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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen

    Es gibt Karnismus, das ist die Überzeugung, dass Fleischessen "normal" sei (grob gesagt).
    Die Wissenschaft vom Hund ist die Kynologie, ich nehme an, das hat sie studiert.
    Ja, du hast recht! Aber Carnistik klang so gut Cave canem und so.
    "Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
    (Gerburg Jahnke)

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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Besonders fasziniert hat mich das Projekt "Hellhound Foundation".
    Kannte ich nicht und habe mir gerade die Website angeschaut.
    Klingt sehr ambitioniert.

    Was ich nicht ganz verstehe ... gezählte 53 sog. hellhounds sind derzeit zu vermitteln.
    Leben die alle auf einem Anwesen der Projekt-Betreiber?
    Oder sollen sie "nur" den jeweiligen Halter wechseln?


    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Nur wenn ich manchmal Leute mit ihren Hunden sehe denen 2 Beine fehlen ... dann tun mir die Hunde leid.
    Ich weiß, was Du meinst.
    Wenn ich sowas sehe, könnte ich fast heulen.

    Die Tiere können ja nicht artikulieren, wie's ihnen geht :((.

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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    Danke Schafwolle. Ich versuche gerade einen Hund zu adoptieren und es ist nicht so leicht, wenn man keine Chihuahuas oder Pit Bulls mag.

    Auf den websites für Hunde zum Adoptieren sieht man immer nur Hunde, die viele wichtigen Hundeteile nicht mehr haben. Ich bin da nicht wählerisch: nur ein Auge, kein Problem! Sieht gar nicht? Müsste man ausprobieren. Hört auch nichts? Hmmmmmm. Helen Keller - da darf ich dann nie meine Möbel anders hinstellen

    Aber, Spass bei Seite, wenn ich ein Tier sehe, das ganz offensichtlich leidet dann wird mir ganz schlecht dabei. Egal ob es ein deprimierter Hund an einer Kette ist oder eine Katze, die nicht raus darf. So etwas sollte man auf die Bedürfnisse der Tiere eingehen.

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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    deja vu

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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich versuche gerade einen Hund zu adoptieren ...
    Was meinst Du mit adoptieren, @annakathrin?

    OT - "The Story of my life" von Helen Keller ist wirklich beeindruckend!

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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Nur wenn ich manchmal Leute mit ihren Hunden sehe denen 2 Beine fehlen und die im Rollstuhl sitzen (die Hunde), dann tun mir die Hunde leid. Aber, das ist so eine Sache, die manche nur langsam und schwer verstehen. Ich sage dann auch nichts aber ich kann mir nur vorstellen, wie sehr das Tier leidet.

    So ein Gnadenhof wo dann fast alle Tiere ein Holzbein haben - ich weiss nicht. Das muss doch weh tun (die sind nicht so gut gemacht wie Prothesen). Da kann manchmal der Tierhimmel gnädiger sein.
    Also, das kann ich nicht nachvollziehen. Warum sollte ein Tier Schmerzen haben, wenn es einen Rolli hat? Glaubst du, dass Menschen, die nicht laufen/ sehen/ hören können, unweigerlich leiden? Vermutlich nicht, also warum sollten Tiere deswegen leiden? Ich könnte dir zig Videos von lebensfrohen Tieren zeigen, denen ein Bein fehlt oder ein Auge oder oder ... Man kann am Verhalten im allgemeinen schon ablesen, wie ein Tier sich fühlt. Und wenn ein Hund mit seinem Rolli über die Wiese prescht, mit anderen Hunden tobt, frisst, schmust, dann ist ziemlich eindeutig, wie er sich fühlt.
    Und: Doch, Prothesen für Tiere sind genau so gut gemacht wie für Menschen. "Holzbeine" gibt es eher selten.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Was ich nicht ganz verstehe ... gezählte 53 sog. hellhounds sind derzeit zu vermitteln.
    Leben die alle auf einem Anwesen der Projekt-Betreiber?
    Oder sollen sie "nur" den jeweiligen Halter wechseln?
    Sie sind gerade dabei, den Bestand zu verkleinern (behördliche Vorgabe). Einige der Hunde sind daher wohl vorübergehend woanders untergebracht. Die meisten davon leben aber auf dem Grundstück.

    Hier zeigt sich genau das Problem von Gnadenhöfen u.ä.: Die Betreiberin konnte bislang nicht nein sagen, wenn ihr jemand einen Hund vor die Füße geschmissen hat mit dem Worten "Nimm ihn oder er wird eingeschläfert".
    "Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
    (Gerburg Jahnke)

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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Sie sind gerade dabei, den Bestand zu verkleinern (behördliche Vorgabe). Einige der Hunde sind daher wohl vorübergehend woanders untergebracht. Die meisten davon leben aber auf dem Grundstück.

    Hier zeigt sich genau das Problem von Gnadenhöfen u.ä.: Die Betreiberin konnte bislang nicht nein sagen, wenn ihr jemand einen Hund vor die Füße geschmissen hat mit dem Worten "Nimm ihn oder er wird eingeschläfert".
    das muss man glaub ich unbedingt lernen, wenn man so eine organisation betreibt, irgendwann ist eine höchstzahl erreicht, die bewältigt werden kann, mehr geht nicht. ist bestimmt nicht einfach für tierliebende menschen...

    zu gut aiderbichl, da spende ich einmal im jahr eine kleinigkeit, denke ansonsten auch, dass die ganz gut zurechtkommen durch ihre präsenz in den medien.

    zu hunden im rolli muss ich sagen, dass ich videos kenne, die in meinen augen nicht lügen, superglückliche zufriedene tiere, die durch die gegend pesen wie die gesunden kollegen. das berührt mich dann sehr, denn es gehört ja auch für den halter viel dazu, sich um ein eingeschränktes tier zu kümmern, macht längst nicht jeder mensch.
    Auch in diesem Jahr unterstütze ich von Herzen gern eine Spendenaktion der farbfreudigen Kuh .

    Tanzen ist Träumen mit den Beinen. (Herwig Mitteregger)

    So wie die Schere und der Wasserkrug des sorgsamen Gärtners den Baum in die Höhe treiben, so lassen die Schmerzen und die Tränen vom vergangenen Jahr des Menschen Seele reifen. (chinesisches Sprichwort)

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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    Meine blinden Katzen haben hier überhaupt kein Problem, wenn mal der Sessel im Wohnzimmer woanders steht oder Spielzeug auf dem Boden liegt. Wüsste man nicht, dass sie blind sind, würde man ihnen das kaum anmerken. In ihrem eingezäunten Garten fühlen sie sich sehr wohl.
    Blinde Katzen sind eben keine Freigänger-Katzen. Aber man kann ihnen ein schönes Leben bieten. Es gibt viele Leute in großen Wohnungen mit Balkon, den man auch vernetzen kann, wo man behinderte Katzen halten kann. Zehnmal besser, als wenn sie im Tierheim versauern.

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    AW: Was haltet ihr von Gnadenhöfen?

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Eine Sache habe ich von meinem Grossvater dem Tierarzt gelernt: dass Tiere in der Natur ziemlich schnell und schmerzlos sterben, wenn sie zu krank sind wie gesunde Tiere zu leben. Sie kriechen unter einen Busch und sterben in einem Dämmerschlaf.
    Das dürfte dann wohl eines der Märchen sein, die ein liebevoller Großvater seiner Enkeltochter erzählt hat, um sie nicht mit der Realität zu verschrecken.

    Ich weiß über die meisten Tiere nicht viel - und vielleicht ist das bei richtigen Wildtieren tatsächlich so, wie Dein Großvater es erzählt hat -, aber die freilebenden, ausgesetzten oder wild geborenen Katzen in Deutschland erwartet in den seltensten Fällen ein sanfter Tod, sondern sie verrecken oft ganz elendig.

    Es gibt in der Nähe von Berlin eine ganze wunderbare Frau, eine regelrechte Katzenflüsterin, die zwar nicht im hier angesprochenen Sinne einen Gnadenhof hat, aber sie zähmt seit Jahren Scheuchen und vermittelt sie in ein neues, glückliches Leben. Sie geht normal arbeiten, gibt aber ihren letzten Cent für die Scheuchen und hat glücklicherweise auch einen relativ stabilen Kreis von Unterstützern aufbauen können.

    Die Katzen, die bei ihr landen, haben z.B. entsetzliche Schicksale hinter sich, z.B. hatte sie letztes Jahr eine arme Maus, die sich draußen jahrelang mit Eiter im ganzen Kopf durchschlagen mußte,
    Dieser Eiter hat nicht nur ihren Kiefer völlig zerfressen, sondern auch ihren Gleichgewichtsnerv komplett zerstört, die Kleine muß über Jahre hinweg grausame Schmerzen und immer wieder heftigste Fieberschübe ganz ohne Hilfe und Pflege überlebt haben.
    Gott sei Dank hat sie durchgehalten, mußte mehrfach operiert werden und lebt nun - zwar mit bleibenden Schäden, aber geliebt, umsorgt und in Sicherheit - ein zweites Leben, in dem sie ihre Menschen mit ihrer Spielfreude und ihrem Humor immer wieder begeistert.

    Einen anderen Kater konnte diese großartige Frau nicht weitervermitteln, woraufhin sie ihr Haus und ihr Leben ziemlich umgekrempelt hat, um ihm bei sich eine für ihn passende Welt zu basteln.
    Seine Geschichte ist nichts für schwache Nerven, deshalb möchte ich sie nicht hier erzählen, wen es interessiert, der findet sie unter "Marek, der Kater mit nur einem Bein" in den gängigen Suchmaschinen.

    Es gäbe noch viele solcher Geschichten - etwa die, von dem tapferen Kater, der damit leben muß, daß in seiner Nase inoperabel ein Diabologeschoß steckt und ihm jeden einzelnen Tag Schmerzen bereitet. Oder die von der Handvoll Kitten, das letztes Jahr als ungeliebtes Weihnachtsgeschenk erst viel zu früh von der Mama getrennt, dann fürchterlich mißhandelt und schließlich noch vor Silvester ausgesetzt wurde - , die alle zeigen, daß es zumindest für Katzen nicht stimmt, daß sie, wenn sie krank sind, einfach so hinüberdämmern dürfen.

    Wie gesagt, das sind alles keine Gnadenhöfe im eigentlichen Sinne, aber gerade im Katzenschutz gibt es viele tolle Menschen, die unermüdlich und unter Einsatz ihres gesamten Lebens den Ärmsten der Armen zu helfen versuchen und ich bin froh, daß wir wenigstens hin und wieder finanziell ein wenig zutun können.
    *** Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote ***

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