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  1. Avatar von Preciosa
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    Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Liebe Hundebesitzer und Züchter und sich -mit - Hunden - Auskennenden,

    wir (Mann, Tochter 14 und ich Mitte 40) sind vor kurzem in ein neues (unser eigenes) Haus gezogen, Stadthaus, am Stadtrand mit überschaubarem Garten.

    Mein Mann ist voll berufstätig, ich arbeite Teilzeit, bin wochentags arbeitsbedingt inklusive Hin-und Rückfahrt 7 h außer Haus. Tochter am Gymnasium, normaler Schulalltag.

    Meine Tochter und ich sind sehr tierlieb, vor allem Hunde mögen wir. Meine Tochter geht regelmäßig mit einem Hund in der Nachbarschaft Gassi, egal welches Wetter, sie ist sehr zuverlässig und ausdauernd, in allem, was sie tut.

    Ich bin ebenso sehr hundelieb, ich hatte allerdings nie einen Hund, also keine Erfahrungen. Ich bin gerne draußen, gerne im Wald, ausdauernd unterwegs und habe an sich keine zeitintensiven Hobbies. Ich bin Frühaufsteherin und grundsätzlich immer für einen Aufenthalt im Freien zu haben. Ich bin auch wetterfest .

    Ich habe 2 Bekannte, die jeweils einen Hund haben, einen Mischling unbekannter Herkunft, mittelgroß, und einen Hovawart/Schäferhundmischling. Beide Hunde fahren regelrecht auf mich ab, ich habe da keine Berührungsängste, bin aber sensibel und einfühlend und respektiere das Tier an sich. Beide Bekannte bestärken mich darin, selbst einen Hund zu Hause zu haben, da ich ihrer Meinung nach ein Händchen für Hunde hätte und meine Augen immer so strahlen würden, wenn ich mit den Hunden wäre.

    Angetan hat es mir ein Berger de Picardie. Ich habe einige einschlägige Bücher gelesen, die Bekannte mit dem Hovawartmischling hat seit ihrer frühesten Kindheit Hunde und sehr viel Erfahrung, ich habe mich über diese Rasse informiert und bin über das Wesen dieser Rasse im Bilde. Im Sommer findet hier in der Nähe eine Rasseausstellung u.a. genau vom Picard statt, da möchte ich hin und mir vor Ort ein Bild machen und mit den Züchtern sprechen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

    Was mich nun umtreibt:
    - unser Haus ist offen gebaut und hat viele Treppen, wenn ein Welpe, dann die erste Zeit mit Treppenschutz ähnlich wie für Kleinkinder - ist klar - aber geht das für eine Hund, der dann älter ist? Der Picard ist anscheinend recht robust und hat angeblich keine großen Hüft-oder Wirbelsäulenprobleme.

    - Ein Welpe??? Lt. Fachbücher müsste der Bezugsmensch eigentlich rund um die Uhr zu Hause sein, um den Welpen zu umsorgen. Ich würde, wenn es denn soweit käme, meinen Jahresurlaub auf einmal nehmen und die Eingewöhnungszeit auf die Schulferien legen, damit der Welpe die erste Zeit nicht alleine ist - aber irgendwann müsste ich dann auch mal wieder arbeiten, auch wenn ich um täglich eine Stunde reduzieren könnte.
    Mein Mann macht ab und an Homeoffice, ist aber auch mal auf mehrtägiger Geschäftsreise. Ich nicht. Leider könnte ich den Hund nicht in die Arbeit mitnehmen, auch nicht ausnahmsweise. Mein Mann ebenso wenig.

    - Ein Hund aus dem Tierheim/Tierschutz? Das traue ich mir nicht unbedingt zu, da ich erst recht nicht weiß, was da auf mich zu kommt, was das Tier schon erlebt oder nicht erlebt hat, vielleicht ein Wanderpokal ist. Oder verwahrlost in südosteuropäischen Hinterhöfen dahinvegetiert ist, - das traue ich mir nicht zu.

    - Mein Mann ist ziemlich schnell angeekelt, also Häufchen aufnehmen, das wird er nur im absoluten Notfall machen. Er ist an sich auch ein Tierfreund, aber nicht begeistert von unserem Wunsch. Häufchen aufnehmen oder Erbrochenes wegwischen ist sicherlich nicht angenehm, stört mich aber nicht, meine Tochter ebenso wenig.

    - Wir haben 3 ziemlich gute Hundeschulen in der näheren Umgebung, der regelmäßige Besuch mit Welpe/Jungtier/Hund wäre für mich selbstverständlich. Dafür wäre auch genug Zeit und Interesse vorhanden.

    - Finanziell wäre das kein Problem, Futter, Spielzeug, Tierarzt, Kurse, Transport im Auto- alles ohne weiteres möglich.

    - Wir urlauben ausschließlich in Ferienhäusern an Nord/Ostsee, da gäbe es immer Möglichkeiten, auch und eben mit Hund.

    Mich interessiert vor allem der Zeitfaktor, werktags.
    Ich möchte nicht, dass der Hund sich unwohl bzw. allein gelassen fühlt. Er soll eigentlich immer so viel wie möglich dabei sein. Spaziergänge würden sich nicht auf 20 min um den Block beschränken, außer frühmorgens vielleicht, da müssten wir (also Hund und ich) um 5:30 Uhr raus, - also mich stört das nicht, bin Frühaufsteherin und auch sofort fit - sondern wir könnten hinter der Siedlung gleich in den großen Wald, viele Wiesen mit Naturschutzgebiet. Seen und Bäche wären in der näheren Umgebung schnell mit dem Auto zu erreichen.

    Ich wäre sehr an euren Einschätzungen und Meinungen und vor allem Erfahrungen interessiert.

    Danke fürs durchlesen und für die erhofften Antworten,

    Preciosa

    (Kleiner als mittelgroß sollte der Hund nicht sein, ich möchte viel Hund.)
    Wenn man in die falsche Richtung läuft - hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen. (Birgit Breuel)

    Glaube niemals, du würdest das Leben eines anderen Menschen kennen. Du weißt immer nur das, was er dich wissen lässt. (unbekannt)

  2. Avatar von ottoline
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    AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Hallo, mach dir nicht soviel Sorgen u höre auf deinen Bauch 😁 ich habe seit 1,5 Monaten einen Bernersennen Welpen, mein dritter Hund. Auch meine Tochter kümmert sich mir, auch mein Mann ist eher der Dulder .... Ich habe einen Welpen vom Züchter , da ich diese Zeit u Prägung nicht missen möchte. Die Kleine (16kg) ist ein Traum.... frisst Schuhe, buddelt im Garten u ist eine absolute Plüschbombe 😍 der Hund passt sich an dein Leben an - ich arbeite auch u sie darf im Haus nur ins EG u muss bis 15h allein bleiben. Habe gegen Mittag Hundesitter für eine halbe Stunde organisiert u sie bleibt 2/3 der Zeit im Garten. Bisher klappt es gut u sie hat sich super eingelebt 👍😁

    Kurz - lebe deinen Traum u genieße es. Vieles entwickelt sich von allein 👍

    Lg Otti mit 🐶
    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel, attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen und glatt hineingelegt zu werden. Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand, Champagner in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreien: "Wow, was für eine Fahrt!"


  3. Registriert seit
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    AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Zitat Zitat von Preciosa Beitrag anzeigen
    - Ein Hund aus dem Tierheim/Tierschutz? Das traue ich mir nicht unbedingt zu, da ich erst recht nicht weiß, was da auf mich zu kommt, was das Tier schon erlebt oder nicht erlebt hat, vielleicht ein Wanderpokal ist.
    Ich verstehe durchaus, was du meinst. Aber auch in Tierheimen gibt es (Rasse-) Hunde jeglichen Alters, die aus guten Verhältnissen kommen, keine Verhaltensauffälligkeiten zeigen und kein Wanderpokal sind. Insofern kann man einen Besuch im Tierheim vielleicht doch mal ins Auge fassen.

    Der von dir favorisierte Berger de Picardie ist gerade für Anfänger eher nicht geeignet. Das ist dir sicher auch bewusst, denn du hast ja geschrieben, dass du dich bereits intensiv über diese Rasse informiert hast. Nach meiner Beobachtung wird aber leider doch oft unterschätzt, was so ein spezieller Hund wirklich braucht bzw. was für Schwierigkeiten auftreten können, wenn man die Bedürfnisse des Hundes nicht entsprechend befriedigen kann.

    Zitat Zitat von Preciosa Beitrag anzeigen
    - Mein Mann ist ziemlich schnell angeekelt, also Häufchen aufnehmen, das wird er nur im absoluten Notfall machen. Er ist an sich auch ein Tierfreund, aber nicht begeistert von unserem Wunsch.
    Um ehrlich zu sein, finde ich das eher nicht so optimal. Wenn ich das richtig verstehe, ist dein Mann nicht sonderlich angetan von der Idee, einen Hund anzuschaffen, und zwar nicht nur im Hinblick auf irgendwelche Häufchen, sondern grundsätzlich. Ich kann nun nicht beurteilen, wie groß seine Abneigung/sein Widerwillen ist. Aber sollte er tatsächlich wirklich gar keinen Hund im Haus haben wollen, dann fände ich es persönlich schwierig, dennoch einen Hund anzuschaffen. Denn letztlich sollte meiner Meinung nach im Grunde jedes Familienmitglied damit einverstanden sein.

  4. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Was ich immer sehr wichtig finde, ist, dass sic h Neulinge VOR der Anschaffung eines Hundes und VOR der Entscheidung für eine Rasse von einem Trainer oder in einer Hundeschule beraten lassen. Meiner Meinung nach sollten sie auch möglichst schon vorher ein paar Theoriestunden absolvieren, in denen sie die Basics der hundlichen Kommunikation lernen.* Hier stürzen auch öfter ein paar Mythen vom Sockel, die kontraproduktiv sein können, wenn der Hund schon da ist.
    Im Grunde sind das die theoretischen Voraussetzungen für den Sachkundenachweis (Hundeführerschein oder Hundebegleiterschein).

    Ansonsten: Vel Freude mit dem künftigen Hausgenossen!

    *Damit es gar nicht zu den üblichen Missverständnissen wie "Er hat dch mit dem Schwanz gewedelt. Da freut er sich doch" kommt.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin


  5. Registriert seit
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    AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Aus eigenem Interesse und weil die TE auch danach fragte: kann ein Hund denn acht Stunden alleine bleiben?

  6. Avatar von Mambi
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    AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Zitat Zitat von Rene66 Beitrag anzeigen
    Aus eigenem Interesse und weil die TE auch danach fragte: kann ein Hund denn acht Stunden alleine bleiben?
    Kann, aber sollte nicht.
    Wenn man von vornherein weiß, dass das der Fall sein wird (sein muss), sollte man sich keinen Hund anschaffen.
    Meine Meinung.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

  7. Avatar von linsemo
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    AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Hunde aus dem Tierheim sind nicht anders als andere Hunde. Sie müssen erzogen werden. Was macht einen Hunde aus, der ständig abgegeben wurde? Die Menschen sind mit dem Hund nicht klargekommen, aber weiß man, welche Vorstellungen dieser Mensch hatte und was er mit dem Hund gemacht bzw. nicht gemacht hat. Aggressive Hunde findet man nicht im Tierheim. Die findet man bei Menschen, die sie dazu erzogen haben.

    Man sollte sich eine Hunderasse aussuchen, die zu einem paßt. Ein Hund, der sehr viel Auslauf braucht wäre wohl eher nichts für euch, wegen der Arbeit und da gibt es auch noch andere Dinge zu tun. Also ein Australian Shepard wäre nichts für euch.

    Ich finde die Sendung von Martin Rütter Samstag auf Vox um 19.10 Uhr total spannend. Ich bin ein Hundefan, kann aber leider keinen halten, aber mich interessiert das Thema. Martin Rütter wird zu Hundeproblemen gerufen und hilft dabei diese zu bewältigen. Es sind immer die Menschen, die mit dem Hund nicht umgehen können und nie ist es der Hund, der nicht in Ordnung ist. Das es Hunde gibt die eine Macke haben, gibt es, aber auch damit kann man zurechtkommen, wenn man weiß wie.

    Welpen machen unglaublich viel Arbeit. Da wird wohl ein Urlaub nicht reichen. Ich würde mir auch lieber einen Hund anschaffen, der schon stubenrein ist, etwas größer ist und dem man schon etwas beibringen kann. Kann man bei Welpen auch, ist aber schon schwieriger und man sollte sich auskennen mit Hundeerziehung. DA läuft bei RTL Sonntag, 19.05 Uhr eine Sendung über Welpen mit Martin Rütter. Die habe ich 2x gesehen und mir gehen die Menschen auf den Geist. Die wenigstens haben Ahnung was sie da machen.

    Man kann einen Hund 8 Stunden alleine lassen, wenn man anschließend dafür sorgt, daß er Auslauf hat. Hunde müssen nicht den ganzen Tag bespaßt werden und man kann es trainieren, daß er das aushält. Ich würde es nicht machen. Aber es geht.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

  8. Inaktiver User

    AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Kann, aber sollte nicht.
    Wenn man von vornherein weiß, dass das der Fall sein wird (sein muss), sollte man sich keinen Hund anschaffen.
    Meine Meinung.
    meine auch!


  9. Registriert seit
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    AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Ich sag es mal so: Ein Hütehund gehört weder in die Stadt noch an den Stadtrand. Schon gar nicht, wenn er nicht nur keine Aufgaben hat, sondern auch noch täglich stundenlang allein bleiben soll.
    Man sollte einen Hund nicht hauptsächlich nach der Optik aussuchen, sondern nach den Bedingungen, die für ihn gut sind und die man ihm bieten kann. Und es gibt massenweise Hunde, die sehr zufrieden sind, wenn sie nur rumliegen können.
    Aber ich weiß natürlich, dass das niemand hören will.

  10. Moderation
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    AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?

    Ich habe auf meiner Kindheit die Erfahrung, daß die meisten Hunde von sieben bis eins (oder so) allein bleiben können, vor allem, wenn man sich morgens auch Zeit für sie nimmt. Das wird heute aber nicht mehr als artgerechte Haltung betrachtet, soweit ich weiß.

    Habt ihr einen hundtauglichen Garten?
    Sind die Treppen rutschsicher? Wir mußten Teppich auf die Treppe legen lassen, damit der Hund (Dackel) dort nicht verunglückte.
    Häufchen sehen anders aus, wenn es der eigene Hund ist. Wenn dein Mann aber definitiv nicht die Fähigkeit hat, mit dem Hund zu gehen, wird eure "Personaldecke" ziemlich eng.
    Wie sieht es mit der Zeit aus, wenn deine Tochter aus dem Haus ist?

    Ich würde zu einem Welpen von einem guten Züchter raten, wo ihr die Gelegenheit habt, hinzugehen und die Junghunde anzugucken, und auch die Eltern oder zumindest die Mutter, und gucken, ob die Welpen die Gelegenheit hatten, die nötige Sozialisation fürs Hunde- und Familienleben zu kriegen. Zweite Möglichkeit wäre ein Tierheimhund aus guter Haltung, bei dem sehr ihr dann auch schon, wie er drauf ist.

    Selbständig und eigenwillig, sensibel, *und* ein starker Schutzinstinkt, und knapp 30 Kilo? Das klingt für mich recht anspruchsvoll. Sich mal mit Züchtern und Eigentümern zu unterhalten und die Hunde vielleicht in freier Wildbahn (also, unter fremden Leuten) in Aktion zu sehen, klingt nach einer guten Idee.

    Nicht jede Hundeschule ist auf dem Stand der aktuellen Hundekunde. Guck dir vorher an, wie die mit Hund und Halter umgehen und mach dich schlau.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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