Guten Abend!
Ich bin neu hier im Forum und das gleich mit einem brisanten Thema.
Es geht um ein Pferd in dem Stall in dem auch mein Pferd steht.
Es handelt sich um eine ca. 15jährige Stute, die, komplett lahm auf allen Füßen, fast täglich von ihrer Besitzerin geritten wird.
Es ist ein Bild des Elends, doch die Besitzerin ist vollkommen uneinsichtig. 3 Mal habe ich bereits mit ihr gesprochen - einmal hat sie mich sogar gefragt, was ich von dem Zustand halten würde. Ich habe ihr damals schon versucht nahe zu bringen, dass ich das Pferd auf keinen Fall mehr reiten würde.
Es war zwischenzeitlich ein Sattler, der auch Pferdewirtschaftsmeister ist, im Stall und hat die Frau reiten sehen. Auch er hat sie sofort angesprochen und sie aufgefordert abzusteigen, da das Pferd eindeutig lahmt. Am nächsten Tag saß sie wieder auf dem Pferd.....
Die Lage ist mittlerweile mehr als grenzwertig. Leider ist der Stallbesitzer ein eher „schwacher Charakter“, und auch er hat noch nichts zu ihr gesagt.
Jetzt meine Frage: in welchem Fall ist ein Einschreiten des Vet.-Amts sicher? Die Stute ist in einem normalen Gesundheitszustand, wird gepflegt und umhegt. Die Besitzerin kümmert sich wirklich „aufopferungsvoll“ und tut alles für das Tier. Nur eben das komplett Falsche. Sie ist vollkommen blind was das Bewegen angeht und behauptet, alles sei mit einem TA abgesprochen.
Wann kommt der Amtsveterinär? Hat jemand eventuell Erfahrungen? Was zieht das mit sich? Fällt das auch auf den Stallbetreiber zurück? Er hat ja schließlich auch eine Verantwortung!
Die Besitzerin der Stute ist zudem eine nicht einfache Person, da ziemlich intrigant und daher nicht ganz „ungefährlich“. Ich würde mich - nachdem ich bereits mehrmals etwas gesagt habe - jetzt lieber eher etwas zurücknehmen. Wenn der Veterinär kommen würde, fällt das alles sowieso zuerst auf mich, nehme ich mal an.
Ich hoffe auf Reaktionen der anderen Einsteller und habe eigentlich ein gutes Gefühl, dass da auch bald etwas passieren wird.
Hat jemand hier Erfahrungen mit Themen wie diesem?
Viele Grüße
Zelda
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Thema: Tierschutz im Pferdestall
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28.11.2019, 00:19
Tierschutz im Pferdestall
Geändert von Zelda65 (28.11.2019 um 00:33 Uhr)
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28.11.2019, 05:45
AW: Tierschutz im Pferdestall
Es gibt auch bei Veterinärämtern Unterschiede. In der Regel unterbesetzt und mit finanziellen Mitteln nicht gesegnet wird - nach meinen Erfahrungen - keiner kommen.
Es gibt Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei denen von Tierärzten zu leichter Bewegung, auch geritten, geraten werden kann.
Mir dreht sich auch manchmal der Magen um, bei dem was ich sehe. Ändern kann man nur in den seltensten Fällen etwas. Und wenn, dann mit viel Geduld und Freundlichkeit, nicht durch Tür eintreten.
Und manchmal, so falsch sich das anfühlt, bleibt nur umdrehen und wegsehen.
Weil eine Grenze eben nicht überschritten ist, die es offensichtlich und eindeutig werden lassen würde. Machtlos. Was bleibt, ist das Leid des Tieres.
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28.11.2019, 07:39
AW: Tierschutz im Pferdestall
zur feststellung der tierquaelerei kannst du auch die polizei anrufen, die den fall aufnehmen
und die koennen das dann an den veterinaer weiterleiten
außerdem wuerde ich videoaufnahmen machen, um das ganze zu belegen
das wuerde ich der dame aber vorher ankuendigen, das du sie jetzt filmst
auch das sie es sich selbst mal anschauen kann, wie lahm das pferd unter dem reiter geht
denn das sieht die trulla ja nicht, wenn sie draufsitzt
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28.11.2019, 09:52Inaktiver User
AW: Tierschutz im Pferdestall
Wir hatten einen ähnlichen Fall in unserem letzten Stall, da wurde die Anzeige beim Veterinäramt anonym eingereicht und es ist tatsächlich innerhalb einer Woche jemand gekommen.
Leider war es zu spät, das Pferd ist zwar danach besser versorgt worden, aber aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes jetzt eingeschläfert worden. Auch hier war es ein konfliktscheuer Stallbesitzer, der das schweigend toleriert hat, wie mit dem Pferd umgegangen wurde.
Rufe doch einfach mal beim Veterinäramt an und frage, wie das abläuft.
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28.11.2019, 10:40
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28.11.2019, 10:42
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28.11.2019, 11:29
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28.11.2019, 11:37Inaktiver User
AW: Tierschutz im Pferdestall
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28.11.2019, 11:41Inaktiver User
AW: Tierschutz im Pferdestall
unser Pferd hat Arthrose und "tickt" dadurch gelegentlich im Trab, je nach Tagesform. Die Bewegung ist dennoch sehr wichtig, wir sind halt vorsichtig und vermeiden Überlastung. Ein Aussenstehender, der das nicht weiss, würde auch erstmal denken, wir bewegen ein lahmendes Pferd.
Also muss man natürlich schon nachhaken, was die Ursache fürs Lahmen ist.
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28.11.2019, 13:14
AW: Tierschutz im Pferdestall
Das Pferd lahmt schon seit es bei uns im Stall ist (und das sind bereits ein paar Jahre).
Aus einer Zyste im Fesselgelenk vorn links wurde ein Loch, welches bei jeder Bewegung Schmerzen verursacht. Daher wird es auch in der Bewegung nicht besser, wie bei Arthrose.
Aufgrund der Schonhaltung läuft mittlerweile "jedes Bein in eine andere Richtung". Im Galopp (ja, Ihr lest richtig, es wird galoppiert!) springen beide Hinterbeine gleichzeitig, wie bei einem Hasen. Die kann nicht mehr untertreten.
In der Box steht das Pferd in "Sägebockhaltung" und wenn sie raus geführt wird zeigt sich ein deutlicher Wendeschmerz.
Nochmals einen TA darauf schauen lassen, Röntgen resp. in die Klinik fahren will sie nicht. Man hat es ihr im Frühjahr angeboten, als ein anderes Pferd ihn die Klinik musste.
Kurze Videoaufnahmen habe ich (heimlich) gemacht, und eine Reitlehrerin, die zu uns in den Stall kommt meinte, daß das bereits reichen würde.
Es ist immer diese Sorge um das eigene Pferd, wenn ich es jetzt zu einer Anzeige kommen lasse. Frauen können ja zu Hyänen werden, wenn Ihr wisst, was ich meine.....
Aber ich kann da einfach nicht mehr zuschauen.
Man regt sich über Pferdehaltung- und märkte in Osteuropa auf, Hunde in China, oder Daunen"Herstellung" in Ungarn und vor der eigenen Haustür.......
Ich bleibe dran und werde berichten
Liebe Grüße
Zelda


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