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  1. Inaktiver User

    Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    Hallo zusammen,

    nachdem meine kleine Hündin (1,5 Jahre alt) am Ostersamstag mehrere schwere, wie ich jetzt weiß, epileptische Anfälle hatte, wurde inzwischen die Erstdiagnose Epilepsie bestätigt.

    Ihr könnt Euch sicher vorstellen, welche Ängste und Sorgen ich ausgestanden habe, als die quicklebendige Maus von einer Sekunde auf die andere mit Schaum vor dem Maul übelst krampfend vor mir lag. Gottlob haben wir eine tolle Tierärztin, die sofort zur Stelle war und mit einer krampflösenden Spritze das Schlimmste verhindern konnte. Was mich sehr beruhigt hat ist, die Tatsache, dass ich von verschiedenen kompetenten Seiten gesagt bekommen habe, dass der Hund von den Anfällen nichts mitbekommen hat.

    Meine Hündin bekommt nun regelmäßig Luminal und ich laufe permanent mit aufgezogener Valiumspritze in der Tasche durch die Gegend - für den Fall der Fälle. Die Kleine ist wieder putzmunter und frech wie eh und jeh, aber ich habe natürlich Angst, dass die Anfälle wieder auftreten können.

    Ich habe mich zum Thema schon etwas schlaugegoogelt, wäre aber sehr an Erfahrungen anderer Hundebesitzer mit dieser Krankheit interessiert. Gibt es vielleicht Dinge, die ich über die regelmäßige Medikation hinaus beachten sollte, gibt es alternative Behandlungsformen, welche die konventionelle Therapie unterstützen, was für Komplikationen können auftreten ect, ect.

    Würde mich freuen, wenn jemand diesbezüglich Infos hat.

    Viele Grüße, Spellbound

  2. User Info Menu

    AW: Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    Hallo Spellbound,

    hier sind die Erfahrungswerte wohl sehr unterschiedlich. Es gibt Hunde, die alt werden mit ihrer Epilepsie und gut auf die medikamtenöse Behandlung ansprechen. Unsere Hündin wurde leider nur 4,5 Jahre alt. Sie war leider "austherapiert" und bekam zuletzt mind. 2 Anfälle pro Woche. Bei jedem Anfall sterben Gehirnzellen ab und sie war oft orientierungslos und stark verängstigt. Das ist jetzt schon viele Jahr her, ich vermisse sie aber immer noch.
    Jede Krankheit hat einen anderen Verlauf und verschiedene Grade. Du bekommst das bestimmt in den Griff.
    Ein Tipp von mir: Vermeide Streßsituationen und Reizüberflutungen für Deine Kleine (Straßenverkehr, Lichteinflüsse, Lärm usw.).
    Ich wünsche Dir alles Gute!

    honey

  3. Inaktiver User

    AW: Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    Liebe Spellbound,
    der Hund meiner Eltern (Jagdterrier, 7 Jahre alt) hatte vor 3 Jahren den ersten epileptischen Anfall und mein Eltern wussten damals nicht, dass er krank ist. Es war ein leichter Anfall. Zwei schwere im Abstand von mehreren Monaten folgten, den letzten schweren hatte er im Oktober letzten Jahres und seit Dezember bekommt er Luminaletten. Mit diesem Medikament hatte er noch im Dezember einen leichten Anfall, bedingt durch Stress. Seit dem hatte er keinen mehr.

    Was war denn an Ostersamstag so aufregend für sie?

    Die Schweregrade der Erkrankung sind wohl sehr unterschiedlich.

    Mit dem Luminal wird der Hund auch erstmal ruhiger, das legt sich aber wieder, während die antiepileptische Wirkung bestehen bleibt. Wichtig ist auch die regelmäßige Gabe.

    Epilepsie wird in der Hömöopathie auch mit Zinkum D6 und Apisinum D6 behandelt. Das solltest du aber mit dem behandelnden Tierarzt besprechen.

    Alles Gute für deine Kleine und dich
    Bim
    Geändert von Inaktiver User (20.04.2007 um 09:00 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    Bim und Honey, Vielen Dank Euch beiden für Eure Infos und guten Wünsche

    Ja, die Tierärztin sagte auch, dass es unterschiedliche Grade der Krnakheit gäbe (Honey, tut mir sehr Leid, dass Dein Hund offensichtlich sehr schwer erkrankt war. Ich kann Deine Trauer soooo gut nachvollziehen...) und das manche Hunde irgendwann nicht mehr auf das Medikament reagieren.

    Hundi ist momentan wieder wie immer, munter, frech und aktiv. Sie bekommt eine Vierteltablette Luminal täglich, auf die sie sehr gut reagiert. Sprich: keine Nebenwirkungen und Wesensveränderungen. Gestern wurde der Luminalspiegel im Blut gemessen und der ist auch dort, wo er sein soll.

    Hektik und Stress ist sie hier eigentlich nicht ausgesetzt, das war eher an unserem vorherigen Wohnort der Fall.
    Ich sorge mehr denn je für einen geregelten Tagesablauf und sehe zu, dass sie so wenig wie möglich allein ist. Wobei sie nie ganz allein ist, Hund Nr. 2 hütet sie wie seinen Augapfel. Aber der kann leider noch keine Spritzen verpassen...

    Ich hoffe sehr, dass wir die Krankheit gut in den Griff bekommen.

    Viele Grüße, Spellbound
    Geändert von Inaktiver User (20.04.2007 um 11:04 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    Ach herrjeh, Spellbound! Wie du weißt, hatte ich auch eine Springer- Hündin. Sie litt ebenfalls unter Epilepsie, leider hat sich auch unter Medikamenten daran nichts geändert. Just in dem Sommer, als wir sie in der tierärztlichen Hochschule in Hannover vorstellen wollten, starb sie. Auch dass ich ihr über die Nacht hinweg so viel Valium gespritzt habe, dass man damit eine Kleinstadt hätte betäuben können, konnte nichts ändern...

    Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir mit deinem Hund anders geht, wir haben damals gegoogelt, dass uns die Finger geglüht haben, haben aber nicht viel herausgefunden. Die Züchterin ist bis heute der Überzeugung, dass eine Borrelieninfektion der Mutterhündin schuld daran sei (was die konsultierten Tierärzte aber allesamt für undenkbar hielten, und letztlich ja auch nicht weitergebracht hätte, wäre es der Fall gewesen).

    Gruß
    Mocca

  6. Inaktiver User

    AW: Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    Hallo Mocca,

    ach Sch..., das bestätigt leider auch wieder die Tatsache, dass Spaniel, speziell Springer, zu den Rassen gehören, bei denen Epilepsie besonders häufig auftritt. Das sagte mit unsere Tierärztin und auch unter google.ukgefundene Springerforen bestätigten das. Bei der Züchterin habe ich natürlich sofort angerufen, und sie gebeten, doch auch den Besitzern von Hundis Geschwistern sicherheitshalber Bescheid zu geben. Mutter und Vater leiden nicht unter der Krankheit und auch die Stammbäume weisen nichts aus. In England ist man da sehr pingelig, insofern verlasse ich mich auf die Infos.

    Die Tiho wurde mir auch empfohlen, dort soll es eine spezielle neurologische Abteilung geben, die u.a. auch auf Epilepsie spezialisiert ist. Ich habe dort sowieso Freunde wohnen und werde bald mal vorstellig werden, bzw. mich ertsmal telefonisch informieren.

    Ich versuche im Moment positiv zu denken und mich daran zu orientieren, dass laut Tierärztin und selbszusammengegoogelten Infos die Mehrzahl der Hunde ein verhältnismäßig normales Leben führen können. Ich mag gar nicht dran denken, was passiert wenn... Die Valiumspritze ist überall mit dabei und ich hoffe, sie nicht einsetzen zu müssen. Aber das verbiete ich mir einfach und mache jetzt stattdessen einen langen Spaziergang mit den Kötis.

    Viele Grüße, Spellbound

  7. User Info Menu

    AW: Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    Mein Rat: stell den Hund gleich dort vor, spellbound! Unsere Hündin bekam trotz der Medis mehr oder weniger regelmäßig weiter Anfälle, Ostern 2003 den ersten grand- mal- Anfall, so dass wir sie in eine Decke packen und zum Tierarzt verfrachten mussten. Im Rückblick denke ich immer noch, wir hätten gleich nach dem ersten Anfall in die TH fahren sollen, wer weiß, was uns bei richtiger Einstellung erspart geblieben wäre.

    Übrigens war unsere Hündin auch die erste in der gesamten Zucht, die unter Epilepsie litt.

    Mocca

  8. Inaktiver User

    AW: Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    Mocca, habe mich nach meinem Posting bereits mit der dortigen Spezialistin in Verbindung gesetzt. Sie betreut neben ihrer Tätigkeit als Neurologin in der Klinik für kleine Haustiere seit letztem Jahr ein Studie, die sich mit der Therapieresistenz bei epileptischen Hunden beschäftigt.

    Mit wurde zunächst mal gesagt, dass meine hiesige Tierärztin genau das richtige gemacht hat und auch die wöchentlichen Kontrollen des Blutspiegels zwecks richtiger Einstellung nicht mehr sind, als man dort zunächst machen würde. Ich bin in zwei Wochen in H. (früher lässt es sich schlichtweg nicht einrichten) und werde dann dort mal vorstellig.

    Was ich interessant finde, ist die Aussage, dass die richtig fiesen Anfälle sehr oft zu einer ganz bestimmten Jahreszeit auftreten, meist dann, wenn es urplötzlich wärmer wird. Die Tiho-Dame bestätigte mir ebenso wie meine hiesige Tierärztin, dass es in den letzten zwei Wochen wieder überdruchschnittliche viele Fälle gab.

    Man, man - das ist wirklich alles nicht schön...

    Viele Grüße, Spellbound

  9. User Info Menu

    AW: Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    Hallo,

    der Yorkshire Terrier meiner Schwester hat schon seit Jahren regelmäsig Krampfanfälle, mal mehr/mal weniger schlimm. Sie versorgt ihn direkt nach dem Krampfen mit Bella Donna und Arnica Globuli, zur Muskelentkrampfung. Bei ihm treten die Anfälle hauptsächlich streßbedingt auf.
    Da leider eine meiner Katzen auch unter Epilepsie leidet (und bei Katzen ist eine medikamentöse Behandlung lt. meinem Tierarzt um einiges schwerer als bei Hunden) hab ich es auch mit Bella Donna Globuli versucht. Habe bisher sehr gute Erfahrungen damit gemacht, aber habe auch daß Glück, daß es bei meiner Katze sehr selten vorkommt. Vielleicht ist daß ja auch daß passende für deinen Hund?
    Auf jeden Fall alles Gute wünsch ich euch!
    LG Fellya

  10. Inaktiver User

    AW: Epilepsie beim Hund: Wer hat Erfahrung?

    @Fellya

    Danke für den Tipp. Werde das mal mit der Tierärztin besprechen. Die ist ergänzenden alternativen Mitteln glücklicherweise sehr aufgeschlossen.

    Dass Katzen schwieriger zu therapieren sind habe ich bei meinen Recherchen auch häufig gelesen. Mist!

    Wünsche Euch auch alles Gute, viele Grüße

    Spellbound

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