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  1. Moderation

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    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Ich würde mein Herz befragen.

    Es fühlt sich für mich anders an, wenn ich schweren Herzens einen Einschnitt machen muss, der anliegt, von dem ich tief drinnen weiß, dass er richtig ist, der mich aber schmerzt.

    Als wenn ich mir etwas aus dem Herzen reißen soll, was zu mir gehört, was meine Person oder Integrität ausmacht, woran mein Herz zu Recht festhält.


    Für mich wäre zum Beispiel die Balance zwischen mir als Mensch, als Berufstätige und als Mutter so eine Sache, wo ich im Zweifelsfall die Kinder am höchsten gewichtet und auch „Opfer“ gebracht hätte, wenn ich gefühlt hätte, es ist eigentlich richtig so. Wenn ich mich zerrissen hätte zwischen Pferd und Kindern. Dann hätte ich schweren Herzens gewusst, ich muss da was loslassen.


    Für einen Partner würde ich mir nichts aus dem Herzen reißen. Da würde ich drauf vertrauen, dass wir - vielleicht mit der Zeit - eine Lösung finden, in der unsere wichtigen Inhalte einen Platz haben. Welche Inhalte sich dann als wichtig erweisen, würde ich sehen.

    Sowohl meine Liebe zu einem Tier, mein Leben mit ihm, als auch meine Verantwortung dem Tier gegenüber, und was für ein Mensch ich wäre, diese Verantwortung abzuweisen, könnten so Punkte sein, die sich bleibend als wichtig erweisen. Dann würde ich nicht von ihnen lassen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  2. Inaktiver User

    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Mich würde auch interessieren, wie lange ihr euch schon kennt. Wenn dein jüngstes Kind erst 3 ist, ann es ja noch nicht so lange sein.
    Wie gutr habt ihr eure Verbindung geprüft?
    Wenn du allein wärst, wäre es ja egal, da könnten man ein- und problemlos wieder ausziehen.
    Aber hier entziehst du deinen Kindern ihr gewohntes Umfeld, meiner Ansicht nach für ein Experiment?

    Und dann das Pferd. Wir haben 2 Pferde. Die sind mir so ans Herz gewachsen, das wäre schwer. Anderes Hobby als Ausgleich? Malen? Joggen? Das sollte als Ersatz schwer sein.

    Wer soll denn hier die gleichen Erfahrung wie du gemacht haben? Das ist doch sehr speziell dein Fall.

    Ich weiß nicht, ob sich hier Pferdekenner befinden, aber 2 Pferde selbst zu halten, macht sehr viel Arbeit. Kostenmäßig würde man es mit einem Beistellpferd hinbekommen.
    Aber Koppelpflege, abäppeln, Pferdepflege, im Winter rein- und rausbringen, Futter bereit stellen, ausmisten....
    Das macht echt Arbeit, da bleibt noch weniger Zeit zum Reiten.

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    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Es ist schwierig, nur anhand Deines Textes dazu etwas zu sagen.

    Du siehst Dein Pferd als Hobby, das ist eine andere Basis als bei der Einstellung, das Tier ist ein Familienmitglied.
    Reiten ist für Dich "nur" Entspannung.

    Daraus ließen sich zwei Schlüsse ziehen:
    1. Von einem Hobby trennt man sich leichter als von einem geliebten Familienmitglied, auch wenn es schmerzt. Und Du scheinst bereits an ein Ersatzhobby zu denken, was alles leichter machen würde.

    2. Du brauchst keine Trainingsmöglichkeiten, eine Haltung auf dem Hof wäre also evtl. möglich.
    Hierbei wächst allerdings sowohl Verantwortung als auch Zeitbedarf an 7 (!) Tage pro Woche; dies sollte man nicht unterschätzen. Zusätzlich zum Reiten tägliche Stallarbeit. Keine freien Wochenenden.

    Das nötige Wissen muss da sein oder angeeignet werden; eine gute Kuhweide ist zum Beispiel keine gute Pferdeweide, für gutes Heu gilt das entsprechend.
    Individuell passende Mineralversorgung, gutes Kraftfutter, Mengenberechnung.
    Es gibt viele kleine Privatställe (auch große Ställe), die mehr oder weniger weit von gut und artgerecht entfernt sind.

    Passende Kleinherdenzusammensetzung, wie findest Du harmonierende Tiere?
    Erkennen von Krankheiten.
    Ein Tier hat Kolik, kümmern, bis der Besitzer und TA kommt - u. U. auch nachts.
    Die Beziehung Stallbetreiber-Einsteller.
    Beisteller - Gesundheit, Zusatzkosten.

    Was sagen die Kinder?
    Kennen sie den Hof, würden sie da gerne leben?
    Wäre ein Schulwechsel denkbar oder ist es ihnen wichtig, an den bisherigen Schulen zu bleiben?
    Was würde das für den Alltag bedeuten, welche Fahrtzeiten entstehen, wie können Sozialkontakte wahrgenommen werden?
    Gibt es dort am Ort einen guten Kitaplatz?

    Wäre finanziell eine Stundenreduktion problemlos für Dich?
    Auch im Hinblick auf eine etwaige Trennung und die Rente?

    Und dann ist da der Aspekt: was tut er, damit ihr zusammenziehen könnt? Ich sehe die Gefahr, dass irgendwann das Gefühl eines Ungleichgewichts aufkommt, Du vielleicht denkst, mehr als er für die Beziehung zu tun und aufzugeben. Ist er bereit ähnlich zu investieren?
    Im Falle einer Trennung wäre weiterhin alles seins, für Dich und die Kinder stünde ein großer Kraftakt an.
    Daran mag man in junger Beziehung meist nicht denken, doch zuviel Ungleichgewicht wäre eine unnötige Hypothek.
    Wie könnt ihr das so gestalten, dass es da nicht irgendwann zu (egal ob ausgesprochen oder nicht) Vorwürfen kommt?

  4. Moderation

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    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Ich würde vermuten ein Schulwechsel stünde ja mittelfristig nur für den 15jährigen an, denn das 3jährige ist in der Kita und kommt erst danach auf eine Schule und beim mittleren Kind steht ja vielleicht sowieso ein Schulwechsel an, kommt auf Alter und Schulform an.

    Ich würde Kindern eher einen Schulwechsel zumuten, als täglich auf das Muttertaxi angewiesen zu sein und damit auch keine Freunde nach der Schule sehen zu können.


    Beim Pferd bin ich naturgemäß entspannter, es ist vielleicht mehr ein Sportgerät als ein Familienmitglied und wenn die TE das Pferd jetzt nur als Etnspannung sieht, dann wird es vermutlich sowieso hauptsächlich von anderen versorgt, insofern kann sie es entweder in dem Stall stehen lassen und sich eine Reitbeteiligung suchen, damit es ausreichend bewegt wird oder es eben in gute Hände abgeben, vielleicht ist im Stall ja jemand, der es gerne übernehmen würde.

    Und wenn du dann in ein paar Jahren weniger eingespannt mit Arbeit und Kindern bist, dann findet sich ein neues Pferd.

    Denn immer nur gestresst zum Pferd zu kommen und sich mit Mühe ein paar Stunden abzuringen ist für ein sensibles Tier auch Stress, vielleicht mehr als ein Besitzerwechsel.

    Und die Idee ein Pferd, dass jetzt (so unterstelle ich) Teil einer harmonischen Herde ist zu Einzelhaltung zu verdammen, nur um es nicht verkaufen zu müssen, ist sicher keine gute tierfreundliche Idee, ob das Tier mit Zweierhaltung zufrieden wäre, wenn es das Leben in der Herde kennt, ist zumindest fraglich. Dazu müssten wir aber auch wissen, ob es jetzt zB in Offenstallhaltung oder auch schon in Boxeneinzelhaltung gehalten wird.
    Auch das Alter des Pferdes kann eine Rolle spielen.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  5. Inaktiver User

    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Es wurde ja schon viel konstruktives gesagt.

    Ich möchte gerne noch erwähnen, dass ein Pferd dann im fortgeschrittenen Alter leider eventuell auch mal beim Schlachter landet. Worst case vorher noch ins Ausland verbracht wurde.

  6. Inaktiver User

    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich möchte gerne noch erwähnen, dass ein Pferd dann im fortgeschrittenen Alter leider eventuell auch mal beim Schlachter landet. Worst case vorher noch ins Ausland verbracht wurde.
    Das kann ja immer passieren, wenn man sein Pferd verkauft, egal, wie alt es ist.
    Man weiß ja nie, wo es mal landet.

    Es sei denn, man gibt es selbst auf einen Gnadenhof.

  7. VIP

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    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich möchte gerne noch erwähnen, dass ein Pferd dann im fortgeschrittenen Alter leider eventuell auch mal beim Schlachter landet. Worst case vorher noch ins Ausland verbracht wurde.
    Das bringen auch manche der ursprünglichen und langjährigen Besitzer. Einschläfern kostet, Schlachtpreis kriegt man.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  8. User Info Menu

    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Es gäbe auch noch die Möglichkeit, das Pferd nur einige Jahre jmd. anderem zur Verfügung zu stellen, d.h. du bleibst Besitzerin und derjenige kommt für die laufenden Kosten auf und hat das Pferd wie sein eigenes. Das kann man befristen. Vielleicht sieht bei dir in fünf Jahren alles ganz anders aus und du möchtest das Pferd wiederhaben.

    Ansonsten möchte ich grundsätzlich dafür plädieren, das Pferd im Offenstall zu halten. Wenn man nur Zeit hat, ein paar Mal die Woche zu kommen, ist Boxenhaltung m.E. nix. Beim Offenstall macht es nichts, wenn man mal ein paar Tage nicht da ist, da das Pferd sich ausreichend allein bewegen kann und nicht unbedingt geritten oder anders bewegt werden muss.

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    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Ich bin Pferdemensch seit 46 Jahren, darf aber seit 4 Jahren nicht mehr reiten.

    Kutsche war immer mal eine Überlegung(bin auch einige Jahre 1 und 2 Spanner gefahren).
    2 meiner Kinder sind auch Pferdemenschen, die eine hat dann "mein" Pferd(nachdem Ihres gestorben war) zu sich geholt.
    Wir fahren immer hin, wenn ich wegen Untersuchungen zu Ihr in die Stadt muss, aber ich hätte jedes mal heulen können.
    Pferd fehlte mir, der meiner anderen Tochter hatten wir bei anderen Pferden untergebracht, damit er nicht alleine steht, wobei der mir sowieso zu groß ist..
    Auch wenn hier noch allerlei anderes Viehzeugs ist- Pferd ist Pferd.
    Vor kurzem habe ich mit dem therapeutischen Reiten angefangen- das Gefühl auf und mit Pferd ist für mich nicht auswechselbar. Sagt mein Körpergedächnis auch. Die Entspannung ist unvergleichlich.

    Wie stehen Deine Kinder zum Pferd? Ist gemeinsam Kutsche fahren eine Option? Oder reiten?
    Shetty für die Kids als Beisteller?
    Wir haben immer viel zusammen mit den Pferden unternommen, das war einfach gemeinsame Zeit.

    Oder verkaufen und für Dich ein Pflegepferd suchen?

    Oder einfach erst mal mit dem Pferd umziehen und schauen wie es ist?

    Wobei der Umzug an sich klingt ein wenig überstürzt.
    Und mir scheint alles ein wenig in Schachteln verpackt, Kinder, Freund, Pferd(Freizeit)- jeder für sich- dabei gibt es viele Schnittpunkte.

    Vom Arbeitsaufwand fand ich Selbstversorger nicht so schlimm wie es klingt.
    Offenstall, Heuraufe mit Großballen, Wasserwagen- erleichtert ungemein. Je nach Flächengröße/Besatzstärke/Insektenaktivität ist das abäppeln überschaubar bis überflüssig.
    Vielleicht gefallen deinem Freund ja auch solche Arbeiten?
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.

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    AW: Ein Leben ohne Pferd...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es wurde ja schon viel konstruktives gesagt.

    Ich möchte gerne noch erwähnen, dass ein Pferd dann im fortgeschrittenen Alter leider eventuell auch mal beim Schlachter landet. Worst case vorher noch ins Ausland verbracht wurde.
    Kommt drauf an was im Equidenpaß steht- ist zwar auch keine Garantie, aber macht es schwieriger

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das kann ja immer passieren, wenn man sein Pferd verkauft, egal, wie alt es ist.
    Man weiß ja nie, wo es mal landet.

    Es sei denn, man gibt es selbst auf einen Gnadenhof.
    Gnadenhof ist leider keine Garantie für ein gutes Leben.
    Letztendlich weiß man dann auch nicht was wird.

    Das ist aber leider immer so beim Verkauf
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.

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