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  1. Registriert seit
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    AW: Gute Tierarztpraxis finden - sooo schwer!?

    Hallo an alle!

    Danke für eure vielen Anregungen und Denkanstöße!

    Zum Thema Hausbesuche: Hier bin ich auch geteilter Meinung. Mit meinem Kater funktionieren Hausbesuche sehr gut - er ist zuhause wesentlich entspannter als in der Praxis (ich hatte bisher zwei, dreimal einen Hausbesuch von einer mobilen Praxis). Da aber bei ihm, wenn der TA denn nötig wird, oft etwas "größere" Sachen anstehen wie z. B. das von katelbach erwähnte Blutabnehmen oder Ultraschall, wird es zuhause schwierig. Aber ich denke trotzdem mal über die Variante "Kleinigkeiten zuhause, Größeres in der Klinik" nach - vielleicht wäre das ja doch eine Möglichkeit. Festhalten kann ich ihn zuhause recht gut, er hat da einfach nicht so große Angst wie in der Praxis (und bei mir lag zum Glück noch nie ein TA auf dem Teppich ). Für die Hündin sind Hausbesuche allerdings keine Alternative, sie wird dann richtig sauer...

    @ Tatra, mein Beitrag scheint dich getriggert zu haben. Ich kann dir sagen, dass das Meiste von dem, was du schreibst, auf mich nicht zutrifft. Ich habe für meine vorherige Katze Unsummen beim TA und anschließend in der Klinik ausgegeben. Ich habe mich nicht ein einziges Mal beschwert, und habe keinen Cent bereut, obwohl sie letztlich doch in relativ jungem Alter gestorben ist.
    Mit "Abzocke" meinte ich wirklich ein unlauteres Gebahren - das habe ich zum Glück nur bei einem einzigen früheren TA erlebt, dafür aber mehrmals (es war damals mein erstes Tier und ich hatte keinerlei Vergleichserfahrungen, wie woanders gearbeitet wird und was solche Sachen woanders kosten). Dass sämtliche Leistungen inkl. sich wiederholender Beratungsleistungen adäquat und konsequent abgerechnet werden, kenne ich nicht anders - alle meine bisherigen TÄ haben das so gemacht. Mir würde nicht im Traum einfallen, mich darüber zu beschweren. Ratschläge wie diesen hier
    zahle ohne zu murren den veranschlagten Preis
    kannst du dir also gerne für Menschen aufheben, die sich tatsächlich so verhalten, wie du es hier beschreibst.

    Und, ja: TÄ sind auch nur Menschen, und (alle) Menschen machen Fehler bzw. sind nicht allwissend. Auch darüber müssen wir nicht diskutieren. Mir geht es hier aber nicht um Fehler, sondern um den Umgang damit. Und um eine - bei dem jetzigen TA - unglaubliche Gleichgültigkeit, die er in der letzten Zeit ausstrahlt und der ich die Tiere nicht länger aussetzen möchte.

    Zu guter Letzt: Dass es bei einigen Symptomen oder Laborwerten sinnvoll ist, einfach erstmal abzuwarten, ist völlig korrekt, und das wird bei den beiden Tieren schon seit Jahren so praktiziert. Wie du aber selbst schriebst, ist es bei manchen Werten sinnvoll - nicht bei allen. Und wenn ich dann von einer Klinik gesagt bekomme, dass ein einfaches "Warten" bei diesem erhöhten Wert, um den es speziell geht, gar nicht sinnvoll ist, weil sich dahinter eine schnell lebensbedrohlich werdende Krankheit verbergen kann, die sich aber mit einer recht einfachen, kurzen Diagnostik ausschließen lässt - äh, tja, dann hätte ich mir eben gewünscht, dass unser TA nicht einfach den Ignore-Button drückt, sondern uns zumindest darauf hinweist.

    @ carassia:
    Vielleicht sollte ich das Zurückkehren zur bisherigen Praxis auch nochmal überdenken, ja. Der Weg ist eben wirklich weit für Angst-Tiere, und insbesondere für den Kater (fast 20 min einfache Strecke). Aber ich könnte es natürlich mal ausprobieren und schauen, ob bzw. wie es klappt... Muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen.

    @ mainecoon:
    Danke für deinen Bericht! Es tut mir leid, dass deine beiden Süßen krank sind. Ich finde es aber super, wie ihr das gelöst habt mir den beiden, und dass ihr das Tierwohl so gut im Auge habt. Ich hoffe, die beiden haben noch eine lange und gute Zeit mit euch!

    Das hier:
    Ich halte es für wichtig, dass der Tierarzt gut mit den besonderen Eigenheiten der Tiere klar kommt, der Stress sich für die Tiere in Grenzen hält und du nicht das Gefühl hast, er/sie hätte keine Interesse oder noch schlimmer keine Ahnung. Im Grunde ist das doch bei Menschen auch nicht viel anders. Jeder macht unterschiedliche Erfahrungen bei ein und demselben Arzt.
    kann ich nur unterschreiben. Genau dieses fehlende Interesse bzw. der enorm gleichgültige Eindruck ist derzeit m. E. das Hauptproblem bei unserem TA. Da dieser Zustand schon seit fast einem Dreivierteljahr andauert, hab ich nun einfach kein wirkliches Vertrauen mehr... Aber hier gab es ja viele gute Ansätze, um nochmal zu überlegen, wie wir das zukünftig gestalten. Zwei getrennte TÄ für die beiden wäre ja vielleicht auch eine gute Alternative (z. B. meine vorherige Praxis für die Hündin und den Mix aus Hausbesuch und Klinik für den Kater).

    @ katelbach
    Meine letzten Hunde und auch meine jetzige Golden-Hündin LIEB(T)EN die Praxis, meine Große jammert schon vor dem Parkplatz der Klinik und würde reinstürmen, in der befreundeten Praxis quietscht sie und schmeißt sich vor den Kolleginnen hin und macht Blödsinn. Sogar meine Agsthündin geht für ihre Verhältnisse entspannt mit.
    ... das klingt traumhaft! Das mit dem langsamen Drangewöhnen werd ich mir merken, falls ich später nochmal andere Tiere haben sollte (bei den jetzigen ist es ja zu spät für sowas).

  2. Avatar von semiramis
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    AW: Gute Tierarztpraxis finden - sooo schwer!?

    Ich hatte und habe immer noch über Jahrzehnte hinweg Hund und Katz, kann mich aber nicht erinnern, das es mit den Tieren Probleme gab.
    Eventuell eher mal mit dem TA, Entschuldigung Frau Katelbach.Bei Meinungsverschiedenheiten, die sich nicht bereinigen ließen, wurde dann eben gewechselt.
    Zwischendurch gibts nur mal , wenn notwendig, einen Besuch in einer Klinik.

    So schlimm das klingt, den Hausbesuch gab es immer nur, wenn das Tier eingeschläfert werden mußte.Ausnahme war meine Neufundländerin, als sie kaum noch laufen konnte, kam er selbstverständlich zum Hausbesuch.und wir haben zusammen geweint, als er sie zu bei uns zu Hause auf ihre letzte Reise schickte.. Er hatte ja unsere Leilah schließlich vom Welpenalter an 13 Jahre, wenn nötig ,behandelt.
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    Geändert von semiramis (28.07.2019 um 09:21 Uhr)

  3. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Gute Tierarztpraxis finden - sooo schwer!?

    Bitte entschuldige dich nicht für etwas, das stimmt.
    Ist wie in allen Berufen: mal sind die Fachenntnisse aus dem Pleistozän, mal hapert es an der Empathie. Das sind die Ausreißer, deretwegen man in der Statistik zum Mittelwert auch die Standardabweichung braucht.
    Ich hab selbst auch schon solche gekannt.

    Aber nochhmal zum Hausbesuch. Man kann halt nicht viel machen. Noch weniger als ganz allein im Notdienst.
    Impfen, Abhören, mal nen Einlauf, Verbandwechsel, Fäden ziehen ...
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
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    AW: Gute Tierarztpraxis finden - sooo schwer!?

    Ich hatte immer Viecher aller Arten von Vögeln, Meerschweinchen, Hund, Katze, Maus - am längsten hatte ich 2 Katzen die 19 Jahre alt wurden.
    Ich war erst immer bei einer Vorstadt Kleintierpraxis ohne viele Geräte und lange Sprechstunden, dafür mit viel Herz und viel guten Tipps. Vor allem habe ich ihr immer vertraut. Sie hatte die Devise, sie sei der "Hausarzt" und bei spezielleren Fragestellungen überweist sie in die Klinik.
    (war bei uns gsd. nur 1 x von Nöten, da der Kater einen gestauchten Schwanz hatte und ich die Panik, dass es desaströse Folgen hat) Da waren wir in der Uni-Tier-Klinik in der Ambulanz.
    Dann bekamen beide Katzen so mit 16 deutliche CNI und der Kater wurde taub. Wir waren da alle schon in einer anderen Stadt und dort (in Wien) gibt es eine "1. Wiener Katzenambulanz" und da ich nur noch die 2 hatte - voila!
    Die bieten beides, super aufgestellt hinsichtlich Diagnosentechnik/Labor UND Doolittle-Empathie.

    Ich habe meine beiden Zwacken heuer ja einschläfern lassen und auch da wurde mir viel liebe Unterstützung gegeben.
    Die TA hat mich umarmt und mir versichert "Sie haben das Richtige gemacht, ich hätte es genauso gemacht" Das hat mir unheimlich gut getan. Wenn ich jetzt wieder denke "was habe ich getan", dann beruhigt und tröstet mich diese spontane Geste total.

    Daher verstehe ich deine Sorgen sehr. Man muss ja immer mitbehandelt werden...

    Ich würde auch zurück zur ersten gehen.

  5. Avatar von taggecko
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    AW: Gute Tierarztpraxis finden - sooo schwer!?

    Ich hatte ja auch einen chronisch kranken Kater- mit ihm war in der Tierklinik , die auch noch relativ in der Nähe ist. Dort könnte ich Katerchen wenn was war auch morgens abgeben und abends wieder abholen.
    Für kleinere und sonstige Sachen habe ich eine sehr nette Und kompetente Tierarztpraxis in der Nähe.
    Meine etwas schwer einzutütenden Ladies wären zu Hause nicht besser zu behandeln- im Zweifelsfall müsste ich sie unter dem Bett rausziehen.
    Hausbesuch hatte ich einmal, zur Euthanasie meines PT. Und da auch eher wegen uns, ich wollte danach mit meinem Mann alleine sein .


  6. Registriert seit
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    AW: Gute Tierarztpraxis finden - sooo schwer!?

    Für unsere Rasselbande habe ich nun mittlerweile auch zwei Anlaufstellen.
    Jährliches Blutbild und Allgemeinuntersuchung bei der Haus-TÄ.

    Zahnsanierung unter Inhalationsnarkose und mit Dentalröntgen in einer großen Praxis, die viele TÄ haben mit unterschiedlichen Fachrichtungen und auch Zusatzqualifikationen. Zugegebenermaßen hab ich das Blutbild auch 1x da mitmachen lassen, als das Tierchen eh schon in Narkose lag.

    Die Haus-TÄ machte einen unerfreuten Eindruck, da ich die Zähne woanders machen lassen, klaro, das sind nun schon 3 x 380€ gewesen, die andere erhalten haben, der nächste ist Freitag dran.

    Aber ich gehe auch nicht zu meinem Hausarzt, um mir die Zähne kontrollieren zu lassen und wenn es in annehmbarer Entfernung eine Zahntierärztin gibt, ist sie meine 1. Wahl.
    Meine Katzen fahren auch nicht so gerne Auto.
    Ich lasse seit einiger Zeit die Transportkisten offen im Wohnraum stehen und sie schlafen teilweise drin.
    Im Auto kommt ein großes, dunkles Badehandtuch über die Kiste, so dass sie nicht durch vorüberziehende Landschaft verunsichert werden und im Wartezimmer auch, damit nicht alle Hunde neugierig reingucken. Leider haben beide TÄ noch keinen Extraraum für Katzen.

  7. Avatar von semiramis
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    AW: Gute Tierarztpraxis finden - sooo schwer!?

    Zitat Zitat von Josiena Beitrag anzeigen
    Meine Katzen fahren auch nicht so gerne Auto.
    Ich lasse seit einiger Zeit die Transportkisten offen im Wohnraum stehen und sie schlafen teilweise drin.
    Im Auto kommt ein großes, dunkles Badehandtuch über die Kiste, so dass sie nicht durch vorüberziehende Landschaft verunsichert werden und im Wartezimmer auch, damit nicht alle Hunde neugierig reingucken. Leider haben beide TÄ noch keinen Extraraum für Katzen.
    Hier ist das ebenso, für meine 4ist das etwas sehr normales. Da sie mit 3 manchmal auch 4 Hunden zusammen leben, gibts auch im Wartezimmer keine Probleme mit netten, neugierigen Hunden. Im Gegenteil da wird dann schon mal heftig durchs Gitter geschnurrt.
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    Geändert von Sternenfliegerin (08.08.2019 um 14:15 Uhr) Grund: Zitat repariert

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