Reaktion des TH in meinen Augen noch unverantwortlicher. Was, wenn die abgelehnten Tiere dann irgendwo ausgesetzt werden oder eben notgedrungen behalten werden und verwahrlosen?
Okay, natürlich nicht im Fall von Graupapagei - und sie scheint dem TH ja schon positiv bekannt zu sein.
Aber generell sollte es einem Tierheim IMMER zuerst um das Wohl der Tiere gehen, und das bedeutet für mich: von ihren Besitzern abgelehnte Tiere müssen aufgenommen werden! WAS soll aus ihnen werden, wenn sie offensichtlich nicht mehr erwünscht sind??
Als einzigen Hinderungsgrund lasse ich hier nur Überfüllung gelten.
Ein Kollege von mir hatte mal eine Fundkatze im TH abgegeben. Er wurde schief angeschaut und man unterstellte ihm indirekt, daß er wohl nur eine Ausrede suchte, um seine eigene Katze loszuwerden.
Nach dieser unmöglichen Behandlung (wenn auch - wie ich betonen möchte - von Seiten des TH durchaus nachvollziehbar; die haben es ja häufig mit den merkwürdigsten Typen von Menschen zu tun) verkündete mein Kollege: Da bringe ICH kein herrenloses Tier wieder hin!
Was folgt daraus? Die nächste Katze (Hund, Maus ...) lässt er sitzen wo sie ist.
Ich stimme Euch zu: Es ist schlichtweg ÄTZEND, wie gedankenlos Tiere angeschafft - und eben auch schnell wieder ABgeschafft werden. Und ich kann es auch nicht wirklich verstehen.
Ich müsste schon in eine wirkliche Notlage kommen, um mich von meinen Tieren (zwei Zwergkaninchen, ein Kater) auf diese Weise zu trennen.
Obwohl ich - das gebe ich zu - auf Kaninchen nach jetzt schon 10 Jahren keine Lust mehr habe. Andere Tiere "liegen" mir inzwischen einfach mehr.
Aber ich liebe die beiden Langohren und versuche deshalb, ihnen das Leben bei mir so angenehm wie möglich zu gestalten. Ich würde sie nie ABschaffen. Mein einziger Entschluss ist, mir keine neuen mehr ANzuschaffen.
Ich weiss aber nicht, ob eine Lösung dieses Problems ist, daß die Tierheime die "Annahme verweigern"... Ich glaube nicht. Letztendlich leiden darunter wieder mal nur die Tiere.
LG
Uschi"I'm a lot less serious than people think,
it's probably because the way my face is put together."
A. Rickman
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"...if I had children, I'd like to think I'd let them wear
whatever they wanted. None of my friends would believe me,
but I'd let them walk down the road in pink Lurex and gold plastic."
A. Rickman
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04.07.2007, 00:08Inaktiver User
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
vielleicht war das auch der Grund, die Aufnahme abzulehnen.
Zitat von Uschi35
weil er schief angekuckt wurde, überlässt er das nächste Mal das Tier seinem Schicksal?Ein Kollege von mir hatte mal eine Fundkatze im TH abgegeben. Er wurde schief angeschaut und man unterstellte ihm indirekt, daß er wohl nur eine Ausrede suchte, um seine eigene Katze loszuwerden.
Nach dieser unmöglichen Behandlung (wenn auch - wie ich betonen möchte - von Seiten des TH durchaus nachvollziehbar; die haben es ja häufig mit den merkwürdigsten Typen von Menschen zu tun) verkündete mein Kollege: Da bringe ICH kein herrenloses Tier wieder hin!
Was folgt daraus? Die nächste Katze (Hund, Maus ...) lässt er sitzen wo sie ist.
es ist schon erstaunlich, wie empfindlich so manch einer ist und welche Vorwände man finden kann, um verantwortungslos zu handeln.
"ICH würde ein Tier niemals aussetzen, aber die böse Frau vom Tierheim hat mich dazu gebracht, es doch zu tun" oh mann...
Aber ich liebe die beiden Langohren und versuche deshalb, ihnen das Leben bei mir so angenehm wie möglich zu gestalten. Ich würde sie nie ABschaffen. Mein einziger Entschluss ist, mir keine neuen mehr ANzuschaffen.
Es wird ein TH geben, dass sie nimmt. Ich finde es richtig, die Annahme zu verweigern oder wenigstens die Unbedachtheit und Verantwortunglosigkeit zu nennen.Ich weiss aber nicht, ob eine Lösung dieses Problems ist, daß die Tierheime die "Annahme verweigern"... Ich glaube nicht. Letztendlich leiden darunter wieder mal nur die Tiere.
Welches Zeichen setzt ein TH, das jederzeit und ohne Murren jedes Tier aufnimmt, weil es dem angeblichen Tierliebhaber gerade so paßt? Tiere sind keine Gebrauchtwagen und auch sonst keine Gegenstände, die man sich "anschafft" und bei Bedarf wieder abgibt.
Ein Tierschützer, der ein Tier abgeben muss wegen Allergie usw., kümmert sich selbst darum und gibt es nicht einfach weg.
M.M.
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04.07.2007, 07:56
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
Allergie ist oft auch nur ein fadenscheiniges Argument um Tiere abzugeben. Meist stimmt es nicht. Was sollen die TH machen??
Letztens hatte eine Familile einen Hund abgeben wollen, wegen Allergie. Es stellte sich dann heraus, dass der Hund krank war ( diese Krankheit, beidseitige HD wurde verschwiegen). Sie hatten noch einen anderen, langhaarigen, braven Zottelhund, der gesund war und den sie behielten?? Aber Abgabegrund war "Allergie".. der wahre Grund war: die Hündin war krank, eine Operation sehr teuer - der 2. Hund war einfach zuviel!!
Wenn ein TH ein Tier nicht annimmt, wird das Tier - im besten Falle - nachts vor dem TH im Karton ausgesetzt, einfach im Wald ausgesetzt, für Kaninchen der sichere Tod, oder das Kaninchen wird einfach mit einem Schlag auf den Kopf getötet.
Oft setzen die TH auch Tiere auf eine Warteliste.
Auch werden vermutlich viele Katzen und auch Hunde als "Fundtiere" abegegeben. Es ist ein "Catch22" - die Leute die ein Tier abgeben wollen wissen oft, dass wenn sie die Wahrheit sagen, das TH dieses Tier nicht annehmen würde, so dass sie Leute oft "gezwungenermassen" lügen, oder sich schämen den wahren Grund der Abgabe zu nennen.
Überlegt doch mal, was mit den Tieren passiert, wenn sie im TH nicht angenommen werden??
Die meisten Leute werden sicher nicht so gedankenvoll sein wie Graupapagei, die hier im Forum um Rat nachfragt.LG Gilgit
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04.07.2007, 08:18Inaktiver User
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
Ich kann Eure Meinung nicht teilen, dass Tierschutz und "Tiere aus Zeitmangel abgeben" unvereinbar sind. Ich musste feststellen, dass die Entscheidung, Kaninchen anzuschaffen, eine Fehlentscheidung war, und es würde weitere ca. 10 Jahre Pflege bedeuten. In einem solchen Fall dafür zu sorgen, dass die Kaninchen zu Leuten kommen, die engagierter sind, finde ich nicht verwerflich. Zumal ich nicht glaube, dass Kaninchen unter einer Trennung so leiden wie z.B. ein Hund.
Diesem Tierheim bin ich seit ca 15 Jahren bekannt. Sie haben an uns einige uralte Katzen vermittelt, die bei uns ihre letzten 1-3 schönen Jahre verbrachten, und die ansonsten kaum vermittelbar waren. Nach der jüngsten Erfahrung, in der ich mich als gewissenlose, erziehungsunfähige und unbedacht handelnde Person hinstellen lassen musste, glaube ich nicht, dass ich diesem TH nochmal aus der Patsche helfe, wenn sie wegen eines Katzennotfalles anrufen. Die langfristigen Wirkungen ihrer Reden scheinen die TH-Mitarbeiter nicht zu bedenken, so wie Uschi35 das mit dem Kollegen schilderte.
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04.07.2007, 10:13
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
Das vermute (hoffe) ich ja auch.....
Zitat von Inaktiver User
Stop stop! Keiner sprach davon, daß er deshalb in Zukunft irgendwelche Tiere aussetzt! Aber bei uns laufen oft mal leicht verwahrloste Exemplare rum und er hat jetzt nicht mehr so wirklich Lust, diese im TH abzuliefern. Was ich durchaus verstehen kann. Da willst Du helfen und dann sowas.
Zitat von Inaktiver User
Ich würde vielleicht drüber wegsehen und auch die nächste Katze dort hinbringen, aber andere sind vielleicht schon etwas empfindlicher....
Man kann nicht davon ausgehen, daß die Tierliebe eines jeden soweit geht, daß er sich problemlos jederzeit vom TH anmotzen lässt.....
Von "jederzeit ohne Murren" hab ich ja auch gar nicht gesprochen.
Zitat von Inaktiver User
Also murren würde ich schon - und zwar lange, deutlich und ausgiebig. Und dann das Tier annehmen.
Graupapagei: Nein, Tierschutz und "Tiere aus Zeitmangel abgeben" schliesst sich nicht aus - nur sie einfach ins Tierheim zu schleppen ist sicherlich nicht die eleganteste Lösung.
So als Tierschützer.
LG
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04.07.2007, 10:39
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
Mich stört das hier. Du hattest es voraus geahnt, dass es nicht funktionieren wird und hast auf Kosten der Tiere, die im Tierheim oder sonstwo höchstwahrscheinlich getrennt werden (da Dreiergruppen kaum vermittelbar sind), einfach mal so 'nen Versuch gestartet. Ich finde es unverantwortlich, die Tiere diesem absehbaren Stress vorsätzlich auszusetzen.Meine Kinder haben seit 1/2 Jahr drei Kaninchen, die sich sehr gewünscht haben. Es kam wie ich befürchtet habe: sie kümmern sich nur widerwillig und meist gar nicht um die Tiere, alles bleibt an mir hängen.
Was sollte dieses Experiment?
Ja, Kaninchen sind nicht so sehr auf den Menschen fixiert (zumindest nicht, wenn man mehrere hält, wie es ja sein sollte und wie Du es getan hast - Anerkennung dafür ;o)), aber es ist dennoch ein enormer Stress für sie, ihr gewohntes Zuhause zu verlieren, im Tierheim vermutlich lange Zeit auf weitaus weniger Platz ausharren zu müssen, mit Getreide (aus Kostengründen) gefüttert zu werden und letztendlich die Trennung hinnehmen zu müssen.
JETZT, in diesem Moment, haben die drei Kaninchen genügend Platz und werden gesund ernährt (setze ich einfach mal voraus) und haben sich gegenseitig - die Zukunft dagegen ist mit enormen Stress und Risiken für sie behaftet, denn Tierheime vermitteln sehr oft noch in Einzelhaltung als Kinderzimmertiere :o( ... dass die Tiere durch die jetzige Situation gewinnen können, ist recht unwahrscheinlich, von daher, wenn Du sie wirklich vermitteln willst, mach das über die Kaninchenforen, schau Dir die zukünftige Stelle selber an und dann nur mit Schutzvertrag und Schutzgebühr, damit die Risiken wenigstens minimiert werden.
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04.07.2007, 10:52Inaktiver User
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
Graupapagei - wie alt sind deine Kinder?
Ich bin der Ansicht, dass die Kinder die Konsequenzen für ihren Wunsch tragen müssen. Sprich:sie müssen sich um die Kaninchen kümmern. Punkt, Schluss, Ende der Diskussion.
Natürlich verlangt es dir einiges ab, diese Konsequenz durchzusetzen. Aber ich fürchte, da musst du durch. Meiner Meinung nach musst du da genauso konsequent sein wie beim Thema Hausaufgaben. Die werden - vermutlich ich mal - gemacht, etwas anderes kommt schlicht nicht in Frage. Genauso muss das mit den Kaninchen laufen. Es ist an dir, das durchzusetzen.
Sorry, klingt hart. Aber es ist nunmal eine Tatsache - es ist vor einem halben Jahr eine Fehlentscheidung gefallen und dafür müssen nun alle die Konsequenzen tragen. Die Kinder, die mit ihrem Wunsch den Entscheid bewirkt haben, und du, die schlussendlich entschieden hat.
Ich kann mir gut vorstellen, dass nach einiger Zeit grosser Konsequenz das Versorgen der Kaninchen für die Kinder selbstverständlich wird. Und dann hätten sie sogar etwas Wichtiges gelernt: nämlich erstens, was Verantwortung heisst, und zweitens, was Konsequenz heisst. Beides ist sehr wichtig im Leben.
Also geht bitte nicht den einfachen Weg.
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04.07.2007, 11:44
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
Richtig!
Für uns gab's damals Taschengeldentzug, wenn die Tiere nicht verünftig versorgt wurden. Das war vor der Anschaffung vertraglich geregelt worden...
Doch, Graupapagei - ich finde Tierschützerin sein und Tiere aus Zeitmangel ins Tierheim geben schließt sich aus. Ich verstehe dich da absolut nicht. Von Zuhause aus einen besseren Platz für die Dreiergruppe zu suchen steht auf einem ganz anderen Blatt - das finde ich durchaus nachvollziehbar und vertretbar, wenn es die Tiere dadurch letztlich besser haben. Aber ins Tierheim abschieben geht gar nicht...Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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04.07.2007, 15:07
AW: Moralpredigt der Tierschützerin
Oh, zum Glueck haben das jetzt schon einige andere geschrieben: Im Interesse Deiner Kinder wuerde ich die Tiere nicht ins Heim geben. Sie muessen doch lernen, dass die Kaninchen kein Spielzeug sind, das man nach einiger Zeit links liegen lassen kann, wenn man das Interesse an ihnen verloren hat.
Wir hatten als Kinder immer Haustiere und es waere uns im Traum nicht eingefallen zu verkuenden, dass wir uns nicht mehr um sie kuemmern wollen. Wir waeren ordentlich bestraft worden (Hausarrest, Unkraut jaeten, kein Taschengeld mehr, kein Fernsehen, kein Judotraining, kein Besuch von Freunden...) - und das imho zurecht. Im uebrigen wuerde ich es als Mutter auch nicht wollen, dass meine Sproesslinge denken, sie koennten die Arbeit und Verantwortung einfach so auf mich abwaelzen.


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