Perfekt!
Irgendwo habe ich gehört oder gelesen, dass Hütehunde sich auch in einem Mehrhundehaushalt ganz wohl fühlen - dort können sie rumgschafteln. Wir, d.h. meine Hunde und ich, gehen öfter mit einem Mischlingshund, der von der Hündin eines Wanderschäfers geboren wurde. Madame möchte immer meine beiden hüten - und uns Menschen mit.
Wobei die Gelegenheitseinbrecher durch heftiges Gebell großer Hunde schon abgehalten werden, denke ich.Wenn es mir um die Haussicherheit geht, wäre Technik die erste Wahl und der Hund nur zusätzlich.
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Thema: Welche Hunderasse
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19.11.2017, 13:12
AW: Welche Hunderasse
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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19.11.2017, 16:54Inaktiver User
AW: Welche Hunderasse
Ich schreibe mal etwas zur Kehrseite der Medaille: Mein Hund soll mich / unser Grundstück beschützen.
Ja. Kann man sich wünschen.
Dann muss man aber u.U. mit den Konsequenzen leben, die da lauten: Nicht ich bin der Hundeführer, sondern mein Hund entscheidet selbst und traut mir eher nichts zu. Ihm ist dabei beispielsweise wurscht, ob Tante Gertrude vor der Tür steht oder ein Einbrecher. Wenn er entscheidet: iss nich!, dann iss nich, und unter Umständen gefällt ihm vielleicht bald auch besser, dass Mensch VOR dem Sofa liegt, und er darauf.
Ich kann nicht den für mich "angenehmen" Part an den Hund delegieren, mir quasi rauspicken, wann der Hund aktiv selbst bestimmen und agieren darf und wann nicht. Diesen etwas unangenehmen Effekt kennen viele, die mit ihren Hunden "Schutzdienst" betreiben, ihn "scharf" machen.
Darüber hinaus sollte man wissen, dass auch auf dem eigenen Grundstück in Deutschland ein Hund maximal stellen, nicht aber zufassen darf, tut er es doch, erwarten Hund und Halter durchaus unangenehme Konsequenzen.
Meine ganz persönliche Meinung: Wer meint, dass er Schutz braucht, sollte sich eine Alarmanlage zulegen und einen Selbstverteidigungskurs besuchen. GROSSE Hunde zu führen ist in Deutschland je nach Wohngegend eine Aufgabe, die mit sehr viel Arbeit verbunden ist - und zwar vor allem um den HUND zu schützen, von dem heute ziemlich viel erwartet wird, sobald er den öffentlichen Raum betritt.
Will ich einen Hund, der sich an mir orientiert = meine Ansagen beachtet, gern mit mir zusammen ist und sich dabei entspannt, dann muss ich führen. Eine gute Führungspersönlichkeit in Hundeaugen bin ich, wenn ich Sorge trage dafür, dass die Grundbedürfnisse erfüllt werden, indem ich gute Entscheidungen treffe, ruhig und souverän agiere, und ja, auch den Sozialverband schütze. Das muss ich mir also auch zutrauen.
Wenn es im Haus merkwürdige Geräusche gibt, schauen meine Hunde (eigener, Besuchshunde) mich an, und ich schaue nach, was Sache ist. Das sehe ich als meinen Job an. Deshalb sind meine Hunde draussen auch sehr verträgliche Genossen. Im Zweifel wissen sie, dass ich sie vor Grabschern beschütze, und sie fragen das auch nach.
Heisst das, dass meine Hunde mich nicht beschützen würden im Fall des Falles?
Keineswegs.
Ich konnte in den vielen Jahren meines Hunde_Lebens mehrfach erleben, was passiert, wenn ich schachmatt bin und sich mir jemand nähern möchte, ohne dass klar ist, dass ich das auch wünsche. Keine wirklich brillante Idee. Mir wehzutun ist ebenfalls ein ziemlich dummer Einfall. Erstens, weil ich mich hervorragend wehren kann. Zweitens, weil meine Jungens das so gar nicht gut tolerieren.
Das setzte und setzt aber voraus, dass ICH hier verantwortlich bin. Auch für den Schutz unseres Sozialverbandes. Das macht mich zur "Mama" - diejenige unseres Verbandes, an der sich die Vierpfoter orientieren und der sie rundum vertrauen. Das ist ein Amt mit hoher Verantwortung - und das muss man mögen.
Viele Beissvorfälle passieren, weil Menschen sich dieser Verantwortung nicht stellen, weil sie nicht oder zu spät die Zügel in die Hand nehmen und die Dinge so regeln, dass Mensch und Hund gut miteinander leben können. Das passiert leider oft, weil Menschen zu wenig über Hunde wissen.
Die Frage nach der Hunderasse ist daher müssig. Jeder Hund kann zu einer Waffe werden, wenn Mensch vergooft. Leider ist es dann aber eine, die nach hinten los geht.
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19.11.2017, 18:20Inaktiver User
AW: Welche Hunderasse
Das ist jetzt aber schon arg überinterpretiert.

Das
finde ich eine ganz normale Erwartungshaltung. Es soll hier kein Rottweiler im Alleingang einen Schrottplatz sichern und Eindringlinge zerfleischen. Auch Profis halten einen Hund für einen wirksamen Schutz, dazu reicht es dass er bellt.
Die Frage der Hunderasse find ich sehr vernünftig, angesichts der Tatsache dass viele Menschen sich aus optischen Gründen oder weil es grad im Trend ist sich für völlig unpassende Rassen entscheiden. Gern auch für eine, die das eigene Ego pampert... wenn man's nötig hat.
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19.11.2017, 19:15
AW: Welche Hunderasse
Als vor paar Jahren bei uns eingebrochen wurde, und das waren keine Gelegenheitseinbrecher, sondern - wie bekannt, hier in der Stadt - eine Bande aus Osteuropa war ich nur gottfroh, dass unser Hund, ein Bobtail, damals kurz davor schon verstorben war. Niemals nie hätte der gebellt und der hätte bestimmt wahnsinnge Ängste gehabt während des Bruchs. Die Kripo sagte mir, als ich die Dame darauf ansprach, dass die "Irren" ggf. überreagieren und dem Hund, vor allem so einem großen , etwas antun. Auch ein großer Hund, ist per se nicht ein "Wachhund". Und ich finde, Wachhunde haben heutzutage mit unserer Technik im Haus etc. "ausgedient" in unserer westlichen Welt. Und der "beste" Wachhund hat keine Chance gegen ein Messer oder sonstige Waffe. Und das wissen die Einbrecher auch.
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19.11.2017, 19:40
AW: Welche Hunderasse
Das ist klar.
Ich dachte an die, die im letzten Jahr in unserer Gegend ein paar Terrassentüren recht amateurhaft geknackt haben. Da meinte die Polizei, dass heftiges Gebll beim Testläüten abschrecken würde.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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19.11.2017, 19:46
AW: Welche Hunderasse
Also wir wollen aufjedenfall einen Hund aus dem Tierheim weil wir ja wissen das die schwerer ein zu hause finden als welpen vom züchter....
Haben uns jetzt eine junge kangalhündin angesehen im tierheim.
Die ist gut sozialisiert und ist es auch gewohnt innen zu leben und sie soll ja auch eher ein familienhund sein. Sie darf/soll ja wie es eben in der natur dieser hunde ist verteidigen und ihre besitzer beschützen aber sie muss eben hören und wenn ich als besitzer ihr sage sie hat jetzt ruhe zu geben dann muss sie das tun - eben einfach erzogen sein
Ansonsten haben wir ja über 3tsd qm garten der eingezäunt ist wo sie toben kann und alles also sie würde schon artgerecht gehalten werden bzw artgerechter als den meisten die so einen hund haben.
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19.11.2017, 19:53
AW: Welche Hunderasse
Ein Kangal will im Garten leben und nicht toben, sondern bestenfalls hüten und bewachen. Abends will er ggf. ins Haus zu seinem Rudel.
Und ein Kangal macht nicht immer / oder oft nicht sofort, was ihm gesagt wird - er entscheidet, wann und ob er hört und trifft Entscheidungen selbt. Und wenn er das nicht tut - ist er kein Kangal.
Wie alt ist denn die Hündin?
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19.11.2017, 19:57
AW: Welche Hunderasse
Keinen Kangal!
Mit dem geht nicht Ihr spazieren, sondern er mit Euch. Wenn er neben dem Pferd trabt und was sieht am Horizont, ist er weg, weil er Euch beschützen will. Das heisst, Du reitest hinter dem Kangal her.
Ich hatte einen grossen Hütehund - der brauchte keinen Ball, kein Frisbee. Der brauchte ne Aufgabe. Und starke Arme, die ihn halten, wenn er was will.
Aber natürlich sind die bezaubernd in der Familie. Die liegen leider nicht den ganzen Tag vor dem Kamin.
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19.11.2017, 20:00
AW: Welche Hunderasse
Ja Katelbach, das Problem ist aber, das wissen die selbst, die Einbrecher. Die wissen auch, dass man "Hundgebell" mittlerweile auf Tonband aufnimmt usw. usf. Das sind alles Proifs. Die lassen sich nicht abschrecken. Ich hätte nur wahnsinnig Angst um meinen Hund, wenn er da alleine in der Wohnung ist. Die gehen rein über die Terrassentür mit einem großen Hebel. Allein dieses Werkzeug reicht, einen großen Hund mit einem kräftigen Schlag außer Gefecht zu setzen.
Einen Hund heutzutage als Wachhund wg. Bruch einzusetzen, ist für mich einfach "hinterwäldlerisch". Die Kripo berät einen, wenn man sie anruft , kommen die. Die kamen zu uns auch. Die raten nicht zu einem Wachhund. Die raten zu neuen Fenstern / Terrassentüren etc. Wir haben dies alles neu einbauen lassen. Ich würde mir niemals verzeihen , wenn meinem Hund was wg. Einbrechern geschehen würde. Ich demzufolge meinen Hund nicht richtig schützen hätte können.
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19.11.2017, 20:04
AW: Welche Hunderasse
Es war kürzlich ein Bericht zu sehen, wo ein Profi-Eibrecher sagte: Hund ist ein Ausschlusskriterium.




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