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  1. Inaktiver User

    AW: Welche Hunderasse

    Es gibt zu viele unseriöse Orgas, das beobachte ich auch mit Sorge, und ich bin mir sicher, dass das oft auch ein lukratives Geschäftsmodell ist, Hundeimport/export.

    Wenn ich schon lese, der Hund ist so arm und sucht nur ein schönes Plätzchen, und ist "sehr schüchtern"... ein Hund ist nicht "schüchtern". Der hat Angst, und das muss man handeln können, und Mitleid hilft da erstmal gar nix.

  2. VIP

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    AW: Welche Hunderasse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Und sehr viele davon sind keine traumatisierten Problemhunde, auch wenn es die natürlich gibt. Im Gegenteil bin ich immer wieder überrascht, wie freundlich Hunde sein können die aus schlimmsten Umständen gerettet werden konnten.
    Auch da muss man differenzieren

    • Misshandelte Tiere lassen sich leichter resozialisieren, da es sich meist um konkrete Situationen handelt, die man gegenkonditionieren kann.
    • Speziell die griechischen (teils auch spanischen) Straßenhunde sind insgesamt besser dran, sie werden verscheucht und kriegen mal nen Tritt. Sie leben aber oft in stabilen Gemeinschaften, das gibt ihnen Sicherheit.
    • Südosteuropa ist nach Aussagen der Fachleute für Verhaltensmedizin eine andere Nummer, da es seit einigen Hundegenerationen dort zu Auswüchsen kommt, die man in Griechenland so nicht oder kaum kennt. Und sowas wird epigenetisch weitergegeben (Erfahrungen verändern das Genom).
    • Und deprivierte Hunde (die es auch bei uns gibt, die von den Vermehrern im Verschlag, aber auch die gutgemeinte isolierte "liebevolle Aufzucht auf dem Einödhof oder der Alm") aben immer die Voraussetzungen für eine generalisierte Angststörung.


    Es muss nicht, kann aber sehr schwierig sein.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  3. VIP

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    AW: Welche Hunderasse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich schon lese, der Hund ist so arm und sucht nur ein schönes Plätzchen, und ist "sehr schüchtern"... ein Hund ist nicht "schüchtern". Der hat Angst, und das muss man handeln können, und Mitleid hilft da erstmal gar nix.
    Du hast noch "dankbar" vergessen. Auch eine gängige Vokabel.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  4. Inaktiver User

    AW: Welche Hunderasse

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Du hast noch "dankbar" vergessen. Auch eine gängige Vokabel.
    Stimmt.

    Sag ich meinen immer... wenn wir TieresucheneinZuhause schauen. Sollen sie sich mal ein Beispiel dran nehmen.

  5. gesperrt

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    AW: Welche Hunderasse

    Mein Freund studiert hat immer erst ab Mittags uni und Schwiegerpapa kommt um 14:30 nach Hause) Hund ist also vlt 2 stunden am tag alleine!!
    Ok, aber der Freund wird doch irgendwann mit der Uni fertig sein und mal bei Papa ausziehen wollen oder? Was dann?

    Ich sehe es jetzt als Problem, dass der Hund zwar einerseits mit relativ kurzen Spaziergängen von 1 Stunde klar kommen soll (selbst mein 11 jähriger Schäferhund findet das zu kurz), er aber anderseits bei langen Ausritten mit soll. Ich hätte euch jetzt was in die Richtung Berner Sennenhund empfohlen. Für die reichen 2,5 Stunden spazierengehen am Tag, aber die kannst du halt nicht auf einen 2 stündigen Ausritt mitnehmen.

    Was ausscheidet sind meiner Meinung nach Terrier, Jagdhunde, Herdenschutzhunde und Arbeitshunde. Am ehesten könnte ich mir noch einen Labrador aus einer Showlinie vorstellen.

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    AW: Welche Hunderasse

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Man muss differenzieren..
    Natürlich.

    Es gibt aber auch da dann und wann Welpen im Tierheim. Ich habe mit meiner Freundin einen Welpen für sie als Zweithund geholt. Das waren 4 Stück, die von einem Deutschen auf dem Heimweg von Frankreich an einem Rastplatz gefunden wurden in einer Mülltonne. Mit 10 Wochen durften wir dann das Mächen holen. Waren Hütehund-Mixe.

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    AW: Welche Hunderasse

    Zitat Zitat von Einhorn04 Beitrag anzeigen
    Sie ist 8 monate alt.
    Die leute aus dem tierheim haben uns das alles auch gesagt allerdings kann man auch einen kangal der dazu gezüchtet ist aussen zu leben und zu hüten zu einem familienhund machen mann muss eben nur früh genug damit anfangen. Eben gut solzialisieren.
    Wenn das bis 8 Monate noch nicht passiert ist, dann vergiss es! Klar kann man noch ein wenig feintunen, aber grundsätzliches Verhalten ist bis dahin schon gelernt.

    aber eben nur wenn man es ihenen sagt sonst nicht.
    Der hund ist natürlich auch eigenständig aber er muss eben so erzogen werden dass er immer weiss wer der chef ist.
    Wenn der hund mit mir spatzieren geht anstatt ich mit ihm ist aber bei der erziehung was schief gelaufen egal wie eigenständig diese oder auch andere rassen sind.
    Wir haben alle hundeerfahrung ...sind also nicht unerfahren oder so
    Wenn ich das so alles lese zweifle ich daran stark. Du kannst einen Hund, der für absolut autarkes Verhalten gezüchtet wurde, keine Unterordnung aufzwingen. Einer von Euch wird daran kaputt gehen.

    Ich hatte 14 Jahre lang einen Norwegischen Elchhund schwarz aus dem Tierheim. Ein absolut autarker , gleichzeitig glücklicherweise auch ein völlig unagressiver Charakter. Niemals hätte ich mit ihm die Begleithundeprüfung machen können, denn er war nicht für Gehorsam und Unterordnung gezüchtet. In vielen Jahren Arbeit haben wir uns eingespielt und weil er mich wirklich abgöttisch liebte und einen wirklich super Charakter hatte, hat er Vieles mir zuliebe gemacht, jedoch war immer klar, dass er selbst darüber nachdenkt, ob er das nun sinnvoll findet (und mir auch sehr deutlich vermittelte, wenn ihm etwas nicht passte :-D ). Zu Hause war er ein lebendiges Plüschtier und er ließ alles mit sich machen, extrem kinderlieb, aber sobald die Haustür aufging kam der Jagdhund raus, der darauf gezüchtet war, diese Aufgabe allein zu erledigen, ohne Ansagen von der Chefin. Ich musste lernen, für uns beide einen Weg zu finden, dass wir beide mit dem Zusammenleben glücklich waren.

    Deine Vorstellung davon, wie Du den Hund gegen sein Naturell behandeln möchtest bzw. was Du von ihm erwartest halte ich für illusorisch.

  8. Inaktiver User

    AW: Welche Hunderasse

    Zitat Zitat von Einhorn04 Beitrag anzeigen
    Haben uns jetzt eine junge kangalhündin angesehen im tierheim.
    Die ist gut sozialisiert und ist es auch gewohnt innen zu leben und sie soll ja auch eher ein familienhund sein. Sie darf/soll ja wie es eben in der natur dieser hunde ist verteidigen und ihre besitzer beschützen aber sie muss eben hören und wenn ich als besitzer ihr sage sie hat jetzt ruhe zu geben dann muss sie das tun - eben einfach erzogen sein
    Du musst dir an dieser Stelle über einige ganz praktische Dinge klarwerden.

    1. Wenn ein Hund sich viel im Garten aufhält, hast du gerade bei diesem Wetter täglich eine riesen Schweinerei im Haus. Hunde graben, sie wälzen sich z.B. in Katzenurin oder Vogelkot, sie laufen durch Matsch, Blätter und Pfützen und einen großen Hund packt ihr weder mehrfach täglich in die Badewanne, noch könnt ihr ihn bei Kälte mit dem Gartenschlauch abwaschen. Das sieht dann- und dieses Foto ist nicht übertrieben- gerne mal so aus.

    2. Ballspiele/ Frisbee sind als tägliche Auslastung nicht geeignete. Google mal nach dem Stichwort "Balljunkie". Bei einem Hund vom Körperbau eines Kangals sind solche Spiele zudem ziemlich schädlich, weil die Gelenke bei den schnellen Stopps und dem massigen Körperbau extrem stark belastet werden.

    3. Ein Garten ersetzt keinen Spaziergang. Ein Hund muss sich täglich außerhalb des Grundstückes bewegen und lösen können. Überleg dir gut, ob du einen Kangal, der rassebedingt nicht gerade kooperativ und verträglich ist, halten kannst, wenn er nicht auf dich hört (und das passiert bei jedem noch so gut erzogenen Hund)

    4. Ein Hund, der seinen Besitzer verteidigen will, klingt auf den ersten Blick toll, macht aber im Alltag Probleme. Gerade, wenn man keine Erfahrung mit diesem Typ Hund hat, kann es dir nämlich schnell passieren, dass der Hund dich oder deinen Mann verteidigt, wenn ihr euch in den Arm nehmen wollt, oder wenn der Postbote, ein Handwerker oder Freunde und Familie zu Besuch kommen.

    Bekannte haben eine reine Begleithundrasse, die eigentlich für ihre Verträglichkeit bekannt ist. Der Hund ist den ganzen Tag über im Garten mit freiem Zugang zum Haus und es war angedacht, dass er Fremde und Besucher meldet. Kehrseite der Medaille: es hat schon mehrere Beißvorfälle gegeben, weil der Hund es als seinen Job betrachtet, das Grundstück zu kontrollieren. Inzwischen kontrolliert er die komplette Familie und hat nicht nur Besucher gebissen, sondern auch die Halter, deren Kinder und Passanten auf der Straße, die "seinen Menschen" zu nahe kamen. Der nimmt seinen Auftrag eben sehr ernst, handelt autonom und hat nie gelernt, dass der Mensch ihm die Verantwortung abnimmt. Ein situatives "mal so, mal so" kennen Hunde nicht. Darüber müsst ihr euch absolut klar sein. Entweder der Hund wacht und vertreibt autonom, oder er tut es nicht.

    "Dann muss er eben hören" sagt sich sehr leicht, ist aber häufig gerade vor dem zuvor erwähnten Hintergrund und bei einem solchen Spezialisten wie dem Kangal, dem es im Blut liegt, alleine zu entscheiden und zu handeln, für mit solchen Kalibern unerfahrene Halter alles andere als leicht umsetzbar. Herdenschutzhunde landen nicht umsonst so häufig in Tierheimen und auf Notvermittlungsseiten.

    Ich würde euch ebenfalls empfehlen, den Aspekt Wachhund nicht in den Vordergrund zu stellen. Hunde sind kein ernsthaftes Hindernis für einen Einbrecher. Es gibt aktuell ein Video auf focus.de, in dem ein Ex- Einbrecher berichtet, wie er Wachhunde (u.a. einen Dobermann) binnen Sekunden ausschaltet, um in ein Gebäude zu kommen. Im Gegenzug bringen Hunde mit Schutztrieb eine Menge Eigenschaften mit, die euch im Alltag Probleme machen können und werden.

    Wenn ihr einen Familienhund wollt, dann sucht gezielt danach. Melden können solche Hunde auch und kommen mit dem Programm, das ihr bieten wollt und könnt, gut klar. Zur Absicherung des Hauses würde auch ich euch Technik empfehlen. Die ist deutlich zuverlässiger als ein Hund, ohne dass sie euch Probleme im Alltag macht.

  9. Inaktiver User

    AW: Welche Hunderasse

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Wenn das bis 8 Monate noch nicht passiert ist, dann vergiss es! Klar kann man noch ein wenig feintunen, aber grundsätzliches Verhalten ist bis dahin schon gelernt.
    Noch als Ergänzung dazu:
    Mit 8 Monaten ist ein Kangal im Kopf noch ein Welpe. Seine Ernsthaftigkeit und seine rassetypischen Eigenschaften packt er erst in den nächsten Monaten und Jahren aus, in denen er die Pubertät durchläuft, erwachsen wird und reift. Dass der Hund jetzt noch unkompliziert ist, sagt absolut nichts darüber aus, wie er in wenigen Monaten sein wird.

  10. Inaktiver User

    AW: Welche Hunderasse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Noch als Ergänzung dazu:
    Mit 8 Monaten ist ein Kangal im Kopf noch ein Welpe. Seine Ernsthaftigkeit und seine rassetypischen Eigenschaften packt er erst in den nächsten Monaten und Jahren aus, in denen er die Pubertät durchläuft, erwachsen wird und reift. Dass der Hund jetzt noch unkompliziert ist, sagt absolut nichts darüber aus, wie er in wenigen Monaten sein wird.
    Das kann ich nur unterstreichen.

    Warum wohl landen viele Hunde nach etwa einem Jahr in der Vermittlung? Je nachdem, wie sich eine Rasse entwickelt, fängt die problematischere Zeit dann mit Beginn der Pubertät an. Sie kann sich, ebenfalls rasseabhängig, gut bis ins vierte Lebensjahr hinein ziehen. Diese Lebensphase kann für Mensch ziemlich schwierig sein, gerade bei großen, sehr muskulösen und agilen Hunden, denn dank der "Neuverdrahtung" die dann immer wieder stattfindet, ist alles im Fluss und dadurch vieles nur wenig prognostizierbar. Da heisst es dann eben: Lebe den Moment, und wenn Du in dem nicht sehr wach bist und weisst, wie Du die Dinge einfangen kannst: Viel Spass.

    Kastrationen sind dabei auch keine Hilfe, selbst wenn das in vielen Köpfen offenbar noch fest verankert ist. Frühkastraten, leider im Tierschutz massenhaft vertreten, bringen sehr viele gesundheitliche Probleme mit sich, die dann auch gern richtig teuer werden können, mal abgesehen davon, dass es meines Erachtens ein Verbrechen an den Hunden darstellt, die nie die Chance bekommen, richtig ausreifen zu können.

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