haha, das kann ich mir vorstellen. ich bin auf dem land aufgewachsen, in meiner kindheit gab es dort noch einige mehr oder weniger frei laufende hunde, die zwar wem "gehörten", aber auch nie eine hundeschule von innen gesehen hatten und irgendwie zeit mit allen möglichen leuten verbrachten. sie schienen mir nicht unglücklich zu sein.
mein partner kommt aus einem land, in dem das konzept hundeschule den meisten leuten auch vollkommen unbekannt ist. wir haben eine zeit lang dort in einer großstadt gelebt und ich habe es sehr genossen, ständig hunde um mich zu haben. den hunden ging's gut - soweit ich das beurteilen kann. nachbarschaftsgruppen, privatpersonen und vereine haben sich um sie gekümmert. alle hunde, denen ich dort begegnet bin, waren sehr freundlich. die hunde aus meinem ursprungsdorf und aus besagter großstadt hatten eins gemein: sie waren frei und gleichzeitig umsorgt und nie alleine.
ich würde allerdings schon rein aus persönlichem interesse eine hundeschule besuchen - und auch, weil ich denke, dass hund und herrchen/frauchen am ende nur davon profitieren können.
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Thema: hund für anfänger
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08.01.2018, 23:18Inaktiver User
AW: hund für anfänger
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09.01.2018, 07:57Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Sofern das auf Sicht gesehen so bleiben wird, solltest du nach einem Hund suchen, der nicht allzu schwer ist. Täglich mehrfach 20 kg drei Stockwerke hoch und runter zu tragen, weil der Hund z.B. eine Zerrung oder Verletzung hat, ist auf Dauer heftig.
Die Runden zu einer Zeit zusammen zu rechnen, funktioniert leider nicht.hier habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt. natürlich weiß ich, dass ein hund öfters am tag raus muss, um sein geschäft zu erledigen. mit der einen stunde meinte ich das, was darüber hinausgeht.
Hunde, sofern sie nicht sehr jung, sehr alt oder krank sind, brauchen 1,5 - 2 Stunden Bewegung am Stück + Löserunden.
Mit 3x 20 min am Tag wird kein Hund glücklich. Das kannst du mal an einem faulen Sonntag machen, aber nicht auf Dauer.
Tierheime haben überwiegend eigene, ehrenamtliche Trainer, die dir Auskunft geben können. Einen solchen würde ich, falls vorhanden, einem externen vorziehen oder zusätzlich zu einem externen Trainer hinzuziehen.die möglichkeit, einen hundetrainer mit ins tierheim zu nehmen, war mir bisher nicht bewusst. ein guter hinweis!
Der Grund ist, dass Hunde neue Menschen zunächst beobachten und sich zurückhalten, um sie einschätzen zu können. Gerade Hunde aus dem Tierschutz packen erst Monate, nachdem sie angekommen sind, mit all ihren Wesenszügen aus. Wie ein Hund wirklich tickt kann dir also zuverlässiger ein Mensch/ Trainer sagen, an den der Hund schon ein wenig gewöhnt ist.
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09.01.2018, 08:51Inaktiver User
AW: hund für anfänger
NUn es gibt ja reine Wohnungskatzen - nicht jede Katze will raus.
Aber eine Katze kann durchaus allein sein, ein Hund eben eher nicht weil Rudeltier.
Und ein Welpe als Berufstätige ist Tierquälerei.
Einen Hund wollen und einen Hund Artgerecht zu halten sind ja oft zwei paar Schuhe.
Ein Hund braucht nicht nur Auslauf er braucht auch Beschäftigung. Andere Hunde mit denen er draußen in Kontakt kommt, Aufgaben etc. pp
Dreimal am Tag "Gassi gehen" ist definitiv nicht genug. Abgesehen von den Kosten für Tierarzt. Für OP´s Impfungen etc.
Für nicht mal eben in Urlaub oder kurz nach der Arbeit mit Freunden treffen.... DAS alles muss klar sein wenn ein Hund ins Haus kommt.
Tierliebe heißt auch zu verzichten, wenn man nicht die Bedingungen schaffen kann!!
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09.01.2018, 10:00Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Und warum nicht?
In erster Linie kommt es darauf an, wie die Spaziergänge gestaltet werden und ob ein Hund die Möglichkeit hat, dabei seine individuellen Bedürfnisse (z.B. Freilauf und Erkundungsverhalten) auszuleben.
Es ist zwar modern, Hunde mit ausgeklügelten Beschäftigungsprogrammen und Kursen zu überschütten, aber genau daraus resultieren ja immer mehr Hibbelhunde, die hohl drehen, überfordert sind und zu regelrechten Beschäftigungsjunkies werden.
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09.01.2018, 11:17
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09.01.2018, 11:19
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09.01.2018, 11:22Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Unser Hund lief auch 8 Stunden am Tag mit uns, wenn wir das tun würden.
Der Hund meiner Freundin ist eher ein Couchpotatoe
maximal zum piseln, ansonsten versteckt er sich wenn man mit der Leine wedelt....
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09.01.2018, 11:28Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Das meinte ich. Mein früherer Dalmatiner: ja gerne, auch drei Stunden, der Hund meiner Freundin geht nach einer halben, dreiviertel Stunde in den Sitzstreik (bei völliger organischer Gesundheit natürlich).
Wir haben das schon ausprobiert (unter sicheren Bedingungen), der blieb echt stur sitzen bis sie wieder zurückwar. Und das obwohl er sonst an ihr klebt, aber das ist ihm einfach zu viel.
Meine Malteserhündin ist ähnlich, kleine Runden gerne, eine Stunde nur außerordentlich unlustig, da latscht sie dann nur noch mir an den Fersen mit. Und manche Tage geht sie auch gar nicht mit sondern setzt sich nach dem Bieseln ans Gartentor und wartet bis wir wieder da sind, wenn man sie lässt.
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09.01.2018, 13:23Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Das darfst du gerne tun.
Bei gleichmäßiger Stimulation durch Ausdauerbewegung von mehr als einer Stunde fängt der Körper des Hundes an, Serotonin und Endorphine zu produzieren und auszuschütten.
Durch die Bewegung entspannt der Hund also, baut Stress ab, kommt damit insgesamt deutlich besser und schneller zur Ruhe und hat mehr Reserven für herausfordernde Situationen, in denen er Gelassenheit und Impulskontrolle braucht.
Aus diesem Grund wird gezieltes Bewegungstraining von über einer Stunde auch recht häufig in der Verhaltenstherapie eingesetzt.
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09.01.2018, 13:31Inaktiver User
AW: hund für anfänger
Ja, das klingt logisch.
Aber es ist eben gar nicht für jeden Hund erforderlich, das meinte ich. Wir hatten in einem Kurs einen Basset, der ist beim Ablegen regelmäßig eingepennt. Der hatte sowas von keine Probleme mit Impulskontrolle.
Für hibbelige gestresste Hunde ist das richtig, für lauffreudige Rassen sicher auch, aber mir werden bei solchen Aussagen die vielen unproblematischen Durchschnittshunde vergessen, für die eine Stunde Freilauf in geeignetem Gelände schon reichlich ist (plus natürlich die obligatorischen zwei/drei kürzeren Pieselrunden).
Ganz ehrlich: welcher normale Hundebesitzer kann denn tagsüber zwei Stunden am Stück spazierengehen, jeden Tag? Das machen die, die entsprechende Hunde haben hoffentlich, aber ich denke, ein Mops oder Bernhardiner und viele andere brauchen das nicht zum Glücklichsein.
Mich wundert ja schon, dass ich bei Regen so wenig andere Hundebesitzer treffe.Geändert von Inaktiver User (09.01.2018 um 13:47 Uhr)




. ich bin auf dem land aufgewachsen, in meiner kindheit gab es dort noch einige mehr oder weniger frei laufende hunde, die zwar wem "gehörten", aber auch nie eine hundeschule von innen gesehen hatten und irgendwie zeit mit allen möglichen leuten verbrachten. sie schienen mir nicht unglücklich zu sein.
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