Bei meiner Hündin war die zweite Läufigkeit deutlich verspätet, nicht gerade Bilderbuch. Außerdem war offensichtlich, dass sie ihre Hormonstöße aus dem Gleis geworfen haben - was zu Verunsicherungen führte.
Der Tierarzt war für die Kastration, weil laut Studie kastrierte Hündinnen eine längere Lebenserwartung haben und sie ohnehin nicht für die Zucht eingesetzt werden soll.
Für mich ist eine kastrierte Hündin natürlich auch angenehmer. Wir verreisen manchmal ohne Hund, und da kann die Unterbringung bei nicht kastrierten Hündinnen ein Problem werden.
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08.10.2019, 22:57Inaktiver User
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
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09.10.2019, 07:48
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
Ich kann zwar nichts zum Thema Geruch beitragen, aber zum Thema Kastration pro: meine Eltern hatten in Folge drei Hündinnen, allesamt blieben sie unkastriert. Alle dtei wurden mit zunehmenden Alter immer häufiger scheinträchtig und alle drei bekamen mit 10-12 Jahren Krebs an Gebärmutter oder Eierstöcken....woran sie allerdings nicht starben (nach OP), sondern trotzdem alt wurden/werden.
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09.10.2019, 08:40
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
Ich meine, wir hatten hier schonmal einen Strang, Kastration ja oder nein.
Zum Thema, wir haben unsere Hündinnen immer kastriert, nach der ersten Läufigkeit. Da das Jagdhunde waren, wäre das im Jagdbetrieb anders gar nicht möglich gewesen. Wir haben nicht züchten wollen.
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09.10.2019, 10:25Inaktiver User
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
Danke jofi, das ist interessant und auch verständlich. Darf ich fragen, wie sich bei deiner Hündin die Hormonschübe äußerten, dass sie aus dem Gleis geworfen wurde? Und änderte sich daran nach der Kastration etwas?
Meine Züchterin und ich haben das Thema Wurf ad acta gelegt, weil meine Hündin nennen wir es mal "emotional etwas instabil" ist. Man sagt Labradoren ja generell eine große Gelassenheit nach, nach dem Motto: "Tritt einem Labrador versehentlich auf dem Schwanz und er wedelt dich noch freundlich für diese Aufmerksam an." Meine Hündin hat leider den Toleranzpegel einer Ameise. Sie ist an der Leine in der Begegnung mit anderen Hunden freundlich oder neutral, keine Leinenpöblerin; aber im freien Spiel wird es unentspannt, weil sie in nullkommanichts zur Zicke mutiert, wenn sie angeranzt wird oder der Hund ängstlich ist. Überspitzt formuliert hat es was von Dr. Jekyll und Mr. Hyde. In der Regel sind das kleine, oft auch unsichere Hunde, meistens Hündinnen. Ich lasse sie inzwischen nur noch kontrolliert mit bestimmten Hunden spielen, bei denen ich weiß, dass es funktioniert. Das sind meistens robustere, selbstbewusste Rüden, die ein körperbetontes Spiel mögen und nicht sofort Panik bekommen, wenn sie etwas wilder wird. Dieses Verhalten zeigte sie in ihrem ersten Lebensjahr nicht, das entwickelte sich erst mit der Geschlechtsreife.
Ich werde das Thema in ein paar Wochen beim Arzt ansprechen.
Huppsi, Margali, danke.
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10.10.2019, 16:34
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
Kann es sein, dass sie relativ dominant anderen Hunden gegenüber ist und diese versucht auch, zu dominieren durch Auflegen des Kopfes auf den Hals, Abdrängen im Spiel, auf den Rücken zu werfen versuchen? Zwickt sie auch gerne ins Halsfell des anderen und sieht es so aus, als ob sie den daran dann zieht?
Sieht das Spiel eher aus wie ein Abchecken und Kräftemessen und mutiert erst dann wenn beide es mögen zu einem netten Spiel?
Ist sie auch manchmal nicht interessiert an Hunden oder unwirsch?
Ich frage deswegen, weil das meine Hündin macht. Sie kann nur mit sehr selbstbewussten eher dominanten sehr stabilen Hunden. Andere werden wahlweise angezickt oder auch unterworfen oder auch angegangen.
Je kleiner der Hund, desto mehr Dominanz und null Toleranz.Geändert von Lukulla (11.10.2019 um 18:42 Uhr) Grund: vertipper
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
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I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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11.10.2019, 16:50Inaktiver User
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
Nein, als dominant würde ich sie gar nicht bezeichnen. Als junger Hund war sie sehr unterwürfig, ist es Hunden gegenüber, vor denen sie Respekt hat, immer noch. Als erstes schmeißt sie sich dann in den Staub, paniert sich und dann geht man zum Spiel über (oder auch nicht). Sowas wie das von dir oben Beschriebene beobachte ich an ihr in der Form nicht. Doof wird sie Hunden gegenüber, die unsicher und/oder klein und vor allem Kläffer sind. Die Annäherung ist eigentlich freundlich bis neutral von meiner Tusnelda aus, sie hat nur ein sehr labbi-typisches Problem: Sie ist distanzlos. Bei manchen Hunden geht das, die sind robuster, nehmen es hin oder ticken ähnlich, das sind die besten Spielgefährten für sie. Bei vielen geht es aber nicht, die schnauzen sie erstmal vollkommen berechtigt an (Motto: "Ey, mach mal langsam, nicht so wild, spinnst du?") Und in so einer Situation ist sie mal an eine kleine französische Bulldogge geraten, die ihr das nicht nur verbal mitteilte, sondern meine auch schnell körperlich anging, woraufhin meine dann erstmals feststellte: "Ey, ich kann mich ja wehren. Was die kann, kann ich auch. Schnauze! Zack, und drauf." Bei E. wünsche ich mir sehnlichst wenigstens 30 % der Gelassenheit meiner früheren Labradorhündin, das würde das Leben mit ihr entspannter machen. Meine frühere Hündin drehte sich einfach weg, wenn sie angeblafft wurde und ging. Sie ging in keine Konfrontation. Oder sie legte sich direkt hin und drehte sich auf den Rücken, was manchmal wirklich lustig aussah, wenn ihr Gegenüber die Größe eines Rehpinschers hatte.
Ja, bei Hunden, die sie nicht kennt, wirkt das anfangs so. Deshalb bin ich auch sehr wählerisch und vorsichtig bei der Auswahl potentieller Spielkameraden geworden und beschäftige sie anderweitig. Sie ist innerlich eher eine Wibbelfut, immer auf dem Sprung zum nächsten Abenteuer. Ich lasse sie sehr gern suchen und auch apportieren. Nasenarbeit erdet sie immer etwas, das konzentrierte Arbeiten tut ihr gut.Sieht das Spiel eher aus wie ein Abchecken und Kräftemessen und mutiert erst dann wenn beide es mögen zu einem netten Spiel?
Uninteressiert ja, unwirsch nicht, nicht bei alltäglichen Begegnungen an der Leine. Die sind bei ihr unproblematisch. Unwirsches Verhalten entsteht bei ihr immer aus einer Spielsituation heraus, die für sie frustrierend verläuft (Hund motzt sie an, hat keine Lust auf Jagdspiel, funktioniert nicht so, wie sie es gern hätte). Mitterweile habe ich ein ganz gutes Gefühl dafür entwickelt, mit wem es klappt und mit wem nicht.Ist sie auch manchmal nicht interessiert an Hunden oder unwirsch?
So ähnlich erlebe ich das mit meiner ja auch. Aber ich würde es bei meiner nicht als Dominanz bezeichnen, sondern eher als angelerntes Verhalten durch einige Erfolgserlebnisse, das aus Situationen herrührt, in denen sie eigentlich unsicher war.Ich frage deswegen, weil das meine Hündin macht. Sie kann nur mit sehr selbstbewussten eher dominanten sehr stabilen Hunden. Andere werden wahlweise angezickt oder auch unterworfen oder auch angegangen.
Je kleiner der Hund, desto mehr Dominanz und null Toleranz.
Meine Hundetrainerin meinte mal, das wäre der Klassiker von "nach oben buckeln und nach unten treten". Sie sucht sich Hunde aus, die "Opfer" sind, denen sie sich überlegen fühlt.
Ich hab sie trotzdem lieb. ;-)
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11.10.2019, 18:48
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
Danke für Deine langen Erklärungen, Zuza.
Ich beginne zu grübeln, in wie weit auch bei meiner Unsicherheit letztlich eine Rolle spielen kann. Bei Menschen und unbekannten Situationen ist das definitiv so, aber bei Hunden erlebe ich sie sehr motzig, und immer als Nummer eins. Sie unterwirft sich erst, spielerisch, wenn alles geklärt ist und das Kräftemessen in ein ausgewogenes Speil übergegangen ist und der andere sich vorher ein paar Mal unterworfen hat.
Das ist etwas ot , wenn Interesse besteht, das weiter zu bereden, kann man ja den Titel des Threds anpassen oder wir ziehen um in einen anderen.Körperlich Distanz
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Kari Bremnes
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11.10.2019, 20:11Inaktiver User
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
Lukulla, ich habe nichts dagegen, wenn das hier weitergeführt wird, das ist ein Thema, was mich ja auch umtreibt, seitdem ich den Hasen habe. Und ich kann mir vorstellen, dass wir nicht die einzigen sind. ;-)
Das Leben mit E. ist deutlich weniger entspannt als das mit meiner früheren Hündin. Beide stammen übrigens aus derselben Linie, beide Hunde sind dermaßen grundverschieden. Was bei E. evtl. noch Einfluss auf ihr Verhalten nimmt, sind Hormone. Ich erwähnte ja schon, dass die Läufigkeiten bisher immer etwas speziell verliefen (sehr späte 1. Läufigkeit, Zysten, Scheinträchtigkeit, jetzt eine zu früh einsetzende Läufigkeit). Das werde ich mit unserem Arzt besprechen. Und die Schilddrüse werde ich vorsichtshalber auch mal checken lassen, schadet sicher nichts.
Was ich bei ihr auf jeden Fall sehr stark merke, ist, dass ich mit ihr wirklich arbeiten muss. Wenn sie etwas tut, was ihr Freude macht und wodurch sie Erfolgserlebnisse durch Lob und Belohnung hat (gern in Form stinkender trockener Sprotten, sehr lecker
), sind andere Hunde für sie gar nicht mehr so interessant, und sie ist dann auch entspannter. Bei meiner früheren Hündin konnte ich es mir eher erlauben, mal rumzuschlunzen und halt auch mal ein paar Tage nichts anderes mit ihr zu machen, als gemütlich durch die Pampa zu stromern. Sie war genügsamer. Man hat ja auch nicht immer Lust. Wenn ich den Hasen nicht regelmäßig gezielt beschäftige, macht sie Unsinn oder wird experimentierfreudig. Sie hat nicht nur Plan A und B im Kopf, nee, ich glaube, da schlummern im Hintergrund für harte Zeiten noch die Pläne C und D und E. ;-))
Ich werde mich an einer Diskussion aber erstmal nicht weiter beteiligen können, ab morgen sind wir für eine Woche an der Ostsee. Ich lese über mein Phone sicher rein, aber auf dem Ding tippe ich keine längeren Beiträge, das ist mir zu lästig.
Bis dahin erstmal!
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15.10.2019, 09:48Inaktiver User
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
Zuza, es ist vielleicht noch zu früh etwas Generelles über das Verhalten nach der Kastration zu sagen. Es ist einfach so, dass sie sich so verhält wie so st, wenn sie gut in der Zwischenphase war: Aufmerksam, sehr lebendig, neugierig. Es scheint ihr einfach gut zu gehen.
Früher war es so, dass meine Hündin in den Tagen der Läufigkeit eher „melancholisch in der Hecke herumhing“ - um es mal menschlich zu interpretieren. Sie wirkte weniger interessiert und lebendig, trank plötzlich große Mengen von Wasser in sich hinein, die ihre Blase natürlich nicht halten konnte weswegen sie dann in die Wohnung pieselte.
Sie ist an sich ein Hund, der sehr viel Bewegung bracht, sich auspowern muss. Das ist bei uns im Voralpenland sehr gut möglich, es gibt an unserem Ort keinen Leinenzwang. Das alles war während der Läufigkeit nur begrenzt möglich.
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22.10.2019, 13:47Inaktiver User
AW: Läufigkeit Hündin - Geruchsminderung. Gibt es da was?
Jofi, mit etwas Verspätung danke für deine Antwort. Ich stellte und stelle an meiner Hündin auch ein anderes Verhalten fest, es ähnelt zum Teil den von dir beschriebenen Dingen. Sie schläft mehr, sie trinkt mehr, momentan ist sie zusätzlich aber zickiger als sonst. Nach der letzten Läufigkeit war sie scheinträchtig, sie sammelte alles, was sie zwischen die Pfoten bekam und adoptierte es quasi als Welpenersatz. Dieses Mal werde ich rechtzeitig direkt alles wegräumen, was sie beim letzten Mal im Fokus hatte; das war nicht schön.
Wir haben die Woche auf Rügen gut verbracht, es war nicht so wild, wie ich es mir im Vorfeld ausgemalt hatte. Wir konnten sie überallhin mitnehmen, am Strand aber blieb sie - zumindest in unserem Ort, da dort mehr los ist - an der Leine. Wenn wir an einsameren Stränden waren, konnten wir sie laufen lassen und da gab sie dann auch richtig Gas. Freundlicherweise hat sie jetzt erst ihre Stehtage, und darüber bin ich wirklich froh. Im Moment sind Spaziergänge einfach anstrengend, ich lasse sie derzeit grundsätzlich nirgendwo frei laufen. Sie hat Druck, das merkt man ihr an. Alle paar Minuten hockt sie sich, markiert ("Hey Jungs, jetzt!") und wenn sie einen Hund in der Nase hat, habe ich ein Trüffelschwein an der Leine. Ich traue ihr gerade nicht über den Weg; sie wäre sofort weg, wenn sie einen tollen Kerl wittern würde und weg käme. Es sind ja nur noch ein paar Tage. *mantraaufsag*


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