+ Antworten
Ergebnis 1 bis 6 von 6

  1. Registriert seit
    27.07.2005
    Beiträge
    172

    Katze, Darmprobleme, IBD?

    Hallo liebe Community,

    wie bereits im Titel ersichtlich habe ich eine Katze mit relativ diffusen Darm- Magen- Fressproblemen...
    Ich erzähle mal, was bisher gemacht wurde und hoffe auf eure Hilfe/Erkenntnisse:
    Katze Emmi, 7 Jahre alt. Hatte im Sommer (August) heftige Probleme mit Magen-Darm (mehrfach am Tag erbrechen, Fressunlust usw.). Diagnose damals (nach Blutbild, Röntgen, Ultraschall): verdickte Dünndarmwand aufgrund einer (akuten oder chronischen) Entzündung. Behandlung: Kortison (damals Depotspritze für vier Wochen) und Diät (Hills z/d, gekochtes Huhn, Animonda Sensitiv Pute u Kartoffel).

    Ruhe bis vor zwei Wochen. dann ging es los: Futterverweigerung. Tierarzt. Zunächst Hals-/Mundschleimhautentzünung, vermutlich aufgrund von Calici. Zylexis, zunächst besser, dann wieder schlechter. Convenia als LangzeitAB. Etwas besser, dann wieder schlechter. Melosus als Entzündungshammer, selbes Spiel.
    Dann Röntgen, Ultraschall, Blutbild. In etwas dieselben Werte wie im Sommer, auch wieder verdickte Darmwand. Diesmal aber keinerlei Erbrechen. Kortison, Spritze, ein Tag, gut. Ab Freitag täglich eine Viertel Prednisolon. Besserung. Seit heute wieder eher mäßige Fresslust und allgemein etwas müder. ich dreh langsam am Rad und weiß nicht mehr weiter, hat irgendwer noch ne Idee? Prednisolon etwas höher dosieren?
    Danke erstmal fürs zuhören/lesen.

  2. Avatar von Tatra
    Registriert seit
    03.04.2003
    Beiträge
    1.323

    AW: Katze, Darmprobleme, IBD?

    Ihr habt eigentlich keine richtige Ausschlussdiät gemacht, das wäre der nächste Schritt, eine Fleischquelle, die sie noch nie bekommen hat und Ergänzung die sie noch nie bekommen hat, ersatzweise ausschliesslich z/d. Gerade unter akuten Infektionen können sich neue Unverträglichkeiten entwickeln. Sind FIV, Leukose und soweit möglich auch FIP abgeklärt worden? Manchmal braucht man auch eine Gewebeprobe aus dem Darm um entgültig zu diagnostizieren.

  3. Moderation Avatar von katelbach
    Registriert seit
    02.03.2011
    Beiträge
    14.442

    AW: Katze, Darmprobleme, IBD?

    Schließe mich Tatra an.

    Echte Ausschlussdiät, schrittweise Einführung/Provokation!
    Virusinfektionen asschließen, Durchfallprofil, Stuhlzusammensetzung.
    Endoskopie mit Biopsien.

    Ich mach das Spielchen auch gerade. Allerdings bei mir selbst.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin


  4. Registriert seit
    27.07.2005
    Beiträge
    172

    AW: Katze, Darmprobleme, IBD?

    Danke schon mal für eure Antworten - sie werfen allerdings neue Fragen auf:
    was genau bringt eine Ausschlussdiät für eine Erkenntnis? Das funktioniert doch nur, wenn tatsächlich eine Fleischsorte der Auslöser ist, oder? Bei Zusätzen ist es wenig hilfreich.
    Zudem ist meine Katze Freigängerin, ich kann also nie völlig ausschließen, dass sie irgendwo anders was nascht....
    Die Ernährung mit hills und Huhn hat ja zunächst funktioniert, warum also auf einmal nicht mehr? Und gibt es überhaupt Katzen, die freiwillig den Rest ihres Lebens,eine einzige Futtersorte fressen? (Sorry, vielleicht sind das naive Fragen, aber so richtig ergibt das für mich keinen Sinn)
    Kadelbach, die Katze hatte NIE Durchfall, einzige Symptome waren im Sommer Kotzen und nicht Fressen, aktuell nur nicht/sehr wenig Fressen. Kot ist immer völlig normal, deshalb meinte der Tierarzt, eine Kotprobe wäre wenig sinnvoll.
    Und was kann durch eine Biopsie erreicht werden? Dafür muss die Katze in Narkose? Geht das minimalinvasiv oder ist das ein größerer Eingriff?
    Puh, das ist derart kompliziert - ich fühle mich überfordert. Ein bisschen zumindest.

  5. Avatar von Tatra
    Registriert seit
    03.04.2003
    Beiträge
    1.323

    AW: Katze, Darmprobleme, IBD?

    Bevor man eine Katze lebenslang auf Cortison setzt sollte man zumindest wissen warum. Bei einer Ausschlussdiät, die übrigens mindestens 6-8 Wochen gemacht werden muss um sichere Ergebnisse zu liefern wird versucht alles zu meiden was bisher sensibilisiert haben könnte und Huhn ist halt überall drin, von den Medikamenten die Hühner so abkriegen mal ganz abgesehen. Deshalb ist der Goldstandard selber kochen, sprich ohne Zusätze. In z/d sind die Bestandteile in so kleine Molekülgrössen hydrolisiert worden, dass die Allergene vom Körper nicht mehr erkannt werden. Wenn eine Stabilisierung eintritt geht man von einer Allergie oder Unverträglichkeit aus und gibt dann Schritt für Schritt immer wochenweise einen neuen Bestandteil zu und schaut was passiert. Wenn man dann weiss was die Auslöser sind füttert man ohne die Auslöser. Wichtig ist, dass die Katze wirklich NICHTS anderes bekommt in der Zeit.

    Eine Endoskopie geht nicht ohne Narkose aber nochmal, ihr denkt über eine Langzeittherapie mit Cortison nach, muss manchmal sein, ist aber sehr häufig auch nicht das beste Mittel.
    Freigänger ist natürlich schwierig, da würde ich mindestens mal eruieren ob ein Nachbar mitfüttert und notfalls dem Diätfutter geben.

  6. Avatar von taggecko
    Registriert seit
    03.02.2007
    Beiträge
    2.008

    AW: Katze, Darmprobleme, IBD?

    Liebe Alisea- ich kann Dir mitfühlen. Hatte auch einen Kater mit IBD und dann noch anderen immunologischen Problemen. Ich würde auch eine Diagnose versuchen zu sichern, auch mittels Biopsie, da es doch Konsequenzen für die weitere Behandlung hat.
    Ausschlussdiät wäre ein Anfang- einen Freigänger müsst ihr dafür natürlich internieren.

+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •