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Thema: Zweithund

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    Frage Zweithund

    Hallo,
    ich habe eine Jagdhundmixhündin, die ich aus schlechter Haltung holte, und die nie Einzelhund war, bis meine alte Hündin starb. Seither versucht die Kleine, sich in der Familienhierarchie "hochzubeißen", sie zwickt die Kinder und versucht es, die Kontrolle zu erlangen. Wir haben mit einer guten Hundetrainerin zusammengearbeitet, die uns wirklich tolle Tips gegeben hat, und von der wir viel gelernt haben. Solange wir ihre Tips konsequent beachten, ist das Verhalten unserer Hündin auch besser, klar.
    Nun überlege ich mir, ob es vielleicht Sinn macht, wieder einen Zweithund dazuzuholen, oder ob es das Chaos komplett macht. Was meint ihr? Ich denke an einen gebrauchten Hund, vielleicht irgend so ein armes Straßentier, dass genau wie mein Hund nur auf Hunde sozialisiert wurde. Bin mir aber nicht sicher, ob das gut wäre, oder kontraproduktiv.
    Gruß
    Jane

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    AW: Zweithund

    Leider bin ich Pessimist. Ich befürchte mehr Chaos. Wenn Deine Hündin das Rudel gerade neu strukturiert, kann ein neues Rudelmitglied nicht mehr Ruhe reinbringen, es sei denn, Du schaffst Dir ein echtes Alpha-Tier an, das Euch dann alle übernimmt. Aber dann hast Du Chaos hoch drei.

    Ich würde erstmal die Hündin auf ihren Platz verweisen und ihr klar machen, wer das Rudel führt, Du natürlich. Wenn das alle wissen, kann kommen, wer will.

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    AW: Zweithund

    Hallo atman,

    meine alte Hündin war eine echte Alpha-Hündin, das stimmt. Aber im Familienrudel bin ich ganz eindeutig der Chef. Allerdings ist mein Mann eher ein Kumpel für den Hund, als ein echter Chef, sein "Ersatzbruder" war ein Schäferhund, und so benimmt sich mein Mann eben auch Das sieht total lustig aus, ist machttechnisch aber wahrscheinlich Käse. Ich bin eigentlich immer auch Chef über die Kinder gewesen, eine klare Sache, bis eben meine Stiefkinder dazukamen, die sich von mir nichts sagen lassen. Und gleichzeitig starb die alte Hündin. Und seither gibts Probleme. Schon schade. Wenn man lange Zeit zwei Hunde hatte und das gut fand, empfindet man halt einen allein immer als einsam, genau wie ich alle Kleintiere auch mindestens zu zweit halte. Ich muss aber wohl noch etwas warten und weiter mit meiner kleinen Zicke arbeiten.

    Gruß Jane

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    AW: Zweithund

    Hallo Jane,

    vielleicht bist Du ja – bewußt oder unbewußt – netter zu eurem hund, weil er Dir so alleine leid tut und sie interpretiert das falsch als schwäche.

    Wir haben vor jahren zu unserem rüden eine hündin als welpen geholt und sie ist bis zu seinem tode auch nie allein gewesen. Sie hat danach überhaupt keine schwierigkeiten gemacht, aber ich fand, sie machte immer so einen traurigen und einsamen eindruck.

    So haben wir vor kurzem einen hund aus dem tierheim dazu genommen und obwohl alles sehr viel einfacher läuft, als erwartet, ist es doch anstrengend genug.

    Ich fand auch damals, als wir die hündin als welpen dazu geholt haben, daß unser sehr dominanter und manchmal recht schwieriger „erstrüde“ danach um einiges ausgeglichener und einfacher zu handhaben war.

    Deshalb, im grunde finde ich es auch für hunde besser, sie nicht alleine zu halten. In Deinem fall würde ich mir aber – wenn – dann einen gut erzogenen hund aus ordentlicher haltung dazu suchen. Auch da kannnst Du ein gutes werk tun, denn immer wieder müssen hund abgegeben werden, weil die besitzer erkranken, ins altersheim müssen oder sich scheiden lassen und nicht mehr um den hund kümmern können.

    Ob das aber klappt kann man wohl nicht so pauschal beantworten. Es kann bestimmt auch schief gehen.

    arabeske
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

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    AW: Zweithund

    Hi Arabeske,

    ich glaube nicht, dass ich netter zu meinem Hund bin, weil sie mir leid tut. Ich bin eher so der Feldwebel-Typ im Umgang mit Hunden und Söhnen, weil bei beiden Sorten meist jedes zusätzliche Wort überflüssig ist. Weshalb mich zumindest meine Hunde immer als Boss verstehen, was mir meine Hundetrainerin auch bestätigt hat. (Was nicht bedeutet, dass ich ein liebloser oder verständnisloser Mensch bin, aber man sollte weder Kinder noch Hunde über Erwachsene bestimmen lassen..)
    Ich hatte ganz einfach schon zwei Hunde und fand das schön. Meine kleine Zicke hat nicht die Bohne getrauert, als die alte Hündin starb, das war nur für mich so schlimm. Witzig ist aber zum Beispiel, dass sie furchtbar an der Leine zieht, wenn ich sie alleine dran habe, an der Koppel oder wenn ich die Leine links runtehängen lasse, als ob da noch ein Hund wäre, läuft sie wie ein Engel. Reine Gewohnheitssache, klar.
    Außerdem würde ich mir sowieso nur so ein armes Tierheim- Scheidungs- Altersheim- oder Mittelmeertier holen. Es gibt da soviel Elend, ich würde da gerne irgendwie helfen.

    Liebe Grüße
    Jane

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    AW: Zweithund

    Und wie sieht es inzwischen aus? Neuer Hund in Sicht?

    Ich bin eher so der Feldwebel-Typ im Umgang mit Hunden und Söhnen, weil bei beiden Sorten meist jedes zusätzliche Wort überflüssig ist.
    Kannst Du das näher erklären? Also redest Du so mit den Hund:
    Harras, Sitz.
    Ruhe. Harras sitzt nicht.
    Harras, Sitz.
    Dann zittert die Wand? Die Muzi wird gezogen auf den Hund gezielt und dann nur 1, 2, 3 gezählt?
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Zweithund

    Hi Lukulla,

    das klingt ja lustig , nee, ne Pumpgun hab ich nicht, ich wusste auch nicht, dass beim Bund die Rekruten sofort erschossen werden, das ist wohl der wahre Grund für das Aussterben der Deutschen (wir sollten sofort Frau Merkel anrufen!).
    Meine beiden Hunde bis jetzt sind Weimaraner-Mixe.
    Hast du mal einen Weimaraner in Aktion gesehen? Wenn man sagt sitz, wird vor lauter Begeisterung über eine Aufgabe das gesamte guck-mal-was-ich-alles-kann-Programm abgespult. Also ruhig bleiben, Mutti, nein sagen, nochmal von vorne. Und das solange bis es klappt. Und irgendwann klappt es dann sofort. Ruhiger wurde mein alter Hund so mit 8,9 Jahren. Ich sag ruhiger, nicht ruhig!
    Aber dominant sind sie eben auch fast von Natur aus. Ich gehöre also nicht zu den Leuten, die vor der Tierarztpraxis stehen und auf Hündchen einreden, es soll doch bitte, bitte mitkommen. Der Hund sollte wirklich nicht Chef sein.
    Nö, immer noch kein Zweithund in Sicht. Ich will da nichts falsch machen und möchte das auch mit Einverständnis der Familie, inklusive eventueller Ferienbetreuung durchziehen. Unsere Kinder wollen nämlich nur einmal wenigstens eine Flugreise machen, sonst gehts nach Dänemark, Hund und Vater baden.
    Aber ich träume schon nachts von Hunden.

    Liebe Grüße
    Jane

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