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    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    Ach, Gefühle sind doch nie rational, und zum Glück haben wir sie!

    Ich habe bei meiner Luna auch gedacht "Was habe ich gemacht?? Ich habe meine beste, liebste Gefährtin umgebracht!", und "Wieso denn gerade heute?? Morgen hätten wir es doch auch tun können, und dann hätte ich sie noch einen Tag länger bei mir gehabt!" - und die ganze Zeit war ich trotzdem sicher, zusammen mit dem Tierarzt und meinem Gefühl für sie die richtige Entscheidung gefällt zu haben. Dass es weh tut und dass es deshalb Zweifel gibt (weil wir immer das Gefühl haben, wenn etwas weh tut, ist irgendwas falsch gelaufen, und wir müssen es "reparieren" oder hätten es irgendwie vermeiden können), ist vollkommen normal und völlig angemessen angesichts der Situation, dass wir einen lieben Freund gehen lassen mussten.

    Ich bin sicher, dass du bei deiner guten, engen Beziehung zu deinem Seelenhund in seinem Sinn die richtige Entscheidung gefällt hast.

  2. VIP

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    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    Zitat Zitat von mckenzie Beitrag anzeigen
    Ich denke, Du hast selbstlos gehandelt - Grösse und Stärke gezeigt. Du hast dein Tier und sein wohl sein über Dich gestellt.
    Das sehe ich auch so.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  3. Inaktiver User

    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    als meine alte Drehwurscht mit 18 Jahren eingeschläfert wurde, habe ich einen riesigen Fehler gemacht, den ich mir bis heute nicht verzeihe.
    Sie war schon super alt, total dement (wenn man nicht aufgepasst hat, lief sie einfach geradeaus weiter, bis eine Wand kam, und da blieb sie dann stehen) und so eine richtige alte klapprige Spitzdame. Aber sie hat gefressen, hat es geliebt, bei uns zu sein und ist mit mir auch jeden Tag ihre 350 Meter Gassi gegangen. Eines Abends ging es ihr dann echt schlecht und ich bin mir ihr in die Tierklink gefahren, und dachte mir " das war's jetzt" - ich hab das gespürt. Die Tierärztin oder Tierarzt haben uns aber heim geschickt und ich war echt so glücklich, weil wir nochmal Verlängerung bekommen haben. In der Nacht hat die Drehwurscht in der Küche geschlafen, wie jede Nacht, sie wollte dann irgendwann mal nicht mehr bei uns schlafen, das war also nicht unnormal.
    In der Früh ging es ihr richtig schlecht, sie drehte sich non stop, klappte dann vor dem Haus auf den Platten zusammen und blieb liegen. Also wieder Tierklinik, sie hat dann im Auto furchtbar gejault, nun ja, nach Hause kam ich ohne Drehwuggi.

    Das ist jetzt 8 Jahre her, oder 7. Im Schnitt werfe ich mir mindestens einmal pro Woche vor, an diesem Abend nicht energischer aufgetreten zu sein und meinen Hund im Stich gelassen zu haben. Weil ich so froh war, dass wir noch ein bisschen Zeit schinden konnten, obwohl ich es genau gewusst habe, dass es jetzt dann zu Ende geht.

    Also: mach nicht den gleichen Fehler wie ich. Ich heule nämlich gerade wieder und fühle mich richtig richtig schlecht. Verdient hat das mein treuer guter Hund nämlich nicht, dass ich im entscheidenden Moment erst mal an mich denke und nicht an sie. Ich hätte wenigstens mit ihr in der Küche schlafen können....hätte deutlicher nachfragen können... hätte... hätte... hätte.

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    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    als meine alte Drehwurscht mit 18 Jahren eingeschläfert wurde, habe ich einen riesigen Fehler gemacht, den ich mir bis heute nicht verzeihe.
    Sie war schon super alt, total dement (wenn man nicht aufgepasst hat, lief sie einfach geradeaus weiter, bis eine Wand kam, und da blieb sie dann stehen) und so eine richtige alte klapprige Spitzdame. Aber sie hat gefressen, hat es geliebt, bei uns zu sein und ist mit mir auch jeden Tag ihre 350 Meter Gassi gegangen. Eines Abends ging es ihr dann echt schlecht und ich bin mir ihr in die Tierklink gefahren, und dachte mir " das war's jetzt" - ich hab das gespürt. Die Tierärztin oder Tierarzt haben uns aber heim geschickt und ich war echt so glücklich, weil wir nochmal Verlängerung bekommen haben. In der Nacht hat die Drehwurscht in der Küche geschlafen, wie jede Nacht, sie wollte dann irgendwann mal nicht mehr bei uns schlafen, das war also nicht unnormal.
    In der Früh ging es ihr richtig schlecht, sie drehte sich non stop, klappte dann vor dem Haus auf den Platten zusammen und blieb liegen. Also wieder Tierklinik, sie hat dann im Auto furchtbar gejault, nun ja, nach Hause kam ich ohne Drehwuggi.

    Das ist jetzt 8 Jahre her, oder 7. Im Schnitt werfe ich mir mindestens einmal pro Woche vor, an diesem Abend nicht energischer aufgetreten zu sein und meinen Hund im Stich gelassen zu haben. Weil ich so froh war, dass wir noch ein bisschen Zeit schinden konnten, obwohl ich es genau gewusst habe, dass es jetzt dann zu Ende geht.

    Also: mach nicht den gleichen Fehler wie ich. Ich heule nämlich gerade wieder und fühle mich richtig richtig schlecht. Verdient hat das mein treuer guter Hund nämlich nicht, dass ich im entscheidenden Moment erst mal an mich denke und nicht an sie. Ich hätte wenigstens mit ihr in der Küche schlafen können....hätte deutlicher nachfragen können... hätte... hätte... hätte.
    Wenn wir besser wüssten würden wir besser handeln, was ich sagen will, Du konntest nicht voraussehen was der Morgen bring.

    Du warst bestimmt eine gute Hundemutter, lass los und verzeih Dir.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    Ihr Lieben,

    da ich die Strangeröffnerin bin, auch noch ein paar Sätze von mir.

    Die besagte Katze wurde letztendlich zu spät eingeschläfert. Da sie zu dem Zeitpunkt einigermaßen stabil war, bin ich für längere Zeit in eine Reha gefahren und mein Mann nebst Tochter waren einfach überfordert. Das Ende vom Lied war, dass ich an einem Freitag die 500 Kilometer nach Hause gefahren bin, weil meine Tochter mich anrief und bat, so schnell wie möglich zu kommen. Der Katze ging es viel schlechter und das Einschläfern war eine wirkliche Erlösung.

    Mittlerweile musste ich auch meine geliebte Mopsdame (15) vor fast einem Jahr gehen lassen. Auch da hätte es ein paar Wochen früher sein können. Aber die Tierärztin sträubte sich schlichtweg und am Ende musste ich mit meiner kleinen Dame, die sich plötzlich nachts übergeben hatte, nichts mehr fraß und trank, keine Verdauung mehr hatte und kaum noch stehen konnte, zu einem anderen Tierarzt gehen. Ich weine jetzt noch manchmal und Zweifel waren lange da.

    Den richtigen Zeitpunkt abzupassen ist unendlich schwer. Für mich hat sich aber herauskristallisiert, dass ein Tick früher immer besser ist als ein Tick zu spät - zum Wohle der Tiere (und manchmal auch der Menschen).

    Drück Euch unbekannterweise
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    Das sehe ich inzwischen auch so, lieber zu früh gehen lassen als zu spät. Ich vertraue meinem Vet mir bei der Entscheidung meine Senioren frei zu geben beizustehen.

    In Liebe los lassen wird von hier an aus mein Mantra sein. ♥️
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    Ihr Lieben,

    ich habe mit der (weltbesten) Züchterin meines Goldies telefoniert und ihr von meinen Plänen erzählt. Sie findet es genau richtig so und das hat mich nochmal beruhigt. Wir haben also gestern seinen 14. Geburtstag gefeiert mit einer tollen Torte. Die Tage bis Freitag ziehen sich dahin.....mein Mann hat gestern schon mal das Grab ausgeschaufelt, neben unserer vor 3 Jahren verstorbenen Neufundländerin.

    Eine Frage habe ich noch: Ich habe meinen 2014 eingeschläferten Goldie einäschern lassen. Die Urne steht auf unserem Ofen. Nun möchten wir sie mit vergraben. Die Urne ist nicht kompostierbar. Setzen wir sie komplett mit in s Grab oder verstreuen wir die Asche? Mein Mann schlägt vor, die gefüllte Urne reinzusetzen und dann zu zerschlagen????

    Was würdet ihr an unserer Stelle tun?

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    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    Zitat Zitat von Goldenfan Beitrag anzeigen
    Ihr Lieben,

    ich habe mit der (weltbesten) Züchterin meines Goldies telefoniert und ihr von meinen Plänen erzählt. Sie findet es genau richtig so und das hat mich nochmal beruhigt. Wir haben also gestern seinen 14. Geburtstag gefeiert mit einer tollen Torte. Die Tage bis Freitag ziehen sich dahin.....mein Mann hat gestern schon mal das Grab ausgeschaufelt, neben unserer vor 3 Jahren verstorbenen Neufundländerin.

    .......

    Was würdet ihr an unserer Stelle tun?
    Erstmal wünsche ich euch viel Kraft für Freitag. Ihr seid ganz schön stark.
    Man kann es förmlich lesen, wie sehr ihr eure Hunde liebt und wie gut sie es bei euch haben/hatten. In diesem Wissen ist es leichter, das Tier gehen zu lassen. Mich tröstet auch der Gedanke, dass es für Tiere keine Angst vor dem Tod gibt und der Tod zum Leben einfach dazu gehört... für alle Lebewesen.

    Zur Urne kann ich leider nicht viel sagen. Ich würde wahrscheinlich die Asche streuen und die Urne auf das Grab stellen...

    Alles Liebe
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    Vergangenen Freitag ist nun mein geliebtester aller Hunde zuhause eingeschläfert worden. Soweit man das in diesem Zusammenhang sagen kann, lief es optimal. Mein Mann, ich, unsere Hündin aus Rumänien und die TÄ mit Arzthelferin saßen um ihn herum. Bis zum Ende bekam er von mir Würstchen zu essen. Ich vermute, er hat nicht zuviel gelitten.

    Mich interessiert nun: Wie äußert sich bei Euch die Trauer um die verstorbenen Tiere? Es war nun nicht das erste Tier für mich, das eingeschläfert wurde. Aber die Trauer ist diesmal extrem. Mir geht es körperlich schlecht, ich bin kaputt, supermüde, erschöpft. Alles tut weh, die Blase schmerzt. Ich bin null belastbar und wäre ich berufstätig, müsste ich mich wohl krankschreiben lassen. Ich schlafe schlecht und kriege nur das Nötigste geregelt.

    Dass unsere Hündin viel auf dem Grab liegt....schrecklich. Aber Menschen gehen ja auch viel zum Friedhof. Ich lasse sie soweit in Ruhe. Wir laufen viel, das tut uns beiden gut.

    Gut, das Ganze ist erst 6 Tage her. Bei mir ist viel psychosomatisch, ich weiß das. Ich weiß auch, dass es besser wird und dass es für meinen Goldie die beste Entscheidung war.

    Trotzdem , vielleicht mag jemand berichten, wie es ihm erging danach, körperlich vor allem?

    Liebe Grüße

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    AW: Einschläfern lassen - wann ist der Zeitpunkt gekommen? Sind Zweifel normal?

    Zitat Zitat von Goldenfan Beitrag anzeigen
    Aber die Trauer ist diesmal extrem. Mir geht es körperlich schlecht, ich bin kaputt, supermüde, erschöpft. Alles tut weh, die Blase schmerzt. Ich bin null belastbar und wäre ich berufstätig, müsste ich mich wohl krankschreiben lassen. Ich schlafe schlecht und kriege nur das Nötigste geregelt.

    Dass unsere Hündin viel auf dem Grab liegt....schrecklich. Aber Menschen gehen ja auch viel zum Friedhof. Ich lasse sie soweit in Ruhe. Wir laufen viel, das tut uns beiden gut.

    Gut, das Ganze ist erst 6 Tage her. Bei mir ist viel psychosomatisch, ich weiß das. Ich weiß auch, dass es besser wird und dass es für meinen Goldie die beste Entscheidung war.


    Ging mir genauso. Und ich bin auch einige Zeit kürzergetreten, zum Glück habe ich einen Chef, der genau so gestrickt ist und vollstes Verständnis dafür hatte, sonst hätte ich mich vermutlich tatsächlich krankschreiben lassen.
    Viel spaziergehen tut euch allen gut, also ist das ein gutes Mittel gegen die Trauer. (Mir kommen jetzt, 7 Jahre später, noch die Tränen, obwohl in der Zwischenzeit auch weitere Hunde über den Regenbogen gegangen sind - aber der absolute Herzenshund lässt einen wohl immer wieder neu trauern.)
    Du weißt, dass es das beste für ihn war, das hilft dir sicherlich.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

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