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  1. Inaktiver User

    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    Vielen Dank für die vielen Antworten.
    Die Wohnsituation ist so: sie wohnen zusammen ein ziemlich altes großes Einfamilienhaus, welches aber glücklicherweise so gestaltet ist, dass man es fast komplett in 2 Hälften aufteilen kann: Sprich: beide Wohnbereiche haben jeweils ihren eigenen Eingang, ihre eigene Treppe nach oben, eigene Bäder usw. Lediglich die Küche wird gemeinsam benutzt.

    Momentan ist es so, dass der Hund ab Anfang November zum Hundetrainer soll (mitsamt Herrchen), aber so wie ich den Chef kenne (und leider tue ich das nur zu gut), glaubt er wohl, dass das eine Sache von 2 bis 3 Trainingsstunden ist und dann hat er einen absolut gehorsamen Hund.

    Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Hund sehr verspielt ist. Insofern glaub ich nicht mal, dass er die Katze so unbedingt als Beute ansieht, sondern eher als möglichen Spielkameraden, was die Katze natürlich eher erstmal verschreckt, wenn da plötzlich so ein 40*kg-Hund auf sie zustürmt. Wäre ich an ihrer Stelle wohl auch :-D Manchmal halten sie's sogar im selben Raum aus. So lieben es beide, wenn sie mit ins Firmengebäude dürfen, um dort in der Nähe des jeweiligen Herrchens/Frauchens zu sein und zu schlafen, wo sie nur wenige Meter auseinander auf ihren Decken liegen. Wobei die Katze natürlich noch misstrauisch ist und sich auch erst schlafen legt, wenn sie sicher ist, dass der Hund auch schläft.

    Inzwischen hat sich aber ein weiteres Problem eröffnet: Da die Firma im Kunsthandwerk tätig ist, ist der Chef an den Wochenenden sehr häufig auf irgendwelchen Messen usw. unterwegs und schonmal das ganze Wochenende weg. Und das ist für den Hund eine Horrorvorstellung. Es kann sich jeder denken, wer den Hund hüten muss: meine Frau. Die muss dann am Wochenende jeden Tag das Kunststück hinbringen, Hund und Katze möglichst räumlich getrennt zu halten, ohne einen von beiden zu vernachlässigen. Meist macht sie es dann so, dass die Katze vormittags raus darf (oder in die Firma...worauf immer sie gerade Lust hat) und der Hund drin bleibt und umgekehrt.
    Bei diesem "Dogsitten" hat sich aber auch gleich eine weitere Eigenart des Hundes rausgestell: er ist schon sehr auf sein neues Herrchen fixiert und vermisst ihn schnell und geht dann sprichwörtlich über Tisch und Bänke, wenn er mal ein paar Stunden allein ist und nicht gerade schläft. Ersatzweise gibt er sich auch mit meiner Frau zufrieden, es scheint also eher Angst vorm Alleinsein insgesamt zu sein. Das äußert sich dann nachts dadurch, dass er die ganze Nach jault und bellt. Das macht er zwar nicht jede Nacht, aber oft. Oft ist er dabei so aufgeregt, dass er schonmal sein Futter wieder erbricht oder einen Haufen in die Bude setzt (organisch ist laut Tierarzt alles OK, er schiebt es wirklich auf die Angst, dass Herrchen nicht wiederkommt).

    Da meine Frau natürlich nicht ständig beim Hund sein kann, aber auch den Hund nicht mit zu sich in die Wohnung nehmen kann (weil da die Katze ist), wurde nun so eine Art "Hundetür" angeschafft. Das ist im Grunde eine kleine, etwa hüfthohe Tür mit Löchern drin, die in den Türrahmen zwischen den beiden Wohnzimmern geklemmt wird. Dadurch kann die normale Tür offenbleiben, der Hund kann aber auch meine Frau sehen, wenn sie daheim ist.
    Nebeneffekt: durch die Löcher in dieser "Hundetür" können sich auch Hund und Katze sehen, wobei der Hund die Katze aber interessanterweise meist ignoriert (das spricht eher für die These, dass er sie eher als Spielkamerad und nicht als Beute betrachtet). Sie hingegen starrt ständig zur dieser Tür, weil sie dem Braten wohl noch nicht so recht traut.


    Meines Erachtens hat der Chef einen großen Fehler gemacht, als er den Hund zu sich geholt hat. Er kannte ihn ja schon von früheren Besuchen von seiner Stieftochter und wusste, wieviel Aufmerksamkeit der Hund braucht. Und dann holt er sich das Tier ins Haus, obwohl er weiß, dass ihm selbst das nötige Verantwortungsbewusstsein und auch die nötige Zeit fehlt dafür fehlt und dass meine Frau als "Hundesitter" eigentlich nur bedingt infrage kommt, da sie selbst noch eine Katze besitzt? Genau DAS habe ich ihn vorher schon gesagt....da hat er sich tierisch aufgeregt, dass ich mich in sein Leben einmischen würde und mich das nichts anginge. Tut es aber...nämlich genau dann, wenn seine Sorglosigkeit Auswirkungen auf meine Frau und ihre Katze hat.

  2. Inaktiver User

    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    Warum nimmt sich deine Frau samt Katze keine eigene Wohnung?
    Das Konglomerat mit Chef und unerzogenem Hund und sonstwas, bringt nix. Wenn nur einer der Tierhalter etwas unternimmt, bringt das nichts.

    Stört sich deine Frau an den Gesamtumständen im gleichen Maße, wie du?

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    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    Mir stellen sich so einige Fragen, vor allem aber, was dieses Thema im Tierforum zu suchen hat.

    Ich sehe viel mehr, daß du ein großes Problem mit der kompletten Situation hast. Die gefällt scheinbar weder die Wohnsituation, noch die Tatsache, dass deine Frau sich von diesem Mann so vereinnahmen lässt. Führen sie eine Beziehung miteinander oder warum kuscht sie bei allem?
    Überdenke doch noch einmal das Hauptproblem. Der Hund scheint ja nur vorgeschoben zu sein.
    Wenn dich die Situation als solche beschäftigt, würde ich einfach ernsthafte Gespräche mit deiner Frau suchen.

  4. Inaktiver User

    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Inzwischen hat sich aber ein weiteres Problem eröffnet: Da die Firma im Kunsthandwerk tätig ist, ist der Chef an den Wochenenden sehr häufig auf irgendwelchen Messen usw. unterwegs und schonmal das ganze Wochenende weg. Und das ist für den Hund eine Horrorvorstellung. Es kann sich jeder denken, wer den Hund hüten muss: meine Frau.
    Nein, ich kann mir das nicht denken, ich finde das sogar eher überraschend. Was soll das für ein Arbeitsverhältnis sein, in dem man für die Haustiere seines Chefs verantwortlich ist?

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    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    Wenn der Hund die Katze jagt, deine Frau sich nun auch um den Hund kümmert, kannst du nichts machen, weil beiden völlig egal ist, was du sagst. Die haben ihr Leben und teilen ihren Alltag miteinander und darin spielst du keine Rolle.

  6. Inaktiver User

    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stört sich deine Frau an den Gesamtumständen im gleichen Maße, wie du?
    Die stört sich eher dran, dass sie eigentlich ständig vor vollendete Tatsachen gestellt wird und von ihr erwartet wird, dass sie sich damit arrangiert. Widerspruch gegen die Entscheidungen ihres Chefs sind meist sinnlos, weil er sie sowieso nur der Form halber um ihre Meinung fragt, aber auch bei einem Veto sowieso macht,was er will. Bevor er den Hund geholt hat, hat er sie z.B. gefragt, was sie davon hält und ob sie einverstanden ist, das er den Hund holt. Natürlich hat sie dem widersprochen und genau DIE Bedenken geäußert die nun eingetreten sind: Hund zofft sich mit Katze, sie muss in Abwesenheit um den Hund kümmern usw. Dabei hätte sie sich das auch genausogut sparen können, denn die Entscheidung, ob der Hund nun einzieht oder ob nicht, war da sowieso schon gefallen.

    Natürlich wäre es machbar, dass sie sich woanders eine Wohnung sucht. Aber wer macht das schon freiwillig, wenn die Miete sehr günstig ist, man nur 50m über den Hof bis zur Arbeit laufen muss und die örtlichen Gegebenheiten für *ein* Haustier auch noch super sind ? Zudem hätte sie beim Umzug wieder Probleme mit der Katze, die schon ihr Leben lang auf dem Grundstück lebt und es als ihr Revier betrachtet (meist ist sie den halben Tag draußen). Was wäre also die Lösung ? Die Katze abschaffen, damit nur Hund und Herrchen happy sind ? Absolutes No-Go! Dann soll eher der Hund weg, auch wenn es hart klingen mag. Und ich fürchte, dass es wohl mittelfristig darauf hinauslaufen wird, denn momentan ist keine Besserung in Sicht.

    Vor 2 Wochen hat sie´s ausprobiert, was passiert, wenn sie den Hund tatsächlich weitestgehend alleine lässt und eigentlich nur zum Gassigehen rauslässt. Tagsüber ging das noch, weil sie da gerade ihren freien Tag hatte und der Hund hörte, dass sie nebenan ist. Aber nachts er richtiggehend an der Uhr gedreht und die ganze Nacht gebellt, so dass sie kein Auge zugemacht hat. Es kann ja nicht angehen, dass sie die ganze Nacht im Wohnzimmer auf dem Sofa schläft, nur damit der Hund weiß, dass jemand in der Nähe ist. Die neuste Idee des Chefs ist, dass er nun an Wochenenden, wo er auf Show ist, den Sohn seiner Exfreundin als "Hundesitter" engagiert, um auf den Hund aufzupassen. Das würde zwar in gewisser Weise helfen, ändert aber letztendlich nichts daran, dass es belastend ist, wenn man ständig drauf aufpassen muss, dass sich Hund und Katze sich nicht begegnen und dass der Hund ein Problem damit hat, mal ein paar Stunden allein zu bleiben.

    @Nanette
    Wenn du dir mal das Ursprungsposting nochmal durchliest, wirst du sehen, dass ich ursprünglich nach Tips gefragt habe, wie man dem Hund abgewöhnen kann, ständig die Katze zu jagen. Und DAS gehört nun mal ins Tierforum. Dass hier im Brigitte-Forum jedes Thema sofort in eine andere Richtung abschweift, ist weder mein Verschulden,noch meine Absicht.
    Geändert von Inaktiver User (19.10.2019 um 20:27 Uhr)

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    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    Deine Ex ist ja nicht unter Zeitdruck, sie könnte sich in Ruhe eine katzengeeignete Wohnung suche; ich hatte fast mein Leben lang Katzen, die nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zuhause bleiben konnten; sie mussten sich nicht nur an einen neuen Ort, sondern auch an einen neuen Menschen gewöhnen. Das gelang ausnahmslos auch bei schon sehr betagten Tieren ganz hervorragend.
    Unangenehmer für die Frau natürlich, den Arbeitsplatz nicht grad ums Eck zu haben und mehr Geld für die Miete dranzugeben. MIR wäre meine Freiheit, Ruhe und Selbstbestimmtheit das wert. Durchaus möglich allerdings auch, dass der Chef im Arbeitsumfeld austickt, wenn auf seine Angestellte privat nicht mehr zugreifen kann; auch das würde ICH in Kauf nehmen. Einen Tod muss man sterben. Also auch schon mal den Markt sondieren, ggf Bewerbungsgespräche führen, weil die Wohnungssuche davon nicht unberührt wäre.

    Sie kann das dem Goldjungen ja ankündigen, sobald sie einigermaßen gute Karten hat. Konkret: Spieß wird umgedreht, jetzt setzt sie ihm das Messer auf die Brust: Entweder ist der Hund bald weg oder sie

    Hundesitter halte ich für keine belastbare Lösung. Wenn der die Schnauze voll hat (der Junge), eine Freundin oder mit Freunden feiern will: Wer ist dann dran?
    Geändert von Blila1 (19.10.2019 um 20:27 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Unangenehmer für die Frau natürlich, den Arbeitsplatz nicht grad ums Eck zu haben und mehr Geld für die Miete dranzugeben.
    Umziehen ist momentan nur eine theoretische Lösung. Nicht nur wegen der Katze,sondern auch aus finanziellen Gründen. Ihr Einkommen ist leider nicht SO hoch,dass sie da unbedingt die große Auswahl hat...Wohnungen, die in erreichbarer Nähe sind und in denen Katzenhaltung erlaubt ist, sind durchschnittlich fast 400$ teurer als ihre jetzige Wohnung.
    Kündigen kann sie aus rechtlichen Gründen aber auch nicht so einfach, da ihr Beruf dort in den USA eher selten ist und ihr rechtlicher Status für einen Jobwechsel in eine andere Branche noch nicht ausreicht (sprich: sie steckt aktuell noch im Greencardprozess, hat bislang nur ein Arbeitsvisum). Zumindest bis sie die Greencard hat, ist sie noch an diese Firma gebunden.

    Hundesitter halte ich für keine belastbare Lösung. Wenn der die Schnauze voll hat (der Junge), eine Freundin oder mit Freunden feiern will: Wer ist dann dran?
    Sehe ich ganz genauso. Zudem wäre es für den Chef nur eine weitere Rechtfertigung, eigentlich NICHTS am eigentlichen Hauptproblem zu ändern (nämlich dass Hund und Katze sich nicht vertragen). Dass er eigentlich keinen Handlungsbedarf sieht, hat er schon mehrfach kundgetan, obwohl er´s auch schon live erlebt hat, was passiert, wenn er den Hund auf den Hof lässt, während die Katze gerade draußen ist. Aber auch das wurde von ihm mit "Das siehst du zu eng!" oder "Das wird schon!" vom Tisch gewischt. Sprich: Weil der Hund halbwegs brav ist, wenn er daheim ist, kann dessen Verhalten nicht anders sein, wenn er nicht daheim ist, ergo sieht er keinen Handlungsbedarf.
    Geändert von Inaktiver User (19.10.2019 um 20:49 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    oh.. ich dachte, die Geschichte spielt in D.
    Die Frau ist in einer klassischen Zwickmühle: sie kann sich aus dieser Situation offenbar nicht aus eigener Kraft befreien. Den Chef ändern aber auch nicht, der gibt den großzügigen Sklavenhalter.
    Aus seiner Sicht hat er natürlich recht: SEIN Haus, SEIN Wunsch, SEIN Hund; warum soll er keinen haben, wenn er einen möchte? Weil er sich nicht kümmern kann oder mag? Er sieht das wohl als (kleine) Gegenleistung für sein Entgegenkommen.

    So lange die Frau von ihm abhängig ist, hat sie kaum Spielraum und jede Diskussion hier ist für die Hasen. Selbst wenn wir mit dem Chef reden könnten, würde er machen, was er will, das alles ist nicht sein Problem. Das wird es erst, wenn deine Ex gehen kann. Kann sie wirklich nicht? Ist ein Leben in den USA das wert? Muss sie wissen, kann nur sie entscheiden

    Wobei ich das Katz-und-Hund-Problem eher gering einschätze, aus Katzensicht. Katzen müssen mit sowas seit Tausenden von Jahren umgehen, sie können es und zwar ziemlich gut

  10. Inaktiver User

    AW: Hund jagt Katze, Besitzer ignoriert es

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sehe ich ganz genauso. Zudem wäre es für den Chef nur eine weitere Rechtfertigung, eigentlich NICHTS am eigentlichen Hauptproblem zu ändern (nämlich dass Hund und Katze sich nicht vertragen).
    Warum sollte er was ändern? Es ist sein Haus. Ich würde mir von meiner Angestellten/Untermieterin/was auch immer auch nicht reinreden lassen, ob ich einen Hund haben darf.

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