Denke ich auch!
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14.06.2007, 12:01
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
Antoine de Saint - Exupéry
"Adieu", sagte der Fuchs. "Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Der kleine Prinz
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Das, worauf es ankommt, können wir nicht vorausberechnen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.
Wind, Sand und Sterne
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16.06.2007, 20:06
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
War er denn wirklich aggressiv?Vielleicht hat er sie ja nur beschnuppern wollen.Ich kann mir das einfach nicht vorstellen..
Mein neuestes Fuchserlebnis:
Liege im Garten und döse, merke was am Fuß, steht der Fuchs da und hat mich beschnuppert..
Und die Katze ist ihm ein paar Meter nachgerannt, nachdem er dann gemerkt hat, daß er nicht wirklich erwünscht ist...
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17.06.2007, 08:41Inaktiver User
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
Und warum kannst Du Dir das nicht vorstellen ?
Zitat von Lura
Ich mag Füchse auch, trotzdem sind es WILDTIERE, die von der Jagd leben - keine putzigen Teddybären.
Und mit einem Fuchs, der so wenig Scheu vor Menschen hat, wie der von Dir geschilderte, wäre ich sehr vorsichtig ... Meine Freundin ist von einem solchem Fuchs mal gebissen worden, als sie im Garten lag ... Als sie flüchtete, hat er ihr Basdetuch zerfetzt. Er hatte Tollwut.
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22.07.2008, 09:24
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
Es ist schon erstaunlich, wie manche Mitmenschen ihr Mitteilungsbedürfnis ausleben, jedoch mangels Fachwissen nichts Konkretes zur Thematik beitragen zu können. Mit Hilfe des Internets kann man sich doch problemlos über jede Thematik informieren, bevor man ein gefährliches Halbwissen verbreitet.
Was die Tollwut betrifft, so sind die letzten Tollwutfälle in der freien Wildbahn im Frühjahr 2005 in Hessen und Rheinland-Pfalz aufgetreten. Der Großraum München ist schon seit Mitte der 90er Jahre tollwutfrei. Nachdem in der Bundesrepublik Deutschland seit 2005 keine weiteren Fälle der sylvatischen Tollwut bei Füchsen aufgetreten sind, wurde die orale Immunisierung der Füchse in diesem Frühjahr eingestellt. Die Bundesrepublik Deutschland gilt seit diesem Jahr offiziell als tollwutfrei.
Problematischer verhält es sich mit dem Fuchsbandwurm. Zwar werden bei uns zur Zeit jährlich nur ca. 15 - 40 Erkrankungsfälle beim Menschen bekannt, doch dürfte die Zahl in den kommenden Jahren aufgrund einer weiteren Verbreitung des Fuchsbandwurms erheblich ansteigen. Trotz verbesserter chirurgischer und medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten ist die Krankheit beim Menschen immer noch sehr schwer zu therapieren. Falls eine chirurgische Entfernung der Zysten nicht restlos gelingt - und das ist gerade bei Echinococcus multilocularis oft der Fall - müssen Medikamente ein Leben lang eingenommen werden. Die Medikamentation kann das weitere Wachstum der Zysten zwar verlangsamen oder gar stoppen, ein Abtöten der Metacestoden ist jedoch nicht möglich.
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22.07.2008, 10:47Inaktiver User
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
Hi
Irgendwie erinnert mich das auch an den Strang
" Wie halte ich mir die Katzen vom Leib?"
Bei uns gibts glaub ich keine Füchse zumindest nicht im Wohngebiet .
Würmer kann ich auch von Hund oder Katze bekommen.
Hier gibt es eine Familie die einen Jagdhund halten ,er geht bekanntermassen auch auf Katzen los....aber er läuft zum Glück nur an der Leine...
Aber wie halte ich mir die XYZ vom Hals...??
Vielleicht hätte es auch gereicht den Herrn mal anzusprechen dass es verboten ist Füchse zu füttern?
Also ich wusste es nicht aber mir hat sich die Frage auch noch nie gestellt.
Es ist doch relativ unwarscheinlich dass er den Fuchs füttert um seinen Enkeln zu schaden....!!!
Manchmal würde glaub ich reden einfach helfen.
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22.07.2008, 13:13
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
Schaut euch doch mal die Seite des BJV Obernburg unter http://www.bjv-obernburg.de an. Dort sind einige interessante Infos über Stadtfüchs zu finden. Jahrelange Forschungen von Wildbiologen der TU München und er Uni Zürich haben ergeben, dass für erwachsene Katzen keine Gefahren von Füchsen ausgehen.
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22.07.2008, 13:23Inaktiver User
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
Das ist immer nur ein aktueller Status, der sich jederzeit ändern kann.
Zitat von Luftkutscher
Wenn Du von einem Wildtier gebissen wirst, wird der Arzt Dich gegen Tollwut impfen, das sei Dir versichert.
Und was hat das mit dem Thema zu tun ?Problematischer verhält es sich mit dem Fuchsbandwurm. Zwar werden bei uns zur Zeit jährlich nur ca. 15 - 40 Erkrankungsfälle beim Menschen bekannt, doch dürfte die Zahl in den kommenden Jahren aufgrund einer weiteren Verbreitung des Fuchsbandwurms erheblich ansteigen. Trotz verbesserter chirurgischer und medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten ist die Krankheit beim Menschen immer noch sehr schwer zu therapieren. Falls eine chirurgische Entfernung der Zysten nicht restlos gelingt - und das ist gerade bei Echinococcus multilocularis oft der Fall - müssen Medikamente ein Leben lang eingenommen werden. Die Medikamentation kann das weitere Wachstum der Zysten zwar verlangsamen oder gar stoppen, ein Abtöten der Metacestoden ist jedoch nicht möglich.
Der Kater eines Bekannten von uns - ein großes, starkes Tier, seit 12 Jahren Freigänger - teilt diese Erkenntnis leider nicht .... Nachdem er vor einem Monat mit einem (Stadt-) Fuchs eine ernsthafte Auseinandersetzung hatte (der Besitzer hat's vom Fenster aus beobachtet), traut er sich nicht mehr aus dem Haus.Jahrelange Forschungen von Wildbiologen der TU München und er Uni Zürich haben ergeben, dass für erwachsene Katzen keine Gefahren von Füchsen ausgehen.
Das dumme Tier kennt halt die Erkenntnisse der Wildbiologen nicht.
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29.07.2008, 14:29
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
Es mag ja sein, dass manche Hausärzte sicherheitshalber noch gegen Tollwut impfen, wenn man von einem Wildtier gebissen wurde, trotzdem ist das Risiko, sich bei einem Wildtier mit Tollwut zu infizieren, derzeit gleich null. Die Situation wird sich in Deutschland auch in den kommenden Jahren nicht mehr ändern.
Was die zitierte Auseinandersetzung zwischen Fuchs und Kater betrifft, so stellt dies eine absolute Ausnahmeerscheinung dar und dürfte vielleicht darauf zurück zu führen sein, dass der Kater "sein" Revier verteidigt hat. Von sich aus wird ein Fuchs nach aller Wahrscheinlichkeit keine ausgewachsene Katze angreifen, da für ihn das Verletzungsrisiko einfach zu groß ist. Ich empfehle als Lektüre hierzu das Buch "Stadtfüchse" von Daniel Hegglin und Sandra Gloor zum besseren Verständnis der Stadtfuchsproblematik.
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29.07.2008, 16:36Inaktiver User
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
Es wäre grob fahrlässig, daß nicht zu tun.
Zitat von Luftkutscher
Ein Prophet, ein Prophet ....trotzdem ist das Risiko, sich bei einem Wildtier mit Tollwut zu infizieren, derzeit gleich null. Die Situation wird sich in Deutschland auch in den kommenden Jahren nicht mehr ändern.
Wie Du richtig sagst, gilt Deutschland derzeit als tollwutfrei ...
Das ist aber ein Zustand, der sich jederzeit wieder ändern kann und deshalb auch engmaschig überwacht wird.
Mal davon abgesehen, daß es genug Leute gibt, die (verwilderte Haus-)Tiere aus dem Ausland einschleppen, wodurch schnell wieder eine Durchseuchung in gewissen Regionen stattfinden kann.
Der geschilderte Fall mit meiner Freundin ist allerdings schon 15 Jahre her, das stimmt.
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29.07.2008, 17:16
AW: Nachbar füttert Fuchs! Katzenpanik!
Selbstverständlich kann sich die Tollwutsituation schnell wieder ändern, wenn jemand ein mit Tollwut infiziertes Haustier aus einer Region mit nach Hause nimmt, in der die Tollwut noch an der Tagesordnung ist. Tatsächlich kommt so was immer wieder mal vor, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit auf die Wildtierpopulation überspringt, scheint nicht sehr hoch zu sein. Bisher wurde ein derartiger Fall noch in keinem tollwutfreien Gebiet dokumentiert.
Das Eingrenzen des Seuchenherdes kann jedoch mit Hilfe der oralen Immunisierung schnell und präzise erfolgen, wie das Beispiel aus Baden-Württemberg zeigt. Dort sind im Jahr 2005 nach über 9 Jahren erstmals wieder Fälle der sylvatischen Tollwut aufgetaucht. Mit einer schnellen Köderauslage per Flugzeug wurde die Fuchspopulation in diesem Gebiet gegen die Tollwut geimpft und der Seuchenzug umgehend gestoppt, so dass letztendlich nur ein wenige Quadratkilometer großes Gebiet von der Tollwut betroffen war.


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