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    Stirnrunzeln Hüft-OP bei achtjährigem herzkranken Hund - Erfahrungen gesucht

    Hallo ihr Lieben,

    leider haben wir ein ziemlich unschönes Wochenende hinter uns. Unser Mischling (8, ehemaliger Straßenhund) hat urplötzlich einen lauten Schrei ausgestoßen und dann wahnsinnige Schmerzen gehabt. Wir sind dann mit ihm zum Notdienst.

    Auf dem Röntgenbild stellte sich heraus, dass er sehr starke Arthrose infolge einer Hüftdysplasie hat. Bisher merkten wir gar nichts - er humpelte nie und liebte jede Bewegung, er ging mit uns joggen und liebte es frei ohne Leine rennen zu können. Hatte immer einen enormen Bewegungsdrang. Wir waren natürlich extrem geschockt. Sind auch regelmäßiger Gast eines bisher anderen Tierarztes, der die Arthrose auch nie bemerkt hat, aber eben auch nie explizit die Hüfte geröntgt hat. Der akute Schmerz kommt daher, dass von dieser Arthrosewucherung nun ein größeres Stück abgebrochen ist. Da er wirklich ein Häufchen Elend ist und momentan nur noch unglücklich in seinem Korb liegt brauchen wir eine schnelle Lösung.

    Heute hat mich die Orthopädin der Klinik angerufen, die am Wochenende keinen Dienst hatte. Laut ihr kommt bei seiner Schwere der Erkrankung nur ein künstliches Hüftgelenk infrage, alternativ die Entfernung des Oberschenkelhalskopfes (Femurkopfresektion). Leisten können wir uns beide Behandlungen - leider konnte mir die Ärztin aber nicht sagen, was in seinem Fall besser wäre...

    Laut ihr bringt die künstliche Hüfte ein besseres Ergebnis, die OP ist aber riskanter. Bei der Entfernung des Oberschenkelhalskopfes wäre er schnell schmerzfrei, es könnte aber passieren, dass er danach für immer hinkt.
    Ich tendiere momentan zur Entfernung des Oberschenkelhalskopfes, fürs künstliche Hüftgelenk müsste er einmal öfter in Narkose gelegt werden und da er bereits Herzmedikamente nimmt bereitet mir das Sorgen. Morgen haben wir erstmal einen Termin beim Kardiologen um zu sehen, ob er fit genug für die OP mit der künstlichen Hüfte wäre - diese OP wäre nämlich zeitlich auch deutlich länger.

    War jemand schon einmal in der Situation sich zwischen den beiden Varianten entscheiden zu müssen?
    Bzw. hat jemand Erfahrung mit der Femurkopfresektion?

    Wir möchten das, was für ihn das Beste ist
    Und da bin ich jetzt hin und her gerissen. Gegoogelt hab ich natürlich alles und auch diverse Erfahrungsberichte gelesen. Aber dass ich jetzt entscheiden soll was besser ist bringt mich doch an meine Grenzen...

  2. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Hüft-OP bei achtjährigem herzkranken Hund - Erfahrungen gesucht

    Ich hab auch nur Erfahrungen mit der Femurkopf-Resektion bei Katzen. Die wurde in der Praxis, in der ich gearbeitet habe, öfter gemacht. Der Erfolg war durchaus gut. Bei Hunden habe ich keine Erfahrung.


    De Bewegung wird auf jeden Fall anders sein, eingeschränkt. Es existiert ja dann kein Hüftgelenk mehr, sondern es bildet sich eine bindegewebige Verbindung aus. Die Schmerzreduktion müsste gut sein, und der Hund wird vermutlich wenig Probleme mit einer nicht schmerzhaften Bewegungseinschränkung haben. Er wird sich anpassen, ihr müsst lernen, was ihm dann gut tut.
    Auch eine Endoprothese würde möglicherweise die Sprtlichkeit des Hundes einschränken können.

    Frag die Orthopädin, was sie bei ihrem eigenen Hund vorziehen würde. Das war bei uns oft die Entscheidungsgrundlage im Gespräch mit den Besitzern.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin


  3. Registriert seit
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    AW: Hüft-OP bei achtjährigem herzkranken Hund - Erfahrungen gesucht

    Danke, das ist ein guter Tipp.
    Wir haben uns schon schlau gemacht was Reha usw. betrifft. Wir sind bereit.

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