Ich finde auch, dass 8 Wochen sehr früh ist - nicht nur zur Kastration, sondern auch zur Abgabe. Es sei denn, die Mutter ist nicht mehr verfügbar und auch keine "Ziehmutter" vorhanden.
Ansonsten sollen Kätzchen auch erst nach 12 Wochen von der Mutter getrennt werden.
und ja auch ich frage mich wie junia - hast du denn schon eine Katze? Oder gibt es 2 Kitten, die du aufnehmen möchtest? Alle seriösen Tierheime, die ich kenne, geben Kitten nicht alleine ab, es sei denn, es ist bereits eine soziale Katze vorhanden. Katzen sind KEINE Einzelgänger - ich bin strikt dagegen, ein Jungkätzchen alleine aufzunehmen. Da kann fast nur eine Verhaltensstörung bei rauskommen...
Ansonsten kenne ich es auch so, dass man die Jungkatze mit 12 Wochen bekommt und unterschreiben muss, dass man das Tier binnen 3 Monaten kastrieren lässt, da erst damit das Tier in den Besitz des neuen Halters übergeht. Das finde ich sinnvoll.
Viel Erfolg bei der Suche.
LG
Natalie
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Thema: Leidiges Thema Tierheim?
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16.04.2007, 21:39
AW: Leidiges Thema Tierheim?
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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17.04.2007, 07:31
AW: Leidiges Thema Tierheim?
Meine Tochter holte sich letztes Jahr aus dem Tierheim einen ca. 8-Wochen alten Katzenwelpen aus einem 3- er Wurf ohne Mutter. (zu ihrer vorhandenen Katze dazu) Von sofortiger Kastration war keine Rede. Das hätte sie in diesem Alter auch nicht gemacht, eben wegen der dann fehlenden Hormone. Diese sind wichtig, nicht nur für die körperliche (sprich Aussehen) sondern auch für die geistige Reife. Sie musste 50,- Euro Kaution hinterlegen, welche sie nach der Kastration zurückbekommen hätte (man kann sie auch spenden:-))).
Mit ca. 8 Monaten wurde die Katze kastriert. Ein bißchen Eigenverantwortung sollte man den neuen Besitzern schon zugestehen, dass sie das beste für ihr Tier wollen.
MeryaMan könnte ohne Hund leben,
nur lohnen würde es sich nicht.
Heinz Rühmann
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17.04.2007, 08:01Inaktiver User
AW: Leidiges Thema Tierheim?
Ich ducke mich schon mal sicherheitshalber, weil ich weiß, dass mein Beitrag NICHT Thema hier ist... Aber ich plädiere ja immer wieder sehr gerne dafür, auch älteren Katzen eine Chance zu geben. Kleine Katzen sind entzückend, auch ich habe diese Erfahrung machen dürfen. Aber es ist so eine kurze Zeit...
Mein jetziger Kater war bereits drei Jahre alt, als wir ihn zu uns genommen haben - drei Jahre, die ausschließlich im TH verbracht hat. Es ist wunderschön, wie aus dieser verstörten Katze ein lebensfrohes und glückliches Tier geworden ist, das seine Flegeljahre gerade nachholt und einer kleinen Katze an Spiel- und Forschertrieb in nichts nachsteht.
Auch unserer zweiter Kater war schon etwas betagter - wie alt kann uns niemand sagen, wir schätzen ca. sieben Jahre - als er zu uns kam.
Er war völlig verwahrlost, verhuscht und unzugänglich und auh bei ihm war es so, dass er in seinem hohen Alter, als er endlich aufgetaut ist, alles nachgeholt hat, Schmusen, Spielen, Raufen...
Ok. Ich weiß, war nicht Thema. Aber es gibt so viele ältere Katzen, die keiner - mehr - will und mit denen man fast noch mehr Freude hat als mit jungen Katzen...
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17.04.2007, 08:04Inaktiver User
AW: Leidiges Thema Tierheim?
Morcheeba, ich setz noch einen drauf und plädiere für ein ÄLTERES und vor allem SCHEUES Tier, welches halt nicht sofort auf einen zugesprintet kommt, sondern sich verunsichert und ängstlich in die hinterste Ecke verkrümelt. Kein "Das Tier hat sich den Halter ausgesucht", sondern ein Tier nehmen, das auf niemanden zugelaufen kommt und somit auch keine Chance auf Vermittlung hat ...
Dann dauert es halt viele Monate oder gar Jahre, bis mal Vertrauen aufgebaut wird, aber dann ist es umso schöner.
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17.04.2007, 08:23Inaktiver User
AW: Leidiges Thema Tierheim?
Poison - Du nimmst mich jetzt aber schon ernst
Mein Kater war so ein scheues Tier. So scheu, dass wir ihn nicht einmal richtig anschauen konnten, erst im Transportkäfig durfte ich ihn ausgiebig begutachten... Aber da hatte ich mich eh schon für ihn entschieden...
Er hat sich im TH nie anfassen lassen, geschweige denn streicheln. Er hockte die ganze Zeit nur in seiner Höhle...
Die ersten zwei Wochen saß er auch bei uns nur unter dem Sofa. Aber er hat ein großes Problem: Neugierde. Und die war stärker.
Nach einem Monat ließ er sich anfassen und weiteren zwei Wochen sogar streicheln. Ich habe ein wenig getrickst und Feliway eingesetzt... Nach zwei Monaten kam er das erste Mal zu uns ins Bett...
Er ist immer noch sehr scheu. Schnelle Bewegungen verunsicheren ihn sehr. Und wenn es mich mal überkommt und ich meinen Knuddeltrieb nicht länger unterdrücken kann, rennt er entsetzt weg.
Aber - es hat weder Monate noch Jahre gedauert. Ein bißchen Feliway, ein paar Bachblüten, viel Geduld und wenig Erwartungen...
Bitte, denkt alle, die Ihr Katzen anschaffen wollt, darüber nach. Und schaut zwei Mal hin. Der Kater meines Freundes sah im ersten Moment so gar nicht schön aus. Kein Wunder, das Fell verfilzt, die Augen verklebt und sehr dünn... (NICHT aus dem TH, sondern der Nachlass einer alten Dame). Wir haben im ersten Moment wirklich gezögert, weil er so wenig ansprechend aussah.
Er ist jetzt ein wunderschöner Kater!
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17.04.2007, 08:29Inaktiver User
AW: Leidiges Thema Tierheim?
Yap, Morcheeba :) ... ich wollte es nur noch einmal bekräftigen.
Man hört so oft: Ja, die Katze kam auf mich zugerannt, die hat sich mich ausgesucht, da hab ich sie mitgenommen, das passte ja alles ... und die Katzen (oder auch andere Tiere), die eben keinen Kontakt zum Menschen suchen, schon gar nicht zu Fremden, die haben keine Chance, obwohl auch sie sie verdienen.
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17.04.2007, 10:06
AW: Leidiges Thema Tierheim?
Ich kann euch beiden nur zustimmen. Ich wäre sogar dafür dass es irgendeine Regelung gibt dass ältere Tiere oder solche die schon länger im TH warten potentiellen neuen Besitzern zuerst vorgestellt werden oder sowas .... und erst wenn die Leute da kein Tier finden das sie nehmen möchten, die Tiere die gerade erst gekommen sind .... sowas in der Art.
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If in hole
Stop digging
(Indian saying)
"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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17.04.2007, 10:34
AW: Leidiges Thema Tierheim?
Ich habe 4 Katzen über den Tierschutz bekommen. 3 aus dem Tierheim, eine nach einem Todesfall über ein Forum um ihr das TH zu ersparen.
Ich bekam sie im Alter von 2, 5, 7 und 20 und sie waren sehr schwierig, aber ich würds immer wieder machen.
Ninja und Turtle (ich hab die Namen nicht gegeben) waren halbwilde, die nie vorher mit Menschen zusammen gelebt haben und per Katzenfalle ins TH kamen, weil ihr Grundstück, wo sie lebten bebaut wurde.
Sie hatten Panik vor allen Menschen, verkrochen sich in die hinterste Ecke, ja sie waren so scheu, dass sie selbst während der Zeit im TH nicht entwurmt oder entzeckt werden konnten, weil niemand an sie ran kam(!) und für die Vermittlung letztlich mit dem Netz gefangen werden mussten.
Zuhause nur Panik, nur verkriechen, unter die Couch machen vor Angst und das tagelang. Bei Turtle ging es dann sehr schnell, dass der Damm brach. Nach 7 Tagen ließ sie sich streicheln, nach 14 Tagen war der Damm völlig gebrochen und sie wurde die anhänglichste Katze, die ich jemals erlebt habe (und ich habe den Vergleich mit 2 Kätzchen, die fast von Geburt an hier leben). Sie folgte mir auf Schritt und Tritt, wie ein Hund. Ging ich ins Bett, war soe sofort auch da und rollte sich in meinem Arm zusammen.
Leider musste ich Turtle schon vor einiger Zeit einschläfern lassen
Bei Ninja dauerte es viel länger. Wirklich Wochen. Sie floh wann sie konnte und hielt immer Abstand, war man jedoch einmal zu ihr durchgedrungen ließ sie sich ausdauernd kraulen und forderte das dann auch vehement ein, um sich dann wieder zurück zu ziehen. Während man zu Turtle aktiv durchdringen konnte, musste von Ninja wirklich jeder Schritt von ihr ausgehen und ich wartete. Und sie wurde die - ich möchte fast sagen - aufdringlichste Katze, die ich je erlebt habe, die so vehement und bestätig Schmuseeinheiten einforderte, immer auf den Schoß kam, sich auf Schultern und Nacken rollte und mir manchesmal das Schreiben am PC unmöglich machte.
Benno war so panisch, dass er im TH aus seinem Korb nicht herauskam, nicht fraß und unter sich machte. Manmusste ihn im Korb füttern und ins Katzenklo setzen, weil er so eingeschüchter war. Auch er war eingefangen worden, was er vorher so schlimmes erlebt hat wissen wir nicht. Heute ist er ein glücklicher, selbstbewusster Kater, der just in diesem Moment zum Fenster reinkommt
Er ist verschmust, versteht sich gut mit den Hunden und anderen Katzen, ist stubenrein - toller Kerl geworden.
Tweety kam 20-jährig nach dem Tod ihrer Besitzerin zu mir. Musste zwangsernährt werden, weil sie so verstört war, dass sie abmagerte bis aufs letzte. Nach einer Woche taute sie auf und ist jetzt mit 22 Jahren wieder ganz sie selbst und die größte und selbstbewussteste Katzenpersönlichkeit, die ich jemals erlebt habe. Eine echte Diva.
Die nächste Katze, die hier einzieht, wird bei gegebener Zeit wieder ein älteres Tier sein. Zu sehen, wie sie unter der Zuwendung auflühen ist einfach wunderschön...Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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17.04.2007, 11:02Inaktiver User
AW: Leidiges Thema Tierheim?
Wir haben vor Jahren aus dem Tierheim zwei Katzen zu uns genommen, es waren Herbstkatzen, beide waren ausgesetzt worden und mutterlos und wurden nur zufällig gefunden, kleine, völlig zerrupfte und magere Bündelchen.
Zitat von Tatra
Von daher war das Tierheim dankbar, dass wir sie genommen haben.
Eine wurde überfahren, die andere hatte einen kleinen Wurf Katzen, bevor wir sie sterilisieren liessen.
Ich war übrigens stinksauer auf die Kater-Besitzer im Dorf, die mit der Begründung "Ist ja ein Männchen und kann ja nicht schwanger werden!" sich die Kosten für die Kastration gespart haben.
Wir hatten teilweise 4 megageile Kater auf dem Grundstück, die überall markiert haben...
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17.04.2007, 12:48Inaktiver User
AW: Leidiges Thema Tierheim?
@ all
Zunächst eine kurze Info. Seit 20 Jahren bin ich nicht ohne Katzen; seit 15 Jahren bei ein und dem selben Tierarzt. Von kleinen "Ausrutschern" in unserer Stadt einmal abgesehen, durch die mein letzter Kater sogar zwei Zähnchen verlor. Ohne zu röntgen zog der Tierarzt ihm die Zähne und trieb damit nicht nur die Rechnung in die Höhe. Mit seiner ebenfalls in der Praxis arbeitende Frau vereinbarte ich, mich erst zu benachrichtigen wenn bei der Zahnsanierung gezogen werden muss. Ihr Mann hatte bereits schon vor Jahren seine Approbation wegen Trunkenheit verloren und praktiziert(e) dennoch.
Meine Katzen habe ich immer jeweils im zarten Alter von 8 Wochen abgeholt; fuhr ab dem Alter von 3 Wochen fast täglich zum Streicheln und Liebkosen. Sie gedeihten prächtig, waren clever und sehr anhänglich. Reine Stubenkatzen wohlgemerkt. Meine erste Katze (Schildpatt, damals 3 Jahre) wurde nach einem Umzug sehr unsauber und pinkelte überall hin. Mit dem Tag, als ein 2. Kätzchen dazu kam, war sie wieder stubenrein. Ein Jahr vor ihrem Tod (12 Jahre) wurde sie wieder unsauber. Habe mir damals sagen lassen, dass dies bei Schildpattkatzen nicht unüblich ist. Nach einem Jahr war ich dann mit meinen Nerven fast am Ende und ließ sie einschläfern. Die Notwendigkeit hat der Tierarzt eingesehen. Er ist Vorstandsvorsitzender eines Tierschutzes.
Ein Tierpfleger mit etwas Menschenkenntnis wird aus so einem Gespräch heraus hören wen er vor sich hat. Sollte er wirklich vermutet haben ich würde für eine Vermehrung sorgen so ist er allenfalls zum Säubern der Unterkünfte im Tierheim geeignet.
Das mit illegalen Vermehrungen Schindluder getrieben wird ist mir bekannt. Habe mir selbst schon Stichproben in entsprechenden Wohnungen erlaubt. Wenn Parfümgeruch überwiegt, die Mutterkatze ausgemergelt ist und das Umfeld entsprechend aussieht.......spätestens dann sollte Meldung gemacht werden. So hält es auch der hiesige Tierschutz. Mit Kontrollen hätte ich rechnen müssen wenn ich einem Tier aus dem Tierheim ein neues Zuhause biete. Deshalb verstehe ich bis heute nicht die Reaktion des Tierpflegers, zumal das Muttertier nicht mehr vorhanden war.
Hinzu kommt, dass mir sämtliche Tierärzte aus meiner Stadt bekannt sind. Und der Arzt, der in "unserem" Tierheim die Tiere behandelt, schreckt auch nicht vor viel zu frühen Kastrationen zurück.
Damit ich mich nicht in Rage rede komme ich auf "meinen" Tierarzt zurück. Bei ihm absolvierte ich ein mehrwöchiges Praktikum. Ihm vertraue ich voll und ganz und kann meine Tiere blind in seine Hände legen. Er bekommt sogar "hoffnungslose Patienten" aus anderen Praxen gebracht und gibt sie nach ein paar Tagen mit entsprechenden Diagnosen wieder zurück. Davon weiß der Tierhalter in den wenigsten Fällen. Ihr seht, meine Kenntnisse sind nicht nur begrenzt auf Katzenhaltung und Erziehung.
Kleine Katzen sind entzückend, große auch. Ich stelle Jungtieren gern´selbst die Weichen für ein glückliches Katzenleben von Anbeginn bis zum Ende.
@ Tatra
Möglicherweise schreibe ich dich in ein paar Wochen an, ok?
LG JonithGeändert von Inaktiver User (17.04.2007 um 12:51 Uhr)


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