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  1. User Info Menu

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Also ,wenn mittags keiner mit dem Hund spazierengeht und spielt geht das auf gar keinen Fall.

    Solltet Ihr regelmäßig einen Hundebeweger einstellen, sehe ich kein Problem.

    M.

  2. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Ich sehe es wie die anderen hier.
    Abgesehen davon holt ihr euch mit den von dir genannten Hunderassen einen Jagdhund ins Haus. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es ausgesprochen problematisch werden kann, wenn solch ein auf Bewegung gezüchteter Hund nicht richtig ausgelastet und beschäftigt wird. Dann mutiert der gutmütige und freundliche Vierbeiner sehr schnell zum aggressiven und überdrehten „Problem“hund, der in eurer Abwesenheit aus Langeweile die Wohnung zerlegt, nicht mehr in den Griff zu bekommen ist oder das ganze Haus zusammen bellt.

    Ist euch klar, dass der Hund auch morgens ausreichend Bewegung braucht? Also rund eine Stunde intensive Beschäftigung - morgens um 5 bzw. 6 Uhr raus vor die Tür, abends um 18 oder 20 Uhr nochmals 2 Stunden. Bei jedem Wetter. Wie wollt ihr es einrichten, jeden Tag nach der Arbeit sofort zwei Stunden für den Spaziergang einzuplanen? Immer, täglich. Was ist mit alltäglichen Erledigungen und Einladungen nach Feierabend, was, wenn einer von euch beiden krank wird? Was, wenn der Besuch einer Hundeschule notwendig wird? Was, wenn der Hund mal krank wird? (Einen Hund in der Größe mit Magen- Darmerkrankung einen vollen Tag alleine zu lassen, stelle ich mir ausgesprochen unschön vor…) All das nicht auf die nächsten Monate ausgerichtet, sondern auf die nächsten Jahre.

    Um deine Ausgangsfrage zu beantworten: Ja, der Hund würde leiden, und ihr würdet es früher oder später auch tun. So schön die Vorstellung eines Lebens mit Hund ist: er sollte auch dort hinein passen.

    Gruß
    Rezeptfrei

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    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Hallo!

    Ich hab mich zurückgehalten, weil ich ja selbst einen Hund habe und arbeite, das aber mit hohem Organisationsaufwand und nicht mit ungetrübtem Gewissen... kuck mal hier.

    Fazit: Ich kann meinen Hund nur haben, weil er tagsüber betreut wird. Zwar nicht ganztags, aber die Zeit ließ sich aufstocken, weil meine Hundesitterin bislang Schülerin war und leider auch noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat (ist bei ihr auch etwas aussichtslos - das war kein Kriterium, als ich sie eingestellt habe !!! Sie kann gut mit meinem Hund! - und somit haben wir beide etwas davon, dass sie sich etwas dazu verdienen kann), sie nimmt sich also die Zeit, die mein Hund braucht. Anders geht es nicht.

    Die von Rezeptfrei aufgeführte Gassi-"Problematik" kann ich nur unterstreichen. Mein Hund braucht viel Bewegung, das schlägt schon zu Buche. Ohne ausdrücklicher "Hunde-Nerd" zu sein, dreht sich in meinem Leben viel um den Kleinen, organisatorisch: fast alles. Aber ich bin da mit ihm reingewachsen, daher haben wir die Routine schon beim Einstieg ins Berufsleben gehabt und ich kämpfe mich durch, weil ich den Hund ja schon hatte und an ihm hänge. Einen Hunde-Kaltstart im Berufsleben würde ich aber nicht machen wollen.

    Die Kostenfrage wurde auch schon angeführt. Meiner hat sich am Wochenende eine fiese Granne ins Ohr geholt (ist eine Fledermaus-Kreuzung und fetzt daher gerne mal im Tiefflug durch's hohe Gras ), das geht ans Herz (Hund leidet), an die Zeit (schnell mal zum TA/Klinik) und ans Geld (für eben mal aus dem Ohr porkeln und ein Fläschchen Ohrentropfen 50 Euro*).




    * Ich neide keinem TA sein Honorar!!! Bin ja froh, dass die können, was sie können. Ist nur aus dem Handgelenk geschüttelt doch auch ne Summe Geld, mit der ich normalerweise ne Woche auskomme...
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

  4. User Info Menu

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Seht es doch mal von der anderen Seite. Das Pferd von hinten aufgezäumt:

    Alles ist himmelblau. Häuschen im Grünen, zwei liebe Kinder, Mann hat einen tollen Job und Frau bleibt zuhause um das Häuschen und die Kinder zu bestellen
    "Ach, wäre es nicht schön, einen Hund zu haben...?!" Am besten so einen puschel, wuscheligen Sheltie oder einen Jagdhund, so einen mit großen, braunen Augen. Mutti hat doch vieeel Zeit und die Kinder sind ja sowieso in der Schule oder bei Freunden...

    Leider wird heute jede zweite Ehe geschieden. Mutti muss wieder arbeiten, Papa hat sowieso keine Zeit und die Kinder haben keine Lust...
    Ich möchte nicht wissen, in wieviel Familien es so abgeht. Wohin mit dem süßen Puschelhund, der ja schon eine Menge Auslauf braucht Ins Tierheim oder eine Betreuung organisieren Zweiteres wäre wünschenswert und vertretbar. Passiert aber in den seltensten Fällen. Leider.

    Ich möchte das allen mit auf den Weg geben, die hier von optimalen Ausgangssituationen ausgehen. Aber das Leben spielt oft eine andere Geige. Manchmal MUSS Hund den ganzen Tag ohne Herrchen bleiben und es scheint doch zu gehen.

    Auch wenn die Ausgangssituation - wie in unserem Fall - eine andere ist. Aber der Fakt oder das Endergebnis ist doch das selbe.

    Ich finde die Idee nach wie vor nicht schlecht, einem Tierheimhund (bitte keinen Jagdhund oder sonstiges Bewegungstier) ein schönes Zuhause zu geben - Gassi-Sitter und Zeit nach der Arbeit natürlich inbegriffen
    Geändert von Gartenzwergin (19.06.2007 um 16:42 Uhr)
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

  5. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Gartenzwergin,

    ich kann dir da nicht zustimmen. Sicher kann niemand in die Zukunft sehen und wissen, ob seine Lebenslage in 5 Jahre noch die gleiche ist wie justamente jetzt. Aber bei den Ausgangsvoraussetzungen gibt es durchaus mehr oder wenige optimale, die Ausgangsvoraussetzungen von Ulrike und ihrem Freund sind für mich nicht mal weniger optimal, sie sind für mich ein no go, was die Anschaffung eines Hun des angeht.

    Sie schrieb, sie ist von 7.15 - 18.15 außer Haus, er von 6 - 20 h. Selbst wenn man sich einen Hundesitter engagiert, der sich tagsüber dann regelmäßig um den Hund kümmert, frage ich mich: Wozu will jemand, der so extrem wenig Zeit mit einem Tier verbringen kann, einen Hund halten? Es ist nebensächlich, ob es sich jetzt um einen Tierheimhund, einen vom Züchter, einen Jagdhund oder Westentaschenfiffi handelt. Die Zeit fehlt einfach; man muss doch kein Tier haben, wenn man nicht die Zeit aufbringen kann. Da ist der Stress vorprogrammiert.

    Weißt du, ich stelle mir gerade den Tagesablauf vor:

    Morgens noch früher aufstehen, damit man den Hund ordentlich lüften kann. Im Büro oder wo auch immer sitzt man dann mit wahrscheinlich nicht immer wohlem Gefühl im Bauch, schon gar nicht wenn der Hund mal krank ist. Da reicht ja schon eine feine Kotzerei oder Durchfall und man ist mit den Gedanken überall nur nicht bei der Arbeit. Der Hundesitter kann ausfallen, weil er auch krank wird, also fängt man an, rumzurödeln, um das irgendwie zu organisieren. Abends kommt man nach Hause, ist evtl. erschöpft, will sich aufs Sofa schmeißen - aber da ist der Hund, der freut sich einen Ast, weil Herrchen oder Frauchen da sind. Und er muss raus, egal, ob es draußen kübelt und man Kopfschmerzen hat und eigentlich lieber auf der Couch abhängen würde. Evtl. hat man noch ein paar Einkäufe zu erledigen, sowas Triviales wie Haushalt erledigt sich ja auch nicht von allein ... Und dann ist da halt noch der Hund, der sein Recht einfordert.

    Ehrlich: Mir wäre das viel zu stressig und mit viel zu vielen Fragezeichen bestückt. Ich könnte mich nicht entspannt in den Bürostuhl setzen und meiner Arbeit nachgehen. Und einen Aspekt, der vielleicht nebensächlich erscheint, möchte ich auch noch anbringen. Was ist mit dem Freundeskreis? Wie sieht das mit gemeinsamen Aktivitäten am Wochenende oder abends aus? Ist man viel und gern mit anderen unterwegs? Überallhin kann man den Hund ja nicht mitnehmen, und wenn er wochentags schon so viel allein ist, möchte man ihm das nicht mehr als nötig auch am WE zumuten. Zumindest ginge es mir so. Überall also Fallstricke.

    Ulrike, wie bereits von einigen gesagt: Ohne jemanden, der sich tagsüber zuverlässig und länger um das Tier kümmert, geht das nicht. Einen Hund so lange wirklich allein in der Wohnung zu lassen, grenzt für mich an eine Form von Tierquälerei. Und Hundescheiße und Co. auf dem Teppich (oder meinetwegen auch Balkon) ist ziemlich ätzend. Vor allem pinkelt und scheißt kein Hund gern sein Revier voll. Und die Wohnung wird nunmal sein Revier werden.

    Übrigens fände ich es wirklich nett, wenn du dich auf die vielen Antworten, die du hier erhalten hast und in die User für dich Zeit und Gedanken investiert haben, mal melden würdest. :-)

    Zuza

  6. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Zitat Zitat von Gartenzwergin
    Seht es doch mal von der anderen Seite. Das Pferd von hinten aufgezäumt:

    Ich möchte das allen mit auf den Weg geben, die hier von optimalen Ausgangssituationen ausgehen. Aber das Leben spielt oft eine andere Geige. Manchmal MUSS Hund den ganzen Tag ohne Herrchen bleiben und es scheint doch zu gehen.
    aber um welchen Preis?

    Auch wenn die Ausgangssituation - wie in unserem Fall - eine andere ist. Aber der Fakt oder das Endergebnis ist doch das selbe.
    verstehe ich Dich recht: nur weil sich optimale Bedinungen ändern können sollen nun auch Menschen mit denkbar schlechten Ausgangsbedinungen sich ein Tier zulegen?
    D.h. wenn ich nicht das Geld habe, um ein Haus zu bauen: sch..ß drauf, bau es Dir trotzdem. Hätte ich das Geld könnte es mir ja auch ausgehen?

    Ich finde die Idee nach wie vor nicht schlecht, einem Tierheimhund (bitte keinen Jagdhund oder sonstiges Bewegungstier) ein schönes Zuhause zu geben - Gassi-Sitter und Zeit nach der Arbeit natürlich inbegriffen
    ein schönes Zuhause, wo in der Woche täglich 10 Stunden niemand ist? vielleicht sollte man die "Schönheit" des Zuhause nicht nur aus Menschensicht beurteilen?
    Fakt scheint zu sein, dass sich die TE zwar Fragen stellt, aber das Leben mit einem Hund nicht versteht. Sich weder über Tierhaltung noch Rassen informiert hat, danach geht, ob der Hund ihr gefällt und nicht weiß, dass ein Lebewesen einen Charakter hat und verschiedene Hunderassen auch unterschiedliche Bedürfnisse.
    Ein Hund ist ein Lebewesen kein Kuscheltier.

    Ich finde es ja gut, dass sie wenigstens hier fragt (wenn ich auch den Verdacht hab, dass sie sich Zuspruch für ihr Vorhaben erhoffte), aber auch das hat eine zweite Seite: sie will auf die Meinung von Menschen bauen, die sie nicht kennt, virtuellen Meinungen...Das finde ich wiederum bedenklich.

    Ein Hund paßt nicht in das Leben eines Vollzeitbeschäftigten ohne Hundesitter. So ist das leider. Das sollte man akzeptieren.

  7. User Info Menu

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    @Gartenzwergin
    ich hab mittlerweile den zweiten Hund bei mir aufgenommen, der einen neuen Platz brauchte. Und jedesmal waren genau deine Schilderungen der Grund.
    Natürlich weiss keiner, was passieren wird, aber deswegen mute ich doch nicht einem Hund von vornherein elf Stunden alleinsein zu.

    Hab ich einen Hund, ändert sich die Situation-dann muss ich umdenken . Aber erstmal sollte ich schon halbwegs eine optimale Situation schaffen, für den Schritt.

  8. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Seh ich auch so wie Zuza und Gartenzwergin. Unser Hund ist höchstens 4 Stunden am Stück allein und wird das auch Zeit seines Lebens nicht überschreiten, dessen bin ich mir sicher. Meine persönliche ultimative Schmerz- und Toleranzgrenze liegt bei 6 Stunden. Alles was darüber geht, halte ich schlicht für nicht artgerecht und egoistisch. Wenn man in ein Szenario wie von Gartenzwergin gerät, dann muss man sich um einen Hundesitter kümmern. Einen Hund ganztags sich selbst zu überlassen, ist Tierquälerei und nichts anderes.

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    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Ich hätte auch gerne einen Hund, aber dem Hund zu liebe verzichte ich darauf, weil ich einfach zu wenig Zeit für ihn hätte.

    Option: warum geht Ihr am Wochenende nicht mal bei einem Tierheim vorbei und führt einen Hund spazieren? Das wäre wohl eine Alternative, wenn man selber aus Zeitgründen keinen eigenen Hund halten kann. Ihr könntet das ja dann regelmässig machen.
    Antoine de Saint - Exupéry

    "Adieu", sagte der Fuchs. "Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

    Der kleine Prinz
    ---------
    Das, worauf es ankommt, können wir nicht vorausberechnen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.

    Wind, Sand und Sterne

  10. Inaktiver User

    AW: Berufstätig mit Hund - wie?

    Hi,

    auch ich rate dir von einem Hund ab, wenn du keine gesicherte Ganztagsversorgung hast.......

    Lebenswege lassen sich nicht planen, das stimmt....... Aber wenn mans vorher weiß......

    Ich arbeite eine 41 Stunden Woche (8,42 Stunden/Tag) und habe mit meiner 4 jährigen Dobermannhündin vor einigen Monaten eine eigene Wohnung angemietet....

    Meinen Hund hatte ich unter optimaleren Bedingungen, d.h. einer möglichen Vollbetreuung, bekommen.....

    Gut, ich habe geschaut, dass wir einen großen Garten haben, dass es EG ist........

    Aber:

    Das schlechte Gewissen ist groß...... Ich fand das ganz, ganz schlimm......

    Mein Hund kam mir anfänglich sehr traurig entgegen abends.........

    Und ich bin morgens vor der Arbeit schon eine Stunde mit dem Rad gefahren... Ich hatte die Möglichkeit mittags für eine Stunde heim zu fahren und habe das auch gemacht....

    Und trotzdem hat mein Hund gelitten........ Sie fing nach ein paar Tagen an mit den Ohren zu schlackern, sobald ich nach Hause kam.......

    Gott sei Dank hat sich das alles geändert......

    Ich war aber auch gerade dabei mir Betreuungsmöglichkeiten (Kita für Hunde) und private Pflegestelle zu besorgen......... Was natürlich ordentlich ins Geld geht........

    Aber wenn man einmal so einen Schatz an der Seite hat, tut man alles dafür, damit es dem Tier gut geht........

    Ihr müsst auch bedenken, dass ihr ihn bei den Zeiten keine weitere Minute alleine lassen könnt.....

    Damit sind einige, viele Freizeitaktivitäten gestorben, die mit Hund nicht möglich sind......

    Mich gibts abends nur noch im Doppelpack oder ich gehe halt gar nicht weg......

    Ihr habt keine optimalen Bedingungen !
    Geändert von Inaktiver User (20.06.2007 um 16:49 Uhr)

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