Ich finde den Vergleich mit Käfighaltung unpassend.
Ein Einzimmer-Appartement kommt den Bewegungsdrang einer Katze vielleicht nicht entgegen, das ist richtig.
Aber eine 80m2 Wohnung mit vielen Versteckmöglichkeiten und großem Balkon? Oder gar 200m2 Haus mit zwei Treppen?
War in unser Familie immer üblich... und Tierquälerei sieht nun wirklich anders aus.
Katzen sind Bewegungstiere, aber keinesfalls zu vergleichen mit Hunden zum Beispiel.
Hier versündigen sich tatsächlich die meisten Besitzer - denn ich kenne ehrlich gesagt nur einen Hund, der den zu seiner Rasse passenden Spaziergangsradius auch tatsächlich hat (und der Besitzer ist da Förster...)
Das thematisiert seltenst niemand.
Bei Wohnungskatzen regt sich die Tiercommunity aber dann auf.
Hier kommt dann der Punkt ins Spiel "und auf keinen Fall Jungkatzen" ?Stell dir doch mal vor, dich würde jemand dein Leben lang in eine Wohnung einsperren (mit kleiner Turnhalle), wie wäre das?
Für mich ist das ein angemessener Vergleich, weshalb sollten Tiere weniger Wert sein.
WTH?
Gerade Jungkatzen - denn wenn eine Katze von Anfang an diese Lebensweise gewohnt ist, ist sie für diese auch das normale, was man nicht kennt, vermißt man nicht! Das gilt auch für Tiere.
Eine Katze, die Freigang gewohnt ist, wird das als Quälerei empfinden, auch wenn sie plötzlich nicht mehr so fit ist!Behinderte, kranke Tiere, das finde ich eine Option
Vielleicht nicht absolut artgerecht.Doch eine gesunde, junge Katze einsperren, ist Tierquälerei.
Aber Quälerei?
Ich würde das eher "etwas zivilisationsangepaßt" nennen - genau wie wir Menschen!
Du als Homo sapiens bist eigentlich ein Savannenlebewesen.
Bedeutet, Du müßtest zwecks artgerechter Haltung täglich mindestens 15 km zu Fuß zurücklegen. Artgerechte Ernährung (gemäß Deiner Physis) beinhaltet auch keine Schokolade, keine Milchprodukte, keine hochaufbereitete Stärke...
Unser normales Lben beinhaltet das aber. Da beschwerst Du Dich ja wohl auch nicht, das sei Menschenquälerei?
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Thema: Wohnungskatzen
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10.07.2019, 19:07
AW: Wohnungskatzen
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10.07.2019, 19:13Inaktiver User
AW: Wohnungskatzen
Mein Perser hat auch keine Pfote ins Freie gesetzt, obwohl er die Möglichkeit hatte.
Wobei ich aber annehme, dass eine "normale" Katze schon gerne draussen ist. Wenn die Gegebenheiten drinnen auf die Tiere abgestimmt sind, finde ich Wohnungshaltung nicht optimal, aber ok. Und Beschäftigung muss her.
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10.07.2019, 19:27
AW: Wohnungskatzen
Die Frage im Eingangsposting war ja die nach der artgerechten Haltung. Das ist für ein Raubtier, das zB artgemäß gerne jagd und auch als kastriertes Tier ziemlich große Reviere bezieht in einer Wohnung nicht möglich.
Es gibt immer Außnahmen, und sicher lässt sich die Wohnungshaltung mehr oder weniger angenehm gestalten, aber artgerecht?
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10.07.2019, 19:47Inaktiver User
AW: Wohnungskatzen
Was bei uns gar nicht ginge, wäre, ihnen die frische Luft zu nehmen.
Sobald es wärmer als 12°C ist, machen wir alle (gesicherten) Fenster auf und geben die Loggia frei und das fordern sie auch vehement ein.
Wichtig ist dabei nur, daß sie zugluftgeschützte Liegeplätze haben, weshalb wir einige Höhlen und Bettchen mit Lammfell ausgelegt haben.
Langeweile dürfte tatsächlich ein großes Problem vieler Katzen sein, aber das lässt sich ja ziemlich leicht beheben, z.B. mit Fummelbrettern oder Catwalks, die die Kazen auch körperlich forden.
Wie gesagt: Meine haben die freie Wahl und gehen nicht mehr raus.
Ergo scheint es für sie artgerecht zu sein bei uns.
Wenn es den Katzen gut geht, müssen wir es wohl richtig machen.
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10.07.2019, 20:01Inaktiver User
AW: Wohnungskatzen
@Nemesis71:
Genau so ist es! Gute Beispiele!
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10.07.2019, 20:25Inaktiver User
AW: Wohnungskatzen
Und die sind so schmusig, menschenbezogen, dankbar und anhänglich! Kann eine behinderte Katze jedem ans Herz legen, der eine Wohnungskatze halten will.
Gut, sie haben hier 140qm und den Garten, aber ich habe auch schon Bilder im Netz gesehen, da waren Handwerker am Werk: die Wohnung/das Haus dreidimensional genutzt...Katzentreppen an den Wänden, an der Decke oben entlang Schlafmulden, es gibt so viele Möglichkeiten, die Behausung katzengerecht zu gestalten, man muss sich nur mal in eine Katze hineindenken...
Und tatsächlich hab ich auch so eine, die kaum in den Garten will, die käme auch mit einem eingezäunten Balkon zurecht (nur der Sonne wegen).
Außerdem ist es nicht immer für jede Katze die Regel, dass sie einen Gefährten braucht.
Ich hatte auch welche, die mich am liebsten ganz für sich alleine wollten und eifersüchtig auf andere Katzen waren.
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10.07.2019, 20:44
AW: Wohnungskatzen
Es gibt soviele Gründe, Katzen auch in der Wohnung zu halten, halten zu müssen!
Ich krieg echt auch immer leichten Unmut, wenn ich dieses ALLE KATZEN MÜSSEN RAUS, lese
Ebenso Quatsch direkt immer von Tierquälerei zu schreiben, obwohl die TE noch nix von Babykatzeneinzelhaltung in Kleinwohnung schrieb.
Beim Stöbern auf Tierschutzseiten wird man da schnell fündig, gibt fast immer eine Abteilung "Wohnungskatzen" und da werden die jeweiligen Gründe genanntEs wird Zeit für eine neue Signatur
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12.07.2019, 16:35Inaktiver User
AW: Wohnungskatzen
Nebenbei werden z.B. Rassekatzen von Züchterseite aus unterschiedlichen Gründen nur in Wohnungshaltung vermittelt, steht oft schon auf deren Webseiten.
Da Du, @gerbera16 aber (erfreulicherweise) eine Tierheimkatze möchtest, solltest Du vor Ort am besten mit den Mitarbeitern sprechen, die kennen ihre Pfleglinge in Persönlichkeit und Bedarf meist sehr gut.
Etwas ältere Perser findet man (leider) auch ab und zu im Tierheim, die sind sehr ruhig und gemütlich und kommen mit Wohnungshaltung gut klar.
Ich würde bei Wohnungshaltung auch unbedingt für zwei Katzen plädieren, die sich kennen und mögen.



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