hallo liebe tierfreunde und expertinnen!
ich bin schon länger stille mitleserin und finde es toll, dass hier auch fachwissen geteilt wird.
ich hatte schon immer den wunsch, mit einem hund zu leben, bisher haben meine lebensumstände aber nie wirklich zu einem hund gepasst. nun wäre ich soweit, allerdings weiß ich noch nicht viel über hunde und möchte mich informieren, bevor ich nach einem geeigneten hund suche.
kurz zu den rahmenbedingungen: ich lebe mit meinem partner zusammen, der sich ebenso einen hund wünscht und sich die betreuung mit mir teilen würde. ich habe einen teilzeitjob, mein arbeitsplatz ist zu fuß zu erreichen, arbeite auch viel von zuhause aus und kann außerdem problemlos 1-2stündige pausen machen. mein partner hat eine ähnlich flexible arbeitssituation. daher denke ich, dass wir die betreuung unseres hundes während der arbeitszeiten ganz gut organisieren könnten.
wir möchten uns einen welpen zulegen, da wir den gedanken schön finden, ein tier von klein auf zu erleben. außerdem ist es für unerfahrene hundehalter wie uns vielleicht auch einfacher mit einem welpen ist (keine schlechten vorerfahrungen und festgefahrene verhaltensmuster). was ist das ideale alter, einen welpen zu sich zu nehmen? wieviel urlaub sollte man in der ersten zeit mindestens haben, um voll für das tier da zu sein? und wie lange kann man den hund danach maximal alleine lassen? wie lange ist ein hund überhaupt ein welpe?
wir könnten uns vorstellen, den hund anfang sommer aufzunehmen, da ich dann 2 monate frei habe. wir würden im sommer auch gerne wegfahren und würden den urlaub natürlich den bedürfnissen des hundes anpassen (keine zu lange anreise etc). kann man einen welpen zu sich nehmen und dann kurz darauf mit ihm in den urlaub fahren? ich kann mir vorstellen, dass sich so ein kleines tier erst mal an sein neues zuhause (und an uns) gewöhnen muss. oder ist es ok, wenn sich die umgebung nach kurzer eingewöhnungsphase ändert, solange wir als feste bezugspersonen dabei sind? falls ja, ab welchem zeitpunkt wäre so ein urlaub eurer meinung nach in ordnung? welche einschränkungen in bezug auf das klima gibt es bei welpen und bei bestimmten hunderassen (zu heiß)?
apropos reisen: was haltet ihr von flugreisen mit hunden? ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass das überhaupt möglich ist. ich kann mir vorstellen, dass das ein enormer stress für die tiere ist. sind flugreisen mit hund also von vorneherein ausgeschlossen? und was haltet ihr von hundepensionen? ich finde den gedanken irgendwie nicht gut, meinen hund zu für ihn fremden leuten zu geben. der hund weiß doch nicht, dass ich wiederkomme - ist das nicht eine große belastung für ihn?
bitte vertseht mich nicht falsch - wir sind bereit, unserem hund zuliebe auf solche dinge zu verzichten. aber wir wüssten ganz gerne vorher, was uns erwartet und was mit hund (nicht) möglich ist.
uns würden auch generell erfahrungsberichte von hundehaltern interessieren, die mit ihrem tier in den urlaub gefahren sind.
dann habe ich noch eine frage zu der hunderasse. wenn ich richtig informiert bin, haben hunde je nach rasse unterschiedliche eigenschaften und bedürfnisse. mein traumhund sollte weder zu groß noch zu klein sein, gerne mit mir durch die gegend streifen (auch wandern), aber auch zufrieden sein, wenn er an manchen tagen nur eine stunde rauskommt. ich hätte gerne einen freundlichen und aufgeschlossenen hund, der sich auch als familienhund eignet (wir wollen kinder). wenn er nebenbei noch als wachhung taugt - umso besser. ich habe allerdings gelesen, dass sich freundlichkeit und wachsamkeit häufig ausschließen - stimmt das? kann man solche eigenschaften überhaupt an der hunderasse festmachen, oder hängt das mehr mit der persönlichkeit des tieres zusammen? die rasse an sich ist mir übrigens nicht wichtig, kann mir auch gut einen mischling vorstellen. hätte aber trotzdem gerne tipps, welche hundearten sich in hinblick auf die genannten faktoren eignen würden.
wie ist das mit dem geschlecht des hundes - was muss ich darüber wissen, das meine wahl beeinflussen könnte?
ich würde gerne ein buch über die kommunikation mit und zwischen hunden lesen - hat jemand einen tipp für mich? bin auch dankbar für tipps zu allgemeinen büchern über hunde, die sich gut für einsteiger eignen.
ich freue mich auf eure anworten!
siyah
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Ergebnis 1 bis 10 von 129
Thema: hund für anfänger
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07.01.2018, 21:43Inaktiver User
hund für anfänger
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08.01.2018, 07:49Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Mit anderen Worten: du suchst eine eierlegende Wollmilchsau in Form eines Hundes. Das hatten wir kürzlich schon mal ...mein traumhund sollte weder zu groß noch zu klein sein, gerne mit mir durch die gegend streifen (auch wandern), aber auch zufrieden sein, wenn er an manchen tagen nur eine stunde rauskommt. ich hätte gerne einen freundlichen und aufgeschlossenen hund, der sich auch als familienhund eignet (wir wollen kinder). wenn er nebenbei noch als wachhung taugt - umso besser.
Ach ja - du hast nicht etwa auch noch eine Katze, mit der er sich zusätzlich ebenfalls vertragen soll?
Und dann natürlich ein Welpe. Hm ... dir ist klar, dass ein Welpe ein Kind ist? Der Aufwand für Betreuung, ausbildung, Bindungsfestigung etc. etc. ist vergleichbar, wenn auch über einen kürzeren Zeitraum. Alll das, was du dir, oben aufgezählt, von einem Hund wünschst, hat ein Hund nicht einfach - egal welche Rasse - sondern es ist an dir, all das dem Hund "beizubringen" (schlechtes Wort, aber ich weiss kein besseres), wenn du ihn ab dem Welpenalter hast.
Schwieriges Unterfangen auch für einen hundeerfahrenen Menschen. Für einen Neuling nicht zu empfehlen.
Ganz anderes Vorgehen: vergiss die Rasse. Vergiss den Welpen. Geh ins Tierheim deines Vertrauens (vielleicht musst du in mehrere gehen, bis du das Gefühl hast, es ist das Richtige) und schau dir Hunde an. Sprich mit den Leuten und such gezielt nach erwachsenen, schon etwas älteren Hunden, die freundlich, gelassen und familienlieb sind, keine Bindungsstörungen haben, nicht ängstlich oder aggressiv sind, für gewisse Zeit allein sein können. Das ist der zielführendere Weg.
Nein, ist es eben gerade nicht!außerdem ist es für unerfahrene hundehalter wie uns vielleicht auch einfacher mit einem welpen ist (keine schlechten vorerfahrungen und festgefahrene verhaltensmuster). was ist das ideale alter, einen welpen zu sich zu nehmen?
Viele der Hunde mit schlechten Vorerfahrungen und festgefahrenen unerwünschten Verhaltensmustern, die irgendwann ins Tierheim gegeben wurden und jetzt auf neue Plätze warten, waren einst Welpen, die zu genau solchen Haltern kamen wie ihr: sehr motiviert aber unerfahren, mit extremhohen Ansprüchen an die Eigenheiten des künftigen Hundes aber absolut keine Ahnung, wie man einen Welpen de facto zu einem solchen Hund "macht".
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08.01.2018, 07:56
AW: hund für anfänger
Es gibt keine Rasse die zu deinen Wünschen passt.
Mein Vorschlag , besuche die nächste Hundeschule, wenn dort Unterricht ist. Schau dir die verschiedenen Rassen an und sprich mit den Teilnehmern und frag was Dich interessiert. Dann kannst Du gleich abwägen, welche Rasse am ehesten zu Dir passt. Das Buch die zweihundert beliebtesten Hunderassen kann ich sehr empfehlen. Das könnte Dir Deine Entscheidung erleichternNimm Dir Zeit für Dinge, die Dich glücklich machen.
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08.01.2018, 09:36
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08.01.2018, 15:27Inaktiver User
AW: hund für anfänger
danke für eure antworten!
horus, ja, mir ist klar, dass ein welpe ein kind ist. ich weiß allerdings nicht genau, wie lange diese phase bei hunden dauert bzw. wie lange ein hund tatsächlich 24 stunden betreuung braucht. deshalb frage ich ja hier.
danke auch für den hinweis, dass ein welpe mehr erfahrung erfordert als ein erwachsener (nicht traumatisierter ö.ä.) hund. das war mir nicht klar - ich dachte auch, dass erwachsene hunde aus dem tierheim besonders viel erfahrung erfordern, weil sie eben häufig schon schlechte erfahrungen gemacht haben. deinen vorschlag mit dem tierheimbesuch finde ich gut, ich werde das mit meinem partner besprechen. es ist nicht so, dass wir um jeden preis einen welpen möchten!
möchte noch kurz was klarstellen: ich habe von meinem "traumhund" geschrieben, d.h. wenn ich es mir aussuchen könnte, hätte mein hund die von mir beschriebenen eigenschaften. es ist aber nicht so, dass mein zukünftiger hund tatsächlich so sein muss bzw. so "gemacht" (finde den ausdruck auch nicht schön) werden soll. das einzige, was mir wirklich wichtig ist, ist freundlichkeit - und die hängt wie du schreibst ja sehr davon ab, wie ich mit meinem hund umgehe. (dass wir als unerfahrene eine hundeschule besuchen würden, versteht sich wohl von selbst.) und nein, ich habe keine katze oder andere überraschungen im sack
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08.01.2018, 15:47Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Es gibt hier im Forum Userinnen, die können dir noch wesentlich präzisere Infos geben bezüglich Betreuung und Ausbildung eines Welpen als ich. Was ich aber sicher weiss, ist, dass 2 Monate Sommerurlaub AUF GAR KEINEN FALL ausreichen, um einem Welpen auch nur die "Grundausbildung" angedeihen zu lassen. Er wird nach diesen 2 Monaten noch keine einzige Stunde lang allein sein können.
Die langen Spaziergänge und Wanderungen, die du dir vorstellst, werden im gesamten ersten Jahr noch nicht drin liegen. Anfangs wirst du mit deinem Welpen mindestens 25x am Tag - und in der Nacht - raus müssen, aber nur für wenige Minuten, weil allzu lange ihn sinneseindrucksmässig überfordert. Bevor stundenlange Wanderungen möglich sind, muss mit dem Junghund systematisch Kondition trainiert werden. Man geht mit einem Kind ja auch nicht sofort auf eine sechsstündige Wanderung - wie ein Kind muss der Hund zuerst wachsen, Muskeln und Knochen aufbauen und Ausdauer entwickeln.
Vergiss auch die Familienplanung nicht. Wenn du jetzt einen Welpen nimmst, hast du eine anstrengende, fordernde Zeit vor dir, in 2-3 Jahren dann hast du einen jugendlichen, voll im Saft stehenden Hund mit Unsinn im Kopf und überschäumender Energie - und dann in dieser Zeit eine Schwangerschaft und ein Baby, also eine extrem anstrengende Zeit, die dein Leben komplett auf den Kopf stellt ... und du hast keine Ahnung, wie der Junghund auf das Kind reagiert.
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08.01.2018, 15:55Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Nachtrag zu den Tierheimhunden:
In Tierheimen sitzen bei weitem nicht nur "gestörte" (man beachte die Anführungszeichen) Hunde aus schwierigen Verhältnissen und mit eingefahrenen negativen Verhaltensmustern. Da sind teilweise auch Hunde, die nicht deswegen abegegben wurden, weil der Vorbesitzer mit ihnen überfordert war bzw. sie "vermurkst" hat, sondern die aus anderen Gründen nicht bei ihren Vorbesitzern bleiben konnten. Es kann auch sein, dass der Vorbesitzer einen schweren Unfall hatte und sich nicht mehr kümmern kann oder schwer erkrankt ist. Oder berufsbedingt von jetzt auf sofort ins Ausland musste.
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08.01.2018, 15:59Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Nimm eine Katze....
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08.01.2018, 16:11
AW: hund für anfänger
Als Rasse kann ich Dir einen Spitz empfehlen. Die sind anhänglich, können mitwandern und kommen auch ab und an mit kleineren Spaziergängen zurecht.
Als Familienhund gut geeignet.
Wir haben unsere jeweils im Alter vpn ca. 5 Monaten bekommen. Also quasi stubenrein. Lernen mögen sie das ganze Leben, was sie dürfen oder eben nicht, muss man ihnen auch in jedem Alter beibringen.
Ich hatte einen Rüden und hab jetzt ein Mädchen: kann nicht sagen, was "besser" ist.
Gruß
RowanRowan aus dem Rheinland
für unser Spitzchen
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08.01.2018, 16:24
AW: hund für anfänger

.. ganz ehrlich, da fällt mir nicht mehr so viel ein - suchst Du ein neues Auto oder ein Lebewesen, das Familienmitglied werden soll und einen Charakter und eine Seele hat?
Ich rate Dir gänzlich von einem Hund ab. Zumindest erstmal. Erst Recht, wenn Du Kids willst. Es ist unter Umständen immer besser, wenn die Kids zuerst da sind. Vor dem Hund.Geändert von Vienna__ (08.01.2018 um 16:32 Uhr) Grund: ergänzt


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