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    Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Seit mein Hund im Dezember mit 15 Jahren gestorben ist, schaue ich mich wieder nach einem neuen Hund um. Mir fehlt die Routine, das Gassigehen, die Begleitung und vielleicht auch das „Kind im Hund“. Meine Kinder sind aus dem Haus.

    Dabei habe ich noch zwei Katzen und einen Mann, die auch manchmal viel Kraft und Arbeit fordern

    Dazu kommt, dass unser verstorbener Hund viele Krankheiten hatte, von den Zähnen über Blasensteine bis zum Tumor und das letzte Jahr vor seinem Tod war für mich und meinen Mann eine richtige Herausforderung mit vielen Ängsten und Tränen. Ob ich das mit 70 nochmal schaffen würde?

    Mein Mann möchte eigentlich keinen Hund mehr, denn er meint, dass er es mit seinen 61 Jahren nicht mehr schafft und auch nicht mehr schaffen will. Er würde mich zwar unterstützen, aber nur, wenn es ganz dringend sein muss. Zudem stehe ich (56) noch mitten im Arbeitsleben und würde die Hilfe meines Mannes (der wesentlich flexibler ist) schon ab und an benötigen. Auch wenn Hunde bei uns im Büro ab und an erlaubt sind.

    Ein Welpe wäre zwar wegen der Katzen und der Erziehung nicht schlecht, aber macht auch viel Arbeit.
    Jetzt habe ich mich schon zweimal in einen (älteren) Hund verguckt, mich beworben (Tierheim/Tierschutz) und jedesmal direkt vor dem Kennenlerntermin eisigkalte Füße bekommen, d.h. ich habe immer kurz vor dem Termin abgesagt. Jedes Mal bin ich erleichtert und traurig zugleich.

    Ich komme mir schon richtig blöd dabei vor und verstehe mich selbst nicht mehr. Aber ich weiß auch, welche Verantwortung man mit einem Tier eingeht - vor allem mit einem Hund.

    Bin ich eine elende Bedenkenträgerin oder sind meine Ängste normal? Vielleicht hat hier im Forum jemand auch schon Mal so eine Phase gehabt? Bin langsam ratlos
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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    AW: Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Zitat Zitat von Gartenzwergin Beitrag anzeigen
    Bin ich eine elende Bedenkenträgerin oder sind meine Ängste normal? Vielleicht hat hier im Forum jemand auch schon Mal so eine Phase gehabt? Bin langsam ratlos
    Ich teile genau diese Bedenken und weiß deshalb heute schon, es wird nach unserem jetzigen Hund, keinen mehr geben.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

  3. VIP

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    AW: Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Ich teile genau diese Bedenken und weiß deshalb heute schon, es wird nach unserem jetzigen Hund, keinen mehr geben.
    Ich teile die Bedenken auch und finde es klasse, dass ihr im Vorfeld nachdenkt, nicht erst dann, wenn der Hund nicht ins Leben passt!

    Ich lebe seit fast 60 Jahren mit Hund und weiß, dass meine (privilegierte) Situation es immer zulässt, mein Leben hundegerecht zu gestalten. Das war in meiner Ursprungsfamilie so, dann mit meinem Lebensmenschen und jetzt praktiziere ich das schon 20 Jahre allein (mit einer Notfall"verfügung" für den Hund/die Hunde).

    Trotzdem habe ich mir immer große Gedanken bei einem neuen oder weiteren Hund gemacht. Und die werden bei zunehmendem Alter und als Alleinstehende nicht gerade weniger.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Und genau die Tatsache, dass man sich Gedanken macht, bevor das Tier einzieht, ist Tierschutz!
    Sternzeichen Murmeltier, Aszendent Fressack
    Nieder mit low-carb...es lebe die neolithische Revolution!!!

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    AW: Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Zitat Zitat von Gartenzwergin Beitrag anzeigen
    Bin ich eine elende Bedenkenträgerin oder sind meine Ängste normal? Vielleicht hat hier im Forum jemand auch schon Mal so eine Phase gehabt? Bin langsam ratlos
    Ich hatte diese Bedenken noch auf der Fahrt, als wir unseren Hund abgeholt haben. Wie wird das sein? Werden wir das schaffen? Noch eine Belastung, eigentlich habe ich davon genug. Welche Schwierigkeiten erwarten uns? Verantwortung für die nächsten 15 Jahre....

    Ich hatte große Bedenken, aber ich hatte mich entschieden und diese Entscheidung lautete, dass wir alles nötige tun würden, damit das funktioniert.

    Es hat keine Woche gedauert und keiner von uns konnte sich das Leben ohne diesen Hund auch nur noch vorstellen . Die beste Entscheidung seit Jahren!

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    AW: Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Danke schonmal für eure lieben Antworten

    Ein Tier wieder abgeben, nur weil es nicht "passend gemacht werden kann", würde ich wohl nicht übers Herz bringen. Aber ob es mir damit gut ginge, wohl eher nicht.

    Unseren alten Hund konnten wir dank Corona in seinen letzten Monaten hätscheln. Ins Büro hätte ich ihn nicht mitnehmen können, weil es für ihn zu belastend gewesen wäre.
    Wir hatten mit ihm 15 schöne Jahre mit viel Lachen, Freude, aber auch viel Sorgen. Meine Hündin konnte gut alleine bleiben, hat sich mit den Katzen verstanden und war eine treue Begleiterin.

    Ein neuer Hund - ob aus dem Heim oder der Zucht - ist immer auch ein kleines Überraschungspaket und wenn ich manchmal die Geschichten aus dem Bekanntenkreis höre, kommen mir noch größere Zweifel. Da höre ich von Hundeerfahrenen, dass ihre Hündin aus der Zucht auch nach 2 Jahren nicht alleine bleiben kann und die Wohnung zerfetzt. Da höre ich, dass die Schwägerin ihren Mann nicht mehr anfassen darf, weil der Spitz dann seine Ansprüche ans Frauchen verteidigt. Da höre ich, dass es über ein Jahr gedauert hat, bis Katzen und Hund sich akzeptierten...

    Klar, es kann auch anders und besser laufen...

    Auch den Katzen zuliebe sollten wir es gut sein lassen. Eben hat mich noch eine Freundin (auch Hundebesitzerin) angerufen und mir ins Gewissen geredet. Sie wird nach ihrem Hund auch keinen mehr haben (wollen).

    Mein Mann war sogar etwas überrascht, als ich ihm eben gesagt habe, dass ich den Termin im Tierheim abgesagt habe. Irgendwie spüre ich bei ihm auch immer eine kurze Freude, wenn ich ihm einen Hund zeige, der mich interessiert... wir sind tierlieb und ein Hund fehlt uns... aber die Bedenken sind berechtigt.

    Irgendwie ist es wie ein kleiner Abschied
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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    AW: Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Ich teile genau diese Bedenken und weiß deshalb heute schon, es wird nach unserem jetzigen Hund, keinen mehr geben.
    so war/ ist es bei mir auch

    hatte Dir ausführlich geschrieben, dann war die internetverbindung weg und meine Zeilen auch..

    kann Dich totaaal verstehen

    doch ich rufe mir die Gründe meiner Entscheidung immer wieder vor Augen:

    zu sehr angehängt, Tagesablauf vorprogrammiert, Kostenfaktor...etc

    befasse mich mit anderen Hobbies und schaue keine zu vermittelnden Hunde mehr an...

    notfalls Gassi gehen oder sich im Tierheim engagieren ohne weitreichende Verpflichtungen....

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    AW: Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Zitat Zitat von Gartenzwergin Beitrag anzeigen

    Irgendwie ist es wie ein kleiner Abschied


    die vielen wunderbaren Erinnerungen nimmt Dir niemand!

    Erinnerungen sind das Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden...

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    AW: Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Zitat Zitat von Denise71 Beitrag anzeigen
    Ich hatte diese Bedenken noch auf der Fahrt, als wir unseren Hund abgeholt haben. Wie wird das sein? Werden wir das schaffen? Noch eine Belastung, eigentlich habe ich davon genug. Welche Schwierigkeiten erwarten uns? Verantwortung für die nächsten 15 Jahre....

    Ich hatte große Bedenken, aber ich hatte mich entschieden und diese Entscheidung lautete, dass wir alles nötige tun würden, damit das funktioniert.

    Es hat keine Woche gedauert und keiner von uns konnte sich das Leben ohne diesen Hund auch nur noch vorstellen . Die beste Entscheidung seit Jahren!
    Wenn ich die beiden Katzen nicht hätte, wäre es vielleicht eine einfachere Entscheidung. Vor dieser Vergesellschaftung graut mir schon, denn die Katzen sind auch Spezialistinnen.

    Als wir unseren Mops bekommen haben, vor 15 Jahren, lebten meine Kinder noch bei uns und die Organisaton war kein Problem. Trotzdem hatte ich auch Ängste im Vorfeld, ob wir das alles schaffen.
    Später hat mein Mann viel übernommen, zumindest tagsüber wenn ich Termine hatte und die Gänge nachts, als der Hund alt wurde.

    Aber es freut mich für dich, dass du so froh über deine Entscheidung bist. Viel Freude euch mit dem Hund.
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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    AW: Elende Bedenkenträgerin oder soll es einfach nicht sein...

    Zitat Zitat von 1a2b Beitrag anzeigen
    so war/ ist es bei mir auch

    hatte Dir ausführlich geschrieben, dann war die internetverbindung weg und meine Zeilen auch..

    kann Dich totaaal verstehen

    doch ich rufe mir die Gründe meiner Entscheidung immer wieder vor Augen:

    zu sehr angehängt, Tagesablauf vorprogrammiert, Kostenfaktor...etc

    befasse mich mit anderen Hobbies und schaue keine zu vermittelnden Hunde mehr an...

    notfalls Gassi gehen oder sich im Tierheim engagieren ohne weitreichende Verpflichtungen....
    Danke, schön, dass es Leidensgenossinnen gibt
    Wegen Corona ist es schwer mit dem Gassi gehen in den Tierheimen, aber irgendwann geht da bestimmt wieder was. Genau aus dem Grund bin ich dieses Jahr Mitglied in unserem Tierheim geworden... ich hoffe, die sind nicht allzu enttäuscht, dass ich heute abgesagt habe. Aber einen reinrassigen Malteser bekommen die sicher schnell wieder unter, hoffentlich.
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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