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  1. Moderation

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    AW: hund für anfänger

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei gleichmäßiger Stimulation durch Ausdauerbewegung von mehr als einer Stunde fängt der Körper des Hundes an, Serotonin und Endorphine zu produzieren und auszuschütten.
    Durch die Bewegung entspannt der Hund also, baut Stress ab, kommt damit insgesamt deutlich besser und schneller zur Ruhe und hat mehr Reserven für herausfordernde Situationen, in denen er Gelassenheit und Impulskontrolle braucht.
    Aus diesem Grund wird gezieltes Bewegungstraining von über einer Stunde auch recht häufig in der Verhaltenstherapie eingesetzt.


    Ist es nicht auch so, dass bei Hunden, die sich in ihrem Zuhause/mit ihren Menschen sicher und entspannt fühlen, im Nahkontakt (zusammensein, zusammenliegen, kraulen, spielen) Oxytocin, Endorphine usw. ausgeschüttet und Stresshormone vermindert werden?
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  2. Inaktiver User

    AW: hund für anfänger

    Gerade Bassets und Mops würde ich nun nicht gerade als Beispiele für gesunde Hunde nehmen. Beide Rassen haben aufgrund ihres Körperbaus mit sehr starken Problemen zu kämpfen, die ihnen ein normales Leben und normale Bewegung größtenteils unmöglich machen. Ob sie laufen wollen und ob sie körperlich dazu in der Lage sind, sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
    Auch für einen absolut unproblematischen Durchschnitshund sollten 1,5- 2 Stunden Bewegung am Stück drin sein. Menschen, die das zeitlich nicht leisten können oder wollen, sollten mMn davon absehen, sich einen Hund zuzulegen.

  3. Inaktiver User

    AW: hund für anfänger

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gerade Bassets und Mops würde ich nun nicht gerade als Beispiele für gesunde Hunde nehmen.
    Das war auch nicht meine Aussage!!!

    Auch für einen absolut unproblematischen Durchschnitshund sollten 1,5- 2 Stunden Bewegung am Stück drin sein. Menschen, die das zeitlich nicht leisten können oder wollen, sollten mMn davon absehen, sich einen Hund zuzulegen.
    Und genau deshalb schreib ich hier, weil man genau zu diesem Schluss kommen könnte, was ich für absolut fatal halte, sowohl für Mensch als auch für Hund.

    Mir wird hier immer von einer idealen Welt ausgegangen, die man zwar immer anstreben sollte - aber die zum Maßstab machen find ich total falsch, aber sowas von.

    Real heisst das nämlich für viele Hunde: sie würden weiterhin im Tierheim sitzen, ohne Familienanschluß, und mit viel Glück einmal am Tag ein bisschen rauskommen, allermeistens aber ohne Freilauf oder Sozialkontakt, weil das Gassigehern nicht erlaubt ist.

    Und das soll besser sein als das Leben in einer Familie, mit vier Gassigängen am Tag, Wochenends, Urlaub, Feiertage immer mit dem Besitzer zusammensein anstatt allein im Zwinger hocken - weil das große Gassi nur eine dreiviertel statt zwei Stunden ist???

    Wirklich nicht.

  4. Inaktiver User

    AW: hund für anfänger

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ist es nicht auch so, dass bei Hunden, die sich in ihrem Zuhause/mit ihren Menschen sicher und entspannt fühlen, im Nahkontakt (zusammensein, zusammenliegen, kraulen, spielen) Oxytocin, Endorphine usw. ausgeschüttet und Stresshormone vermindert werden?
    Ja, das stimmt.
    Es reicht sogar bloßer Augenkontakt zwischen Hund und Bezugsperson aus, damit beide Oxytocin ausschütten und man kann die Ausschüttung auch gezielt anstoßen (konditionierte Entspannung).
    Ausgleichen kann man den Stress, der bei einem jungen, gesunden Hund durch Unterforderung/ Bewegungsmangel entsteht, dauerhaft damit allerdings nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: hund für anfänger

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und das soll besser sein als das Leben in einer Familie, mit vier Gassigängen am Tag, Wochenends, Urlaub, Feiertage immer mit dem Besitzer zusammensein anstatt allein im Zwinger hocken - weil das große Gassi nur eine dreiviertel statt zwei Stunden ist???
    Ich habe ein großes Problem mit solchen Vergleichen, hilfskonstruktion. Und dass, obwohl oder gerade weil ich selbst im Tierschutz aktiv bin.

    Die Gegenüberstellung von Tierheim und einer Übernahme, die den Bedürfnissen eines Hundes nicht wirklich gerecht wird, übersieht nämlich regelmäßig, dass es durchaus sehr viele Menschen gibt, die Hunden ein angemessenes und artgerechtes Zuhause geben und die genau die Zeit und Möglichkeiten haben, die anderen fehlt. Zudem ist ein Tierheim, wie bei solchen Diskussionen gerne suggeriert wird, keine alternative Haltungsform, die einer artgerechten Haltung gegenübersteht.

  6. Inaktiver User

    AW: hund für anfänger

    Gut, da kommen wir dann nicht zusammen. Ich finde eben, eine Stunde Freilauf täglich in geeignetem Gelände für die meisten Hunde ausreichend.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zudem ist ein Tierheim, wie bei solchen Diskussionen gerne suggeriert wird, keine alternative Haltungsform, die einer artgerechten Haltung gegenübersteht.
    Real natürlich, wenn sich nur noch diejenigen einen Hund anschaffen, die Idealbedingungen bieten - dann heisst das für noch mehr Hunde als eh schon, keine Chance zu haben je aus dem Zwinger rauszukommen.

  7. Inaktiver User

    AW: hund für anfänger

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gut, da kommen wir dann nicht zusammen. Ich finde eben, eine Stunde Freilauf täglich in geeignetem Gelände für die meisten Hunde ausreichend.
    Bei 30 min Differenz sind wir doch nicht wirklich weit voneinander entfernt, oder?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Real natürlich, wenn sich nur noch diejenigen einen Hund anschaffen, die Idealbedingungen bieten - dann heisst das für noch mehr Hunde als eh schon, keine Chance zu haben je aus dem Zwinger rauszukommen.
    Ich hoffe sehr, dass sich nur Menschen einen Hund anschaffen, die ihm auch einen artgerechten Rahmen bieten können. Und wenn ich mir die Auswahlkriterien und die Vermittlungsfrequenz des Tierheims ansehe, in dem ich aktiv bin, kann ich dir versichern, dass das auch sehr gut funktioniert.

  8. Inaktiver User

    AW: hund für anfänger

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei 30 min Differenz sind wir doch nicht wirklich weit voneinander entfernt, oder?
    Das nicht, ich finde nur man kann das nicht pauschalisieren.

    Dem einen reichen vielleicht auch 30 Minuten, wenn es ein 12 Jahre alter Dackel ist, dem anderen reichen auch anderthalb, zwei Stunden eher nicht.

    Ich fände es halt sinnvoller, das am individuellen Hund festzumachen anstatt an der Zeitdauer des Gassigehens.

  9. Moderation

    User Info Menu

    AW: hund für anfänger

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Real natürlich, wenn sich nur noch diejenigen einen Hund anschaffen, die Idealbedingungen bieten - dann heisst das für noch mehr Hunde als eh schon, keine Chance zu haben je aus dem Zwinger rauszukommen.
    Wobei es aber auch langfristig hieße, dass weniger Hunde in Tierheimen säßen, weil es keine Hunde mehr aus Qualzucht gäbe (wenn sie niemand mehr kaufen würde - und gekauf werden sie vornehmlich eben nicht von "guten" Hundehaltern), weniger Hunde wegen Unfähigkeit abgegeben würden etc.


    Wobei ich dein Argument verstehe und gelegentlich auch anbringe, aber es gibt halt auch genug Hunde die auf diesem Wege zum Wanderpokal werden und da bin ich nicht immer sicher, ob das wirklich besser ist als im Tierheim.


    Aber wir schweifen ab, denn die TE beschäftigt sich ja im Gegensatz zu vielen künftigen Hundehaltern ausführlich vor der Anschaffung des Hundes mit dem Thema.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  10. Inaktiver User

    AW: hund für anfänger

    Naja, Bewegungsfreudige vs. Bewegungsmuffel.

    Ich kenne tatsächlich auch beides. Hunde, die täglich 3 Stunden am Stück sich bewegen WOLLEN (zusätzlich zu kleineren Einheiten) und Hunde, die nach 30 Minuten in den Sitzstreik gehen.

    Aber Ausgangslage war der explizite Wunsch der TE, dass ihr zukünftiger Hund gerne auch Wanderungen mit ihr zusammen unternehmen solle. Das heisst, sie möchte gerne einen Hund, der nichts gegen viel Bewegung - bzw. lange Bewegungseinheiten am Stück - hat.
    Wenn es also ein Ziel ist, dass der Hund auf mehrstündige Wanderungen mit geht - was etwas sehr Schönes ist, wir haben auch ab und zu einen solchen Hund dabei, sogar auch auf Skitouren - dann muss die Kondition des Hundes aufgebaut werden, das heisst, längere Bewegungseinheiten müssen regelmässig sein. Es ist eine Illusion, zu glauben, dass ausdaueruntrainierte Hunde auf Anhieb 6stündige Wanderungen einfach so mitmachen - schon gar nicht Hunde, die noch nicht ausgewachsen sind. Ist ja bei uns Menschen auch nicht anders - da geht auch niemand* eine 8-Stunden-Bergwanderung, der nicht vorher regelmässig 4-5stündige Einheiten systematisch trainiert hat, sondern nie über 2 Stunden hinaus gekommen ist.

    Ich habs ein Mal unfreiwillig miterlebt, d.h. bin zufällig hinzu gekommen, wie jemand seinen - per se nicht wanderfeindlichen - Hund mit einer stundenmässig, höhenmetermässig und kilometermässig viel zu langen Tour komplett in die Erschöpfung getrieben hat. Der war normalerweise nur 2-3 Stunden unterwegs und dann *zack* auf einmal 12 Stunden. War kein schöner Anblick, der Hund musste getragen werden, es ging echt nichts mehr, wir konnten da zum Glück helfen.

    Das meine ich. Wenn das Ziel ist, einen lauf- und wanderfreudigen Hund mit sich auf Touren zu nehmen, muss man a) schauen, einen Hund zur bekommen, der von den Anlagen her bewegungsfreudig ist, und b) bereit sein, sich die Zeit im Alltag zu nehmen, um die Ausdauerfähigkeit des Hundes sorgfältig, nicht-überfordernd und regelmässig aufzubauen und zu trainieren. Das braucht halt Zeit, auch bei den Alltags-Bewegungsrunden.
    Wenn das nicht drin liegt, ist das kein Problem . dann sollte man sich aber vom Wunschtraum, den Hund auf langen Wandertouren mitnehmen zu können, verabschieden.

    *okay, es gibt solche, aber die bereuen es in den Folgetagen. Das sind teilweise auch die, die wir in der Bergrettung ausfliegen mussten - nicht wegen Verletzung, sondern wegen reiner Erschöpfung.

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