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  1. User Info Menu

    Katze krank - Kater greift an

    Hallo,
    Ich habe mal eine Frage an die Schwarmintelligenz:

    Wir haben vor 14 Tagen einen neuen Kater zu unserer Katze geholt, nachdem ihr Gefährte vor 8 Wochen verstorben ist.

    Der Kater kommt aus einer uns bekannten Katzeninitiative, wo er mit anderen Katzen verträglich war.

    Erst mal lief es so mit den Katzen gut an, kleine Luftschläge, aber auch nahes beisammen legen und beschnuffeln.

    Nun ist unsere Katze seit Donnerstag schwer krank.

    Das Verhalten des Katers hat sich ihr gegenüber leider komplett geändert..... Er mobbt sie, und gerade hat er sie heftig angegriffen.

    Was tun ?

    Hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen, und wie habt Ihr sie gemeistert ?

    Mein Mann ist schon unterwegs, um Feliway zu holen. Aber ob das hilft ?

    Traurig,

    Misirlu
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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    AW: Katze krank - Kater greift an

    Feliway schadet sicher nicht. Kannst du die Katzen irgendwie räumlich etwas trennen? Die kranke Katze braucht jetzt ja wahrscheinlich auch viel Ruhe um wieder gesund zu werden.

    Ich nehme an, dass sich auch der Geruch der "alten" Katze durch die Krankheit verändert hat, ebenso ihr Verhalten. Darauf wird der neue Kater reagieren.
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne


    Willst du Gott zum Lachen bringen, erzähle ihm von deinen Plänen.

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    AW: Katze krank - Kater greift an

    Ich kenne solches Verhalten auch.
    Auch wenn das kranke Katzentier vom Tierarzt kam, wurde es angefaucht.
    Ich denke auch, dass es mit dem Geruch zu tun hat.

    Und die Tiere scheinen Krankheit zu spüren.
    Beim Kater meiner Schwester ,der chron.krank ist, kann man den Zustand am Verhalten des Mitkaters erkenn: wenns ihm schlechter geht, wird er verdroschen. Wenns ihm wieder besser geht, traut der sich das nicht.

    Ich würde auch raten: Trennen! Das ist Stress für die kranke Katze.

  4. VIP

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    AW: Katze krank - Kater greift an

    Leider ist das oft so. Kranke Tiere werden oft aus der Gruppe ausgegrenzt. Sie sind eine Gefahr - ganz archaisches Verhalten. Ich weiß jetzt spontan nur, dass es bei Elefanten anders ist.
    Bei unseren Katzen war das auch so. Auch unsere Hunde haben den Kumpel mindestens gemieden, wenn er krank war.

    Feliway ist immer ein Versuch. Und wenn möglich würde ich eine Krankenstation einrichten, wo der Kater keinen Zutritt hat.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Katze krank - Kater greift an

    Krankheit und Schwäche wird in der Natur sofort wahrgenommen und für seinen Vorteil hin ausgenutzt (Löwen, Wälfe)
    Fressen, beste Plätze ,Revier, Rangordnung , Gruppe , Ausgrenzung usw..
    Deswegen verstecken sich Katzen auch wenn sie krank sind , ziehen sich zurück und versuchen sich nach außen nix anmerken zu lassen (Bloss keine Schwäche offen zeigen)
    Aber andere Katzen spüren und riechen diese Schwäche und das Handicap sofort , handeln demtentsprechend eiskalt und hart
    Kann man nix machen , ausser Räumlich trennen
    Mitleid gibt es in der Natur des Stärkeren nicht

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    AW: Katze krank - Kater greift an

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Feliway ist immer ein Versuch. Und wenn möglich würde ich eine Krankenstation einrichten, wo der Kater keinen Zutritt hat.
    Du bzw Ihr denkst also, es ist ok, die Katzen ggf. länger zu trennen ?

    Wir tun das, zumindest wenn wir nicht da sind, und von jetzt an auch nachts. Wir werden dann auch getrennt schlafen, einer bei jeder Katze. Die Wohnung ist groß, und gut aufteilbar.

    Ich habe nur Angst, dass er dann erst recht mackig wird, und das als sein alleiniges Revier ansieht ?! Deshalb lassen wir sie im Moment schon zusammen kommen, wenn wir da sind, und aufpassen konnen.

    Meinst Du, das andert sich wieder, wenn es ihr wieder besser geht ?

    Der Kater ist sehr langbeinig und dadurch groß, und recht temperamentvoll. Sie konnte sich aber gut behaupten, so lange es ihr gut ging.

    Sie hat übrigens IBD, wenn wir Glück haben. Wenn nicht, ein Lymphom.

    Wir haben keine Biopsie vornehmen lassen, weil ich eine Katze ohnehin nicht mit einer Chemo traktieren möchte (höre aber gerne gegenteilige Meinungen / Argumente).
    Im Moment wird sie mit Cortison behandelt, und wir stellen die Ernährung um.
    In ein ca. 3 Monaten sollten wir das dann wissen.
    Geändert von Misirlu (08.08.2020 um 15:28 Uhr)
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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    AW: Katze krank - Kater greift an

    Alles gute für Deine Katze, ich hatte auch mal einen Kater mit IBD , leider hat er dann auch noch eine autoimmune Anämie bekommen.
    Seine Geschichte kannst Du hier nachlesen.
    (Auto)immun vermittelte Anämie und IBD bei Katzen

  8. User Info Menu

    AW: Katze krank - Kater greift an

    Das ist echt sooo blöd, dass das gerade jetzt kommt, wo wir sie mit einer anderen Katze vergesellschaften.

    So ein Scheixxjahr.

    Und wenn wir sie jetzt vielleicht auch noch verlieren, nachdem vor 8 Wochen erst unser Kater von jetzt auf gleich eingeschläfert werden mußte......
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

  9. VIP

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    AW: Katze krank - Kater greift an

    Man kann leider nicht voraussagen, wie es sich entwickelt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es sich in eirem Fall um Revierverhalten handelt oder um Ausgrenzung. Lass dich von einer Tierärztin für Verhaltensmedizin beraten. Auf den Seiten der Fachgesellschaft gibt es eine Tierarztsuche.

    Was die Chemo betrfft: Ich wäre bei einem meiner Viecher auch unschlüssig. Beim Lymphom gibt es aber speziell gute Ergebnisse (wie ja auch beim Menschen). Drei kenne ich persönliche. Ein Kollege hat seinen Kater behandeln lassen, zwei Bekannte ihre Hunde. Alle 3 haben die Chemo gut vertragen, sind dick und rund geworden (ein Corticosteroid ist mit im Schema). Alle haben noch lang gut gelebt. Der Kater mehrere Jahre, der Hund einer Bekannten noch gut 2 Jahre (ging aber auch erst mit 11 los) und eine Hündin, die mit 4 ein Lymphom hatte, wurde 12.

    Das ist aber alles Theorie, man muss den Einzelfall anschauen. Onkologie-Spezialisten können dir mehr sagen, viele Tierklinken (Uni und privat aufgestellte) haben Fachabteilungen. Zum Niedergelassenen, der auch Onkologie betreibt, würde ich eher nicht gehen. Schon wegen Arbeitsschutz für de Fachangestellten und wegen der ganzen Einrichtung (Perfusoren etc.) und Logistik.
    Sieht man eigentlich nur am Darm was? Oder sind Lymphknoten dick und das Blutbild verändert?

    IBD ist natürlich auch Mist!

    PS: Und drei Monate würde ich nicht warten, falls es ein Lymphom ist.
    Geändert von katelbach (08.08.2020 um 23:36 Uhr) Grund: PS ergänzt
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    (aus Dark Star von John Carpenter)


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    sonst normale Userin

  10. User Info Menu

    AW: Katze krank - Kater greift an

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Man kann leider nicht voraussagen, wie es sich entwickelt. Ich bn mir aber nicht sicher, ob es sich in eirem Fall um Revierverhalten handelt oder um Ausgrenzung. Lass dich von einer Tuerärztin für Verhaltensmedizin beraten. Auf den Seiten der Fachgesellschaft gibt es eine Tierarztsuche.
    Danke für den link, leider gibt es niemand in meiner Großstadt.

    Ich fürchte auch, das ist Ausgrenzung. Ob sich das wieder ändert, wenn sie wieder fitter ist ? Was denkst Du ?

    Was die Chemo betrfft: Ich wäre bei einem meiner Viecher auch unschlüssig. Beim Lymphom gibt es aber speziell gute Ergebnisse (wie ja auch beim Menschen). drei kenne ich persönliche. Ein Kollege hat seinen Kater behandeln lassen, zwei Bekannte ihre Hunde. Alle 3 haben die Chemo gut vertragen, sind dick und rund geworden (ein Corticosteroid ist mit im Scgema). Alle haben noch lang gut gelebt. Der Kater mehrere Jahre, der Hund einer Bekannten noch gut 2 Jahre (ging aber auch erst mit 11 los) und eine Hündin, die mit 4 ein Lymphom hatte, wurde 12.
    Interessant. In einer wissenschaftichen Publikation las ich was von 2 Jahren medianen Überleben, wobei unklar war, ob das ab Diagnosestellung oder ab Remission / Abschluß der Chemo galt.

    Es heißt ja öfter, Katzen würden das gut vertragen...... Aber ich frage mich schon, warum das der Fall sein sollte ? Oder ob sie ihr Leid eben einfach nicht sagen können, halt.

    Die Nebenwirkungen sind ja nun mal direkt mit der Wirkung verknüpft, und warum sollte eine Katze z.B. wunde Mundschleimhäute weniger belastend finden, als der Mensch ? Der Mensch weiß wenigstens, warum er das erträgt. Die Katze leidet, und weiß nicht, warum.

    Das ist aber alles Theorie, man muss den Einzelfall anschauen. Onkologie-Spezialisten können dir mehr sagen, viele Tierklinken (Uni und privat aufgestellte) haben Fachabteilungen. Zm nNiedergelassenen, der auch Onkologie betreibt, würde ich eher nicht gehen. Schon wegen Arbeitsschutz für de Fachangestellten und wegen der ganzen Einrichtung (Perfusoren etc.) und Logistik.
    Sieht man eigentlich nur am Darm was? Oder sind Lymphknoten dick und das Blutbild verändert?

    IBD ist natürlich auch Mist!
    Das ist eine große, recht professionelle Notfallpraxis, mit ca. 15 Tierärzten, und Oberärzten mit Spezialisierung. Ich war vorher bei 2 anderen Ärzten, die die Katze für gesund befanden. Wobei sie da noch symptomfrei war, ich hatte nur das Gefühl, da stimmt was nicht.

    Das Blutbild ist super, die Lymphknoten auffällig.

    Vom US meinte der TA, er würde eher auf IBD tippen, da, so wie ich das verstanden habe, alles noch differenziert aussieht, die Gewebeschichten. Aber natürlich ohne sich fest zu legen, ohne Biopsie.

    (TA-Besuche machen heutzutage , in Coronazeiten, noch "mehr Spass" als früher..... Tier abgeben und dann auf der Straße, im Lärm, mit Mundschutz, Ergebnisse zu besprechen, ohne irgendwelche Befunde angucken zu können.....)

    Von Chemo schien er nicht so viel zu halten, war mein Eindruck. Er hat jedenfalls keine Argumente dafür gebracht, sondern mich nur gefragt, ob das grundsätzlich für mich in Frage käme.
    Geändert von Misirlu (08.08.2020 um 22:49 Uhr)
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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