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  1. VIP

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    AW: Hund kotet draußen nicht

    Beim Hund nicht, soweit ich weiß.

    Xylazin, einen verwandten Wirkstoff, kenne ich aus der Anästhesie. Xylazin mit Ketamin war früher die Standard-Katzennarkose. Kann sein, dass es noch eingesetzt wird.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  2. Moderation

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    AW: Hund kotet draußen nicht

    Ah, ok. Wirkt therapeutisch problematischer als Clonidin, Guanfacin usw.

    Ich frage nur, weil man Alpha-2-Agonisten beim Menschen gegen noradrenerg vermittelte Hyperaktivierung bei PTSD verwenden kann und ich teilweise damit eine erstaunlich gute Wirkung bei bindungstraumatisierten Kindern erziele (adjuvant zu therapeutischer Bindungsarbeit). Führt aber ins off topic...

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    AW: Hund kotet draußen nicht

    @katelbach: es tut mir leid, ich wollte nicht patzig klingen, es hat mich wirklich interessiert, außerdem bist Du ja vom Fach, ich hab mich nur komisch ausgedrückt.

    Ich weiß ja dass ich mit unserer Fellrolle und ihren special effects vergleichweise Glück hatte. Der Verein der sie mir vermittelt hat hat eine facebook-Gruppe in der ich sehen kann mit welchen Schwierigkeiten da Andere zu kämpfen haben

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    AW: Hund kotet draußen nicht

    Zitat Zitat von Complexity Beitrag anzeigen
    Und noch was: das Hirn dieser Tierschutzhunde funktioniert wunderbar: instinktiv eben. Sie haben gelernt dass alles Unbekannte erst einmal Gefahr bedeutet. Diese Furcht kann bis zum gewissen Teil, aber nie ganz mit viel Geduld und Vertrauensvorschuss langsam heilen. Trotzdem werden die meisten dieser Hunde nie "funktionieren".

    Was verstehst Du unter "funktionieren"?

    Ob Hund oder Pferd, ich habe die Erfahrung, dass nur in wenigen Fällen die Überlagerung nicht funktioniert. Manchmal braucht es mehr Zeit als bei anderen und die Vorgehensweise variiert, aber das kein halbwegs "normales" Verhalten erreichbar wäre, ist eher selten.

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    AW: Hund kotet draußen nicht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Jaa! Heute morgen habe ich mich vollumfänglich an Lizzy1234s "Ablaufplan" gehalten und ihn mit Argusaugen beobachtet bzw. bin sofort nach dem Frühstück raus - und voilà!, ein dicker Haufen auf dem Seitenstreifen. Die Passanten haben bestimmt gedacht, ich gehöre ins Irrenhaus, so habe ich gejubelt und gelobt.



    Ja, er freut sich ein Loch in die Mütze, wenn wir rausgehen. Das hat er sich vielleicht von den anderen abgeguckt. Und er geht erstaunlich gesittet an der Leine und ist zwar vorsichtig, aber nicht allzu schreckhaft.

    Das klingt ja richtig super! Ich freue mich für Euch, dass ihr so schnell auf einen guten Weg gekommen seid!

    Und nicht traurig sein, sollte es Rückschritte geben; das ist ganz normal.

    Notfalls kannst Du mit Zeitungspapier unterstützen oder - aufwändiger - mit Erde/Sand oder Rasenstücken in großen, flachen Behältern.

    Dorthin, wo er sich bevorzugt löst. In Türnähe auch.
    Und dann vorsichtig vom Löseplatz Richtung Tür verschieben. Langsam.
    Irgendwann landet ihr draußen.

    Aber es klingt, als würdet ihr Zwei das auch so hinbekommen!

    Alles Gute Euch!

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    AW: Hund kotet draußen nicht

    Zitat Zitat von Lizzy1234 Beitrag anzeigen
    Was verstehst Du unter "funktionieren"?

    Ob Hund oder Pferd, ich habe die Erfahrung, dass nur in wenigen Fällen die Überlagerung nicht funktioniert. Manchmal braucht es mehr Zeit als bei anderen und die Vorgehensweise variiert, aber das kein halbwegs "normales" Verhalten erreichbar wäre, ist eher selten.
    Ich nehme an dass kommt auf die Wahl der Mittel an die man zuwenden bereit ist. Ähnliches haben mir auch die Hundetrainer erzählt die wir konsultiert haben, und ich bin sicher die verstehen ihr Geschäft. Aber ich war eben nicht bereit meinen ohnehin enorm nervösen Hund mit Rasselbox oder Wurfschlauch o.Ä. zu erschrecken und habe mich entschieden lieber mit ihren Macken zu leben.

    Mit funktionieren meinte ich Folgendes: auch ein gut sozialisierter Hund ist keine Maschine. Es bleibt ein Tier das seinen Instinkten folgt. Ein traumatisierter Hund wird nicht wieder "heil". Er kann sich nur innerhalb eines gewissen Rahmens anpassen, bis zu einem gewissen Punkt Vertrauen fassen und, ganz wie Du sagst, ein halbwegs normales Verhalten zeigen. Und diesen Rahmen fasse ich bei meinem Hund eben etwas weiter.

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    AW: Hund kotet draußen nicht

    Ich habe das Problem nicht, doch ich lese interessiert mit.

    Unglaublich, dass sich Störungen wie "dissoziatives Verhalten" bei Mensch und Tier so ähneln.
    "Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."
    Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

    "Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi

  8. Inaktiver User

    AW: Hund kotet draußen nicht

    Zitat Zitat von Lizzy1234 Beitrag anzeigen
    Und nicht traurig sein, sollte es Rückschritte geben; das ist ganz normal.
    ...
    Aber es klingt, als würdet ihr Zwei das auch so hinbekommen!

    Alles Gute Euch!
    Danke!
    Ja, wir hatten ja immer Tierschutztiere, aber witzigerweise ging die Stubenreinheit bislang immer innerhalb von zwei Tagen. Zum Glück haben wir Fliesen und keinen Teppich, da ist das schnell vergessen.

    Und er ist einfach so süüß ...

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    AW: Hund kotet draußen nicht

    Zitat Zitat von Complexity Beitrag anzeigen
    Aber ich war eben nicht bereit meinen ohnehin enorm nervösen Hund mit Rasselbox oder Wurfschlauch o.Ä. zu erschrecken und habe mich entschieden lieber mit ihren Macken zu leben.

    Mit funktionieren meinte ich Folgendes: auch ein gut sozialisierter Hund ist keine Maschine. Es bleibt ein Tier das seinen Instinkten folgt. Ein traumatisierter Hund wird nicht wieder "heil". Er kann sich nur innerhalb eines gewissen Rahmens anpassen, bis zu einem gewissen Punkt Vertrauen fassen und, ganz wie Du sagst, ein halbwegs normales Verhalten zeigen. Und diesen Rahmen fasse ich bei meinem Hund eben etwas weiter.

    Derartige Vorgehensweisen bei traumatisierten Tieren halte ich - freundlich formuliert - für sinnfrei.
    Liebevolle Konsequenz und somit Vermittlung von Berechenbarkeit, was Sicherheit schenkt und dadurch Vertrauen ermöglicht, ist mein Weg.

    "Gesundstreicheln" und in Ängsten und alten Verhaltensweisen verharren lassen möchte ich aber auch nicht, da ich dem Tier ja gerade diese Ängste und ungurwn Muster nehmen und ihm ein entspannteres Leben ermöglichen möchte.
    Und meines dabei auch so entspannt wie möglich bleiben soll.

    Eine harmlose Macke, weder für mich noch andere Kontaktpersonen noch das Tier störend/belastend/gefährdend, kein Problem. Solche Macken habe ich auch. :D
    An anderen wird geduldig und konsequent gearbeitet.
    Was war, war. Jetzt ist jetzt. Und mancher alter Kram wird da unnötig. Je nach Intensität kann das schon mal dauern.

    Jeder hat da seine eigenen Grenzen, seinen eigenen Rahmen. Ich möchte, dass so ein Tier nicht von mir und meinem Wohlwollen, einem von mir überaus großzügig gestecktem Rahmen abhängig ist, ich mich dadurch quasi unentbehrlich mache und nur ich mit dem Tier/seinen Macken klarkomme. Langfristig ist mein Ziel immer, dass diese Tiere in andere Hände gegeben werden könn(t)en und damit klarkommen (würden). Ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, wegen Macken getötet zu werden.
    Vielleicht sehe ich das etwas anders, weil ich nicht jedes Tier selbst behalten/aufnehmen könnte. Selbst wenn, könnte ich aber ja unerwartet sterben. Was das Tier auch in diese Situation brächte. Und da sehe ich mich in der Verantwortung vorzusorgen so gut ich das kann. Ich bin da vielleicht etwas extrem.

  10. User Info Menu

    AW: Hund kotet draußen nicht

    Lizzie,
    da will ich mich bestimmt nicht mit Dir streiten, vieles was Du sagst stimmt. Ich kann ja auch nur für meinen Hund sprechen, und die hat weder ein Aggressionsproblem noch eine extreme Fixierung auf mich. Ihre Baustellen sind andere, mit denen meine Familie und das Umfeld gut zurecht kommen. Wie gesagt: ich hatte Glück und längst nicht so extreme Probleme wie Andere, die Hunde aus dem Tierschutz aufgenommen haben.

    Meine Botschaft war eine Andere: KEIN Hund "funktioniert". Wir haben aber Konsens darin dass "halbwegs normales Verhalten" häufig - und mit der Zeit - möglich ist. Auch bei Tierschutzhunden.

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