Es gibt Kollegen, die sich zu leicht tun mit dem Einschläfern und es gibt Kollegen die sich zu schwer tun, unter der Prämisse, unnötiges Leiden zu verlängern. Ist es tatsächlich im Sinne des Tieres zu warten bis überhaupt nichts mehr geht, weil es ab und an und immer seltener, Momente gibt in denen es so halbwegs erträglich ist, unter Einsatz von Medikamenten, die erhebliche Nebenwirkungen haben? Oder ist es besser sie dann gehen zu lassen wenn sie es noch halbwegs würdevoll tun können, wenn es nur noch um Lebensverlängerung aber nicht mehr um Heilung oder Leben mit Lebensqualität geht? Das sind die ausschlaggebenden Fragen für mich und dazu gehört auch genau hinzuschauen wann es nur noch die menschlichen Emotionen sind die am Leben erhalten.
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29.09.2020, 08:43
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
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29.09.2020, 08:52
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
Ist uns bei unserer Katze leider nicht gelungen, weil es dann doch schnell gehen musste.Spadina: Das ist schön, wenn die Tierärztin auch nach Hause kommt.
Hatten wir beim letzten Kater, der zur Untersuchung in der Tierklinik war und dem nicht mehr zu helfen war.
Den Entschluss, ihn in gewohnter Umgebung, auf dem Schoß liegend, gehen zu lassen, war richtig.
Ich dachte damals, super, jetzt hast du es einmal mitgemacht und es war traurig, aber okay. Es ging schnell und die Katze ist friedlich erlöst worden. Die ganze Familie (Mann und erwachsene Kinder) hatte sich beim Tierarzt versammelt und die Katze auf ihren letzten Weg zu begleiten. Das war schön.
Aber es ist immer schwer und eine quälende Entscheidung. Und diese Zeit - in der die Entscheidung reift - ist wahrscheinlich die schlimmste und traurigste Zeit.
Den Gefallen, nachts friedlich einzuschlafen... den können uns die wenigsten Tiere tun.
Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...
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29.09.2020, 09:19
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
Als es im letzten Jahr mit unserem Hund zu Ende ging, haben uns die Tierärzte die Entscheidung auch nicht abgenommen. Die Ärzte sagten uns wiederholt, "Sie merken schon, wenn es so weit ist". Wir taten uns natürlich auch schwer und rangen jeden Tag mit der Entscheidung. Ich erinnere mich aber noch genau an dem Moment, als der Hund im Garten stand, sich umdrehte und mich ansah. Eine Stunde später war er erlöst.
So wie ich Deine Schilderung lese, ist es bei Deinem Hund soweit.Be yourself no matter what they say (Sting).
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02.10.2020, 08:13
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
Bluttest ist da. Die Werte der Nieren waren unauffällig. Die Leberwerte waren etwas erhöht, wir sollen mehr Gemüse füttern
Es könnten auch Blasensteine sein (hatte der Mops vor vielen Jahren schonmal), aber dazu müssten wir sie nochmal röntgen lassen und... operieren lassen können wir den Hund in diesem Alter sowieso nicht mehr.
Also immer weiter: Mit Blut im Urin alle Stunde vor die Tür.
Mittlerweile auch immer öfters nachts (die Arme hechelt tapfer fast die ganze Nacht), aber spätestens um 5 Uhr morgens müssen wir los
Gestern hat uns die Arme zweimal in die Wohnung gepinkelt, obwohl wir mittlerweile total angespannt sind und versuchen, auf jedes Signal zu achten.
Ich bin am überlegen, ob ich das Cortison auf eigene Faust wieder ausschleiche.
Fühle mich von der Tierärztin nicht gut beraten. Ich verstehen, dass sie keine Zeit für lange Mails hat, aber ich habe ihr am Montag versucht zu erklären, was bei uns los ist. Anscheinend interessiert das nicht. Und ich kann verstehen, dass sie zum "Wohl" des Tieres entscheidet, aber man darf den Halter nicht ganz dabei vergessen.
Wer kann das leisten, sein Tier alle Stunde ins Grüne zu fahren? Ob der Hund leidet? Er kann nicht mit mit reden, nur die Blicke...
Bei all diesen Gedanken plagt mich dann das schlechte Gewissen. Aber der Hund hatte 15 Jahre ein gutes und geliebtes Leben mit uns, welches jetzt einfach zu Ende geht.
Fakt ist, dass wir keinen Tierarzt haben, der unseren Hund erlösen möchte. Fakt ist auch, dass wir vielleicht noch Wochen (oder Monate?) so weiter machen müssen.
Vielleicht hole ich mir noch eine zweite Meinung. Es gibt noch einen guten Tierarzt hier im Ort.
Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...
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02.10.2020, 08:23
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
Hohle dir auf jeden Fall eine zweite Meinung, ein Hund der die ganze Nacht nicht schläft leidet.
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02.10.2020, 08:33
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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02.10.2020, 08:33Inaktiver User
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
Ach ihr armen.Ich wünschte euch,dass ihr ein Ende finden könntet.Ich weiss,was es bedeutet,stündlich rauszugehen mit dem Hund.Das ist kaum zu leisten über längere Zeit und geht massiv an die Substanz.Meine kleine hab ich wohl mit Struvitsteinen in der Harnröhre erhalten und bin beinahe daran kaputtgegangen(ich weiss,tönt theatralisch,war aber so).12x pinkeln übern Tag,davon ca.4x in der Whg.Dann die Steine festgestellt und Antibiotika erhalten,danach gings besser.
Ich mag nicht mehr drandenken so sehr hat mich das belastet und ich war kurz davor,das Tier wieder zum Züchter zu bringen.
Zwergin,ich hoffe für Dich,dass Du einen TA findest,der sich Deiner erbarmt und Dein Tier erlöst,oder Hilfe findet für sie.
Ruf bei der TÄ an und erfrage die genauen Werte,das kann Dir auch die Ass. sagen.Schreib sie Dir auf,sodass Du schon was in der Hand hast,wenn der neue TA danach fragen sollte!
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02.10.2020, 09:44
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
Danke ihr Lieben. Schön, dass ihr mich versteht. Nichts wäre schlimmer als fanatische Tierschützer, die mich jetzt noch angreifen. Ich bin schon angegriffen

Als unser Mops 5/6 Jahre alt war, haben wir die Blasensteine natürlich operativ entfernen lassen. Antibiotika hat da nicht mehr geholfen. Aber einen 15jährigen Mops kann ich nicht mehr operieren lassen. Blut im Urin deutet auf jeden Fall darauf hin, dass etwas nicht stimmt.
Natürlich wäre es mir am liebsten, wenn man dem Hund nochmal helfen oder zumindest lindern kann. Es scheint aber, dass Frau Mops austherapiert ist. Zumindest hat die Tierärztin keinen anderen Rat, als mehr Gemüse füttern
Ich habe so große Stücke auf die Ärztin gehalten und finde es natürlich gut, wenn man vieles noch ausprobiert. Aber 15 ist ein wirklich hohes Alter für einen Hund... und wie gesagt, wir - mein Mann und ich - gehen langsam auf dem Zahnfleisch...
Die Werte habe ich von ihr bekommen. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...
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02.10.2020, 10:14Inaktiver User
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
Liebe Gartenzwergin,
das alles zermürbt dich und auch deinen Mops. Geht in die TK, wo ihr schonmal wart, die kennen euch und den Zustand des Kleinen.
Diese Tierärztin betreut die Menschen nicht gut und auch ein Tier hat nicht zwangsläufig Lebensqualität, weil sich ein TA krampfhaft an Momentaufnahmen und/oder eigenen Ideologie klammert.
Holt eine Zweitmeinung ein.
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02.10.2020, 10:40Inaktiver User
AW: Muss das jetzt noch sein? Wenn Tierärzte immer weiter machen...
Das tut mir sehr leid zu lesen.
Ich denke halt, das Leben ist so und so endlich, schrieb ich ja schon, und ich hab Zweifel ob das Tier was davon hat, wenn es zwei oder vier Wochen länger lebt, auch wenn es natürlich immer irgendwie geht. Aber so einen traurigen Abschied auf Raten find ich elend.
Entscheidend ist doch, es hatte ein langes, glückliches, geborgenes Leben bei euch - und ist jetzt in einem durchaus hohen Alter.


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