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    Mit dem Hund ans Mittelmeer

    Liebe BriCom,

    nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub und wir starten gerade mit ersten Überlegungen bzgl. Urlaub 2022... Gern würden wir mit dem Hund nach Südeuropa ans Meer....

    Meine Frage an euch - wie haltet ihr es mit Reisen mit Hund ans Mittelmeer? in meinem Umfeld erlebe ich einige neue Hundebesitzer, der sehr sorglos mit ihren Hunden in den Süden Europas fahren. Meine Sorge gilt der bunten Palette der sogenannten Mittelmeerkrankheiten, die von lästig aber behandelbar bis nicht behandelbar und ggf. tödlich ausfallen können.

    Ich werde über unsere Reisepläne bei der nächsten Impfung mit dem Tierarzt sprechen, halte ihn aber auch nicht für einen Experten zu diesem Thema. Wechseln ist im übrigen kaum möglich, da bei uns in der Gegend die komplette Hunde/Tier-Infrastruktur überlastet ist... Ich bin schon froh, überhaupt einen Tierarzt zu haben.

    Ich habe mich ein wenig eingelesen, aber mich würde trotzdem interessieren
    - wie schützt ihr euren Hund?
    - sind meine Sorgen ggf. übertrieben (ich habe eine Tierschutz-Hund aus dem Süden, der lt. Blutbild gesund ist - möchte ich ihn jetzt wieder der Gefahr aussetzen)?
    - oder lasst ihr ihn lieber zuhause bei einer guten Betreuung (was auch eine Option bei uns wäre)

    Ich freue mich auf eure Antworten!

    C
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

    Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
    Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt - die Ärzte

    Das leben ist zu kurz für schlechtes Essen (gesehen vor einem Berliner Restaurant)

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    AW: Mit dem Hund ans Mittelmeer

    Ich würde keinesfalls ans Mittelmeer fahren, die von dir erwähnten Krankheiten sind schnell geholt und da hat man dann ein Leben lang was davon. Dazu kommt - gerade heutzutage - die Hitze, ganz unkalkulierbar auch in Jahreszeiten, die früher als mild galten.
    Dazu kommt auch noch die lange Fahrt.
    Ich würde an deiner Stelle die Unterbringungsmöglichkeit nutzen, das ist für den Hund entspannter und für euch natürlich auch.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

  3. VIP

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    AW: Mit dem Hund ans Mittelmeer

    Am wichtigsten ist es, gegen alle in der Gegend vorkommenden Erkrankungen, bei denen es eine wirksame Prophylaxe gibt, diese auchmega-konsequent anzuwenden.
    Spot-ons und/oder Halsbänder gegen Zecken, Sandfliegen, andere stechende/saugende Mücken ....
    Medikamnete schon einige Zeit vor Abreise gegen Herz- und/oder Lungenwürmer geben.

    Jeden Tag mehrfach den Hund nach Zecken und Insekten absuchen.

    Lass dich an einer modernen Klinik beraten, wenn du dem Haus-TA nicht soviel KnowHow zutraust und google nach "Hund Mittelmeerkrankheiten (oder Reisekrankheiten) Prophylaxe". Die Hersteller der Antiparasitika habe oft sehr gute Informationsseiten.

    Schau auch auf den Seiten der ESCCAP, da könntest du auch fündig werden.

    In einem anderen Leben war der jeweilige Hund immer dabei.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Mit dem Hund ans Mittelmeer

    Tach!

    Das Problem an der Sache - Mittelmeer ist längst nebenan. Insbesondere Zecken übertragen längst auch hier einige Erkrankungen, die in vielen Köpfen immer noch unter "Mittelmeer" verortet sind. Sicherheit gibt es also auch in heimischen Gefilden nicht.

    Jeder muss sich daher über eine angemessene Prophylaxe Gedanken machen, egal ob er nun in den Urlaub fährt oder zuhause unterwegs ist.

    Ich würde darüber immer mit dem TA meines Vertrauens sprechen. Impfstatus muss stimmen und eine vernünftige Zeckenprohylaxe muss her. Ausserdem Schutz gegen Sandmücken. Die gibt´s inzwischen übrigens auch nicht mehr nur "im Süden".

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    AW: Mit dem Hund ans Mittelmeer

    vielen Dank für die Rückmeldungen!

    @kangastus: Madame liebt Auto fahren und findet Hitze auch nicht so schlimm (Kälte schon). Aber zuhause bleiben ist durchaus eine Option (oder halt ein nördlicheres Ziel)

    @Katelbach: danke, ich lese mich da nochmals ein... Ich habe einen - in Deutschland gut wirkenden - Zeckenschutz gefunden. Seitdem habe ich keine Zecke mehr gefunden, die Frage ist, was die südlicheren Zecken davon halte. Tierklinik ist ein guter Hinweis

    @KlaraKante: ich hatte schon Sorgen in Süd-Österreich.... Und weiß auch, dass alle Krankheiten längst das Mittelmeer verlassen haben. Aber ich denke, das Risiko steigt halt, je weiter ich Richtung Süden reise. Und jetzt überlege ich halt, ob ich es eingehen will...

    Grundsätzlich erstaunt es mich extrem, wie unbeschwert alle Hundebekannten ihre Hunde in den Süden mitnehmen Grundsätzlich muss das ja jeder selbst wissen, aber der Hund kann im Notfall nix dafür, dass sich der Halter nicht informiert hat
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

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  6. VIP

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    AW: Mit dem Hund ans Mittelmeer

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    @Katelbach: danke, ich lese mich da nochmals ein... Ich habe einen - in Deutschland gut wirkenden - Zeckenschutz gefunden. Seitdem habe ich keine Zecke mehr gefunden, die Frage ist, was die südlicheren Zecken davon halte. Tierklinik ist ein guter Hinweis
    Für südlichere Gefilde richten die hiesigen "Schutzschilder gegen die Überträger nicht unbedingt was aus.
    Es gibt aber Halsbänder, die schützen vor mehreren Zeckenarten, Sandfliegen und Stechmücken.

    Gegen Herzwürmer, die auch von Stechmücken übertragen werden, ist die Prophylaxe mit einem Spot-on oder Halsband plus einem Wurmmittel gegen Larven, die vielleicht schon im Körper sind, sinnvoll.
    Inzwischen gibt es auch Kombipräparate.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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    AW: Mit dem Hund ans Mittelmeer

    Ich lebe im Mittelmeerraum und habe eine hier adoptierte Hündin (die bei der Aufnahme ins Tierheim schwer an Leishmaniose und Ehrlichiose erkrankt war und momentan wieder Medikamente und spezielle Nahrung braucht). Gegen Leishmaniose gibt es mittlerweile eine Impfung, trotzdem raten auch hier alle Tierärzte zu zusätzlicher Prophylaxe.
    Und auch die hier aufgewachsene und akklimatisierte Hündin will im Sommer nur früh morgens und spät abends raus, tagsüber wird höchstens dringend gepinkelt und dann wieder nach Hause gezogen. Am Strand ist es ihr dann auch im Schatten viel zu heiß.
    Hunde sind auch nicht überall am Strand willkommen, manchmal gibt es dort auch wilde Hunde, die über Eindringlinge in ihr Revier nicht erfreut sind. In Restaurants dürfen Hunde sowieso nicht mit; ein Urlaub mit Hund ist hier organisatorisch schon etwas kompliziert.

    Wir waren dieses Jahr eine Woche in einem Ferienhaus am Meer, wo ein Hund ausdrücklich erlaubt war - aber erst bei Ankunft wurde gesagt, dass er nicht mal kurze Zeit alleine dort bleiben darf (womit unsere Hündin nach ein paar Tagen Eingewöhnung kein Problem gehabt hätte.) Bei jedem Einkauf oder Essen blieb also einer zu Hause, zum Ausflug mit Besichtigung kam sie mit, und wir sind nacheinander in die antike Stätte etc. - entspannt ist anders.
    Würde ich von Deutschland aus herreisen, würde ich den Hund lieber gut betreut zu Hause lassen.
    Geändert von braunbaerin (25.09.2021 um 19:08 Uhr) Grund: ergänzt

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