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  1. Registriert seit
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    Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    Hallo Bricom,

    vielleicht weiß jemand Rat, da ich langsam ziemlich verzweifelt bin:
    Vor drei Wochen wurde bei unseren beiden Katzen (Katze und Kater, 9 Jahre alt, EKH) unter Vollnarkose Zahnstein entfernt (nicht zum ersten Mal). Bei der Katze wurden zusätzlich die Krallen gereinigt, da sich bei ihr in den Krallentaschen immer ziemlich viel Schmutz ansammelt (dunkle Beläge, woher die immer kommen wissen wir nicht, jedenfalls lässt sie uns da auch nicht dran). Nach der Narkose waren beide Katzen ziemlich lädiert, was zunächst ja nicht unbedingt ungewöhnlich ist. Am nächsten Tag ging es dem Kater wieder einigermaßen gut, er fraß lediglich etwas weniger als sonst. Nicht so die Katze - sie war total apathisch und hat jede Form von Nahrung verweigert (getrunken hat sie). Zudem machte sie ständig so Schluck- und Schleckgeräusche, als wäre ihr schlecht.

    Nach zwei Tagen also wieder zum Tierarzt. Der vermutete etwas mit dem Magen. Zusätzlich wurde ein großes Blutbild gemacht: alle Werte unauffällig. Sie bekam eine Spritze (weiß leider nicht mehr genau was das war) und wir sollten schauen ob es besser wird. Wurde es nicht.

    Also wieder zum Tierarzt. Dieses Mal fiel ihm auf, dass die Halslymphknoten angeschwollen sind und es ungewöhnlich nass wäre im Hals. Er vermutete nun Halsentzündung. Er spritzte einen Entzündungshemmer (Loxicom). Am selben Abend wurde es tatsächlich besser. Die Katze hat wieder gefressen und war auch vom Verhalten her wieder fast die Alte. Das ging so ein paar Tage gut, vielleicht eine knappe Woche. Dann fing es an: Die Katze spuckte morgens Schleim und Schaum (sehr zäh) - nochmal zum Tierarzt - der meinte, die Halsentzündung wäre noch nicht ganz weg, sie bekam abermals den Entzündungshemmer und wir bekamen eine Flasche zum Eingeben dazu.

    In der Silvesternacht kamen wir spät nach Hause - da wirkte sie normal. Wir fütterten die Katzen und legten uns hin, dann wurde ich von komischen Lauten wach. Zur Katze geeilt: Der ganze Boden voller Schleim, die Katze quälte sich ohne Ende, ich bekam einen Schock und glaubte, sie sterbe. Da wir zusätzlich gerade ein Baby zu Hause haben ist mein Mann in der Nacht noch mit ihr zum Tiernotdienst gerast. Die Tierärztin dort tippte ebenfalls auf eine Halsentzündung durch Bakterien infolge der Schwächung des Immunsystems durch die Narkose. Sie spritzte ein Antibiotikum. Am nächsten Morgen jedoch wieder Schleimgespucke. Also wieder mit unserem regulären Tierarzt telefoniert. Der schlug dann vor einen Abstrich des Halses zu machen, wozu jedoch eine erneute Narkose fällig sei.

    Uns fiel auf dass das Spucken von Schleim ausschließlich und unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme auftritt (selbst püriertes ungewürztes Putenfleisch kam gleich wieder). Von daher schien es uns logischer, dass das Problem doch mit dem Magen zu tun hat (vielleicht Gastritis?). Den Tierarzt damit konfrontiert - er pflichtete bei und schlug dann vor, den Halsabstrich zurückzustellen und das Wochenende noch abzuwarten. Sie bekam dann gestern ein Antibiotikum speziell für den Magen gespritzt (Name weiß ich nicht), den Entzündungshemmer geben wir weiterhin und zusätzlich eine Flüssignahrung mit Nährstoffen, da die Katze inzwischen ziemlich abgebaut hat (800 Gramm verloren bei zuvor 3,5 kg). Die Flüssignahrung ist zum Glück dringeblieben. Vorhin haben wir dann versucht, ihr eine dieser Vitaminpasten aus dem Drogeriemarkt zu geben, da fing sie jedoch wieder an mit ihrem unheilvollen Geschlecke, das dem Schleimspucken vorausgeht. Sie hätte auch Hunger - kommt immer fröhlich angerannt - aber es bleibt halt nichts drin.

    Was tun? Ich bin ziemlich verzweifelt, es ist schlimm das mitanzusehen. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass der TA auch nicht weiter weiß. Vor der Zahnsteingeschichte ging es der Katze vollkommen gut. Hat irgendjemand so etwas schon mal erlebt bzw. weiß jemand Rat?

    Vielen Dank vorab und hoffnungsvolle Grüße

  2. Moderation Avatar von katelbach
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    AW: Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    Insgesamt dauert das schon viel zu lang.

    Schwächung ds Immunsystems durch Narkose ... naja. Es kann aber sen, dass drch die Zahnbehandlung eine Keimverschleppung stattgefunden hat. Gibt es öfter mal, da kann auch niemand was dafür.

    Kann auch sein, dass der Zusammenhang mit der Narkose zufällig ist.

    Bei einer Halsentzündung sollte die Rachenschleimhaut gerötet sein. War es einen Inhalationsnarkose? Ich denke, eher nicht, sondern eine Injektionsnarkose, also würde der Reiz durch den Tubus schon mal wegfallen.
    Sind nur die Lymphknoten im Kieferwinkel betroffen oder auch weitere?
    Wie ist das Allgemeinbefinden sonst?

    Für einen Prozess im Bereich des oberen Verdauungstrakts spräche das Erbrechen von Magenschleim, auf der anderen Seite frisst die Katze fast nix, da kann sie auch nur Magenschleim erbrechen.
    So, wie du es beschreibst, kann es alles mögliche sein. Ich würde nochmal ein Blutbild machen, auch Organprofile, Röntgen (Üersichtsaufnahme) und/oder Ultraschall (Bauchorgane), außerdem den Rachen genauer inspizieren, ob ein Fremdkörper vorliegt - z.B. eine größeres Zahnsteinfragment - der ein anderer Prozess.

    Und ich würde dazu nach Möglichkeit in eine Klinik gehen.

    Ich drück die Daumen, dass es schnell einen behandelbaren Befund gibt.
    Thank you for observing all safety precautions.

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    AW: Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    Hallo Katelbach,

    herzlichen Dank für Deine Antwort!

    Das hatte ich vergessen: Die Schwellung der Halslymphknoten war bei der Untersuchung gestern stark zurückgegangen (welche Lymphknoten es genau waren weiß ich nicht, er drückte da eben unterhalb der Backen herum), also hier scheint der Entzündungshemmer gewirkt zu haben. Vielleicht war es auch zuerst im Hals und ging dann auf den Magen?

    Das Gespucke erfolgt wie gesagt ausschließlich und unmittelbar nach dem Fressen, wobei solange Schleim hochgewürgt wird bis alles, was sie zu sich genommen hat, wieder draußen ist.

    Insgesamt wirkt sie relativ normal, sie zieht sich nicht zurück, hätte auch Appetit. Man merkt halt dass sie nicht mehr so viel Kraft hat (durch diese Flüssignahrung ist sie aber ein bisschen stabiler geworden).

    Mit unserem Tierarzt ist ausgemacht, dass wir Montag früh anrufen und berichten wie das WE verlief, sodass wir weitersehen können. Ich hatte am Freitag auch überlegt, in die Tierklinik zu gehen - andererseits habe ich mit den beiden Kliniken, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, schon schreckliche Erfahrungen gemacht. Ach. Am Ende wird es dann vielleicht doch noch darauf hinauslaufen... Ich werde berichten wie es weitergeht mit ihr.


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    AW: Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    Setzt sie Kot ab?


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    AW: Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    @Junimond, wie geht es Deiner Katze? Kann es sein, dass sich ein Fremdkörper von der Zahnsteinreinigung in ihrem Rachen befindet. Mein erster Gedanke dazu war, dass das Gewürge und Schleim spucken ein Zeichen wären, dass sich was im Rachen befindet.
    Ich glaube nicht, dass sie unter Übelkeit leidet, sonst hätte sie keinen Appetit.
    Hoffentlich kann der wahre Grund bald gefunden werden.
    LG mariarosa

    ?
    Piccolino 05.2003-04.07.14 für immer in meinem Herzen
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  6. Registriert seit
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    AW: Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    Hallo zusammen.

    Leider haben wir unsere geliebte Maus heute gehen lassen müssen. Am Sonntag ging es ihr so viel schlechter dass wir gleich in die Tierklinik sind. Dort wurde akutes Nierenversagen festgestellt (vermutlich durch die Dehydrierung und die ständigen Medikamente, die ja eh nichts gebracht haben). Die Ärztin ging da noch davon aus dass es nur an den Nieren liegt und dass das chronisch wäre und wollte einschläfern. Wir haben uns dann nach einigem Ringen entschieden, die Nacht am Tropf abzuwarten. Tatsächlich hat sie sich über Nacht total erholt und alle katastrophalen Werte waren wieder im Normalbereich, das Futter blieb aber leider trotzdem nicht drin.

    Nach drei Tagen Päppeln hatten sie sie soweit, dass sie heute Morgen eine Endoskopie gemacht haben. Sie war soweit wieder ganz fit und wollte fressen. Der Tierarzt kam mit dem Gerät aber gar nicht mehr bis zum Magen, am Mageneingang befand sich ein Tumor/Geschwür, so krass dass nichts mehr in den Magen gelangen konnte. Sie haben uns angerufen, wir haben dann noch ein CT machen lassen, aber die Prognose war so schlecht - sie hätte wochenlang stationär per Magensonde ernährt werden müssen, nur damit man irgendwann eine Biopsie machen könnte um zu sehen ob es gut- oder bösartig ist. Operieren an der Stelle sei nicht möglich. Wir haben dann am Telefon entscheiden müssen, dass sie nicht wieder aus der Narkose aufwachen soll.

    Es geht mir jetzt so schlecht. Ich habe diese Katze dermaßen geliebt. Alles in unserer Wohnung erinnert mich an sie. Wir waren jetzt nicht einmal dabei als sie ging. Aber wäre es nicht egoistisch gewesen sie noch einmal aufzuwecken, nur damit wir uns verabschieden und sie gleich wieder einschläfern können?

    Ich trauere so sehr. Wir haben uns so gefreut als die Niere wieder arbeitete. Ich habe ein Baby zuhause und muss jetzt wieder funktionieren, aber es fällt so schwer. Jetzt ist ihr Bruder, der Kater, alleine hier.

    Ich danke Euch für die Antworten. Ich hoffe Ihr versteht meine Trauer. Ich hätte gerne eine glücklichere Geschichte erzählt.

    Allen eine gute Zeit.

    Junimond

  7. Moderation Avatar von katelbach
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    AW: Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    Oh je! Das tut mir sehr Leid für die arme Maus und für euch!
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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  8. Avatar von taggecko
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    AW: Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    Junimond- mein herzliches Beileid. Ich wünsche Euch viel Kraft für die nächste Zeit.


  9. Registriert seit
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    AW: Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    Oh, Junimond, das tut mir so leid. Ich kann Dich so gut verstehen.
    Man macht sich Vorwürfe, man überlegt was man anders hätte machen sollen und es gibt keinen Trost.
    Ich versuchte damals immer wieder mir klar zu machen, das es für das geliebte Tier das Beste war, dass es nicht mehr leiden
    muss und dass es unwichtig ist wie es uns dabei geht.
    Behalte Deine Katze in liebevoller Erinnerung, sie hatte das Glück von Euch geliebt zu werden.
    Alles Gute für Dich und Deine Familie.
    Piccolino 05.2003-04.07.14 für immer in meinem Herzen
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  10. Registriert seit
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    AW: Katze dauerkrank seit Zahnsteinentfernung

    Danke Euch für den Zuspruch.

    Mir geht es richtig schlecht. Dauernd frage ich mich, ob meine Katze wirklich vorher schon krank war (der Tierarzt in der Tierklinik mutmaßte, der Tumor wäre sicher schon Monate gewachsen), oder ob das Geschwür nicht doch erst durch die Zahnbehandlung und die Schmerzmittel anschließend entstanden ist?

    In der Rückschau haben mein Mann und ich festgestellt, dass sich ihr Verhalten schon geändert hat - seit Sommer wurde sehr viel erbrochen, wir dachten allerdings immer, dass das beide Katzen sind - jetzt merken wir aber, dass das aufgehört hat, also war das wohl immer nur sie.. Und dass sie sich nicht mehr richtig geputzt hat, es war immer Schmutz zwischen den Krallen, so dass die Krallen sich auch schon entzündet haben, und das als reine Wohnungskatze. Wir haben das immer beim Tierarzt sauber machen lassen und ich habe ewig rumgehirnt, wie das zu Stande kommt. Auch die Ohren waren neuerdings ziemlich schmutzig. Im Sommer wollte sie auch meist nicht raus auf den Balkon sondern ist im Wohnzimmer geblieben, aber gut, es war ja auch so heiß. Wir haben sie auch beide durchchecken lassen, der Tierarzt hatte keine Beanstandungen. Sie war ansonsten munter und hat gefressen. Für alles gab es irgendeine harmlose Erklärung. Und jetzt denke ich, hätte ich das verhindern können? Aber diesen Tumor hätte man ja doch nicht gefunden.

    Und dass ich nicht dabei war, als sie ging. Am Abend vorher konnte uns die Klinik nicht sagen wann genau sie dran ist mit der Endoskopie.. Und dann ging es so schnell am Telefon. Wir konnten und wollten ja auch nicht damit rechnen dass sie etwas finden dass so schlimm ist, dass man rein gar nichts mehr tun kann. In dem Moment war ich mir absolut sicher dass es grausam wäre, sie nochmal aus der Narkose zu holen, nur damit sie danach in meinem Beisein eingeschläfert wird. Und jetzt fühlt es sich so an als hätte ich sie im Stich gelassen.

    Vor acht Jahren hatte ich einen Kater in dieser Klinik, den hatten sie über Nacht am Tropf, aber es gab keine Rettung mehr (CNI im Endstadium). Sie wollten ihn am Morgen einschläfern, wir wollten aber nicht dass er in der Klinik stirbt.. Also haben wir ihn nach Hause geholt und unseren Haustierarzt angerufen. Es dauerte aber, bis der endlich kam. Im Endeffekt hat er noch den ganzen Tag leiden müssen. Das geht mir bis heute nach und ich habe mir geschworen, nie mehr zu lange zu warten. Ich hatte ihn im Arm als er die Spritze bekam und die Hand an seinem Herz, habe gefühlt wie das Herz sofort aufhörte zu schlagen. Bis heute bin ich damit nicht fertig geworden.

    Wie man es macht, man macht sich Vorwürfe. Ich muss fertig werden mit der Geschichte, weiß nur grade nicht wie. Sie war so eine starke Persönlichkeit und einfach immer an meiner Seite, lief mir überall hin nach, maunzte vor der Türe, wenn ich im Bad war. Kleines Löwenmädchen. Sie fehlt mir so.

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