Du wärst also die Bezugsperson sowie das einzig verlässliche Rudelmitglied (Schulzeiten der Tochter können sich ausdehnen, Freunde, Freund, Auslandsjahr, Auszug. Dein Mann duldet, hat aber nicht das Bedürfnis und wird sich evtl. nicht kümmern.).
6 Stunden bist du mindestens aus dem Haus, inkl. Wegezeit.
Gehst du einkaufen, ins Kino, ins Restaurant, ins Schwimmbad, zum Sport, triffst du Freunde? Die Antwort dürfte bei vielen Punkten "ja" lauten.
Einiges davon findet evtl. als Familie, gemeinsam, statt, oder zumindest zu zweit.
Der Dritte hat möglicherweise eigene Pläne.
Die Abwesenheitszeit beschränkt sich nicht nur auf die Arbeitszeit.
Dann gibt es noch Haus- und Gartenarbeit.
Und Familienzeit, Chillzeit, Schlafbedarf.
Wie intensiv kannst du dich da einem Arbeitstier widmen, in dieser relativ kurzen Zeitspanne, die übrig bleibt?
Einem Hund, bei dem die ersten beiden Jahre viel in die Erziehungsarbeit investiert werden muss, sicher etwas mehr als bei einfacheren Rassen? Und der bis ins hohe Alter täglich eine Aufgabe braucht?
Auch wenn es jetzt doch kein Welpe werden soll, halte ich die Rasse nicht für die geeignetste bei deinen Bedingungen.
Berger de Picardie
Berger de Picardie | PARTNER HUND Magazin
Demnach ist
Bewegungsdrang, Erziehungsaufwand und
Zeitaufwand jeweils hoch.
Enger Familienanschluss ist wichtig.
Und es handelt sich um einen vitalen Arbeitshund, der unbedingt beschäftigt werden will und viel Bewegung und Auslauf braucht.
Das klingt nicht nach täglich 2 Stunden Gassirunde und der Hund ist zufrieden. Der braucht auch ausreichend Kopfarbeit.
Im Ursprungsland Frankreich wird er als Treib- und Wachhund bei Schaf- und Rinderherden eingesetzt.
Er ist wachsam, mag auch Entscheidungen treffen und mag keine Monotonie. Was sich aus seiner eigentlichen Verwendung ergibt.
Frende Menschen und ungewohnte Situationen mag diese Rasse auch nicht.
Er vertraut in der Regel seiner Familie und ist Fremden gegenüber misstrauisch. Wie wohl sich so ein Tier dann in in einer Huta fühlen kann?
Hundesport wäre sicher eine - für den Menschen fordernde - Möglichkeit. Aber 1 x wöchentlich reicht nicht bei einer so anspruchsvollen Rasse.
Wenn er nicht ausgelastet und zufrieden ist, bedeutet das nicht unbedingt, dass er randaliert.
Es kann auch sein, dass er sich in sich zurückzieht, vermeintlich brav und müde sehr viel liegt. Auch ein Hund kann depressiv werden.
Schöne Zeit erstmal beim Gassigehen. :)
Antworten
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06.06.2019, 07:01
AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?
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06.06.2019, 15:28
AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?
Ich kann mich bei vielem nur anschließen.
Grundsätzlich bin ich auch dafür, dass man seine Träume verwirklichen muss. Unbedingt.
Aber die Tochter zieht aus, der Mann hat keine Lust auf Hund... in ein paar Jahren wird der Hund nur dir sein.
Meine Tochter lebt noch bei uns, möchte aber unbedingt ausziehen. Sie hat einen Freund, studiert und arbeitet. Für den Hund - wir haben einen gemütlichen Mops - nur bedingt zu gebrauchen. Für mich, ich bin viermal die Woche 7-9 Stunden unterwegs, ein tägliches Aushandeln mit Mann und Tochter.
Wenn ich nicht meinen tierlieben Mann hätte, der mich unterstützt...

Und ich dürfte den Hund sogar mit auf die Arbeit nehmen.
Ich habe bei dir keine Bedenken wegen eines Hundes, aber die Rasse ist nun wirklich nicht mit einem Mops zu vergleichen
Ich wünsche dir eine gute Entscheidung. Im Tierheim kennen die übrigens ihre Hunde und hätten vielleicht einen Lieben, der genau auf deine Familie zugeschnitten ist
Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...
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06.06.2019, 15:30Inaktiver User
AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?
Noch besser: ein Tierschutzverein, der mit Pflegestellen arbeitet. Die können dir ganz genau sagen, wie der Hund sich im täglichen Leben und gegenüber den üblichen Verdächtigen (Familie, Chef, Kleinkind, Hund, Katze) verhält oder wenn er mal allein bleiben muss.
Aber jetzt mal erst regelmäßig Gassi, auch bei Affenhitze und Sturm und Regen, vielleicht relativiert das deinen Wunsch ja auch
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06.06.2019, 15:44Inaktiver User
AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?
Ich seh es nochmal aus einer anderen Perspektive: für einen Hund, dem in einem ausländischen Tierheim der Tod oder die lebenslange Verwahrung in einem kleinen Zwinger droht, für den wär es bei euch das Paradies auf Erden.
Ein erwachsener Hund der das gelernt kann 5, maximal 6 Stunden allein bleiben, das ist nicht der Punkt.
Von der genannten Rasse würd ich aber auf jeden Fall abraten, ich halte rein nichts davon, sich privat so eine Arbeitsrasse zu halten, die man dann künstlich mit viel Mühe auslasten und beschäftigen muss - wenn es so viele Hunde gibt, die das nicht in der Intensität brauchen.
Ich würde daher eher zu einem älteren unproblematischen Tierschutzhund raten, die eben nicht alle gestört und traumatisiert sind, wie viele meinen. Das kann man auch als Pflegestelle machen, und wenn es passt behält man den Hund eben, wenn nicht hat man zumindest ein gutes Werk getan und einem Hund eine Chance gegeben, bis er in ein endgültiges Zuhause ziehen konnte, und konnte in Ruhe feststellen, ob man auf Dauer mit Hund leben will und das organisiert kriegt.
Jetzt einen Welpen anschaffen wenn die Tochter schon ein Teenie ist - das macht wenig Sinn, damit bindet man sich auf 15 Jahre, und da ist die Tochter gewiss nicht mehr mit im Boot.
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07.06.2019, 10:40Inaktiver User
AW: Eignet sich meine Familie für einen Hund?
Liebe Preciosa,
hier einer meiner Lieblingscartoons.


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