Ich habe nach 10-jähriger Pause wieder einen Hund (bzw. eine Hündin) und mache mir gerade Gedanken, inwiefern die Pflanzen auf meiner Dachterrasse, die sich momentan im Winterquartier befinden, mit ihr kompatibel sind, d.h. ob sie vielleicht für sie gefährlich sein können.
Im Innenbereich ist das Thema bereits durch - ich habe zwei Woflsmilchgewächse entfernt.
Natürlich kann man einfach im Internet googeln, welche Pflanzen für Hunde giftig sind, aber das erscheint mir zu undifferenziert zu sein.
So las ich zum Beispiel, dass die Blätter von Oleander für Hunde giftig sind, dass aber Hunde diese ohnehin nicht in „ausreichender Schadensmenge“ fressen würden, weil sie sehr bitter schmecken. Ich las, dass auch Hortensien giftig sind, frage mich aber, was daran giftig ist und in welcher Menge sie giftig sind.
Mir scheint es auch so zu sein, dass da für Welpen und erwachsene Hunde unterschiedliche Spielregeln gelten können. Meine Hündin ist jetzt knapp 5 Monate alt, wenn die Pflanzen aus dem Winterquartier kommen wird sie 9 Monatealt sein. Falls ich also Pflanzen haben sollte, die nur bei Allesfresserwelpen bedenklich, in späteren Jahren aber kein Problem mehr sind, würde ich sie einfach noch ein Jahr beim Gärtner lassen. Wenn die Pflanzen aber eine dauerhafte Gefahr darstellen, würde ich mich natürlich von ihnen trennen.
Wie habt ihr als Hundebesitzerinnen dieses Problem gelöst? Was waren Eure Überlegungen?
Antworten
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09.01.2018, 18:17Inaktiver User
Garten- und Terrassenpflanzen: Gefahren für den Hund?
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09.01.2018, 19:00Inaktiver User
AW: Garten- und Terrassenpflanzen: Gefahren für den Hund?
Es gibt ja nix, was Welpen nicht anknabbern - aber mit Pflanzen hatte ich noch keine Probleme. Wäre sie denn je unbeaufsichtigt allein auf der Dachterrasse?
Normalerweise würde sich auch ein junger Hund ja nicht in der kurzen Zeit, wo man mal auf die Toilette geht oder so, wie wild auf eine Pflanze stürzen und die auffressen, sowas passiert ja eher wenn er allein und ihm langweilig ist.
Je nach Bauart hätt ich ja eher Angst, die hüpft einem Vogel nach und fällt runter. Als ich Kind war ist unseren Nachbarn der ChowChow so vom Balkon im 2. Stock gestürzt, gottseidank auf Rasen und weil er noch jung war hat er sich nichts getan.
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09.01.2018, 19:05Inaktiver User
AW: Garten- und Terrassenpflanzen: Gefahren für den Hund?
Bei uns steht im Sommer die Tür zur Dachterrasse praktisch immer offen. Unsere Hündin hätte also unbeaufsichtigten Zugang. Sie ist sogar jetzt im Winter gern draußen.
Dass sie über die Brüstung stürzt ist eher unwahrscheinlich. Davor stehen nämlich im Sommer relativ dicht die Kübelpflanzen.
Die Frage ist für mich ja auch, wie viel muss ein Hund von einer bestimmten, im Prinzip giftigen Pflanze fressen, ehe es für ihn bedeklich wird. Du redest von einer ganzen Pflanze. Das ist natürlich eher unwahrscheinlich. Aber ich habe gelesen, dass die Blätter des Oleanders giftig sind. Davon liegen bei uns im Sommer etliche auf dem Terrassenboden, die Hündin muss also gar nicht erst die Pflanze selbst anknabbern.
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09.01.2018, 19:50
AW: Garten- und Terrassenpflanzen: Gefahren für den Hund?
Es gibt ganz gute Listen mit Pflanzen unhd anderen Sachen, die für Tiere giftig sind. Das Problem ist, dass die Vierbeiner sehr individuell reagieren.
So machen manchen Hunden Trauben oder Schokolade nix, andere kriegen schon bei homöopathischen Dosen massive Probleme.
Aus dem Stegreif: Oleander ist ziemlich giftig (wie alle Hundsgiftgewächse, zu denen neben Oleander auch Dipladenien gehören), Maiglöckchen, dann Eibe (ist in allen Pflanzenteilen giftig, nur die roten Samenmäntel sind angeblich ungiftig), alle Nachtschattengewächse, zumindest die Früchte (vor allem unreif), manche Nüsse ...
Rohe Zwiebeln (auch von Frühlingsblühern), roher Knoblauch ...
Tulpen sind auch in allen Teilen angeblich giftig, meine Olle hat aber immer die Tulpenblüten gefressen. Hat ihr nichts gemacht.
Ich bin davon überzeugt, dass mein Oller mal eine Solaninvergiftung hatte, er hat unreife Tomaten von den Pflanzen geklaut. Außerdem war er im zeitlichen Zusammenhang mit dem Rumtragen und Benagen eines abgesägten Eibenastes mal recht krank.
Für Katzen sind definitiv Macadamianüsse sehr giftig, beim Hund weiß ich es nicht.
Insgesamt sind akzidentelle Vergiftungen durch Pflanzen nicht so häufig, glaube ich. Gefährlicher sind "Heilungsversuche" durch Tierhalter, die mit großer Begesiterung Ibuprofen oder andere NSAR geben, wenn der Hund humpelt. Oder Hormonpräparate rumliegen lassen.
Wenn man keinen Golden oder Labbi oder eine ähnliche Fressmaschine hat, ist es ganz gut im ersten Jahr Giftpflanzen wegzuräumen. Man weiß ja nicht, wie die individuelle Reaktion ausfällt und wieviel auch versehentlich geschluckt wird. Manches wirkt ja auch über die Schleimhaut,..Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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09.01.2018, 19:53Inaktiver User
AW: Garten- und Terrassenpflanzen: Gefahren für den Hund?
Mit 9 Monaten ist dein Hund ja kein Welpe mehr, sondern ein Junghund und sollte aus der Phase raus sein, in der er alles ins Maul nimmt.
Pflanzen mit giftigen Beeren/ Früchten würde ich nicht aufstellen, bis der Hund nicht zuverlässig von der Aufnahme abgehalten werden kann.
Meine Hunde haben zwar schon Gras gefressen und pflücken sich im Garten reife Himbeeren von den Sträuchern, aber für andere Pflanzen hat sich bisher keiner von ihnen interessiert. Ich denke nicht, dass du da ein großes Problem haben wirst.
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09.01.2018, 20:11
AW: Garten- und Terrassenpflanzen: Gefahren für den Hund?
Ich hatte 2 adoptierte Hunde.
Keiner hat sich für die Pflanzen im Garten als Fressen interessiert. Zum Pieseln waren die Buchs geeignet. Aber sonst haben sie sich für kein Grün interessiert.
Mach dir nicht so viele Gedanken!
Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)
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09.01.2018, 20:27Inaktiver User
AW: Garten- und Terrassenpflanzen: Gefahren für den Hund?
Das denk ich eben auch.
Zudem muss man immer schauen, wenn ein Hund auf irgendwas rumkaut das man ihm nicht gegeben hat. Wenn das eine Biene oder Wespe ist die ihn dann in Zunge oder Rachen sticht ist das auch lebensbedrohlich.
Deshalb wär mein Focus eher auf dem Beaufsichtigen...
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09.01.2018, 22:38Inaktiver User
AW: Garten- und Terrassenpflanzen: Gefahren für den Hund?
Unsere früheren Hunde hatten nie ein Problem mit Pflanzenvergiftungen, obwohl wir damals einen großen Garten hatten, in dem wir sie nicht immer im Blick haben konnten und in dem auch giftige Pflanzen (z.B. Engelstrompete) standen.
Ich denke nur, dass eine Dachterrasse ein engerer Raum ist als ein Garten und deshalb vielleicht einzelne Pflanzen stärker in den Focus rücken.
Rezeptfrei, natürlich ist ein Hund mit 9 Monaten kein Welpe mehr, aber das heißt nicht unbedingt und in jedem Fall, dass er aufgehört hat eine kleine Fressmaschine zu sein.
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09.01.2018, 22:49Inaktiver User
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09.01.2018, 22:51Inaktiver User


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