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  1. Registriert seit
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    AW: Junghund und andere Hunde

    Glanz, ich lese ganz interessiert mit! Ich erkenne unsere Hündin (6 Monate) in vielem wieder. Grad das an der Leine zerren, wenn sie anderen Hunden begegnet oder auch anderen Menschen. Dann gibt’s kaum ein Halten. Sie möchte hin und schauen und gestreichelt werden oder mitbedenkt anderen Hunden spielen, die teils älter sind und dann natürlich auch genervt von dem Jungspund 😖
    Leinenführigkeit wird quasi jeden Tag geübt (sobald sie zerrt, wird kehrtgemacht oder anders die Richtung gewechselt, wenn sie auf „Fuß“ reagiert, wird freundlich gelobt plus auch Leckerli), aber funktioniert nur so semi. Termin mit einem Hundetrainer wird allerdings auch noch vereinbart, trotzdem lese ich hier gerne mit.

    Sie ist ein Jagdhund, wird auch von mir und meinem Mann entsprechend ausgebildet als Gebrauchshund und scheinbar ist es da sehr schwierig für sie, wann sie frei laufen darf und was passiert, wenn sie an der Leine ist... wir sind nahezu ausschließlich im Wald unterwegs, wo wir zum Glück keinem begegnen, denn natürlich ist sie da immer ohne Leine unterwegs. Ätzend, wenn ich sie da nicht zurückrufen könnte. Auf Wanderwegen, Straßen etc dann konsequent Leine. Widerwillig natürlich. Gibt es noch irgendwelche guten Übungen zur Leinenführigkeit? Dass ich es ihr quasi schmackhaft machen kann, dass sie bei mir bleibt? Ohne Zwang und Strafe?
    Grundkommandos wie Sitz und Platz klappen gut, Herangerufen wird mit der Pfeife, klappt zu 95% und wird konsequent geübt.
    Wir haben anfangs übrigens auch viel zu viel gemacht, da war sie zuhause voll überdreht. Haben jetzt eine für sie arbeitsreiche Hunderunde von 1-2h am Tag plus kleine Runden und Chillen im Garten.

    Ich lese also weiter mit und fühle mit dir!


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    AW: Junghund und andere Hunde

    Ja kein halten trifft es ziemlich gut.

    Es ist so, dass meine andere Zeiten nun hat. Das erleichtert schon einiges, zwischen uns. Also euer Pensum wäre für meine noch zuviel.

    Sie hat nun pro Gang zwischen 25-35 Minuten, normale Runde ohne etwas zu vermeiden. Aber nur wenn sie am Tag nicht schon zu hochgepuscht ist. Dann sind es möglichst langweilige 5 Minuten. Und ich gehe sofort Heim wenn sie zu sehr aufdreht. Dann ist sie eh nicht mehr ansprechbar und der Spaziergang wird für uns beide zu Nervenaufreibend.

    Hundekontakt ist wenige Minuten und dann gehen wir weiter. Grundgehorsam passiert außen, so nebenbei und bei Bedarf machen wir innen noch etwas. Ansonsten innen Deckentraining, Ruhekommando aufbauen, ruhige Spiele, geistigen Input. Also gut auslasten einerseits, viel Ruhe fordern anderseits.

    Wir machen die Leinenführigkeit nun, möglichst ohne etwas mit der Leine zu tun. Also die ist dran, sogar meistens viel länger als vorher und ich belohne Blickkontakt, spreche an wenn es schwierig wird. Kürze die Leine nur damit sie wo nicht hinkommt. Gebe Kommandos (meist Zeichen), für eine Alternativhandlung. Manchmal begrenze ich mit dem Körper und einem Nein. Und wenn nicht Ansprechbar, nicht interagieren, bevor sie ansprechbar ist. Also ich leite sie aus der Situation. Dort gibt es dann eine Aufgabe, zum verdienen einer Belohnung und wir gehen weiter.

    Tatsächlich ist es sehr nah an dem Konzept mit dem ich angefangen habe. Aber eben nicht ganz. Und wir machen gute Fortschritte, finde ich.

  3. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Junghund und andere Hunde

    Das liest sich gut!
    Thank you for observing all safety precautions.

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  4. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Junghund und andere Hunde

    Heute musste ich meiner Großen, dem Rambo, auch wieder klar machen, dass der Wartebereich in der Tierklinik kein Spielplatz ist. Sie will mit allen Hunden Kontakt aufnehmen, jammert laut, schmeißt sich auf den Rücken und strampelt mit allen Vieren und begrüßt freudig jede/n Tierarzt*in und alle Pfleger*innen so, als wären es die allerbesten langjährigen Freunde. (Sie war auch so, als sie wegen einer sehr ernsten Sache ein paar Tage als Intensivpatientin stationär dort war.)

    Die anderen Hunde wollen natürlich nicht, denn sie haben im Gegensatz zu Madame Rambo in der Klinik Angst und verkriechen sich lieber unter den Stühlen.

    Ich sag spaßeshalber immer, dass sie ADHS hat und eigentlich Ritalin bräuchte.

    Sie wird in ein paar Wochen 10 ...
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  5. Registriert seit
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    AW: Junghund und andere Hunde

    Katelbach, ich muss gerade schmunzeln 😊 aber schön, dass auch ältere Hunde noch so viel Feuer haben ☺️ Tierarztbesuche sind eine Qual (normal ist dann auch meine 16 Monate alte Tochter dabei, hinterher brauche ich eine Dusche, weil ich fix und alle bin). Wie reagierst du in solchen Situationen? Ich stelle normalerweise einen Fuß auf die Leine, befiehl ihr ein „Platz“ und versuche das wütende Heulen zu ignorieren. Sobald aber die Tür aufgeht und ein neuer Mensch (und am liebsten noch ein Hund) reinkommt, gehts schon wieder los...

  6. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Junghund und andere Hunde

    Ja, ich finde es auch toll, dass Rambo soviel Temperament hat. Alle meine Hunde bzw. auch die, mit denen ich aufgewachsen bin, waren temperamentvoll. [Nur meine Angsthündin ist ein Couchpotato. Sie ist am liebsten zuhause - in Sicheheit vor der unheimlichen Welt draußen. Außerdem hat sie viele Windhundgene abbekommen, sie setzt also ihre Kräfte sehr ökonomisch ein, und nur wenn sie sich was davon verspricht: bei der Jagd. Was anderes interessiert sie nicht. Ich, die böse blöde Kuh, lasse sie nicht jagen ]

    Ich habe Ramboline bekommen, als sie 6 war. Kaum erzogen, aber sehr fröhlich. Sie ist durchaus willig, die gelernten Kommandos zu befolgen, aber sie vergisst im Sekundenbruchteil, was sie soll oder was sie gerade tun wollte, weil irgendetwas anderes sooo supertoll ist. ruhe reinbringen hat viel gebacht, jedenfalls zuhause. Da war sie anfangs auch unausstehlich, hibbelig, aufgedreht. Iregndwann hat se kapiert, dass sie eh immer wieder ins Platz bzw. auf ihren Platz geschickt wird, und dass es ein Leckerli gibt, wenn sie dort bleibt.

    Draußen oder in der Klink oder bei mir in der Arbeit ist Schwerstarbeit. Im Büro habe ich sie schon an den Schreibtiasch gekettet. Im Wartezimmer muss sie ins Platz, sie wird mit Leckerli vom jeweiligen OdB abgelenkt. Das geht ganz gut. Ich halte sie am Geschirr, rede ihr ruhig zu, dann legt sie sich wieder. Sie kapiert seeehr langsam.
    Es wird aber besser.

    Leineführigkeit war auch ein Drama! Geht aber jetzt ganz gut, allerdings braucht die Gnädige häufge Erinnerungen ...
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    AW: Junghund und andere Hunde

    Ein ganz ähnliches Szenario hatten wir kürzlich auch.

    Im Wartezimmer, eine Aufregung, weil da doch so tolle Hunde zum begrüßen sind. Leider mal wieder inklusive eines anderen Besitzers der seinen selbstverständlich mit meinem spielen lassen will und mich total doof findet, weil ich Nein sage. Was meinen und damit ihren Stresspegel zusätzlich erhöht hat. Und als ich sie dann endlich ruhig liegen bleibend unter meinem Stuhl hatte, waren wir auch schon fast dran. Sie hängt voll in der Leine, als sie ihre Tierärztin gesehen hat und hat sie so freudig begrüßt, das man hätte meinen können, sie trifft den tollsten Menschen der Welt. Obwohl sie von der schon gespritzt worden ist und wirklich blöde Untersuchungen hatte. Ihre Tierärztin hat den ganzen Termin nur noch gelacht. Beim ersten lachen war es für meine dann vollends vorbei und sie hat versucht dort einen Schrank auszuräumen. Was zu noch mehr Lacher geführt hat. Während ich wieder mal versucht habe, irgendwie Ruhe/gutes Benehmen in diesen Hund zu bekommen.

    Vorgestern ist mir nun eine Idee fürs Tierarzttraining gekommen. Ich habe den Blickkontakt belohnt als eine Freundin gleichzeitig sie gestreichelt hat. Und sie hatte plötzlich nur Augen für mich. Daher glaube ich unser Trainingsziel wird sein müssen, arbeite mit mir und lasse dich nicht von anfassenden Menschen stören. Wenn wir das schaffen müsste ein Tierarztbesuch gehen, ohne das man sie zu dritt fixieren muss, damit sie mal kurz ruhig hält.


    Zitat Zitat von Dotterblume83 Beitrag anzeigen
    Wie reagierst du in solchen Situationen? Ich stelle normalerweise einen Fuß auf die Leine, befiehl ihr ein „Platz“ und versuche das wütende Heulen zu ignorieren. Sobald aber die Tür aufgeht und ein neuer Mensch (und am liebsten noch ein Hund) reinkommt, gehts schon wieder los...
    Ich habe sie im Platz unter meinem Sitz, mit Körperkontakt mit einem meiner Beine. Korrigiere mit einem Nein und Hand an die Brust jede Bewegung und wenn sie lautstark wird bzw. Sehr aufgeregt wirkt, lege ich die Hand auf und "fordere" Ruhe. Das gehört zu unserem aufgebauten Ruhekommando, klappt mal mehr und mal weniger. Wenn was neues kommt, entweder was vor die Nase halten, oder wenn ich es rechtzeitig merke, tippe ich sie kurz an und sage ihren Namen. So als Gedächtnisstütze, damit sie nicht vergisst das jetzt hier kein Kontakt erwünscht ist.

    Ich habe auch noch eine Frage. Dürfte ja jeder hier auch kennen. Ich habe ja schon geschrieben, dass mich manche andere Hundebesitzer total nerven und ich kein Mittel dagegen finde. Heute hatte ich wieder einen, der mir erklärt hat wie das mit Welpen so geht und was ich alles falsch mache. Zuviele Regeln, darf zu wenig zu Hunde, darf keine Leckerli etc.. ich dachte ich benutze die Trainerin als Antwort. Aber die ist ..... Wie schafft ihr es solche loszuwerden? Und falls der Hund passt, habt ihr ein Rezept eure Nerven zu schonen und die Hunde trotzdem spielen zu lassen?


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    AW: Junghund und andere Hunde

    Glanz,

    ich denke, Du machst Dir viel zu viel Streß.

    Warum diskutierst Du überhaupt mit irgendwelchen Hundehaltern rum und rechtfertigst Dich? Sag, DU willst nicht und verlange, dass sie ihre Hunde von Deinem fern halten. Ende der Diskussion. Wenn Du Dich immer unterlegen zeigst, merkt das Dein Hund.

    Wenn ich höre wieviel Du arbeitest (z.B. beim Tierarzt) und wieviel Streß Dir das macht und Deinem Hund dann auch, warum wartest Du nicht einfach vor der Tür bis Ihr dran seid? Mein Hund wollte auch immer im Wartezimmer jeden begrüßen, jedes Kaninchen und jede Katze. Er hatte nie Angst beim Tierarzt und ist den anderen Vollpanikern sehr auf die Nerven gegangen, ich bin dann einfach nicht mehr rein zum Warten. Man muss nicht jede Situation perfekt absolvieren, bei vielen tut es (für den Anfang) ein Workaround.

    Hast Du schon mal über "Frei"-Kommandos nachgedacht? Wenn sie an der Leine geht muss sie folgen. Wenn Du aber weißt, dass sie 10 Meter vor der Hundewiese in die Leine knallt und zerrt, dann vor diesem Zeitpunkt ein "Du bist frei - Arbeit beendet" Kommando geben, damit umgehst Du die Situation, dass sie unfolgsam ist. Und wenn sie älter und unaufgeregter wird, die Distanz verkürzen je nachdem bis wohin sie es aushält.

    Was fütterst Du? Sehr proteinhaltiges Futter kann Aktivität steigern, evtl. etwas mehr kohlehydratlastiges füttern.

    Hast Du schon mal versucht, sie mit der kurzen Leine zu führen, die Du um den Bauch hast? Im Haus anfangen normalen Alltag leben, später draußen (natürlich nur temporär). Sie wird mehr auf Dich fixiert sein und Deine Eingriffsmöglichkeiten sind höher und Deine Reaktionszeit verkürzt sich.

    Ich habe meinen Hund mit 6 Monaten bekommen, 30 kg, Leinenzerrer par excellence. Bei ihm hat die kurze Leine, die mit mir verbunden war gut geholfen, in Verbindung mit Geschirr und einem Halti, weil er dann nur einen Bogen gelaufen ist und mir zugewandt stand und sich wunderte wie er dahin gekommen ist. Und für Augenkontakt gelobt wurde.

    Einfach mal meine Gedanken zu Deinem Wildfang.

  9. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Junghund und andere Hunde

    Aufgrund ihres Alters und weil ich schon seit 4 Jahren "Ruhe" übe, ist Frau Rambo nicht (mehr) ganz so ...


    Zitat Zitat von Glanz Beitrag anzeigen
    Ich habe auch noch eine Frage. Dürfte ja jeder hier auch kennen. Ich habe ja schon geschrieben, dass mich manche andere Hundebesitzer total nerven und ich kein Mittel dagegen finde. Heute hatte ich wieder einen, der mir erklärt hat wie das mit Welpen so geht und was ich alles falsch mache. Zuviele Regeln, darf zu wenig zu Hunde, darf keine Leckerli etc.. ich dachte ich benutze die Trainerin als Antwort. Aber die ist ..... Wie schafft ihr es solche loszuwerden? Und falls der Hund passt, habt ihr ein Rezept eure Nerven zu schonen und die Hunde trotzdem spielen zu lassen?
    Ich bin normalerweise umgänglich, kann da aber echt ungut werden.

    Meine erste Second-hand-Hündin ließ mich und meinen anderen Hund über eine Stunde stehen und buddelte wie besessen Mäuse aus. Hund 1 und ich hatten uns versteckt, was ihr sowas von wurst war.
    Einem Oberlehrer hab ich dann gesagt, er könne sie sofort mitnehmen. Frisch geimpft und entwurmt, kastriert auch und gesund. Und dass ich sie nicht zurücknehme, wenn er sich die Zähne ausbeißt.
    Da war er still.

    Es hilft nur ignorieren. Und wenn die HUnde gut miteinander können, dann schalte auf Durchzug.

    Natürlich "darf" der Hund Leckerli. Nicht einfach so, aber immer wenn er was Erwünschtes macht. Koperation muss sich lohnen. Der Abrichteplatz mit erzwungenem Gehorsam ist passè und was für Ewiggestrige.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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  10. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Junghund und andere Hunde

    @NurZuGast

    Die Vermeidungsstrategie finde ich auch gut.
    Madame Rambo ist ja von der Sorte Dyson und frisst alles und überall. An Stellen, wo sie immer was findet, gehe inzwischen großräumig vorbei. Nimmt viel Stress raus.
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