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    verwirrt Berufstätig mit Hund - wie?

    Hallo Ihr Lieben,

    ich würde gern mal eure Meinungen hören zu einem Thema, das uns schon einige Zeit beschäftigt. Mein Freund (32) und ich (28) wohnen in einer ziemlich grossen (84 m2) Wohnung in einem ruhigen Wohngebiet. In unserem Haus selbst gibt es drei grosse Hunde und in der Umgebung hier auch jede Menge. Die Familie meines Freundes hatte einen Labrador-artigen Hund, als er noch ein Kind war, der ist dann aber irgendwann gestorben. Mein Freund liebt Hunde, besonders Labradors/Golden Retrievers und dergleichen. Ich selbst hatte noch keinen Hund (aber 3 Katzen und 1 Hamster), würde aber auch sehr gern einen haben, aus dem Tierheim. Kinder haben wir keine, sind für die nahe Zukunft auch nicht geplant, sonstige Verpflichtungen auch nicht, wir hätten also abends/am Wochenende "frei". Das Problem ist aber, dass wir beide ganztags arbeiten. Mein Freund ist von 6-20 Uhr ausser Haus und ich von 7.15 bis 18.15. Frage: Kann man den Hund so lange allein lassen? Ausreichend Bewegungsfreiheit innerhalb der Wohnung hätte er, wir haben auch einen Balkon, dessen Tür wir offenlassen würden, und würden ihm halt Wasser und Futter und Spielzeug usw. "zurechtlegen". Einerseits wissen wir, dass ein Hund auf seine "Familie" fixiert ist und vielleicht nicht so unabhängig wie eine Katze, und dass man ihn nicht so lange alleinlassen sollte usw. Wir wollen ja auch, dass er bei uns glücklich ist. Andererseits, gewöhnt sich der Hund nicht vielleicht daran, dass er lange allein ist? Am Anfang würden wir uns Urlaub nehmen, damit wir erstmal Zeit für ihn haben, damit er sich an uns und sein neues Zuhause gewöhnt usw., und ihn dann allmählich an immer längere Alleinseinphasen gewöhnen. Was meint ihr? Es gibt so viele Hunde, die ausgesetzt/misshandelt werden und im städt. Tierheim landen, wo sie irgendwann aus Platzmangel umgebracht werden (jedenfalls ist das hier in Spanien so) - wäre so ein Hund nicht immer noch besser bei uns, auch wenn er den ganzen Tag allein ist, als da in einem Zwinger und irgendwann tot? Und so viele Leute haben Hunde, die haben doch auch nicht alle Halbtagsstellen?! Natürlich soll der Hund nicht darunter leiden, dass wir tagsüber weg sind, aber würde er das?
    Sagt mir mal, was ihr davon haltet, vielleicht hat ja jemand schon entsprechende Erfahrungen mit Tierheimhunden gemacht oder ihr könnt uns sagen, wie ihr Arbeit und Hund unter einen Hut bringt?
    Vielen Dank schon mal!
    Bis dann,
    Ulrike

  2. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Nein nein und nochmal nein: kein Hund kann täglich mehr als ca 5 oder 6 Stunden alleine bleiben!!!!

    Euren Wunsch nach einem Hund kann ich gut verstehen, aber das geht einfach nicht, es wäre der pure Egoismus.

    Aber vielleicht gibt es eine Möglichkeit des "dog-sharings"? Evtl der Hund eines Rentners, mit dem ihr am WE lang spaziergehen könnt oder so, da wäre doch allen damit gedient? Oder ein Pflegehund, wenn jemand mal über's WE wegfahren will? Das wär für mich ein überlegenswerter Kompromiss.

  3. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Hallo Ulrike,

    ich finde es schön, daß ihr einen Hund aus dem Tierheim bei euch aufnehmen wollt .

    Allerdings gebe ich zu Bedenken, daß er doch zuuuuu lange alleine wäre. Du bist elf Stunden und Dein Freund 14 Stunden außer Haus (und das "nur", wenn ihr nach der Arbeit SOFORT, ohne Umwege und evtl. Stau, nach Hause fahrt). Das ist definitiv zu lange, auch wenn der Hund tatsächlich für ein paar Stunden allein sein kann (es kann Dir nämlich auch passieren, daß er das nicht kann und jault/bellt - Was macht ihr dann? Wieder zurückbringen?). Selbst, wenn der Hund die meiste Zeit ausschließlich schlafen würde, sollte er auf jeden Fall zwischendurch die Gelegenheit bekommen, sich zu lösen. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, daß sich Hundekot und -urin nicht so gut in der Wohnung machen .

    Frag' doch mal die Nachbarn, wie die das so mit ihren Hunden regeln. Vielleicht ergibt sich sogar die Möglichkeit, euren evtl. Hund tagsüber bei den Nachbarn zu lassen oder ihr findet eine geeignete Pflegestelle für tagsüber. Könnt ihr den Hund mit zur Arbeit nehmen (das wäre natürlich perfekt)?

    Oder wie wäre es mit einem Pflegehund, den ihr am Wochenende zu euch holt (wenn das geht)?

    Aber, wie gesagt, elf bzw. 14 Stunden außer Haus sind viel zu lange für einen Hund.

    Denkt da bitte nochmal drüber nach - besonders dem Hund zuliebe.

    LG
    Pianoforte

    P.S.: Es ist ein zweischneidiges Schwert, ich weiß. Dies war auch meine Sicht aus Deutschland. Da ihr zwei in Spanien wohnt und ich schon oft von einigen Zuständen in den Tierheimen und so dort gehört und gelesen habe (ist ja hoffentlich nicht überall in Spanien so), ruft mein "Hundeliebhaberherz" natürlich: "Holt da SOFORT einen Hund raus - je eher, je besser!!" Aber wie gesagt, er wäre soooo viele Stunden am Tag mutterseelenallein in eurer Wohnung.

  4. User Info Menu

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Ich finde es auch eindeutig zu lang. Selber wünschte ich mir auch immer einen Hund. Und wirklich, ein Hund zog erst bei uns ein, als ich Teilzeit arbeitete und vier Stunden ausser Haus war. Und selbst da eilte ich sofort und ohne Zwischenstopp und mit schlechtem Gewissen heim. Musste ich länger arbeiten, brachte ich ihn zu meiner Mutter. Mittlerweile hat mein Mann sein Büro im Hause und unser Hund ist seltenst allein.

    Man kann sich an alles gewöhnen, aber mein Maximum, einen Hund alleine zu lassen, liegt bei der Häfte der Zeit, die ihr ausser Haus seid.

    LG
    Swenja

  5. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    ein weiteres Argument KEINEN Hund zu holen, wenn er so lange allein sein muss: Wenn ihr dann möglicherweise abgespannt und müde von der Arbeit kommt und evtl. ein bisschen erholen wollt/müsst, wartet ein - nach mehr als 10 Stunden gut ausgeruhter Hund auf euch, der voller Tatendrang dann erst mal mehrere Stunden beschäftigt sein will... dann ist es leicht mal 10 Uhr
    abends bis ihr "Feierabend" habt, und morgens müsste das gleiche Programm vorab laufen, damit der Hund erstmal müde ist und ein paar Stunden schläft.
    Guckt doch ob ihr vor Ort helfen könnt, dann bleibt eure Zeiteinteilung freier und ihr könnt evtl. testen wie anstrengend (klar, auch toll, ohne Zweifel) ein Hund sein kann.
    Alles Gute
    Miketa

  6. User Info Menu

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Hallo Ulrike,

    leider kann ich auch nichts anderes sagen, als schon gesagt wurde.

    Wir sind auch beide ganztags ausser Haus, deshalb kommt leider kein Hund in Frage.
    Ich kenne das nur von Ausnahmesituationen, wenn z.b. einer nur halbtags arbeitet oder z.B. die Eltern mit im Haus wohnen, die den Hund während der Abwesenheit der Besitzer versorgen können.
    Dann fährt ein Kollege von mir jede Mittagspause hetzig nach Hause, um seinen Hund, den er von seiner verstorbenen Mutter geerbt hat, auszuführen. Dann wieder ins Büro und abends hektisch nach Hause. Das kann es auch nicht sein....

    Wir haben uns unter Berücksichtigung der momentanen Situation einen Kater (Freigänger) geholt, und DAS ist manchmal schon anstrengend genug. Er ist sehr auf uns fixiert und da habe ich schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal länger arbeite oder nach der Arbeit noch einkaufen muss. Vor allem bei schlechtem Wetter. Da hockt er dann schon maunzend im Treppenhaus, wenn ich komme.
    Aber Katzen verschlafen wirklich den meisten Teil des Tages, ausserdem kann er ja raus, wann er will.

    Na, und wenn er dann mal krank wird und den ganzen Tag ist keiner da.... Das ist eine ziemlich furchtbare Situation für Mensch UND Tier.

    Ich werde mir meinen Wunsch nach einem Hund jedenfalls verkneifen, bis sich irgendetwas an unserer Situation geändert hat. Vielleicht dürfen wir ja irgendwann unsere Haustiere mit ins Büro bringen....!?!??
    Aber wahrscheinlicher ist wohl, daß wir bis zur Rente warten müssen.

    Tröstende Grüsse
    Uschi
    "I'm a lot less serious than people think,
    it's probably because the way my face is put together."

    A. Rickman

    ------------------------------------------------------------------------------------
    "...if I had children, I'd like to think I'd let them wear
    whatever they wanted. None of my friends would believe me,
    but I'd let them walk down the road in pink Lurex and gold plastic."

    A. Rickman

  7. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Zitat Zitat von UlrikeS
    Frage: Kann man den Hund so lange allein lassen?
    nein. ohne wenn und aber. das geht nicht.

    Andererseits, gewöhnt sich der Hund nicht vielleicht daran, dass er lange allein ist? Am Anfang würden wir uns Urlaub nehmen, damit wir erstmal Zeit für ihn haben, damit er sich an uns und sein neues Zuhause gewöhnt usw., und ihn dann allmählich an immer längere Alleinseinphasen gewöhnen. Was meint ihr?
    dass ich erstaunt bin, wie Dein Freund, der offenbar mal einen Hund hatte, auf diese Schnapsidee kommt. Ein Hund kann sich nicht an 10 Stunden Alleinsein gewöhnen und was noch wichtiger ist: wozu wollt ihr einen Hund, wenn ihr außer am Wochenende so lange weg seid? das ist kein Spielzeug, dass man sich bei Bedarf hervorholen kann.
    Und dann die Sache mit dem Urlaub: überleg doch bitte mal! erst seid ihr da und "dadurch" soll er sich dran gewöhnen, dass er den ganzen Tag allein und eingesperrt ist?

    Es gibt so viele Hunde, die ausgesetzt/misshandelt werden und im städt. Tierheim landen, wo sie irgendwann aus Platzmangel umgebracht werden (jedenfalls ist das hier in Spanien so) - wäre so ein Hund nicht immer noch besser bei uns, auch wenn er den ganzen Tag allein ist, als da in einem Zwinger und irgendwann tot?
    die Wahl zwischen Pest und Cholera? Misshandlung ist schlimmer als Isolation, schon klar, aber ihr geht nicht gut mit einem Hund um, wenn ihr ihn den Tag allein laßt und er wird euch das bald zeigen: durch Verhaltensstörungen. Das ist ein Zeichen, dass es ihm nicht gut geht, da er nicht artgerecht gehalten wird.
    Ob allein im Zwinger oder allein in der Wohnung ist kein großer Unterschied, tut mir leid!

    Und so viele Leute haben Hunde, die haben doch auch nicht alle Halbtagsstellen?! Natürlich soll der Hund nicht darunter leiden, dass wir tagsüber weg sind, aber würde er das?
    JA

    Sagt mir mal, was ihr davon haltet, vielleicht hat ja jemand schon entsprechende Erfahrungen mit Tierheimhunden gemacht

    ich finde Deine Idee einen Tierheimhund zu retten super, aber leider seid ihr nicht in der Lage ihm das zu geben, was gerade dieser Hund brauchen wird: artgerechtes Leben.

    oder ihr könnt uns sagen, wie ihr Arbeit und Hund unter einen Hut bringt?
    man kann nicht Vollezeit arbeiten und einen Hund halten, es sei denn, man kann ihn mitnehmen.

  8. User Info Menu

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Als der Hund bei uns einzog, habe ich 20 Stunden/Wo. gearbeitet. Jetzt arbeite ich 32 Stunden/Wo. und habe noch zwei Kinder, die tatkräftig mithelfen. Meine Kinder sind 9 und 13 Jahre alt und kommen NOCH gegen 12/13 Uhr aus der Schule.

    Mit Schrecken denke ich an die Zeit, da meine Kinder nicht mehr im Haus sind und ich - um ein wenig Rente zu bekommen - ganztags arbeiten muss. Zum Glück kann ich - wenn ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber bleibe - in der Mittagspause heim fahren.

    Lebenswege ändern sich - gerade in der heutigen Arbeits- und Beziehungswelt - der Hund aber bleibt. Ich würde alles dafür tun, organisieren, meine Mittagspausen opfern etc., dass es meinem Hund gut geht und ich ihn nicht weggeben muss. Vielleicht von zuhause aus arbeiten, in den Vertrieb gehen...

    ...manchmal kann man es sich nicht aussuchen. Ich kenne viele Leute, die ganztags arbeiten und einen Hund haben. Z.B. eine Ärztin, die vorher eine eigene Praxis hatte (da war Hund kein Problem) und jetzt ins Krankenhaus wechseln musste. Organisation ist hier das Zauberwort. Natürlich muss der Hund Gassi gehen können und sich lösen können. In großen Städten gibt es z.B. professionelle Dogsitter oder Rentner, die sich die Verantwortung nicht mehr komplett ans Bein binden wollen, aber für ein paar Stunden gerne Hundesitter spielen...

    Ich würde das Vorhaben "Hund und Arbeit" nicht von Anfang an verteufeln. Bin aber auch der Meinung, dass 5-6 Stunden alleine sein genug für einen Hund sind.
    Geändert von Gartenzwergin (18.06.2007 um 11:11 Uhr)
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

  9. User Info Menu

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    In unserer Stadt gibt es eine Hundetagesstätte. Berufstätige geben dort für einige Stunden oder auch ganztags ihren Hund ab, er hat dort "Spielkameraden", Auslauf, auch einen eigenen Ruheplatz. Vielleicht gibt es bei euch auch so etwas? Ist natürlich nicht ganz billig, aber zuverlässig und hundegerecht.

  10. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Da ich auch täglich 10-12 Std. außer Haus bin, habe ich ebenfalls eine Tagespflegestelle für meine Hündin. (Ich weiß also wovon ich weiter oben schrieb!)
    Mit 9,-Euro/Tag ein nicht ganz billiges Vergnügen, doch sie ist gut versorgt. So muss ich mir keine Gedanken machen ob es ihr gut geht und ob sie nicht dringend raus muss - bei 10 Std. ja recht wahrscheinlich.
    Außerdem sie hat einen abwechslungsreichen Tag und wir können abends nach einem schönen Spaziergang den Abend genießen.
    Das ist eine Möglichkeit bei Vollzeitbeschäftigung einen Hund zu haben - Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass es ein teures Hobby ist: Diesen Monat z.B. kostet mein Hund mit TA, Versicherung, Tagespflege und Futter mehr als 300,-, die wollen erst mal "übrig" sein!
    Also bitte alles gut überlegen, denn auch die finanzielle Seite muss berücksichtigt werden, denn ein TA-Besuch kostet locker mal 100,- Euro

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