Dazu gibt es durchaus einige belastbare Studien mittlerweile, über die Häufung von Kreuzbandrissen kann man vielleicht noch diskutieren da rassebeschränkt aber die neueste recht umfangreiche über einen längeren Zeitraum zeigt auch ein um 1/3 erhöhtes Risiko von Autoimmungerkrankungen, was auch die extreme Häfung von Hypothyreose bei kastrierten Hunden erklärt. Das die extrem aggressiven Prostatatumore gehäuft bei Kastraten auftreten ist auch keine Neuigkeit. Empfehlenswert ist dazu das Buch von Sophie Strothbeck Kastration beim Hund, sie sollte immer eine Einzelfallentscheidung sein.
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Ergebnis 31 bis 40 von 49
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09.02.2018, 23:32
AW: Erste Läufigkeit - etwas untypischer Verlauf
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10.02.2018, 08:09
AW: Erste Läufigkeit - etwas untypischer Verlauf
Ich kenne das Buch und sehe bestimmte Trends.
Die Notwendigkeit der Einzelfallentscheidung bzw. die Ablehnung der Kastration als Routinemaßnahme unterschreibe ich.
Trotzdem: Ich würde mir echte Studien mit vordefinierten Endpunkten wünschen. Wahrscheinlich ist mein Begriff von Studie jobbedingt ein anderer, ich arbeite im humanmedzinischen Umfeld.
Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, ist im Übrigen noch die schon fast standardmäßige Kastration von jungen Rüden, die von vielen Hundeschulen in den Junghundekursen als Erziehungshilfe propagiert wird.
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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10.02.2018, 22:42
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10.02.2018, 23:50
AW: Erste Läufigkeit - etwas untypischer Verlauf
Das ist etwas, das mich sehr, sehr verwundert.
Ist doch der Androgenentzug, egal, ob chirurgisch oder pharmakologisch via Antiandrogene oder LHRH-Agonisten/Antagonisten DIE Therapie beim Prostatakarzinom des Mannes.
Kann da kein statistisches Problem vorliegen, dass die erfassten Rüden wegen PCa kastriert wurden? Sind die Studien valide? Wurden die richtigen Parameteranalysiert?
Wie geschrieben, bin ich eine Gegnerin der Rüdenkastration ohne medizinischen Grund und diese "Ergebnisse" könnten meine Argumentation füttern. Aber sie leuchten mir nicht ein.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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11.02.2018, 08:12
AW: Erste Läufigkeit - etwas untypischer Verlauf
Ja sind sie und das ist schon sehr lange Lehrbuchinhalt aber ich habe es falsch ausgedrückt, sie treten häufiger bei Kastraten als bei unkastrierten auf und nein die sind nicht deswegen kastriert worden. Es gibt gerade in den letzten Jahren einiges wenn du gezielt googelst solltest du es finden. Oder einfach die Buchautoren kontaktieren, die sollten sie parat haben. Vor einigen Monaten war die letzte als Zusammenfassunf in einem Fachmagazin, 30% höheres Risiko für Autoimmunerkrankungen..
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11.02.2018, 13:02
AW: Erste Läufigkeit - etwas untypischer Verlauf
In Tierheimem werden per se praktisch alle Tiere kastriert, schon um das "Vermehrungselend"
zu stoppen, das geht dort wohl gar nicht anders. Ab und zu, ehrlich gesagt ziemlich oft,
bin
auf Tiervermittlungsseiten unterwegs- da findet man kaum ausgewachsene Tiere, die nicht kastriert
wurden. Mich irritiert das Thema mittlerweile ziemlich.Unser Rüde, er hatte wohl Dogge, Labrador
und sonstige Rassen in sich, wurde mit ca. 4 Jahren kastriert, ich konnte ihn allein nicht mehr bändigen.
Er war ganz lieb, aber er liebte eben auch die Hundedamen.
Unser Kater wurde mit 10 Monaten kastriert, er stank schon ziemlich und wurde immer frecher
gegenüber seiner bereits kastrierten Mutter. Ich wollte auch nicht das er sonst wohin streunt
oder sich bei "Katerkämpfen" was holt, von den vielen unerwünschten Kitten mal abgesehen.
Ich bin was dieses Thema angeht, inzwischen ziemlich unsicher.
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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11.02.2018, 19:27
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14.02.2018, 13:03Inaktiver User
AW: Erste Läufigkeit - etwas untypischer Verlauf
Hallo zusammen,
mal ein Zwischenstand. Danke erstmal für die vielen informativen Beiträge rund um das Thema Studien. Mir fehlt es da an Fachwissen, von daher schreibe ich nicht mit, lese aber interessiert mit.
Letztendlich sollte Kastration wohl immer eine Einzelfallentscheidung sein, die zu treffen ist, wurde ja schon gesagt. Und ich bekomme das doofe Gefühl, dass ich mich mit dem Thema tatsächlich befassen werden muss.
Heute beginnt die 6. Woche, ich war mit meiner Hündin heute früh beim TA, mir ließ das keine Ruhe, zumal ihr abgesondertes Sekret von der Farbe her auch anders wurde, so verwaschen bräunlich. Die Rüden drehen nach wie vor am Rad, wenn sie sie auch nur aus der Entfernung sehen bzw. eher riechen.
Blutbild war gut, alle Werte im Normalbereich, keine erhöhten Leukozyten. Sie hat nach wie vor kein Fieber, Trinken und Fressen normal, Hund agil. Aber: Ihr Hormonstatus ist der einer Hündin im Proöstrus, heißt, sie hatte tatsächlich einen Splitöstrus und schiebt eine 2. Läufigkeit nach, in ein paar Tagen müsste sie in der Standhitze sein. Also weiterhin einsame Runden und Rüden meiden (ich entwickel gerade einen "Feld-Budenkoller").
Was nicht gut ist: Wg. der Farbe des Sekrets wurde auch ein Abstrich gemacht und der wies ordentlich Bakterien auf. Sie erhält jetzt eine Antibiose, aber die Ärztin meinte, dass damit die Gefahr einer Gebärmutterentzündung nicht vom Tisch ist, ich muss sie gut beobachten, falls sich irgendwelche signifikanten Änderungen im Verhalten zeigen oder sie doch Fieber bekommt, muss ich sofort wieder hin. Nächste Woche wird nochmal untersucht, mir wurde aber empfohlen, mich mit dem Thema Kastration vorsichtshalber zu befassen, bei Hunden, bei denen die erste Läufigkeit schon so kompliziert verläuft, sei das ratsam.
Da mein TA seit letzter Woche in Urlaub ist, war ich bei seiner Vertretung, die Ärtzin macht einen kompetenten und sehr gründlichen Eindruck und nicht den einer TA, die eine Kastration grundsätzlich befürwortet. Sie fragte mich vor den Untersuchungen auch, ob ich eine Kastration generell in Erwägung ziehe oder nicht, was ich ja nicht tue, es sei denn, es ist notwendig.
Es bleibt also noch ein bisschen länger spannend und einsam.
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23.02.2018, 13:59Inaktiver User
AW: Erste Läufigkeit - etwas untypischer Verlauf
Letzter Stand, falls es jemanden noch interessiert. Kein Split-Östrus, sie hat Eierstockzysten, deshalb die lange Läufigkeit. Sie ist jetzt endlich am Ende der Läufigkeit, was der gestrige Hormontest zeigte. Wir versuchen jetzt durch ein Medikament, das subkutan gespritzt wird, die Zyste zu eliminieren. In 4 Wochen gibt es eine Kontrolle, wenn die Zyste dann verschwunden ist, warten wir ab, wie die nächste Läufigkeit werden wird. Vielleicht hat sich dann ja alles eingependelt. Wenn die Zyste nicht verschwindet oder gar wächst, werden wir wohl kastrieren lassen, weil dann erneute Komplikationen absehbar sind.
Für den Moment bin ich aber erstmal froh, dass uns das normale Leben wieder hat und Kontakte und Spielen mit anderen Hunden wieder unkompliziert sind. Die Wochen waren für sie schon ganz schön einsam, was das angeht.
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23.02.2018, 17:30
AW: Erste Läufigkeit - etwas untypischer Verlauf
Oh je, Zuza,
das ist ja blöd. Gebt Ihr hCG oder ein Analog?
Viel Erfolg!Geändert von katelbach (23.02.2018 um 17:35 Uhr)
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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